Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 06.10.1989

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Einbruch und Mordversuch

Arbeitstitel: „Schrubber“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Peter Schnieders
  • Tatzeitraum: 1989, konkret am 16. April und 30. August
  • Tatort: u. a. Bergisches Land, Westerwald; filmische Rekonstruktion bezieht sich auf die Gemeinden Reichshof und Betzdorf
  • Belohnung: 6.000 DM
  • Details: Der Fall dreht sich um eine Einbruchsserie im Bergischen Land. Ein Mann klappert seit geraumer Zeit nachts „mit Routine und großer Dreistigkeit“ (Ede) jeweils hintereinander mehrere Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe und Wohnungen ab. Er entwendet Bargeld, Zigaretten, Sparbücher und diverse andere Gegenstände von geringem Wert. Er läßt sich weder von anwesenden Bewohnern noch von der offensichtlich ausgelösten Polizeifahndung von seiner Tour abbringen. In der Nacht zum 16. April 1989 ist der Mann zunächst in Reichshof nahe Gummersbach unterwegs. Nach einer Reihe von Einbrüchen zwischen 1:30 Uhr und 4:30 Uhr kommt es in der Ortschaft Odenspiel zu einer gefährlichen Konfrontation. Ein Geschäftsinhaber wird durch die Ladenglocke aufgeweckt, entdeckt den Einbruch und will den Täter mit einem Schrubber zur Strecke bringen. Nach einem Handgemenge kann sich der Täter losreißen. Als der Installateur zur Verfolgung ansetzt, schießt ihn der Mann ohne Vorwarnung nieder und verletzt ihn dabei lebensgefährlich. In der Nacht zum 30. August 1989 ist wahrscheinlich derselbe Mann mit einem gestohlenen Wagen in Betzdorf an der Sieg unterwegs. Eine Polizeistreife wird gegen 0:40 Uhr auf seinen Wagen aufmerksam und will ihn kontrollieren. Der Fahrer gibt Gas und fährt davon. Als ihn die Polizei in der nächsten Ortschaft stellen kann, läßt er seinen Wagen stehen, eröffnet das Feuer auf die Beamten und verschwindet in der Dunkelheit. Die Kripo geht davon aus, daß beide Taten von demselben Mann verübt worden sind. Denn bei der späteren Untersuchung stellt sich heraus, daß in beiden Fällen mit derselben Waffe (Walther P5 Kal. 9mm) geschossen wurde. Auch die Täterbeschreibung ist weitgehend identisch.
  • Schauspieler: Karl-Heinz Lemken als (raubeiniger) Geschäftsinhaber
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten:
    • Die Rekonstruktion besteht aus zwei Filmen. Ede moderiert dazwischen eine kurze Überleitung.
    • Der erste Film ist „gewissermaßen das Protokoll einer Nachtschicht.“ (Ede)
    • Im zweiten Film gibt es einen Fehler. Der Täter fährt in Betzdorf mit einem dreitürigen Ford Fiesta los und kommt im Nachbarort mit einem fünftürigen Exemplar an.
  • Status: geklärt

Nachspiel

  • In der Sendung vom 13.07.1990 wird die Klärung des Falles berichtet. Zunächst wurde die verwendete Pistole „eher zufällig“ bei einer Personenkontrolle in Dortmund sichergestellt. Daraufhin gelang es auch, den mutmaßlichen Täter zu ermitteln. Es handelte sich dabei um den verurteilten Gewalttäter und Gefängnisausbrecher Rüdiger E., nach dem bereits in der Sendung vom 15.07.1988 gefahndet worden war.
  • Weil E. zu den Vorwürfen aber keine Angaben machen will, werden in der Sendung vom 13.09.1991 neue Fragen an die Öffentlichkeit gestellt.

Überfall auf Schmuckgroßhändler

Arbeitstitel: „Fremdfoto“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Koblenz
  • Kommissar im Studio: Kriminalkommissar Werner Märkert
  • Details: Täter hinterläßt am Tatort ein Foto; Opfer geht mit Kollegen noch in die Kneipe; Frau schaut "Tatort"-Krimi
  • Schauspieler: Peter "Glücksrad" Bond
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

In der Folgesendung wird berichtet, dass der unbekannte Mann auf dem zurückgelassenen Foto ermittelt werden konnte. Allerdings blieb weiterhin unklar ob er mit der Tat etwas zu tun hatte; er befand sich gerade im Ausland

Bankraub und Mord

Arbeitstitel: „Combat-Schuß“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hannover
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Jürgen Schulz
  • Details: "falsches Heldentum"; Eduard zwischen dem Filmfall
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Zum Glück konnte dieser brutale Überfall bereits in der Folgesendung aufgeklärt werden. Der Täter wurde im Schlaf überrascht - neben ihm war die Tatwaffe mit bereitgelegter Munition. Außerdem wurde ihm eine zurückgelassene runde Haarbürste und seine Vorliebe für Ritter-Sport-Schokolade in den Manteltaschen zum Verhängnis.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kantonspolizei Bern – Suche nach der 10-jährigen Doris W. – War während des Winzerfestes in Erlach spurlos verschwunden

Geklärt: In der Sendung vom 12.01.1990 wird über die Festnahme des Mörders berichtet. Ein wegen Brandstiftung und Sexualdelikten in der Strafanstalt St. Johannsen (BE) einsitzender Mann tötete das Mädchen während eines Hafturlaubes; ihre Leiche wurde später in einem Maisfeld gefunden. Darüber wird auch in der Folgesendung berichtet

Siehe auch:

'Blick' 31.10.2009

'SRF' 15.05.2013

  • SF 2: Interpol Wien – Fahndung nach unbekannten Bankräuber; Foto von Überwachungskamera; Trägt immer eine Faschingsmaske; Phantombild ohne Maske – Bei der Flucht Schusswechsel mit einem Polizisten, beide wurden dabei verletzt; Hohe Belohnung: 140.000 Schilling - Nach dem Täter wurde bereits in der Sendung vom 06.05.1988 gefahndet
  • SF 3: Kripo Bochum – Suche nach Trickbetrüger Kurt F. bzw. Udo V. – Mimt einen Versicherungsvertreter, behauptet die Lebensversicherung ist fällig, stellt einen ungedeckten Verrechnungsscheck mit hoher Summe aus, verlangt einen Barscheck für die Versicherungssteuer, fälscht diesen auf höhere Beträge hoch und tauscht ihn ein

Geklärt: Der Gesuchte konnte kurz darauf in Moers festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet

  • SF 4: Kripo Wuppertal – Suche nach Klaus-Detlef W. wegen Diebstahl & versuchten Mordes – Brach mit Komplizen in Geschäft ein; Laden wurde von der Polizei umzingelt; Gesuchte schoss sich den Weg frei; verletzte einen Passanten und Polizisten
  • SF 5: Kripo Köln – Suche nach Witolt N. – Wurde von Polizei während eines Einbruchs überrascht; verletzte dabei 2 Polizisten, konnte aber gefangen werden, brach 2 Tage später allerdings aus der U-Haft aus
  • SF 6: Kripo Bremen – Suche nach unbekannten Bankräuber; Fotos von Überwachungskamera; Trug keine Maske - Beute: 30.000 DM

Geklärt: Der Unbekannte konnte identifiziert werden und wurde kurz danach in Braunschweig festgenommen. Darüber wird in der Folgesendung berichtet

  • SF 7: Polizei Wien – Suche nach einem Unbekannten wegen versuchten Mordes an einer Taxifahrerin; floh danach und nahm Geiseln in Wien und Niederösterreich; verschwand danach in einer U-Bahn in Wien – zurückgelassene Gegenstände: Schwarze Sonnenbrille, Metalarmbanduhr, handgeschriebene Notiz

Geklärt: Der Unbekannte konnte ermittelt werden und wurde kurz danach während eines Schusswechsels mit der Polizei tödlich verletzt. Darüber wird in der Folgesendung berichtet

  • SF 8: Kripo Düren - Sichergestelltes Diebesgut von Einbrüchen in Wohnungen und Schmuckgeschäften – Wer erkennt sie?

(teilw.) Geklärt: Es wurde bekannt das zahlreiche Gegenstände bereits 1986 bei 2 Einbrüchen in Antiquitätengeschäfte geraubt wurden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der vorherigen Sendung: Zu den Morden an Alexandra S. und Christina B. ("Bestie von Favoriten") gingen so viele Hinweise ein, dass sie noch nicht alle überprüft werden konnten.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Keinen einzigen Hinweis bekam Interpol Wien dagegen zur Fahndung nach dem wegen Mordes an seiner Ehefrau gesuchten Dragon J. Für die österreichischen Behörden ist dies etwas unverständlich, da sich der gesuchte nach neuesten Erkenntnissen noch immer im Sendegebiet aufhalten soll. Sein Fahndungsfoto wird noch einmal gezeigt.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Noch kein Ergebnis liegt auch in der Fahndung für die Stadtpolizei Bern nach Thomas A. vor. Der wegen Verdachts auf Unterschlagung von 1,8 Mio. Schweizer Franken gesuchte ehemalige Bankfilialleiter ist weiterhin flüchtig und hat die Schweiz vermutlich verlassen.
  • SF 3 der vorherigen Sendung: Einer von drei gesuchten unbekannten Bankräubern kann von der Fahndungsliste gestrichen werden. Der von der Kripo Frankfurt gesuchte unbekannte Bankräuber saß zum Zeitpunkt der Sendung bereits in U-Haft in Wien; auch dort wurde nach dem 20-jährigen Österreichers wegen eines weiteren Banküberfalls gefahndet. Er flog extra zu den Überfällen aus Rio de Janeiro ein, wo er dann die Beute ausgab. Nach einer Zwischenlandung aus Brasilien Ende Juni 1989 konnte er in München festgenommen und ausgeliefert werden.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Auf eine heiße Spur führten die XY-Zuschauer die Kripo Essen bei ihrer Suche nach Kurt F., der nach einem Hafturlaub nicht zurückkam und vier Banküberfälle mit einer Beute von insgesamt ca. 100.000 DM verübt hatte. Er soll sich zur Zeit in Österreich aufhalten und seine blonden Haare rot gefärbt haben.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: Der von der Kantonspolizei St. Gallen nach seiner Flucht aus der U-Haft gesuchte Mirek S., der im großen Stil mit Kokain gehandelt haben soll befindet sich noch auf freiem Fuß. Auch er hält sich wahrscheinlich nicht mehr in der Schweiz auf.
  • FF 1 der Sendung vom 09.09.1988: Gleich nach der Begrüßung am Anfang der Sendung geht es diesmal zu Konrad Toenz nach Zürich. Ein Ausschnitt aus dem Filmfall "Kirmes in den Tod" wird gezeigt und er berichtet, dass nach dem Mord an einer 9-jährigen aus dem Kanton Solothurn bereits wenig später ein Mann festgenommen wurde, der inzwischen auch als überführt gilt. Es wird überprüft, ob er eventuell auch für Doppelmord an Daniel S. und Christian W. und weitere bisher ungeklärte Morde an Kindern in der Schweiz verantwortlich sein könnte. Anschließend folgt, noch vor dem eigentlichen Rückblick, die Suche nach der vermissten 10-jährigen Doris W. aus Bern. Auch in diesem Fall wird ein Verbrechen befürchtet. (Siehe Studiofälle SF 1)

XY Gelöst:

  • SF 1 der Sendung vom 09.09.1988: Von einer „kleinen Sensation“ über die man in diesem Fall sprechen könne, berichtet Peter Nidetzky aus Wien. Sie kam durch internationale Kooperation auf Polizeiebene, Kommissar Zufall und noch andere Gegebenheiten zustande. Der Hauptverdächtige im "Lucena-Skandal" (Details siehe Studiofälle der Sendung vom 09.09.1988) Udo P. konnte, aus London kommend, auf dem Flughafen Schwechat von der Wiener Polizei festgenommen werden. Er wollte mit einem gefälschten Ausweis und völlig verändertem Aussehen nach Deutschland weiterreisen, aber die englischen Behörden schöpften Verdacht und schoben ihn nach Wien ab.

Bemerkungen

  • Playback-Panne mit Sabine (Text läuft, aber Sabine spricht nicht).
  • Gelbe Schrift im Aufnahmestudio Zürich.

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