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Sendung vom 29.05.1981

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Vermisstenfall Christian E. (Der verschwundene Hallodri)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Fürstenfeldbruck
  • Kommissar im Studio: Kommissar Quirin?
  • Details:
    • September 1979: Mutter erstattet verzweifelt Vermisstenanzeige bei der Polizei; seit über einem Jahr nichts mehr von Christian gehört; hat sich offenbar in Österreich einer Verhaftung entzogen
    • Rückblick Frühjahr 1976: Gendarmerie nimmt Christian E. als Teil einer Diebesbande fest; Polizisten tragen Beute vom Bauernhof; Mutter macht Christian Vorwürfe; Abfahrt im Gendarmerie-Käfer; Christian E. legt umfassendes Geständnis ab; Landgericht verurteilt ihn später zu 2 Jahren, 6 Monaten Haft; Termin für Haftantritt noch offen; E. hilft auf elterlichem Hof mit
    • Januar 1978: Briefträger bringt Brief mit Hafttermin; am 10. Februar soll er Haft antreten; sagt aber Mutter, dass er das nicht machen werde und verschwinden will; Abgang im Anzug mit Krawatte und Mantel; Mutter gibt ihm 280.000 Schilling mit; arbeitet in den kommenden Monaten an Hotelempfang bei Freund in München; ruft fast jeden 2. Abend bei seiner Mutter an; Polizei in Österreich rückt Mutter auf die Pelle und will, dass Christian E. die Haft antritt; C. E. vertröstet Mutter immer wieder
    • wieder September 1979: Nachforschungen der Polizei ergeben, das Christian E. in besagtem Hotel nie gearbeitet hat; Mutter erzählt von Pass mit anderem Namen ("Klaus-Dieter Ho(f)fmann"); soll im Hotel 40.000 DM unterschlagen haben
  • Zitate: "Christian, jetzt fang' bloß net noch zu lügen an. Sag dem Herrn Beamten die Wahrheit!"
  • Belohnung: 2.000 DM
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mordversuch und versuchter Banküberfall auf eine Sparkasse in Salzgitter (Revolver aus Argentinien)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Salzgitter
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Menge
  • Details: Revolver aus Argentinien wechselt oft den Besitzer; Sparkasse im Bauernhof
  • Belohnung: 2.000 DM
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Hildegard Sch. (Die Tote vom Schützenplatz)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hannover
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Wiegmann
  • Tatzeit: Nacht vom 7. zum 8. April 1980
  • Details: Bäuerin aus Koldingen (Stadtteil von Pattensen) schimpft mit den Kühen; Ostermontag sie fährt mit dem Fahrrad nach Hannover zum Frühlingsfest; Opfer findet ihr Rad nicht mehr und wird spät nachts nochmal im Bereich des Schützenplatzes (Lavesallee) gesehen; Ehemann sucht seine Frau und benachrichtigt erst Tage später die Polizei; Opfer wird am Schützenplatz unter Laub bedeckt gefunden - Identifizierung anhand des Eheringes
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo Frankfurt / Interpol Wien - Mord an einem deutschen und einem österreichischen Politiker.
    • Fall 1: Der Mord auf den hessischen Wirtschaftsminister Heinz-Herbert K., Befürworter der Startbahn West, bleibt ungeklärt. Er wurde durch das Schlafzimmerfenster im Schlaf angeschossen und starb eine halbe Stunde später. Als Nebenfigur geriet Joschka F. in den Fokus der Ermittlungen, da er sein Auto einem Verdächtigen geliehen hatte. Bis zu seinem Mandat 1983 wurde sogar sein Telefon abgehört. Hier dazu ein Artikel aus dem Spiegel vom 08.01.2001
    • Fall 2: Der österreichische Politiker Heinz N. wurde am 1. Mai 1981 von dem im Irak geborenen Hesham Mohammed R., 21, im Auftrag von Bahij Y., einem Mitglied der Terrororganisation Abu Nidal, ermordet. Der Attentäter hatte ihm vor seinem Wohnhaus in Wien-Hietzing aufgelauert. Nittel wollte zum Maiaufmarsch am Rathausplatz fahren und bestieg gerade sein Auto, als ihn die gezielten Schüsse des Attentäters durch das Autofenster töteten. Der Auftraggeber Bahij Y. wurde festgenommen und nach drei Geschworenenprozessen 1981 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im Frühjahr 1995 wurde er frühzeitig aus der Haft entlassen.
  • SF 2: Interpol Wien - Fahndung nach Helmut W. und Siegfried K., sollen als Geschäftsführer bzw. Gesellschafter einer Salzburger Firma viele Waren bestellt und nicht bezahlt haben, außerdem Scheck- und Kreditbetrug, Schade über 2 Mio Schilling, Polizei vermutet Aufenthalt in der Schweiz oder in Deutschland.
  • SF 3: Kapo Schaffhausen - Fahndung nach Betrüger Donald G., Vorwurf Betrügereien Schadenhöhe 500.000 CHF, wurde angeblich auf Campingplatz in Südfrankreich gesehen, Nachforschungen ohne Erfolg, hält sich vermutlich wieder im Sendegebiet auf.
  • SF 4: Kripo Münster - Fahndung nach Bernhard T.: Er hatte zusammen mit einen Komplizen in NRW einen Banküberfall mit 14 Geiseln verübt. Beute 340.000 DM. Dabei holte er die Bankangestellten aus Ihren Privathäusern und zusammen festgehalten, bis der Tresor leer war.

Geklärt: Zunächst erneute Fahndung im SF 3 der Sendung vom 18.06.1982, wieder für die Kripo Münster. Er gerät in eine Polizeikontrolle, schießt einen Polizisten nieder und flüchtet mit dem Polizeiwagen. Nach einer Verfolgungsjagd und Schießerei wird er von Polizeikugeln schwer verletzt, überlebt aber, wird in Kerpen-Horrem gestellt und festgenommen und ein Gefängniskrankenhaus gebracht. Bekanntgabe in der Sendung vom 03.09.1982.
Ein wegen einer defekten Leiter gescheiterter Ausbruchsversuch im Jahr 1984 führte jedoch zu einem großen Justizskandal und der Rücktritt der Justizsenatorin wurde gefordert.
Polizei hatte Strafanstalt vor dem Ausbruch gewarnt; Hamburger Abendblatt vom 25. Oktober 1984.
Vollzugsleiter wußte von dem geplanten Ausbruch; Hamburger Abendblatt vom 08. März 1986.

  • SF 5: Kripo Frankfurt - Unbekanntes männliches Mordopfer, Mann wurde aus Frankfurter Westhafen geborgen, erdrosselt, bevor er ins Wasser geworfen wurde, Originalfoto vom Gesicht, er war korpulent, hatte auffälliges Ohrläppchen und Warze auf der Nase; Dieser Fall wurde auch nochmal als FF 3 in der Sendung vom 08.07.1983 behandelt.
  • SF 6: LKA München - Fahndung nach Alfons und Peter B., Brüder werden verdächtigt, Mordversuch an Polizisten bei Sprengstoffanschlag begangen zu haben, nur mit Glück keine Verletzten, Alfons B. hat dunkelblonde Haare, Peter B. mit Glasauge rechts und Brille.

Geklärt: Alfons wurde von einem Polizisten aus zwei Metern Entfernung in Notwehr erschossen. Angeblich hatte er ein Gewehr bei sich. Peter wurde einen Tag später in einer Gaststätte festgenommen. Bekanntgabe in der Folgesendung.

  • SF 7: LKA München - Kripo Freiburg/Essen/Rüsselsheim - Fahndung nach drei unbekannten Bankräubern mit Fotos aus der automatischen Kamera.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Im Banküberfall (Handtuchmaske mit Drilling) wurde noch während der letzten Sendung, der Hersteller der Tatwaffe gefunden, ein Büchsenmacher der in Berlin gelebt hat. Zuschauerhinweise aus den Niederlanden und aus Dänemark führten die Kripo dann direkt zu einem tatverdächtigem Mann. Da die Ermittlungen über Interpol aber sehr Zeitaufwendig sind, kann Ede noch nicht mehr dazu sagen.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Die Fahndung nach Erwin T., der einen der größten Betrugsfälle in Österreich inszeniert haben soll, konnte noch nicht abgeschlossen werden. Ein Angebot seines Anwalts, dass sich der Gesuchte gegen eine Kaution von 50.000 Schilling freiwillig selbst stellen würde, wenn er dafür freies Geleit zugesichert bekäme, wurde abgelehnt und die Fahndung nach Erwin T. mit seinem Foto erneuert.

XY Gelöst:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Manfred F., gesucht mit mehreren Haftbefehlen; „Palette der Straftaten“ (Zitat Ede): Diebstahl, Unterschlagung, Heiratsschwindel, Bankraub, Festnahme im Auto nach Zuschauerhinweisen auf einen blauen Mercedes mit Pinneberger Kennzeichen in der Lüneburger Heide in Norddeutschland.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der von den Schweizer Behörden wegen Mordes an der eigenen Ehefrau gesuchte René R. konnte in Schweden festgenommen werden.
  • FF 3 der Sendung vom 23.01.1981: Die zwei Raubüberfälle auf dieselbe Sparkasse in Kirchwalsede durch die „Opel-Admiral-Bande“ mit den Maleranzügen gehörten zu einer ganzen Reihe von schweren Straftaten in Norddeutschland, die jetzt geklärt werden konnten. Die zwei Täter sitzen nach einem weiteren Überfall in Frankreich in Bordeaux in Untersuchungshaft. Ein weiterer mutmaßlicher Mittäter ist in Verden im Gefängnis. Zwei der drei Täter haben Geständnisse abgelegt.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

  • Ede stellt am Anfang fest, dass beim illegalen Waffenhandel in Deutschland „...sehr viel mehr los ist, als mann gemeinhin annehmen möchte“ und Konrad kündigt für die Spätsendung im Schweizer Fernsehen noch eine aktuelle Fahndung nach einem Raub in Winterthur an.

Filmfälle:

  • FF 1: Vermisstenfall Christian E.; eine Bekannte des Vermisstenfall hat sich gemeldet, von der die Polizei noch nichts wusste; sie konnte gute Angaben über ihre Bekanntschaft machen; verschiedene Hinweise auch zur ebenfalls verschwundenen und nochmal gezeigten Uhr ETERNA Executive Quarz 4000 mit dem Uhrmacherzeichen √377
  • FF 2: Mordversuch und versuchter Banküberfall mit Revolver aus Argentinien in Salzgitter; mehrere Hinweise und das Phantombild des Täters wird zusammen mit seinem zurückgelassenen Kissen erneut gezeigt; Frage nach der Herkunft.
  • FF 3: Mord an Hildegard Sch. in Hannover; ein Mann hat sich bei der Kripo gemeldet und gesagt, dass er der LKW-Fahrer sei, der zur Tatzeit am Schützenplatz stand; Hinweise von Zeugen, sie noch gesehen haben; ihre Tasche wird nochmal gezeigt.

Studiofälle:

  • SF 1: Morde am hessischen Wirtschaftsminister Heinz-Herbert K. österreichischen Politiker Heinz N; Ede hat die Tatwaffe im Fall K. im Studio; High Standart Kalieber 22 wurde vor 10 Jahren mit 16 weiteren Pistolen aus einer US-Kaserne bei Butzbach gestohlen; acht sichergestellt; Frage der Polizei, wann und wo neun restliche Waffen zuletzt auf dem Schwarzmarkt angeboten wurden, die von Ede gezeigt werden; vier "High Standart Kaliber 22 long rifle"; vier "Colt Kaliber 45" und eine "Ruger Mark 1 Kaliber 22" werden von Ede gezeigt.
  • SF 2: Fahndung nach Helmut W. und Siegfried K., sollen als Geschäftsführer bzw. Gesellschafter einer Salzburger Firma viele Waren bestellt und nicht bezahlt haben, außerdem Scheck- und Kreditbetrug; einige österreichische Zuschauer wollen sie in Linz und Wien gesehen haben; viele Hinweise auch aus der Schweiz; ein Zuschauer meint, beide Gesuchten im Februar 1981 auf einer Insel bei der afrikanischen Küste gesehen zu haben; dabei sollen sie sich auch mit Helmut und Siggi angesprochen haben; ihre Fahndungsfotos werden noch einmal gezeigt
  • SF 3: Fahndung nach Betrüger Donald G., Vorwurf Betrügereien Schadenhöhe 500.000 CHF, wird in der Spätsendung nicht erwähnt.
  • SF 4: Fahndung nach Bernhard T., der zusammen mit einen Komplizen in NRW einen Banküberfall mit 14 Geiseln verübt hatte; sehr viele Hinweise auf möglichen derzeitigen Aufenthalt in Süddeutschland; noch kein Ergebnis der Überprüfung.
  • SF 5: Unbekanntes männliches Mordopfer, am 15. Mai 1981 aus Frankfurter Westhafen geborgen, erdrosselt, bevor er ins Wasser geworfen wurde, Originalfoto vom Gesicht wird nochmal gezeigt, korpulent, auffälliges Ohrläppchen und Warze auf der Nase; Hinweise mit Ansatzpunkten für weitere Ermittlungen; weitere Zeugen werden dringend gesucht.
  • SF 6: Fahndung nach Alfons und Peter B., Brüder werden verdächtigt, Mordversuch an zwei Polizisten bei Sprengstoffanschlag begangen zu haben, Alfons B. hat dunkelblonde Haare, Peter B. mit Glasauge rechts und Brille; recht interessante Hinweise werden zur Zeit noch überprüft.
  • SF 7: Fahndung nach drei unbekannten Bankräubern mit Fotos aus der automatischen Kamera, die erneut gezeigt werden.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Fahndung nach Erwin T., der einen der größten Betrugsfälle in Österreich inszeniert haben soll; weitere Hinweise der Zuschauer, dabei aber nicht viel Neues für die Polizei.

Bemerkungen

  • Edes gewagte Meinung zum Anstieg des Gewaltpotenzials durch die sogenannte "Grüne Bewegung" (Die Grünen).

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