Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 22.04.1977

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Luise St. ("Taschentuchmörder")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Düsseldorf
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Papis
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: Solo rollt nach 10 Jahren alte Fälle wieder auf; die alleinstehende Lehrerin Luise St. aus Mülheim an der Ruhr gilt als gesellig und gleichzeitig als resolut; im Unterricht gewissenhaft, daheim eher schlampig; benotet eingehende Antwortbriefe auf ihre Kontaktanzeigen; wird am Abend beim üblichen Kaffeeköchen gestört, der weitere genaue Tatablauf ist nicht rekonstruierbar; sie wurde mit einer Flasche erschlagen; wichtigster Hinweis auf den Täter ist ein Taschentuch mit dem Monogramm MM
  • Bewertung: **
  • Schauspieler: Isolde Thümmler als Wissenschaftlerin
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Ausführliche Informationen

“Taschentuchmord” an Luise St. bei blogxy.de

Bankraubserie im Raum Kiel ("Schmutzige Räuber")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Kiel
  • Kommissar im Studio: Oberkommissar Hinze
  • Tattag: 6. Oktober 1966
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Details: erscheinen in geklauter schmutziger Arbeitskleidung; Schmierestehen in Telefonzelle; die Flucht erfolgt auf Fahrrädern; sog. "örtliche Täter"; Beute: 48.000 DM; führen einige Wochen später erneut einen Diebstahl von verschmutzter Arbeitskleidung durch; danach ein weiterer Überfall in Neumünster nach demselben Schema; Beute: 26.000 DM
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Entführung von Josef S. ("Räuberversteck in der Scheune")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Dortmund
  • Beamter im Studio: Kriminalrat Kehl
  • Tattag: 3. Februar 1977, kurz vor 20:34 Uhr
  • Belohnung: 50.000 DM
  • Details: Entführung eines 81-jährigen Unternehmers und Firmenchefs; wird von 2 Männern in der Garage überwältigt; rauben ihm Brieftasche und Autoschlüssel; die Täter haben erhebliche Probleme mit dem Automatik-Getriebe des Wagens; knebeln und schnüren das Opfer; Entführer rufen noch in der Nacht den Sohn des Entführten an und berichten von ihren Forderungen; dem Gefangengen gelingt es, sich zu befreien, er schleppt sich am Morgen zu einer Tankstelle; vermutlich wurden beide Täter von einem vorbeifahrenden LKW-Fahrer gesehen
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Bundeskriminalamt (Abteilung Terrorismus) Bonn - Fahndung nach mehreren bekannten RAF-Terroristen der 2. Generation, darunter Adelheid S., Christian K., Günter S. und Knut F. Kurz zuvor kam Generalbundesanwalt Siegfried B. bei einem Anschlag der RAF ums Leben. Belohnung 200.000 DM.

teilw. Geklärt: Verena B. und Günter S. wurden in Singen festgenommen. Bekanntgabe in der XY-Folgesendung 096 vom 20.05.1977. Es gab zu diesem Thema in den nächsten Jahren noch weitere Fälle von der RAF, die in der Sendung in verschiedenen FF und SF gezeigt wurden sind u.a. Sendung vom 29.11.1985 FF 3 (Raubüberfall); Sendung vom 14.01.1994 FF 8 (Bahnhof Bad Kleinen) und Sendung vom 20.01.2016 (Raubüberfall auf einen Geldtransporter)

  • SF 2: Sicherheitsbüro Wien - Fahndung nach dem Mörder von Margit H. (22). Sie starb am 15. März 1977 nach einen Kampf mit ihrem Mörder an den Folgen ihrer Stichverletzungen bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Mörder wurde auf der Flucht von mindestens 2 Zeugen gesehen. Belohnung 35.000 Schilling.
  • SF 3: Kripo Wittlich - Suche nach den Besitzern zweier Teppiche nach einem Blitzeinbruch.

teilw. Geklärt: Die Eigentümer der Teppiche wurden gefunden, Lücke in Beweiskette geschlossen, noch keine Täter. Meldung im Rückblick der Folgesendung.

  • SF 4: Kripo Wolfsburg - Fahndung nach Werner St. (25) wegen sog. "Mittagseinbrüche". Ihm werden mindestens 40 Einbrüche zur Last gelegt. Auffällig ist auch ein Sprachfehler. Beute: 30.000 DM

XY Gelöst - der Rückblick

kein Rückblick in dieser Sendung. Es geht gleich mit Studiofall 1 los, dem umfangreichen Komplex zum Thema Terrorismus (Bemerkungen).

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Luise St.; Kriminalhauptkommissar Papis ist zufrieden mit den ca. 60 Hinweisen; hauptsächlich zum Taschentuch; aber auch Namen wurden genannt;
  • FF 2: Bankraubserie im Raum Kiel; ca. 35 Hinweise in Kiel und im Aufnahmestudio; über die gezeigten Perücken war aber noch nichts dabei und Oberkommissar Hinze hofft, dass sich das noch ändert, nachdem sie noch einmal gezeigt wurden; die Kripo wird sich mit den Waffensammlern die angerufen haben in Verbindung setzen um ein klärendes Gespräch zu führen; Ein interessanter Hinweis kam dann auch aus der Schweiz zu den Perücken auf eine bestimmte Firma als möglicher Hersteller.
  • FF 3: Entführung von Josef S.; Zahlreiche Hinweise zum Renault R4 und zu den Handschellen; Kriminalrat Kehl fragt noch einmal, wer in Besitz solcher Handschellen war und jetzt fehlen; Ede gefällt die „sehr sinnvolle Frage. Denn eigentlich gehört es ja nicht zur normalen Ausrüstung eines Normalbürgers, dass er mit Handschellen im Koffer oder Handschellen in der Tasche rumläuft. Das fällt ja vielleicht auf.“ Er lächelt dabei kurz! Auch Hinweise auf Personen, die noch überprüft werden; In Wien meldete sich ein Mann, dem Handschellen von einem Mann aus Herdecke gestohlen wurden; er glaubt die Handschellen im Studio wieder zuerkennen.

Studiofälle:

  • SF 1: Fahndung nach mehreren bekannten RAF-Terroristen; 130 Hinweise in Bonn und im Aufnahmestudio in München; auch zahlreiche Hinweis in Wien und Zürich und auch zufriedene Gesichter bei den Spezialisten der Terrorbekämpfung, die können und wollen aber noch nicht viel sagen; Ede liest von einem Zettel vor, den ihm der BKA-Beamte im Studio gegen hat: „Und dann steht da der schöne Satz: Einige Hinweise werden die Polizei weiterbringen.“; Überprüfungen in einigen europäischen Städten laufen bereits;
  • SF 2: Mord an Margit H. in Wien; Die Hoffnungen des Wiener Sicherheitsbüros auf konkrete Hinweis haben sich bis jetzt leider nicht erfüllt; Es hat sich sich kein weiterer Zeuge gemeldet, der den Mörder auf der Flucht gesehen haben könnte.
  • SF 3: Bei der Suche nach den Besitzern zweier Teppiche nach einem Blitzeinbruch ist die Kripo Wittlich möglicherweise ein Stück weiter gekommen. Es gab zwar nur zwei, dafür aber sehr konkrete Hinweise im Studio auf zwei Einbrüche, bei denen die beiden erneut gezeigten Teppiche eventuell gestohlen wurden.
  • SF 4: Fahndung nach Werner St. wegen sog. "Mittagseinbrüche"; Überprüfung eines konkreten Ortes, an dem er sich zur Zeit aufhalten soll, er passt in den Raum, wo er bisher auch schon war.
  • Peter Hohl berichtet noch von einer Hinweisgeberin, der bei ihrem Anruf sehr unwohl war, deshalb sagt er auch nicht, zu welchem Fall der Hinweis ist; Er bittet die Frau, die das Gespräch abbrechen musste, sich noch einmal zu melden.

Bemerkungen

  • Zu Beginn der Sendung, kurz vor dem deutschen Herbst '77 (RAF), wird das Thema Terrorismus sehr lange behandelt und es wird dabei munter zwischen München, Wien und Zürich hin-und heugeschaltet. Dabei spielen sich Ede; Peter und Konrad gekonnt die Bälle (bzw. hier besser Fälle) zu, wie man es in der Fußballersprache wohl nennen würde. Einige der bisher bekannten Stationen der Mitglieder der damals noch sogenannten „Kriminellen Vereinigung um Siegfried H.“ werden so detailliert nachverfolgt und es wird unter anderem gefragt, wo sich die Gesuchten möglicherweise Wohnungen, Garagen oder Autos besorgt haben.
  • Am Ende der Sendung während der Schaltung in die Schweiz erklärt Konrad Toenz, dass wahrscheinlich deswegen kaum Hinweise eingegangen seien, weil aufgrund einer gestrichenen Fahndung die Telefonnummer des Aufnahmestudios Zürich bisher nicht genannt wurde. Dabei wird zwar die korrekte Nummer (39 39 50) eingeblendet, Konrad Toenz sagt sie aber falsch an (39 50 50).

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