Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 10. Juli 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 26.09.1997

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubüberfall und Banküberfall (Sprengraub Maastricht)

Inhalt

  • Dienststelle: Polizei Maastricht
  • Kommissar im Studio: Inspecteur Wim Berendsen
  • Tattag: 1. Tat: 23. Dezember 1996, gegen 16:45 Uhr; 2. Tat: 18. März 1997
  • Tatort: 1. Tat: Kaufhaus Vroom & Dreesmann Maastricht; 2. Tat: Hauptbahnhof Maastricht
  • Tatverdächtig: ein unbekannnter Mann
  • Belohnung: 25.000 Gulden (damals etwa 22.500 Mark)
  • Details: Reiseführer-Einleitung (traditionsreiches Maastricht, im Jahr bis zu 15.000 Gäste, beliebt...); "Probelauf" des Verbrechers in Kaufhaus, um zu sehen, wie sich Panik erzeugen lässt; am Tag vor Weihnachten viel los; in der Kaufhaus-Musikabteilung wird zwischen den einzelnen Kunden die Kassenlade offen gelassen; keinem fällt vermummter Mann auf, der vor CD-Regal drei Rauchbomben platziert; kurz danach steigt Rauch auf und die Kunden laufen weg; Vermummter bedroht Kassierer und raubt das Geld; Warnschuss in die Decke; verlässt Kaufhaus nicht gleich, sondern nimmt Umweg durch Café im Obergeschoss; Spurensicherung am Tatort; Täter bereitet in seiner Werkstatt größeren Coup vor; muss Sprengstoff-Experte sein: selbstgebastelte Rohrbombe, von der Polizei immer noch nicht weiß, wie sie gezündet wurde; Rauchbomben; Paket mit Plastiksprengstoff, das "Häuser in Schutt und Asche legen" kann; GWK-Bankfiliale im Hauptbahnhof von Maastricht; zwei Angestellte und ein Kunde sind noch da; Bankmitarbeiterin macht Kollegin auf Vermummten aufmerksam, der wortlos reinkommt und Paket auf den Schaltertresen legt; bedeutungsvoller Blickwechsel zwischen Kunde und Vermummtem, dann gekonnter Schlag; Kunde nimmt Reißaus; auch Vermummter verlässt Vorraum schnellen Schrittes; Bankdamen erkennen die Gefahr und bringen sich vor Paket in Sicherheit; Explosion in der halben Stadt zu hören; Fotos der Zerstörung überblendet mit Flammen-MAZ; Täter raubt Geld aus offenem Tresor; wirft ohne Grund noch Rohrbombe in die Halle; Täter schießt sich den Fluchtweg frei; läuft Polizei fast in die Arme; Schusswechsel außerhalb des Bahnhofs; Polizist in Lebensgefahr, da in Streifenwagen "gefangen" (Kindersicherung war drin); Flucht in dunklen Park; keine ernsthaft Verletzten; besondere Schuhe ("MIL-TEC", Typ "Swat") und vergleichsweise seltenes Textilklebeband "Advance", dass nur wenige Jahre für die deutsche und niederländische Armee hergestellt wurde; ungewöhnlich auch: für Rohrbombe wurde Plastiksprengstoff verwendet (üblich sei Schwarzpulver)
  • Zitate: "Menschenleben bedeuten ihm nichts" (Sprechertext Michael), "Ein Banküberfall, wie wir ihn in 30 Jahren noch nicht erlebt haben" (Ede in der Einleitung)
  • Besonderheiten: Inspecteur Berendsen in adretter Polizeiuniform
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Eric Jan Q., ein holländischer Verbrecher, wurde 2002 vom Schuldvorwurf des Bombenanschlages auf die Grenzwechselstube (niederländ.: GWK Grenswisselkantoor) in Maastricht am 18. März 1997 freigesprochen. Er hat aber auf ähnliche Art und Weise GWK's in Rotterdam und Hoek van Holland überfallen, wofür er auch verurteilt wurde. Letztendlich reichten aber die Beweise für eine Verurteilung wegen des Bombenattentats in Maastricht nicht aus.

Siehe auch (auf Niederländisch):

Erik Jan Q., alles over Nederlands gevaarlijkste crimineel

Wikipedia NL

Vermisstenfall Reiner R. (Der Ehemann der Bürgermeisterin)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Flensburg
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Ketel Petersen
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: Ehefrau von Reiner R. greift morgens ins leere Kopfkissen ihres Ehemanns; entdeckt ihn schlafend beim Baby; er erzählt ihr, dass er mit seinem Computercafé kurz nach der Eröffnung pleite gegangen ist und schließen musste; Frau erstaunlich gelassen; Petra und Reiner R. seit neun Jahren verheiratet, 3 Kinder, wegen Bürgermeisterjob der Frau aus Frankfurter Raum nach Westerland gezogen; Reiner R. musste deshalb guten Job aufgeben und versucht sich neben seiner neuen Rolle als Hausmann erfolglos als Selbstständiger; mit Renault Espace ins Cyber Internet Café; an der Wand Plakate für Michael Jacksons HIStory Tour, Joe Cocker und Pur; Treffen mit Geschäftspartner; "todsichere Sache" soll offene Rechnungen bezahlen; Reiner bittet um 12.000 DM, will aber keine Details nennen; Mahn-Fax des Kassenherstellers aus Dietzenbach; Reiner bricht am 18. September 1996 mit dem Espace angeblich nach Bensheim (Odenwald) auf, um dort Computer zu kaufen; Autozug auf dem Hindenburgdamm; am 19. September Termin in Dietzenbach, räumt Streitigkeiten mit Kassensystem-Hersteller aus; telefoniert am Frankfurter Kreuz per Handy mit seiner Frau; "Tschüss, Kleiner!"; Espace wird am 20. September noch mehrmals im Raum Hannover gesehen; in der Region auffälliges NF-Kennzeichen; vier Männer im Auto; Petra R. landet immer auf der Mailbox; Zeugin sieht Auto am selben Tag, diesmal sind abgedeckte Kartons drin; drei Tage später wird Auto von Polizei unverschlossen auf Autobahnparkplatz gefunden; Kartons weg; "aufregende Entdeckung": frisches Einschussloch in Parkplatz-Schild, darüber Werbeaufkleber vom "Sylter Teehaus TeeKuLa"
  • Zitat: "Die Urlauber gehen lieber Shopping oder an den Strand, statt in das Computercafé." (Isolde-Text), "Das Kassensystem war zu 50 Prozent kaputt, jetzt will er aber zu 100 Prozent Geld."
  • Bemerkung: Bemerkenswerte Fehleinschätzung der Ermittler. Kommissar im Studio sagt gleich, dass er vom Tod Reiner R.s ausgeht: "Nach allem was wir wissen, war Reiner R. nicht der Mensch, der seine Familie einfach im Stich lässt, um unterzutauchen und irgendwo ein neues Leben zu beginnen."
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Folgesendung wird die Klärung verkündet.
Tatsächlich war genau das der Fall, was Kommissar Petersen im xy-Gespräch ausgeschlossen hatte. Reiner R. lebte noch, und zwar in Wiesbaden unter seinem Geburtsnamen Reiner B., wo er von Nachbarn erkannt wurde. R. wollte offenbar nicht mehr im Schatten seiner erfolgreichen Frau stehen und war abgetaucht. Unklar ist, ob er die Kosten der umfangreichen Suche nach ihm zahlen musste.

Mord an Lutz K. (Mord an Goldhändler)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Mannheim
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Wolfgang Helfrich
  • Tattag: 16. Dezember 1996, gegen 10:45 Uhr
  • Tatort: Mannheim
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 12.000 DM
  • Details: Waffe wird für Überfall in Mannheim vorbereitet; Münzen An- und Verkauf in der Mannheimer Innenstadt; Lutz K. bereitet sich zu Hause in Birkenheide auf Arbeitstag vor; Ehefrau schmiert Wurststullen für die beiden jugendlichen Söhne; Vater Lutz beklagt sich, dass die Weihnachtswünsche der beiden schwer zu besorgen sind; drei Kerzen am Adventskranz brennen zum Frühstück; Münzhändler trägt Fliege und Weste; Ehepaar schließt Laden in Mannheim ("Gold-Kauf") um kurz vor 9 Uhr auf; nicht nur Stammkunden, sondern auch Laufkundschaft; Frau nimmt sich ein paar Hunderter zum Shoppen aus der Kasse, verlässt Geschäft gg. 9:45 Uhr; Kundin mit weißer Pelzmütze lässt sich Ketten zurücklegen; unrasierter Täter mit Locken, zerrissener Jeans und alten Turnschuhen betritt Geschäft und schießt auf Lutz K.; Opfer kann vorm Zusammenbrechen noch Alarmknopf am Tresor drücken; Sirene alarmiert Geschäftsmann gegenüber, der noch den Täter fliehen sieht (Wegrennen in Zeitlupe), auch Frau mit Hund rennt er fast um (wieder Zeitlupe); Polizei und Krankenwagen vor Geschäft; Ehefrau stürmt an Passanten und Polizisten vorbei ins Geschäft und vergräbt ihr Gesicht in den Händen.
  • Zitate: "Der blutet aus dem Mund. Ruf' die 110!" - "Lassen Sie mich mal. Ich bin Krankenschwester"; Ehefrau sieht Mann regungslos mit aufgerissenen Augen und Blut aus dem Mund auf dem Boden liegen: "Ist er verletzt?"
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Waffe wurde bereits vor diesem Fall bei einem Überfall auf ein Sportstudio in Ludwigshafen benutzt. Ermittler vermuten aber, dass die Waffe dazwischen den Besitzer gewechselt hat. Dieser Fall ist Teil einer Serie, die über Jahrzehnte andauert. In dem Laden sind weitere Überfälle begangen worden, diese werden, gemeinsam mit diesem Fall, in der Sendung vom 02.09.2015 aufgegriffen.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahdnung nach Dr. Johann P., gegen den ein Haftbefehl wegen Untreue vom Landesgericht Klagenfurt besteht. Er soll 2 Mio. öS unterschlagen haben. Dabei gab sich als Vermögensberater aus und hat Anlegern versprochen, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Er hat das Geld wohl aber in Casinos verspielt und ist dann untergetaucht. - Belohnung: 15.000 öS

Geklärt: Der Gesuchte wurde am Grenzübergang bei Triest an Heiligabend von einem Grenzbeamten erkannt und festgenommen, als er nach Italien einreisen wollte. Bekanntgabe in der Sendung vom 16.01.1998

  • SF 2: Interpol Wien - Fahndung nach Tihomir A., der bereits wegen Einbruchsdiebstahls zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, jedoch nach dem Urteil aus dem Gefängnis in Pressbaum bei Wien geflohen ist. Seitdem soll er wieder neue Straftaten verübt haben, auch In der Schweiz. Er trägt eine auffällige 5 cm lange Narbe auf der Nase. - Belohnung: 30.000 öS
  • SF 3: Stadtpolizei Zürich - Raubüberfall auf die Fraumünsterpost in Zürich. Am 1. September 1997 haben Täter bei dem Überfall 53 Mio. SFr erbeutet. Es wird noch nach den beiden flüchtigen Tätern Hassan El B. und Domenico S. gefahndet. Bisher sind 15 Personen festgenommen worden. - Belohnung: 1 Mio. SFr

Geklärt: Hassan El B. konnte Mitte Oktober 1997 in Berlin festgenommen werden. Er fuhr einen Wagen mit defektem Rücklicht und geriet deshalb in eine Verkehrskontrolle, in der er sich mit einem gefälschten niederländischen Pass auswies. Anhand der Fingerabdrücke konnte er dann identifiziert werden. Bekanntgabe des Teilergebnisses in der Folgesendung. Über die Klärung berichtete Stephan Schifferer in der Sendung vom 15.01.1999. Alle Hauptverdächtigen wurden gefasst. Domenico S. konnte als letzter noch flüchtiger Täter am 04. Dezember 1998 von der amerikanischen Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich in Florida verhaftet worden. Ein Großteil der Beute, 26 Mio. Schweizer Franken, ist allerdings nach wie vor verschwunden. Im Oktober 1999 begann der Prozess gegen fünf Posträuber, darunter auch die beiden hier Gesuchten. Sie wurden zu Haftstrafen zwischen vier Jahren neun Monaten und fünfeinhalb Jahren verurteilt.

  • SF 4: Kripo Offenbach - Fahndung nach Norbert S., einem mutmaßlichen Mörder. Er soll im Juli 1997 in einem Waldgebiet bei Offenbach ohne ersichtlichen Grund einen Spaziergänger mit einem abgebrochenen Ast erschlagen haben. Danach ließ er am Tatort fast alle seine Kleider zurück. Er gilt als unberechenbar und gewalttätig. - Belohnung: 5.000 DM

Geklärt: Der Gesuchte wurde in der Nähe vom Mörfelden im Kreis Groß-Gerau tot aufgefunden, wahrscheinlich Selbstmord. Klärung in der Sendung vom 05.12.1997.

  • SF 5: Kripo München - Fahndung nach Manfred M., dem sieben Banküberfälle in den letzten fünf Jahren vorgeworfen werden. Diese soll er in lediglich zwei Filialen in München verübt haben, zuletzt Anfang August 1997. Bei einer Mietwagenfirma hat er einen VW Polo gemietet, mit dem er vermutlich immer noch unterwegs ist. Er hat Kontakte nach Österreich und ist auch dort geboren. - Belohnung: 5.000 DM

Geklärt: Der Gesuchte wurde in Marseille festgenommen. Bekanntgabe in der Folgesendung.

  • SF 6: Kapo Basel-Stadt - Vergewaltigung am Rande der Fußgängerzone in Basel. Am 30. August 1997 wurde eine Frau auf dem Heimweg nachts von zwei Männern überfallen, mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Von einem der Täter existiert ein Phantombild. Er hat zwei auffällige Stirnfalten oberhalb der Nasenwurzel. - Belohnung: 3.000 SFr
  • SF 7: Kripo München - Ex-Häftling Oliver S wird gesucht wegen erneutem Vergewaltigungsvorwurf. Er ist wegen mehrerer Vergewaltigungne vorbestraft und wurde auf Bewährung entlassen. Noch in der Bewährungszeit soll er erneut versucht haben, eine 30-jährige Frau zu vergewaltigen. Er hatte ihr angeboten, sie nach Hause zu fahren. Stattdessen fuhr er mit ihr auf einen Waldweg. Als sie fliehen wollte, schlug er auf sie ein. - Belohnung: 2.000 DM
  • SF 8: Kripo Worms - Gesucht wird ein noch unbekannter Dreifachmörder. Er soll am 8. September 1997 in ein Haus im Wormser Stadteil Westend eingedrungen und drei der Bewohner, Lieselotte E., Ulrich E. und Susanne N. erschlagen haben (lt. Sabine "regelrechtes Blutbad"). Zudem raubte er diverse Wertgegestände. Wie der Täter in das Haus gelangte, ist unklar. Ulrich E. betrieb "mit beachtlichem Erfolg" einen internationalen Großhandel für Werbeartikel. - Belohnung: 15.000 DM

Geklärt: Im Mai 1999 wurde der Sohn der Familie, Peter E., zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der hochverschuldete Kaufmann seine Mutter, seinen Bruder und die Freundin des Bruders mit einem Hammer erschlug um an das Erbe der vermögenden Mutter zu kommen. Hauptbeweismittel war ein Fax, welches zur Tatzeit einging und Blutspuren enthielt. Der sogenannten "Muttermörder" bestritt die Tat bis zum Ende. Siehe auch: Lebenslang für Muttermörder - RZ-Online.de vom 14. Mai 1999. Mehr über das Verhältnis des Täters zur Familie: Erschlug 43jähriger drei Menschen? - Prozeßbeginn RZ-Online.de vom 24. Juni 1998.

  • SF 9: Kripo Düsseldorf - Fahndung nach Vanessa J.; ihr wird die Mittäterschaft an einem sechsfachen Mord vorgeworfen. In der Nacht zum 24. Juli 1997 wurde ein Haus in Düsseldorf durch eine Gasexplosion völlig zerstört. Die Explosion wurde durch Manipulation an der Gasleitung absichtlich herbeigeführt. Der Tat dringend verdächtig sind der Hausbesitzer und einer seiner Freunde. Der Eigentümer plante wohl eine Luxussanierung. Die Kripo hofft, von Vanessa J. etwas zur Vorbereitung und Durchführung der Tat zu erfahren. Sie trägt blonde Haare, die sie vielleicht rotbraun gefärbt hat. - Belohnung: 100.000 DM

Geklärt: Nach der Tat war Vanessa J. in die Slowakei geflüchtet. Sie wurde jedoch dort von Zielfahndern aufgespürt und festgenommen. Sie wurde vor dem Landgericht Düsseldorf wegen Beihilfe angeklagt. Sie hat jedoch dort ausgesagt, lediglich den Hausbesitzer und seinen Freund nachts zum Tatort gefahren zu haben, wo diese beiden die Tat verübt hätten. Das Urteil gegen Vanessa J. ist unbekannt. Welt online vom 27. Juli.1999. Der Freund des Hausbesitzers, der der ausführende Täter war, wurde in dem Verfahren am 16. August 2001 zu lebenslanger Haft verurteilt, die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil. Der Drahtzieher, also der Hausbesitzer, wurde in demselben Verfahren ebenfalls zu einer lebenslangen Haftstrafe inkl. besonderer Schwere der Schuld verurteilt, jedoch wurde das Urteil vom Bundesgerichtshof am 24. Juli 2003 aufgehoben. In einem neuen Verfahren vor dem Landgericht Düsseldorf wurde der Hausbesitzer dann wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Eine Tötungsabsicht sah das Gericht nicht. Dagegen kündigte die Staatsanwaltschaft Revision an. Der Angeklagte wurde nach einer erfolgreichen Verfassungsbeschwerde gegen die jahrelange Untersuchungshaft aus der Haft entlassen. Kölner Stadtanzeiger online vom 29. Mai 2006. Am 26. Juli 2007 hob der Bundesgerichtshof auch das neue Urteil auf. RP Online vom 27. Juli 2007. Das Landgericht Duisburg verurteilt ihn im März 2008 zu lebenslanger Haft, die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt. Eine erneute Revision der Verteidigung verwarf der Bundesgerichtshof am 4. Februar 2009. WZ Online vom 4. Februar 2009. Später, im Jahr 2009, wurde nochmals nach ihm gefahndet, weil er dem Haftantritt nicht nachkam. Er wurde in der Uniklinik Marburg verhaftet. Welt online vom 24. April 2009.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der Sendung vom 22.08.1997: Nach dem Filmfall über den Mord an Petra und Roland A. (Kirchenrat) ging ein, so Ede, „außerordentlich guter“ Hinweis zu der auffälligen Tatwaffe ein. Eine solche Pistole wurde demnach in einer Münchner Gaststätte zum Verkauf angeboten. Wegen der Einmaligkeit der Waffe aus der Schweiz mit dem Hiddenssekreuz aus Gelbgold in den Griffschalen verlangte der Verkäufer einen besonders hohen Preis. Das Geschäft hat sich dann aber zerschlagen. Die zuständige Kripo in Dresden erfuhr von den Münchener Kollegen, dass diese Gaststätte in gewisser Weise ein Treffpunkt der Unterwelt sei. Um weitere Hinweise wird gebeten. Ede erwähnt noch einmal die sehr hohe Belohnung in Höhe von 100.000 DM, die weiterhin ausgesetzt ist.
  • SF 7 der Sendung vom 27.09.1996: Im Fall der in Geiranger (Norwegen) getöteten Trude E. haben sich zwei Zeugen, ein Norweger und ein Schwede, gemeldet. Sie haben die Frau kurz vor ihrem Tod in Begleitung eines Mannes gesehen, der Deutsch gesprochen haben soll. Er wird mit einem Phantombild gesucht. Der Fall wird Jahre später noch einmal als FF 3 in der Sendung vom 12.07.2017 gezeigt

XY Gelöst:

  • SF 6 der Sendung vom 22.08.1997: Eric B. wurde auf St. Pauli von einem Zuschauer erkannt und von der Polizei festgenommen.
  • SF 2 der Sendung vom 04.07.1997: Elmi S. ist, bevor er festgenommen werden konnte, in Prag Opfer eines Mordanschlages geworden. Die Hintergründe sind noch unklar.
  • SF 2 der Sendung vom 02.04.1993: Markus W. konnte in Jena aufgespürt und festgenommen werden. Er hatte dort zusammen mit seiner Freundin eine Gaststätte eröffnet.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

  • Die wohl legendärste und ein Riesenklassiker der Spätausgabe aus 50 Jahren Aktenzeichen XY ungelöst
  • Es war ja Ede`s letzte Spätausgabe und dann sein großer Fauxpas beim ersten FF

Filmfälle:

FF 1: Sprengstoffanschlag auf eine Bank: 80 Hinweise; dann sein Aussetzter "Entschuldigung" Hinweise u.a. auf den Sprengstoff, die Rohrbombe und eine Sprengschule der Bundeswehr; Schuhe werden nochmal gezeigt

FF 2: Vermisstenfall Reiner R.; 50 Hinweise; Hinweise das R. noch lebt; er wurde u.a. von einem Arbeitskollegen gesehen; einen Tag später wurde er ja lebendig in Frankfurt gefunden

FF 3: Mord an Lutz K.; 70 Hinweise; mehrere Hinweise auf das Phantombild (es soll sehr gut den Täter treffen)

Studiofälle:

SF 1: Dreifachmord in Worms; Hammerfäustel (Tatwaffe) wird gezeigt.

SF 2: Fahndung nach Norbert S.; Überprüfung im Rheinland

SF 3: Fahndung nach Manfred M.; Hinweisgeber möchte sich das Bild anschauen

SF 4: Fahndung nach Oliver S.; könnte sich noch in Deutschland aufhalten

SF 5: Fahndung nach Vanessa J.: Ihre Spur führt ins benachbarte Ausland oder ins Rheinland

SF 6: Johann P.; wenige Hinweise

SF 7: Hassan E. B. und Dominico S.; viele Hinweise; S. soll sich ins Ausland abgesetzt haben

SF 8: Vergewaltigung in Basel; mehrere Zuschauer wollen einen der Täter im Raum Basel gesehen haben.

Bemerkungen

  • Edes Worte zu Beginn der Sendung: „Gelegentlich, das lehrt die Erfahrung mit der Fernsehfahndung immer wieder, braucht man mehr als eine Sendung, um ein schweres Verbrechen mit Hilfe der Zuschauer aufzuklären.“
  • Ede zeigt am Schluss der Sendung noch einmal das alte Studio. Anschließend teast er für seine Verhältnisse fast marktschreierisch auf das "XY Special" im Oktober: "Große Sondersendung. Das müssen Sie sich anschauen! Uuunglaubliche Geschichten!"
  • Lustige Panne bei der Schaltung zu Peter, man sieht ein Testbild mit der Aufschrift EBU MOSCOW. Es wurde also anscheinend aus Versehen nach Moskau geschaltet.

Vorherige Sendung: Sendung vom 22.08.1997

Nächste Sendung: Sendung vom 24.10.1997

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