Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 03.11.1989

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Petra M. (Heidemörder 2)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Kommissar im Studio: Kriminalkommissar Horst Kukies
  • Tattag: 11. Februar 1988
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Details: Opfer war früher Fremdsprachenkorrespondentin, jetzt Mutter; wohnt direkt neben ihrer Mutter; brave Kinder; Oma bringt Schokokuchen über Terrasse; Ehemann wegen Nasen-OP im Krankenhaus; rosa Fellmantel, Hose und Tasche; "Bei Uschi und Heinz"; Sparclub; trifft in Kneipe ein paar Freunde und ist drei Stunden dort; Udo Lindenberg; Bierkugel; Kinder an Omas Terrassentür klopfen und dann laut Kurt Grimm gleichzeitig sprechen; Bauer findet nackte Leiche auf Feld, wurde aber in unbek. Wohnung getötet; Paulchen Panther
  • Musik: Leinemann - Mein Toot Toot, Udo Lindenberg - Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr, Toni Childs - Stop your fussin'
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Die Klärung dieses Falles wird in der Sendung vom 13.09.1991 berichtet. Petras Mörder ist der als Heidemörder bekannte Thomas H., der mehrere Frauen vergewaltigte und dann ermordete.

Banküberfall (Telefonumfrage)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Fürstenfeldbruck
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Wolfgang Tomulla
  • Details: Sparkassenleiter ist Vater von zwei Kindern; Fußspuren auf dem frisch gewischten Balkon; Ätherkauf in Münchner Apotheke; Schild "Wegen Kassenprüfung erst ab 09:00 Uhr geöffnet"; Beute 110.000 DM; Täter wäre zu Geiselnahme bereit gewesen;
  • Zitat: Was soll der Schmarn
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Taxifahrerin (Christel R.)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Friedberg
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Karlheinz Leß
  • Tattage: 6. Dezember 1988 (Apotheke); 16. Mai 1989 (Taximord)
  • Tatorte: St.-Martin Apotheke in Niddatal-Assenheim und am Rande von Friedberg
  • Belohnung: 10.000 Mark
  • Details: Schuss auf Apothekenfenster; seltene Waffe aus dem 1. Weltkrieg; Taxi Nr. 3 mit Felllenkrad; Hessisches Gebabbel am Taxistandplatz; Christel verlängert Schicht, weil um 3 Uhr nachts noch Reisebusse ankommen sollen; Kollegen machen früher Schluss; Christel meldet in der Zentrale Tour nach Altenstadt an; Täter zwingt sie mit Taxi auf Feldweg, erschießt sie dort mit fünf Schüssen; Beute 250 DM; Taxi wird in Frankfurter Industriegebiet gefunden mit zerborstener Scheibe und Blutflecken; Täter verstaut Waffe im Schließfach 419 der Hauptwache B-Ebene; Waffe wird dort nach Ablauf der Mietzeit von der Aufsicht entdeckt und der Polizei gemeldet; Tage später kommt tatsächlich ein Mann und möchte Schließfach geöffnet haben. Verschwindet aber, bevor die von der Aufsicht verständigte Polizei eintrifft.
  • Bewertung: **
  • Zitate: "Hier stimmt was nischd. In meiner Tür, da issn Loch."
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Siehe dazu: 'Fünf Schüsse töten »Kavalier der Straße«' Wetterauer-Zeitung vom 07.08.2009'

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: LKA Wiesbaden – Suche nach dem Mörder des Jungen Daniel Sch. – Neuestes Opfer und Teil der ungeklärten, sechs ‚Kläranlage-Morde‘ die ursprünglich in einem Filmfall in der Sendung vom 24.02.1984 dargestellt wurden. Der Junge war bereits seit 6 Jahren vermisst, konnte aber trotzdem noch identifiziert werden. Hohe Belohnung: 30 000 DM
  • SF 2: Interpol Wien – Suche nach dem Bankangestellten Leonhard K. – Bestellte von der Zentralle für seine Filiale Golddukaten und größere Beträge in verschiedenen Währungen; unterschlug sie und verschwand danach spurlos mit seinem weißen Volvo – Beute: 1 800 000 Schilling. - In der Folgesendung wird berichtet dass das Fluchtauto in München sichergestellt werden konnte; von Leonhard K. fehlt allerdings weiterhin jede Spur.
  • SF 3: Polizeikommando Aargau – Suche nach einem ‚alten Bekannten‘ René R. – Zum 3. mal wird nach ihm gefahndet; aus Gefängnis ausgebrochen und auf der Flucht; verurteilt zu 15 Jahren Haft wegen Mordes. - In der Folgesendung wird erneut nach ihm gefahndet.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Schweden festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 12.01.1990 berichtet.

  • SF 4: Kripo Kiel – Suche nach Gefängnisausbrecher Roger K. – Hatte ein älteres Ehepaar überfallen, misshandelt und ausgeraubt; danach gefasst und inhaftiert

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Den Haag festgenommen werden. In Holland hatte er bereits 3 weitere Raubüberfälle begangen. Darüber wird in der Sendung vom 12.01.1990 berichtet.

  • SF 5: Zollfahndungsamt München – Beamten bearbeiten den wohl größten EG-Subventionsbetrug in der Bundesrepublik - Gesamtschaden 155 000 000 DM (!). Gefahndet wird nach Eberhard W., Eigentümer einer Münchner Viehhandelsfirma die Schlachtvieh ins Ausland exportierte; ließ Zollpapiere systematisch fälschen; meldete Konkurs an und flüchtete als der Betrug aufflog.

Siehe auch:

'Betrug - Dummer Zufall' Spiegel 15.02.1988

'Subventionsbetrug - Lukrative Ochsentour' Die Zeit 27.01.1989

  • SF 6: Kripo Berlin – Suche nach dem unbekannten Mörder von Waldemar-Fred E.; durch ‚zahlreiche Messerstiche‘ in seiner Wohnung getötet; Täter wahrscheinlich Teil des Berliner Strichermilieu; mehrere Wertgegenstände wurden geraubt; Fotos werden gezeigt
  • SF 7: Stadtspolizei Zürich – Suche nach Miodrag K. wegen schweren Raubes und versuchten Mordes an einen Polizeibeamten

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Hanau festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 09.02.1990 berichtet.

  • SF 8: BKA Wiesbaden – Ede: ‚Es geht um ein hochbrisantes Thema, eine neue Variante des internationalen Terrorismus, mit der hier in Deutschland möglicherweise zu rechnen ist – Ausgehend von der IRA‘ – Pauline D., Donna M., Joseph H., Patrick M. und Donagh O’K. (die alle bereits in Haft saßen) wohnten zwischen März und Juli 1989 in Deutschland. Das BKA vermutet das die Gruppe ‚Flächenabschussgeräte‘ (Mörser) bauten um in Deutschland schwere Anschläge zu verüben; das BKA sucht nach geheimen Depots, Werkstätten oder Garagen wo sich evtl. noch halbfertige Abschussgeräte, Einzelteile oder Werkzeuge befinden.

Alle 5 wurden später wegen ihrer Beteiligung am Bombenanschlag auf eine britische Kaserne in Osnabrück verurteilt.

Siehe auch:

'Four prisoners, five countries, six years and no justice' Green Left Weekly (Australien) 24.05.1995

'German court jails IRA bomb gang' The Independent (England) 01.07.1995

'Man jailed over IRA base bombing in 1989' BBC (England) 04.04.2006

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 2 der vorherigen Sendung: Nach dem Überfall auf einen Schmuckgroßhändler konnte die die zuständige Kripo Koblenz bereits während der letzten Sendung klären, wer der Mann auf dem am Tatort zurückgebliebenen Passfoto ist. Da er sich zu Zeit noch im Ausland aufhält, konnte noch nicht geklärt werden, ob er eventuell mit den Verbrechen etwas zu tun hat.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Die Befürchtungen der Kantonspolizei Bern haben sich leider bewahrheitet. Die 10-jährige Doris W., die während des Winzerfestes in Erlach spurlos verschwunden war, wurde tot in einem Maisfeld gefunden.
  • SF 8 der vorherigen Sendung: Die Kripo Düren konnte aufgrund der Zuschauerhinweise die Herkunft zahlreicher bei Einbrüchen in Wohnungen und Schmuckgeschäften geraubter Schmuckstücke klären. Sie wurden bereits 1986 bei zwei Einbrüchen in Antiquitätengeschäften in Aachen gestohlen.
  • SF 3 der Sendung vom 06.11.1987 und Rückblick der Sendung vom 09.06.1989: Der von der Kantonspolizei Thurgau gesuchte Scheckbetrüger Andreas M. konnte Hamburg erneut festgenommen werden, nachdem er sich nach seiner ersten Festnahe in Nordfrankreich (Bericht in der Sendung vom 19.02.1988) nach Brasilien abgesetzt hatte und er erneut gesucht wurde.
  • FF 3 der Sendung vom 24.02.1984: Wie sich jetzt herausstellte gehört der Mord an zwei unbekannten Männern ("Kläranlage") zu einer ganzen Mordserie im Rhein-Main-Gebiet. Es gab ein sechstes Opfer. Siehe Studiofälle in dieser Sendung; SF 1.

XY Gelöst:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Der brutale Banküberfall und Mord an einem Bankkunden auf offener Straße in Hannover konnte um Glück schon aufgeklärt werden, da der Täter vermutlich bereits weitere Überfälle vorbereitet hatte. Der Mann wurde von der Polizei wenige Tage nach der Sendung im Schlaf überrascht und verhaftet. Neben ihm fanden die Beamten dabei auch die Tatwaffe mit bereitgelegter Munition. Außerdem wurde ihm eine zurückgelassene runde Haarbürste und seine Vorliebe für Schokolade zum Verhängnis, von der sich mehrere Tafeln in der Tatkleidung befanden. Einem Bekannten des Mannes, dem dies aufgefallen war erkannte ihn daran. Der 49-jährige Täter hatte schon wegen Mord und mehreren Überfällen 25 Jahre im Gefängnis gesessen und gab jetzt auch den Bankraub und den Mord in Hannover zu.
  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Bochum gesuchte Trickbetrüger und angebliche Versicherungsvertreter Kurt F. bzw. Udo V. konnte elf Tage nach der letzten Sendung in Moers festgenommen werden.
  • SF 6 der vorherigen Sendung: Schon am Abend der letzten Sendung identifiziert und in Braunschweig schließlich schon am Tag festgenommen werden konnte der unmaskierte Bankräuber von Bremen.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: Der unbekannte Mann, der in Wien bei einem brutalen Überfall versucht hatte eine Taxifahrerin zu ermorden und danach bei seiner Flucht Geiseln in Wien und Niederösterreich nahm, konnte ermittelt werden. Kurz danach überfiel er noch ein Wiener Postamt. Es kam zu einem Schusswechsel mit der Polizei, bei dem er tödlich verletzt wurde.
  • SF 4 der Sendung vom 08.09.1989 und Rückblick der vorherigen Sendung: Die heiße Spur nach Österreich, auf die die XY-Zuschauer die Kripo Essen bei ihrer Suche nach Kurt F. geführt hatten, erwies sich zunächst als zutreffend. Der Gesuchte hielt sich unter falschem Namen in einem Hotel in Bad Geisern in Oberösterreich auf. Als die Polizei dort eintraf war Kurt F. allerdings schon wieder in Richtung Deutschland verschwunden. Er soll dann noch einen weiteren Banküberfall begangen haben und ging schließlich am 12.10.1989 in Frankenthal der Polizei ins Netz.
  • FF 1 der Sendung vom 09.09.1988: Innwischen hat der nach dem Mord an einer 9-jährigen aus dem Kanton Solothurn bereits wenig später festgenommene Mann auch den Doppelmord an Daniel S. und Christian W. gestanden. Die Geständnisse werden zur Zeit noch überprüft. Fünf Morde an Kindern in der Schweiz werden ihm jetzt zugeschrieben.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Petra M.;
  • FF 2: Banküberfall;
  • FF 3: Mord an Christel R.;

Studiofälle:


Bemerkungen

Vorherige Sendung: Sendung vom 06.10.1989

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