Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 29.10.1971

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Filmfälle

Sexualverbrechen an kleinen Kindern und Vermißtenfall Elif C. ("Kölner Hohlweg")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Pehler
  • Tattage: Samstag, 14. Juni 1969 / Samstag, 9. Mai 1970 / Samstag, 8. Mai 1971
  • Tatort: Köln/Mühlheim, Hohlweg
  • Belohnung: 14.000 DM
  • Details:
    • Samstag, 9. Mai 1970; der Samstag vor Muttertag; Samstagsschule; zwei griechische Mädchen, Melina und Helena, besuchen Gastarbeiter-Schule; Industrieviertel ist Samstag morgens fast menschenleer; Schulweg führt über Schanzenstraße, den Hohlweg und eine Eisenbahnbrücke; Weg ist begrenzt durch hohe Mauern und schlecht einsehbar; Kinder sind in Gedanken und nehmen den VW Käfer nicht wahr, der am Ende des Hohlwegs steht; Rückblende zum Juni 1969;
    • Samstag, 14. Juni 1969; auch an diesem Vormittag stand der VW Käfer vermutlich dort; Alexandra D., auch ein griechisches Gastarbeiterkind, geht denselben Weg; sie ist an der gleichen Schule wie die zwei anderen Kinder; Kind wird von hinten gepackt und ins Auto verbracht; auf einem einsamen Waldweg wird sie sexuell mißhandelt; Zeitsprung vor zum Mai 1970;
    • Samstag, 9. Mai 1970; Täter versucht beide Kinder zu entführen; eines der Mädchen, Melina, kann fliehen, Helena wird ins Auto gesetzt; als sich der Täter zum Rücksitz wendet, um ein "Magenbitterfläschen" zu holen, nutzt Helena die Chance zur Flucht; sie findet einen Passanten, der Täter kann jedoch unerkannt entkommen; Zeitsprung vor zum Mai 1971;
    • Samstag, 8. Mai 1971; wieder Samstag vor Muttertag; wieder geht ein Gastarbeiterkind, Elif C., zur Samstagschule; gleicher Schulweg; sie wird von Zeugen um 8 Uhr gesehen; auf der anderen Seite der Eisenbahnbrücke wartet Freundin; Elif ist seit dem Tag spurlos verschwunden; vermutlich an der gleichen Stelle, wo schon die anderen Kinder überfallen wurden;
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten: Die Belohnung wurde im Laufe der Sendung von Zuschauern auf 14.000 DM erhöht
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Wirtschaftskriminalität ("Der Butterschwindel")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Essen
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Marschall
  • Tagmonate: Mai bis Juni 1971
  • Details: Fernschreiber in Privatwohnung einbauen; modisch gekleidet; Keksfabrik; Täter telefoniert mit zwei Männern und gibt sich jeweils als der andere aus; die Lieferung verkauft der Täter einem Dritten; Täter holt das Geld nicht ab, weil man ihm schon auf die Spur kam.
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 1.000 DM
  • Status: geklärt (Quelle ?)

Nachspiel

Überfall auf Getränkefirma ("Die Äther-Bande")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Flensburg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Holze
  • Details: Raubüberfall; Opel Kadett fällt mehreren Zeugen auf; Beute 11.000 DM; Überfallener wird in den Kofferraum gesperrt; kann sich befreien; Pikrin-Säure-Fläschchen
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 2.000 DM
  • Status: geklärt

Nachspiel

Die Klärung des Falls wird in der Sendung vom 03.03.1972 mitgeteilt. Das Fläschen führte auf die Spur der Täter. Es wurde aus einer Arztpraxis bei Hamburg gestohlen. Der Dieb konnte ermittelt werden und war tatsächlich einer der Täter.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo Hamburg- Fahndung nach Holger M. (30) und Gudrun E. (31) (RAF). Die Fahndung ist Folge der Festnahme von Margrit Sch. wegen eines Polizistenmordes in Hamburg. Des Weiteren sucht die Polizei die passende Wohnung zu einem Schlüsselbund, der bei Margrit Sch. gefunden wurde. Wo hat sich die Verdächtige in den letzen Monaten aufgehalten? Außerdem wird eine unbekannte Person gesucht, von der nur ein Bild vorliegt.
  • SF 2: LPD Oberbayern - Fahndung nach dem Österreicher Franz B. (20), gesucht wegen Rauschgifthandels, Diebstahls und Vergewaltigung. Er soll in Stammberg versucht haben, ein junges Mädchen zu vergewaltigen. Das Mädchen sprang aus einem Fenster 7 Meter in die Tiefe, wo es mit mehreren Knochenbrüchen liegen blieb. Der Täter schleppte die schwer Verletzte zurück ins Haus und verging sich an ihr. Danach sperrte er sie ein, ließ sie zurück und flüchtete, ohne einen Arzt zu verständigen. In Rauschgiftkreisen wird er auch "Garry" genannt.

Geklärt: Der Gesuchte wurde durch Zufall bei einer Kontrolle in Duisburg erwischt. Klärung durch Peter Nidetzky in Wien in der Sendung vom 15.12.1972.

  • SF 3: BKA Wiesbaden - Fahndung nach einer Wagenladung von insgesamt 197 Schnellfeuergewehren "G3" der Bundeswehr. Da zum Abtransport ein LKW gebraucht wurde, wird gefragt, ob irgendwo ein LKW gemietet oder ausgeliehen wurde. Auch verschiedene Kennzeichen und die Verpackung der Waffen stehen auf der Fahndungsliste.

Geklärt: Die Waffen wurden vollständig gefunden. Sie waren im Rhein versenkt worden und sollten da bleiben, bis die Täter einen Käufer für die Waffen gefunden hätten. Vermutlich wurden die Täter auch verhaftet, das wird in der Sendung aber nicht erwähnt. Auflösung in der Folgesendung

  • SF 4: LKA Wiesbaden - Fahndung nach Günter S. (36), gesucht wegen Einbruchs und Hehlerei. Günter S. soll der Kopf einer Bande sein. Er war früher mal Boxer und ist vermutlich mit verdeckten Waffen bewaffnet.
  • SF 5: Kripo Düsseldorf - Fahndung nach Friedhelm T. (33), gesucht wegen Fälschung und Einbruchs. Er soll der Kopf einer aktiven Einbrecherbande sein.

Geklärt: Friedhelm T. wurde wenige Tage nach der Sendung durch einen Zuschauerhinweis in Schleswig-Holstein aufgespürt; als die Polizei eintaf, war er jedoch schon geflohen. Als Tarnung benutzte er einen auffälligen Kopfverband und eine Brille. Allerdings konnte die Polizei diese auffällige Maskierung durch ganz Norddeutschland verfolgen. Bei Aachen wurde ihm dann ein wachsamer Grenzbeamter zum Verhängnis und er konnte festgenommen werden. Auflösung in der Folgesendung.

  • SF 6: Fahndung in der Spätsendung nach einem Täterfahrzeug, das bei einem Raubüberfall auf einen Geldboten in Hannover am Abend der Sendung gegen 18:00 Uhr benutzt worden sein soll.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Düren gesuchte Heinrich P., der während einer Gerichtsverhandlung in Aachen geflohen war, ist noch auf freiem Fuß. Es gab Anhaltspunkte dafür, dass er sich in der Schweiz aufhalten könnte und diese bestätigten sich zunächst nach der Sendung. Dann aber hat er sich nach Spanien abgesetzt.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Der vom LKA Stuttgart wegen mehrerer Banküberfälle und Autodiebstähle gesuchte Wilhelm H. ist noch flüchtig.
  • FF 1 der Sendung vom 02.07.1971: Die Vermutungen, dass der Bankeinbruch und Mordversuch am Nachtportier in St. Pölten von einer gut organisierten internationalen Bande verübt wurde haben sich bestätigt und es gab mehrere Verhaftungen in Jugoslawien, Deutschland und Österreich.

XY Gelöst:

  • SF 4 der vorherigen Sendung: Bei dem wegen Scheckbetrugs gesuchten angeblichen „Hermann K.“, handelte es sich um Friedrich Jakob M. Er stellte sich der Polizei in Berlin.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der mehrfache Einbrecher Heinrich O. wurde in Herne verhaftet.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

Studiofälle:

  • SF 1: Der Polizistenmord in Hamburg hat die Zuschauer offeensichtlich sehr bewegt. Es gab 70 Hinweise in Hamburg und ca. 30 im Aufnahmestudio München.
  • Weitere Zuschauerreaktionen nicht bekannt bzw. z. Zt. nicht vorhanden.

Bemerkungen

  • Ede macht eine Einleitung über die Ansichten verschiedener Personen über die Unterstützung von Gewaltverbrechern, insbesondere Terroristen der RAF.
  • Die Schweiz hat ein neues Studio: Werner Vetterli sitzt jetzt vor der Fachwerk-Deko im neuen Kripo-Gebäude.
  • Peter Hohl trägt eine andere Brille.
  • Schönes Ede-Zitat: "Man hat sich Herrn Sittler nun in blond vorzustellen."

Vorherige Sendung: Sendung vom 24.09.1971

Nächste Sendung: Sendung vom 10.12.1971

zurück zur Sendungsübersicht