Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 11. Dezember 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 112 (Sendung vom 03.03.1989)

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Filmfälle

Betrug mit Konzertkarten

  • Details: Die 59 Jahre alte Verwaltungsangestellte Johanna Brattke will unbedingt zum Placido-Domingo-Konzert in die Frankfurter Alte Oper; restlos ausverkauft; entdeckt Annonce in Lokalzeitung, in der noch Restkarten angeboten werden; ruft dort an und bestellt für sich und ihre Freundin zwei Tickets à 320.- DM; wenige Tage später kommt Bestellbestätigung per Post; wegen der großen Nachfrage soll gleich bezahlt werden; Frau Brattke füllt Scheck aus und legt ihn bei; Karten werden laut Brief der Verkaufsagentur am Konzertabend in nahegelegenem Hotel hinterlegt; Mann in Verkaufsagentur öffnet reihenweise Briefe von Bestellern und entnimmt Bargeld. Am Konzertabend: Johanna Brattke mit Freundin pelzbemantelt in Taxi, Brattke steigt erwartungsfroh am Hotel aus und will Karten abholen; dort Ernüchterung: Concièrge teilt ihr mit, dass keine Karten hinterlegt sind - und vor ihr schon mindestens 20 andere Konzertrfreunde ihre Domingo-Tickets abholen wollten.
  • Zitate: "Der Kult mit den großen Schtars treibt schon seltsame Blüten. Da campieren hunderte von Menschen tage- und nächtelang an den Vorverkaufsstellen, um eine Eintrittskarte zu ergattern." (Ede in der Anmoderation)
  • Bewertung: *
  • Besonderheit: Frau Brattke telefoniert mit einem der damals relativ neuen Schnurlostelefone. Allerdings drückt sie bei ihren Gesprächen niemals die "Wählen" oder "Auflegen"-Taste. So hätte sie gar nicht telefonieren können.

Job-Frust ausgenutzt

  • Details: Versicherungsangestellter Jürgen Steiger genervt von seiner "Emanzen"-Chefin; Arbeit macht ihm keinen Spaß mehr; Werbung für Karriere in der Jahreswagen-Vermittlung im Briefkasten; Steiger wird im Versicherungs-Kundengespräch am Telefon ausfallend und anschließend von seiner Chefin im Großraumbüro zusammengestutzt; nervös und aufgeregt Zigarette anzünden; klagt seiner Frau zuhause sein Leid; nimmt sich nochmal Werbebrief zur Hand; Leitfaden für das Jahreswagen-Vermittlungsgeschäft soll 840.- DM kosten, aber vier Wochen Rückgaberecht; Steiger lässt sich Buch kommen und blickt mit einem Bekannten rein; nur Allgemeinplätze; schickt das Buch per Brief zurück. Ede erzählt den Rest des Falls: vier Wochen später erhält Steiger Brief des Buchversenders, dass er nun neuer Benutzer des Leitfadens sei, dazu Rechnung über die 840.- DM. Verlag gab an, das Buch nicht zurückerhalten zu haben. Amtsgericht verurteilte Steiger zur Zeahlung - er hätte beweisen müssen, dass das Buch an den Verlag zurückgegangen sei.
  • Zitate: "Mach' Dich nur lustig. Du musst ja nicht hin in diesen Scheißladen!", "Keine Angst, mein Schatz. Ein Steiger behält immer die Übersicht!"
  • Bewertung: **
  • Besonderheit: Steiger wartet auf dem Weg zur Arbeit an der Bushaltestelle "Alpenstraße/Europaring" in Rüsselsheim

Zweiter Betrug an Opfern von Warentermingeschäften

  • Details: Albert Dinges betreibt in Niedersachsen Obst- und Gemüseladen; fiel Ende der 1970er Jahre auf betrügerische Warentermingeschäfte in London rein und verlor 18.100.- DM; hatte vor sieben Jahren die Tat angezeigt, seitdem aber nichts mehr in der Sache gehört; Briefträger bringt Luftpostbrief von Detektei aus London; angeblich seien Konten der Warenterminbetrüger lokalisiert worden, auf denen über 30 Mio. DM liegen; Geld solle demnächst beschlagnahmt werden; Dinges solle Vollmacht unterschreiben, damit Detektei seine Interessen bei der Verteilung des beschlagnahmten Geldes berücksichtigen könne; allerdings Aufwandspauschale von 1.900.-; Ehefrau mahnt zur Vorsicht; Dinges bespricht sich deshalb mit anderem Geschädigten, der das Angebot der Detektei aber auch unbedingt annehmen will. Ede erzählt weiter: Optimismus bekanntlich ansteckend, Dinges habe 1.900 DM nach Großbritannien geschickt und damit wieder Geld aus dem Fenster geworfen. Man wisse nicht, ob die aktuellen Täter auch die Warentermin-Betrüger der 1970er waren. Es müsse aber Verbindungen geben, denn die aktutellen Betrüger kennen Details und Anlagesummen der seinerzeit Geschädigten.
  • Zitate: "Na, na. Damals haben auch klügere Menschen als ich viel Geld verloren"
  • Bewertung: *

Experiment: Die Maschen der Portemonnaie-Diebe

  • Details: In kurzem Filmfall und im anschließenden Experiment mit Bernd Schröder wird gezeigt, wie leicht es ist, Menschen im Supermarkt oder Café die Handtasche bzw. die Geldbörse zu stehlen.
  • Bewertung: **

Bemerkungen

  • Ede bringt zu Beginn der Sendung die aktuelle Kriminalstatistik mit an sein Stehpult. Dieses ist schon voller "Requisiten", mit denen Ede auf die Filmfälle der Sendung hinweist: Opernkarten, ein dickes Handbuch, ein Luftpostbrief und eine Backmischung.
  • Während der Sendung weist er zweimal (!) darauf hin, dass die Namen von Personen "stets geändert" sind

Vorherige Sendung: VF 111 (Sendung vom 16.12.1988)

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