Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 23.02.1996

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubmord an Dr. Peter L. (Beraubt und angezündet)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissarin Grube
  • Tattag: 23. Mai 1995
  • Belohnung: 10.000 Mark
  • Details: Opfer: Dr. Peter L. (79), hatte bis 1987 Internistenpraxis; wohnt mit seiner Frau in geräumiger Wohnung in HH-Rotherbaum; hat außer zwei in HH wohnhaften Söhnen wenig soziale Kontakte; Frau geht vormittags einkaufen; dann Besuch zweier(?) Täter; L. wird mit stumpfem Gegenstand niedergeschlagen, schwere Schädelverletzungen; Täter durchsuchen Wohnung, machen nur kleine Beute, wenig Schmuck und ein Rezeptblock; Täter zünden an mehreren Stellen die Wohnung an; auch L. wird angezündet; Nachbarn bemerken Rauch und Brandgeruch; brechen Wohnung auf und finden den schwerverletzten L.; L. verstirbt 18 Tage nach dem Überfall; vor dem Tattag wurden mehrmals seltsame Frauen im Hausflur gesehen, außerdem werden zwei Vertreter gesucht, die kurz vor dem Überfall im Nachbarhaus hausieren waren.
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubüberfall und Versuchter Mord an Filialleiter (Glücksfall Ladehemmung)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bergisch Gladbach
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Schmidt
  • Tattag: Freitag ,17 Februar 1995 ,gegen 19.45Uhr
  • Belohnung: 3.000 Mark
  • Tatort: Darbringhausen (bei Bergisch Gladbach)
  • Details: Angestellte muss zum Training (Volleyball); Schutzengel
  • Zitate: "Morgen, schöne Frau! Ja Morgenstund, naja Sie wissen ja."
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Ähnlich wie das schießwütige Phantom wurde auch dieser brutale Fall durch den Hochmut eines Täters geklärt. Mit Stolz sagte ein Täter, der mit seiner Freundin vor dem Schirm saß: "Da war ich dabei!" Auf Umwegen landete dieser Ausruf bei der Polizei - wie Ede in der Sendung vom 07.06.1996 berichtet.

Raubüberfall und Mord an Arno H. (Hinrichtung in der Lackiererei)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Kassel
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar Dippmann
  • Tattage: 30. März 1995 (Mord), 16. August 1994 (Raubüberfall)
  • Belohnung: 35.000 Mark
  • Details:
    • Fall 1: "eine Art Hinrichtung"; Lackierbetrieb;
    • Fall 2: Monate zuvor: Überfall im Privathaus des Unternehmers; Beute damals: 300.000 DM (der Unternehmer hatte das Bargeld zu Hause im Safe deponiert für den Ankauf von Maschinen für die Firma)
  • Zitat: "Kleinvieh macht auch Mist".
  • Bewertung: ***
  • Status: teilweise geklärt

Nachspiel

In der nächsten Sendung wird mitgeteilt, dass durch einen Zuschauerhinweis die Tatwaffe bei einem 30-Jährigen gefunden wurde und dieser nun aufgrund des dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft sitzt.

"Es war ein Auftragsmord der Ex-Ehefrau und des Schwiegersohns. Die beiden hatten zwei Italiener angeheuert, die den Mord an dem Kasseler Geschäftsmann Arno H. ausführen sollten. Es war bereits der zweite Mordauftrag der Familie, der erste im August 1994 wurde nicht ausgeführt. 1,5 Jahre vor dem Mord an H. hatte die Exfrau und der Schwiegersohn drei Männer in ihre Mordpläne eingeweiht: Zwei in Spanien geborene Kaufmänner und einen Kfz-Schlosser italienischer Abstammung, die sich ebenfalls vor dem Landgericht wegen Beihilfe zum Mord verantworten müssen. Das Trio soll drei Italiener aus Göttingen als Helfershelfer angeheuert haben. Zu H. Ermordung kam es jedoch zunächst nicht: Die drei Italiener überfielen im August 1994 den damals 50-jährigen in seiner Wohnung und raubten aus einem Tresor 240 000 Mark Bargeld, ließen ihn aber am Leben. Die drei Räuber wurden ebenfalls nach der Aktenzeichen xy geschnappt und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Nach dem Überfall verfolgten Exfrau und ihr Schwiegersohn ihren Plan weiter. Einer der drei Räuber heuerte für ein Kopfgeld von 50 000 Mark zwei weitere Italiener an, die am 30. März 1995 Arno H. dreimal in den Kopf schossen. ... Die Killer des zweiten [Mordauftrages] sind bis heute nicht gefaßt. Die Gerichtsmedizin ging in ihrem Gutachten erst von Selbstmord aus (unvorstellbar: das Opfer hatte drei Kugeln im Kopf!!!!), später wurde die Leiche aber exhumiert, weil die Kasseler Mordkommission und die Staatsanwaltschaft an dem Obduktionsergebnis zweifelten (im xy-FF ganz anders dargestellt). Erst fast ein Jahr darauf fiel der Verdacht dank Hinweise von Zuschauern von xy auf den Schwiegersohn. Die Tatwaffe führte auf seine Spur. Motiv der Tat: Bei der Ex-Frau soll vor allem eine hohe Scheidungsabfindung, die sie ihrem Mann zahlen musste, eine Rolle gespielt haben, bei dem Schwiegersohn die Tatsache, dass H. eine eigene Autolackiererei eröffnet hatte. Damit war H. zum Konkurrenten seines Schwiegersohnes geworden, da er selbst Inhaber einer Lackierei war. Die Exfrau und der Schwiegersohn wurden wegen versuchter Anstifung zum Mord und Anstiftung zum Raub (1 Mordauftrag) sowie bzgl. des zweiten Auftrages wegen Anstiftung zum Mord verurteilt. Die drei Helfer bei der Vermittlung der ersten gescheiterten Anstifung wegen Beihilfe zum Mord bzw. Raub wurden ebenfalls verurteilt. Die Mörder von Arno H. sind nicht gefaßt."
(Quelle: Forum sowie Wiesbadener Kurier vom 22.10.1999 und 02.11.1999)

Zur Ergänzung hier noch ein Interview mit dem pensionierten ersten Kriminalhauptkommissar Falk Kössinger, langjähriger Chef des Kommissariats 11, das damals für Tötungs-, Raub- und Branddelikte zuständig war. Er erwähnt darin u. a. auch den Fall Arno H. Ein Rechtsmediziner aus Marburg hatte damals keine Zeit, an den Tatort zu kommen, deshalb wurde die Tat erst später rekunstruiert. Der Marburger Rechtsmediziner kam dabei zu dem Ergebnis, dass H. sich selbst erschossen hätte. Er, Kössinger aber hat das nie geglaubt und ging immer von Mord aus. Dann erzählt Falk Kössinger auch noch von der bereits weiter oben erwähnten Verurteilung der Ex-Frau. des Schwiegersohnes und drei weiterer Männer wegen des Mordes.

(Quelle: HNA vom 02.12.2013)

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach einem unbekanntem Bankräuber, der am 7. März 1995 die Raiffeisenkasse in Groß Sierning (Niederösterreich) überfallen hat. Er bedroht die Kassiererin mit einer Schusswaffe und fordert Geld. Nachdem er es erhalten hat, zieht er ein ca. 60 cm langes Rohr aus der Kleidung und fordert die Frau auf sich umzudrehen. Danach spritzt er ihr eine ätherartige Flüssigkeit ins Gesicht. Kurz vor dem Verlassen der Bank zieht er sich die Maske vom Kopf. Dadurch ist er auf den Aufnahmen auch unmaskiert zu sehen. - Belohnung: 15.000 öS
  • SF 2: Kapo Luzern - Fahndung nach dem Sri-Lanker Selvaroopan S., der am 07. Januar 1996 ein Tötungsdelikt an einem Landsmann verübt hat. Im Verlauf einer tätlichen Auseinandersetzung hat er den Asylbewerber erschossen. Seitdem ist er flüchtig. Er trug zuletzt einen Schnauz, also einen Oberlippenbart. - Belohnung: 3.000 SFr
  • SF 3: Kriminalkommissariat Basel-Stadt - Fahndung nach Jamal M., der in Frankreich wohnt und nur für Raubüberfälle in die Schweiz einreist. In der Zeit von Oktober 1995 bis Januar 1996 soll der Marokkaner sechs Raubüberfälle auf kleine Geschäfte und Tankstellen begangen haben. Nach den Überfällen setzt er sich über die grüne Grenze nach Frankreich ab. - Belohnung: 2.000 SFr
  • SF 4: diverse Dienststellen - Fahndung nach unbekannten Bankräubern - Belohnungen zwischen 1.000 und 3.000 DM
    • (a) Kripo Frankfurt/Main - Der Mann überfiel am 18. Juli 1995 die Sparkassenfiliale an der Hauptwache in Frankfurt am Main. Er riss einen Kunden an sich, hielt ihm den Revolver an den Kopf und forderte von der Kassiererin Geld, was er auch bekam.
    • (b) LKA Saarbrücken - Die Frau überfiel am 14. Februar 1995 eine Sparkassenfiliale in Saarbrücken. Sie war mit einer Pistole bewaffnet und drohte damit, eine Bombe hochgehen zu lassen, wenn sie kein Geld bekäme.
    • (c) LKA Saarbrücken - Der Mann überfiel am 24. Februar 1995 in Saarbrücken eine Bankfiliale. Er überreichte eine schriftliche Aufforderung, ihm Geld zu übergeben. Er hielt die linke Hand in seiner Jackentasche und erweckte so den Eindruck, als ob er eine Waffe auf die Kassiererin richte. Ob er dort wirklich eine Waffe hatte, ist unklar.
    • (d) Kripo München - Der Mann überfiel am 26. Mai 1995 in München eine Bankfiliale. Er dirigierte zwei Bankangestellte mit einem Revolver zur Kassenbox, wo er sich aus dem Tresor bediente. Er konnte entkommen, obwohl er von einem Bankangestellten quer durch die Innenstadt verfolgt wurde.
  • SF 5: Interpol Wien - Fahndung nach Stefan U., der versucht haben soll, eine Bekannte zu ermorden. Nachdem er mehrfach mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen hat, übergoss er die Frau und das umliegende Mobiliar mit Petroleum und setzte sie in Brand. Das Opfer überlebte schwer verletzt. - Belohnung: 15.000 öS

Geklärt: Er wurde festgenommen, als er über die grüne Grenze von Österreich nach Italien fliehen wollte. Bekanntgabe in der Sendung vom 03.05.1996.

  • SF 6: Kripo Nürnberg - Serie von Raubmorden und versuchten Raubmorden durch die K.-o.-Tropfen-Bande. Ausgangspunkt der Taten waren v.a. die Hauptbahnhöfe in Nürnberg und München. Dort sprachen die Täter ihre Opfer an, luden sie auf ein Bier ein und lockten sie unter einem Vorwand in ihr Auto. Ein weiteres Getränk, das den Opfern dort angeboten wurde, das mit einer Psychodroge versetzt war. Diese Droge führt zur Bewusstlosigkeit, zu Herzversagen und Gedächtnisverlust. Danach wurden sie ausgeraubt und auf einsamen Parkplätzen aus dem Auto geworfen. Fünf Todesopfer und mehrere Schwerverletzte sind das Ergebnis der Taten, die der Polizei bislang bekannt sind. Diese Bande trieb von 1991 bis 1995 ihr Unwesen. Zwei Kroaten wurden nun unter dringendem Tatverdacht festgenommen, ihre Wohnungen durchsucht. Dabei wurden etliche Schmuckstücke sichergestellt, die nicht alle konkreten Taten zugeordnet werden können. Es ist aber davon auszugehen, dass es viele weitere Opfer geben könnte.

Nachspiel: In der Folgesendung wird angemerkt, dass ein weiterer Geschädigter gefunden wurde, andere Hinweise werden noch geprüft. Auch wird nach dem Verbleib eines bordeauxroten Koffers mit Reiseutensilien gefragt, der einem 20-jährigen Mann aus Fürth gehörte. Dieser Mann ist in betäubten Zustand in der Fränkischen Schweiz im Wald erfroren.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Peter Nidetzky geht auf die Fahndung für Interpol Wien nach dem mutmaßlichen Geldbetrüger Dr. Curt W. ein. Es scheinen sich die Zuschauerhinweise zu bestätigen, dass der Gesuchte sich wieder im Sendegebiet aufhält, nachdem er sich zunächst nach Mittelamerika abgesetzt hatte.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Konrad Toenz geht auf die Fahndung für die Kripo Thurgau nach Heinrich R. ein. Er gilt als Kopf einer internationalen Geldfälscherbande und soll sich zur Zeit in Frankreich aufhalten.
  • FF 2 der Sendung vom 27.10.1995: Es wird auch auf den Raubüberfall auf ein älteres Ehepaar in Hamburg eingegangen: Es haben sich neue Hinweise ergeben und eine pinke Sporttasche mit Micky Maus-Aufdruck wird gezeigt, die bei einem ähnlichen Raubüberfall in Bremen von den Tätern zurückgelassen wurde. Auffällig die mit Kugelschreiber handgeschriebenen Worte "Maja ich liebe dich". Leider blieb der Fall weiterhin ungeklärt.
  • SF 3 der Sendung vom 07.07.1995: Auch der von Interpol Wien gesuchte Agron K. soll sich wieder im Sendegebiet aufhalten. Er steht unter dem dringenden Verdacht, seine Nachbarin ermordet zu haben und hatte sich nach Ex-Juguslawien abgesetzt.

XY Gelöst:

  • SF 7 der vorherigen Sendung: Sabine berichtet über eine herausragende Festnahme aus der letzten Sendung. Der von der Kripo Köln mit einem in der Sendung gezeigtem Videoband gesuchte unbekannte Tankstellenräuber wurde nach einem Zuschauerhinweis identifiziert und verhaftet. Er hat diesen und 15 weitere Überfälle gestanden.
  • SF 3 der Sendung vom 05.04.1991: Außerdem berichtet sie über die Festnahme des vom LKA Düsseldorf gesuchten mutmaßen Geldbetrügers Lutz P. mit Hilfe der spanischen Polizei in Barcelona. Dort hatte er sich mehrere Jahre mit falschen Namen versteckt. Er wurde ausgeliefert und sitzt in U-Haft.

Bemerkungen

  • Eduard Zimmermanns Begrüßung der Zuschauer: „Guten Abend, meine Damen und Herren. Ich würde ihnen in dieser Sendung gerne auch mal etwas positivere Geschichten erzählen. Leider gibt es dazu aber höchst selten Gelegenheit, denn die kriminellen Praktiken werden nun einmal härter.“
  • Sabine hat jetzt kurze Haare (wie Perücke).
  • Genial: Eduard liest eine Akte vor Filmfall 2.

Vorherige Sendung: Sendung vom 12.01.1996

Nächste Sendung: Sendung vom 22.03.1996

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