Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ... ungelöst XY-Spezial "Gelöst!" erfolgt am 22. Mai 2024 im ZDF!

Sendung vom 13.01.1984

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Der Tote, der noch lebt

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Offenbach
  • Beamter im Studio: Staatsanwalt Dr. Weiland
  • Tattag: 5. / 6. August 1983
  • Details: Ehefrau zeigt Kripo einen Abschiedsbrief ihres Mannes Dietmar (Fahrzeugschein vom Familien-Mercedes ist auch dabei); abgestempelt in Pfaffenhofen; schreibt von "Schwierigkeiten"; Familie lebt in Dietzenbach; Vermisster war Leiter der Fahrbereitschaft bei Frankfurter Bank. 2 Tage später: auf einer Landstraße zwischen Hall in Tirol und Tulfes bei Innsbruck brennt gelber Mercedes im Wald, Feuer prasselt, Wagen explodiert; Fels verhinderte offenbar, dass Benz weiter einen Hang hinabrollte; Arbeiter auf dem Weg zur Frühschicht entdeckt brennenden Wagen; angesengtes Hemd mit Bundeswehr-Emblem auf der Fahrbahn; Leiche in Wagen bis zur Unkenntlichkeit verbrannt; Ermittler finden bei ihm Ehering und prüfen Blutgruppe, die "bis in die 4. Untergruppe" stimmt; Ermittler verwundert, dass R. trotz Suizidplänen 40 Schecks eingelöst und so 16.000 DM abgehoben hat; Beisetzung der sterblichen Überreste 6 Tage später in Dietzenbach; Trauerschleier; Fall wird abgeschlossen. Sieben Wochen später: Anwalt ruft bei Staatsanwaltschaft Offenbach an; schildert Fall seines Mandanten; Staatsanwalt hält Rücksprache mit schwer verwundertem Kommissar; Dietmar R. erzählt Staatsanwalt und Kommissar von Obdachlosem, den er im Auto mitgenommen und der ihn angegriffen habe; verstrickt sich in Ungereimtheiten und Widersprüche; erzählt abenteuerliche Geschichte: von "Pennertyp" am Bahnhof angesprochen; gehen was trinken; beide fahren mit Auto durch dunklen Wald, angeblich zu Partykneipe; nach erfolgloser Suche greift Obdachloser Dietmar R. an, R. tötet ihn versehentlich mit Handkantenschlag; Mercedes rollt Böschung hinab; in Panik Wagen mit Benzin aus Reservekanister angezündet. Staatsanwalt glaubt ihm nicht, seine Vermutung: R. habe "aussteigen" wollen, Konten überzogen; Unbekannten in Wagen verbrannt, um eigenen Tod vorzutäuschen.
  • Darsteller: Claus Berlinghof (auch Claus Berlinghoff), Erika Nauen, Leon Rainer, Manfred Spies
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Mann hatte seinen vorgetäuschten Suizid geplant, dafür einen Obdachlosen ermordet und an seiner Stelle beerdigen lassen. Aus einer Gruppe von Obdachlosen hat er genau den ausgewählt, der seiner Blutgruppe entspricht. Dietmar R. stimmte der Ausstrahlung in XY ausdrücklich zu. Er wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt. Das obdachlose Opfer konnte nicht mehr identifiziert werden.

In der Sendung vom 08.10.1997 "Eduard Zimmermann – Meine größten Fälle" wird über diesen Fall berichtet.

Siehe auch:

Überfall auf Teppichhändler ("Fenstersturz")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Mainz
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Gläser
  • Tattag: 1. Juni 1983
  • Details: kleiner, aber exklusiver Teppichhandel; Angestellte erwarten am Morgen zwei Besucher auf Empfehlung von "Sonja"; beide Besucher schauen sich um und verschwinden wieder; Kauf der Ware nur mit dem Geschäftsführer möglich; Geschäftsführer kommt nach einer Woche von einer Handelsreise zurück, lässt seinen Vetter Reza im Laden übernachten; Anruf auf Empfehlung von "Sonja", Termin wird vereinbart; zwei Fremde erscheinen am 1. Juni und wissen, dass Dr. H. nicht anwesend ist; Überfall auf Reza; er wird gefesselt, Mund und Augen verklebt; Räuber stellen Teppichrollen im Treppenhaus zum Abtransport bereit; Reza gelingt es, gefesselt zum Fenster zu trippeln; Täter hören Gepolter und vermuten, dass Opfer auf sich aufmerksam machen will; fliehen und lassen Teil der Beute zurück; Pilot betrachtet in Fußgängerzone Auslage eines Schaufensters; Reza bricht durch die Balkontürscheibe; fällt über Geländer und stürzt aus dem Obergeschoss auf die Einkaufsstraße. Ede erzählt den Fall zu Ende: Beute insgesamt fünf Teppiche im Wert von 50.000 DM; Reza schwerst verletzt: wochenlanges Koma, schwere Brüche, kann nicht mehr sprechen, bleibende Hirnschäden – dadurch auch keine Befragung möglich.
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Jamalohah Torabi
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Es wird insgesamt weitere drei Mal auf diesen Fall eingegangen: In der Folgesendung wird berichtet, dass eine Zuschauerin das mögliche Tatfahrzeug sah. Über ein Jahr später wird dann über die Klärung des Falles in der Sendung vom 12.04.1985 berichtet, dann verliest Ede in der Sendung vom 13.01.1989 einen Abschlussbericht samt Dankesschreiben der Kripo Mainz.

Der Student Reza starb zwei Jahre später an seinen Verletzungen, weshalb der Haupttäter, welcher nach dem Hinweis eines Zuschauers ermittelt wurde, wegen Raubes und Freiheitsberaubung mit Todesfolge zu einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde. Seine Komplizin war ebenfalls nach der Sendung ermittelt worden und gestand, über ihr Strafmaß ist allerdings nichts bekannt.

Siehe auch:

Mord an Ingeborg M.

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Koblenz
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Epper
  • Tattag: 23. August 1983
  • Details: Jagdaufseher Johann K. stellt im Forst seit drei Wochen einem Bock nach, der zum Abschuss freigegeben ist; bemerkt auf Weg zu erschossenem Tier abgebrannte Wochenendhütte; Feuer kann nicht länger als zwei Tage her sein; benachrichtigt vom trophäengeschmückten Wohnungsflur aus per Telefon Eigentümerfamilie A.; A.s besichtigen Brandstelle gemeinsam mit Kripo-Beamten; verkohlte Leiche auf der Pritsche; Kripo tippt auf Obdachlosen, Gerichtsmediziner aber anderer Ansicht; auffälliger Ohrstecker und Stück Halskette; Opfer offenbar unbekleidet und schon tot, bevor Hütte angezündet wurde; mysteriöser Anruf in der Polizeizentrale: Unbekannter nennt als mutmaßlichen Namen des Opfers "Gisela P."; zeitraubende Recherche ergibt, dass alle Frauen mit diesem Namen in Deutschland noch leben; unbekannte Tote wird namenlos auf Friedhof beigesetzt; Holzkreuz und Blumenschale von Sozialamt bezahlt; kein Ansatz für weitere Ermittlungen; ältere Zeugin sieht jungen Mann von Grabstelle weggehen, der sich mehrmals umschaut; hilft Ermittlern ebenfalls nicht weiter; drei Wochen nach der Tat durchsucht Polizeikette Wald, dabei werden verbrannte Kleidungsreste der Frau gefunden; weitere Recherchen der Polizei ergeben: Opfer ist die 39 Jahre alte Propagandistin (= Verkaufsförderin) Ingeborg M. aus Bottrop.
  • Zitate: „'S ja schrecklich, in unsrer Hütte. Wer kann'n das nur sein?“ (Christiane Blumhoff als Frau A. zu Kripo-Beamten), „Wahrscheinlich irgend so'n Penner, der sich hier eingenistet hat.“, „Die Idee mit dem Penner, die können sie vergessen.“ (Gerichtsmediziner zu Kripo-Beamten)
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Günther Becker, Christiane Blumhoff als Besitzerin der Hütte, Hermann Giefer, Ulrich Johannson, Karlheinz "aufs Maul" Lemken (auch Karl-Heinz Lemken, als Kripo-Beamter), Jürgen "Joa" van Overstraaten, Horst Richter, Dirk Salomon, Andreas von Steegen
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: (un)geklärt

Nachspiel

In der Folgesendung wurde ein Bekannter von Ingeborg M. ermittelt, der als dringend tatverdächtig gilt. Wann und ob es zu einer Festnahme des Gesuchten (Friedel von A.) kam, ist bisweilen ungeklärt. (Quellenangaben erwünscht)

Die Studiofälle der Sendung

  • SF 1: LKA Hannover - Wirtschaftskriminalität; Schaden 15 Millionen DM - Suche nach Ehepaar Gisbert & Krimhilde Sch. In der Folgesendung wird erneut nach ihnen gefahndet.
  • SF 2: Aufnahmestudio Zürich - Gefängnisausbruch - Suche nach Walter Niklaus S. & Marc G.; nach Walter S. wurde schon mehrfach in XY gefahndet.
  • SF 3: Interpol Wien - Gefängnisausbruch - Suche nach Thomas A. In der Folgesendung wird die Vermutung geäußert das er evtl. nach Amerika geflüchtet ist. In der Sendung vom 23.03.1984 wird bekannt gegeben das er in Rotterdam gesehen wurde.

Geklärt: Über seine Festnahme in Frankfurt am Main wird in Sendung vom 12.04.1985 berichtet.

  • SF 4: Kripo Saarbrücken - Mord - Suche nach Sardar S. alias Mohammad S.
  • SF 5: Kripo Dortmund - Gefängnisausbruch von Gerhard S. danach flüchtig; seitdem weitere Delikte: Betrug, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Versuchte Entführung, Erpressung - Suche nach ihm & Komplizin Mira Sch. - Zuletzt Bordellbetreiber in Dortmund; machten Fotos und erpressten Kunden

Geklärt: Beide konnten in Holland festgenommen werden. In der Sendung vom 07.09.1984 wird darüber berichtet.

XY Gelöst – der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen

  • FF 2 der vorherigen Sendung: Zu den Einbrüchen durch bundesweit tätige Einbrecher gab es Hinweise aus der Schweiz zu eingelösten Schecks aus Zürich, St. Moritz; Davos und St. Gallen, die aus diesen Einbrüchen stammen. Ein Phantombild eines unbekannten Scheckeinlösers in Düsseldorf wird gezeigt. Es soll sich um einen Österreicher handeln und es gibt Anhaltspunkte, dass er sich in der Schweiz aufhält.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Der entführte 12-jährige Junge ist wieder bei seiner Mutter. Er wurde unter falschen Namen auf einen Bergbauernhof in Tirol gefunden, der Entführer George Sch. entkam, erneute Fahndung nach ihm.

XY Gelöst

  • SF 3 der Sendung vom 04.11.1983: Hans Jörg D. und Peter K., von der Kripo Dorsten gesuchten Juwelendiebe, stellen sich den Behörden.
  • SF 4 der Sendung vom 10.06.1983: Der von der Kripo Schweinfurt gesuchte Hans G., der Asylbewerbern gegen Vorauszahlung von jeweils 4.000 als Sicherheitsleistung ein Jobversprechen in Australien gegeben hatte, stellte sich in Berlin selbst den Behörden.
  • Zum Abschluss des Rückblicks dieser Sendung berichtet Ede noch von einem erfreulichen „Ergebnis ganz besonderer Art“:
    Über 60.000, für den Weißen Ring hergestellte, weiße Schallplatten "Stars helfen Opfern" wurden inzwischen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft. 150.000 DM sind dadurch für die Betreuung von Kriminalitätsopfern zusammengekommen und Ede bedankt sich sehr herzlich bei den Zuschauern für die Unterstützung.

Bemerkungen

  • Am Anfang der Sendung zeigt Ede eine Schallplatte in die Kamera. (Siehe Rückblick)
  • Erster Sendetermin mit neuem, gestrafftem Ablauf der Spätausgabe: Die ermittelnden Beamten der jeweiligen Filmfälle treten nicht mehr auf, stattdessen fasst Ede selbst die bisherigen Ergebnisse der Filmfälle zusammen, anschließend Irene die Studiofälle. Letztere sitzt dabei nicht mehr in der Glaskabine, sondern neben Ede auf dem Platz der Studiogäste. Die Schalte nach Wien und Zürich wird nicht mehr als Telefongespräch simuliert, sondern Peter und Konrad sprechen nach Übergabe von Ede einfach aus dem Off, während sie im Standbild zu sehen sind.
  • Edes Einleitung zu Filmfall 2: „... stumme Zeugen eines ungewöhnlichen Verbrechens, an dessen Aufklärung sich die Kripo in Mainz ... die Zähne ausbeißt“.
  • Zum fünften Mal wird nach Walter Niklaus S. gefahndet.
  • Legendärer und äußerst mysteriöser Filmfall 1
  • Weitere Darsteller: Jarad Barazany, Chapour Iranpour

Vorherige Sendung: Sendung vom 02.12.1983

Nächste Sendung: Sendung vom 24.02.1984

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