Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 15. Januar 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 113 (Sendung vom 26.05.1989)

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Flexibler Trickdieb

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  • Besonderheit: Ede bemerkt in Anmoderation, dass man Täter für ihren Einfallsreichtum und ihre Flexibilität auch bewundern könne. Das sei aber leicht, wenn man nicht der Geschädigte sei.

Betrüger lassen Lohn pfänden

  • Details: Automobilarbeiter Horst Jährling (Schweißer) und seine Frau Else (Polsterei) durch Wohnungsbrand in finanziellen Nöten, waren wie viele deutlich unterversichert; Bank gibt ihnen kein Geld mehr; haben schon größtmöglichen Konsumentenkredit in Anspruch genommen; beide verdienen zusammen 3.000.- DM netto/Monat; Horst Jährling hat von Arbeitskollegen Inserat von Kreditvermittler bekommen; Telefonat; Jährling möchte 5.000.- DM Kredit aufnehmen zu 9,5 Prozent Zinsen; Kreditunterlagen werden als Nachnahme angekündigt für 200.- DM (Vermittlungsgebühr), eigentlicher Kredit komme dann von Schweizer Bank; Jährling zahlt das Geld bei der Post ein und erhält Umschlag; darin Unterlagen des Kreditinstituts und Bewilligung, Selbstauskunft und "Schuldanerkenntnis/Abtretung"; mit letzterem Besuch beim Notar. Der liest ihnen das Dokument vor; Jährlings verstehen nur Bahnhof, nicken es aber trotzdem ab; halten Abtretung für Formsache und unterschreiben. Abtretungserklärung landet in Poststelle beim Autohersteller; Sachbearbeiter klärt Kollegin auf, dass solche Lohnpfändungen immer wieder eintrudelten; in der Personalabteilung gibt es eigenen Sachbearbeiter dafür; solche Verfügungen demnach oft bei Männern wegen Unterhaltszahlungen; Else Jährling zeigt ihrem Mann in der Kantine ihre Gehaltsabrechnung, fast 500.- DM wurden mit dem Verweis "LP" einbehalten; Horst entdeckt den Posten auch auf seiner Abrechnung mit über 620.- DM; vermuten Computerfehler; Kollege in Personalabteilung zeigt ihnen Lohnpfändungs-Dokument; Jährlings haben Geld für Kredit nie erhalten; Personaler empfiehlt Einlegen von Widerspruch und Einschalten eines Rechtsanwalts. Ede: Unglaublicher Trick, Tätern im Ausland ist kaum habhaft zu werden, wenn dann erst Verurteilung nach Jahren, Geld sei aber auf jeden Fall weg. Notaren sei kein Vorwurf zu machen, da sie oft Vorgeschichte des Schuldanerkenntnisses nicht kennen und Beratene oft sehr sparsam mit Auskünften seien, da sie auf den Kredit hofften. Edes Tipp: Notar "klipp und klar" die Vorgeschichte erzählen, damit er den Fall einordnen kann. Über die Folgen eines solchen Schreibens genau aufklären lassen.
  • Zitate: "Dass sie mit dieser vom Notar beurkundeten Abtretungserklärung ein gefährliches Papier abgeben, merken sie erst, als es Wochen später wieder auftaucht - in der Verwaltung der Autofabrik, in der sie arbeiten."
  • Bewertung: ***
  • Besonderheit: Anne Georgio als Else Jährling

Bahnhofsschwindler

  • Details: Täter tritt vor allem am Frankfurter Hauptbahnhof auf; Opfer in aller Regel "betagtere Damen"; Mann aus Polen spricht alleinreisende Frau in Abteil an; hat angeblich nicht genügend Geld dabei, um seiner Familie Fahrt nach Gernsbach zu bezahlen; bittet um 100.- DM für Fahrkarten; Frau bekomme Geld am Zielbahnhof von Onkel gleich wieder zurück; bekommt von Dame Hunderter geliehen; Mann eilt los, angeblich um Fahrkarten zu kaufen; verschwindet natürlich auf Nimmerwiedersehen
  • Bewertung: *

Experiment: Fotomodelle werden abgeschmückt

  • Details: Bernd Schröder in Fußgängerzone mit Kameras behängt; spricht Frauen mit Handtaschen und Plastiktüten an und will sie im Laufen fotografieren - allerdings ohne die Taschen. Diese werden ihm zum Halten übergeben, er schickt die Frauen ein paar Schritte zurück und macht sich währenddessen mit der Beute aus dem Staub.
  • Bewertung: **

Bemerkungen

  • Ede geht nach dem "Bahnhofsschwindler"-Fall noch einmal auf den Betrug mit Blindenware ein, der in den Kurzwarnungen im vergangenen Dezember und in einem Filmfall mit anschließendem Studiogespräch 1984 thematisiert wurde. Ede räumt auf Bitten mehrerer regionaler Blindenverbände ein, dass es doch anerkannte Blindenwerkstätten gibt, die ihre Ware "zulässigerweise" gleich an der Haustür ausliefern dürfen.

Vorherige Sendung: VF 112 (Sendung vom 03.03.1989)

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