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Sendung vom 15.09.2010

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord in der Silvesternacht

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hannover
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Rainer Nöltker
  • Tattag: 01. Januar 2010, gegen 02:00 Uhr
  • Fund der Leiche: 02. Januar 2010, gegen 14:00 Uhr
  • Details: Hannover; Spaziergänger mit Hund unterwegs; mehrere Leichenteile, verpackt in blauen Müllsäcken; Torso und Beine einer Frau; Mordkommission Hannover übernimmt den Fall; 24-jährige Monika P. seit dem 01. Januar 2010 vermisst; DNA-Abgleich bestätigt Vermutung: zerstückelte Frauenleiche ist Monika P.; lebt bei ihrem Stiefvater; war verheiratet mit einer gebürtigen Polin, Monikas Mutter; nach der Trennung gehen beide getrennte Wege; Monika P. bleibt bei ihrem Stiefvater; Leichenteile wegen niedriger Außentemperatur gefroren; Obduktion erst nach mehreren Stunden möglich; Messerstiche und Würgemale; Monika P. hatte mit 13 Jahren schlimmen Unfall; Straßenbahn fuhr sie an; irreparable Hirnschäden; linker Arm fast gelähmt; Behindertenwerkstatt; feierte Silvester mit Stiefvater und dessen Exfrau; ausgelassene Stimmung; 24-Jährige entfernt sich gegen 01:30 Uhr; wollte noch woanders feiern; Leiche war mehrere Stunden zwischengelagert; Gelegenheitsprostituierte auf dem Straßenstrich; drogensüchtig, Crack und Kokain; trifft sich wohl mit Mörder; Drogenkonsum; noch vor dem Rausch kommt es zum Mord; Leiche wird für den Transport zerstückelt; blaue Müllsäcke; entsorgt Leichenteile am Ihme-Ufer; Kopf und Arme bis heute verschwunden;
  • Zitate: "Auch diese junge Frau hat Silvester gebührend gefeiert, doch die bösen Geister konnte sie nicht verscheuchen."
  • Belohnung: 3.000 €
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Mord an der 24-jährigen gebürtigen Polin Monika P. gilt als einer der spektakulärsten Kriminalfälle Hannovers. Durch die Ausstrahlung des Falles in XY ergab sich jedoch leider keine heiße Spur, lediglich 16 Hinweise erreichte die Kripo, die allesamt keine neuen Ermittlungsansätze boten. Die Kripo Hannover unternahm zwar immer wieder neue Versuche den Mordfall doch noch klären zu können, doch die heiße Spur zum Täter blieb aus.

Die Mutter von Monika, Aleksandra D., konnte den grausamen Tod ihres einzigen Kindes nie verarbeiten. Sie starb wenige Jahre später an gebrochenem Herzen und fehlendem Lebensmut. Der Mörder hatte Monika ermordet, zersägt und weggeworfen wie Müll. Schon im Alter von 13 Jahren hatte Monika fast ihr Leben verloren - sie kollidierte mit einer Straßenbahn, lag drei Monate mit schwersten Verletzungen im Koma. Der Unfall war es schließlich, der das Leben der jungen Polin von da an bestimmen sollte. Aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Behinderung, resultierend aus dem schweren Unfall, veranlassten sie zu dem Konsum von Drogen, vorwiegend Kokain. Um diese Sucht finanzieren zu können, arbeitete sie gelegentlich als Prostituierte auf dem Straßenstrich.

Am Tattag, dem 01. Januar 2010 gegen 01:30 Uhr, machte sich Monika P. auf dem Weg zu einer "Party in die Stadt", wie sie ihrer Mutter beim Abschied gesagt hat. Kurz darauf muss sie auf ihren Mörder getroffen sein. Monika P. wurde mit mehreren Messerstichen ermordet, ihre Leiche ausbluten lassen und im Freien oder einer Tiefkühltruhe zwischengelagert. Der Torso und die Beine waren schließlich gefroren, als der Mörder diese in blauen Müllsäcken verpackt am Ihme-Ufer abgelegt hat. Vor ihrem Tod hatte Monika P. noch Kokain konsumiert, vermutlich mit ihrem Mörder gemeinsam. Ob der Mörder den Kopf und die Arme Monikas als Trophäe behalten hat, ist ungewiss. Ebenso fehlt Monikas Handy der Marke NOKIA, ihre Schlüssel sowie ihre schwarzen Stiefel.

An den Müllsäcken konnte man schließlich eine männliche DNA-Spur extrahieren, vermutlich die Spur des Mörders. Mehr als 1200 Männer aus Hannover-Linden mussten eine Speichelprobe abgeben, doch ein Treffer blieb aus. Eine akribische Untersuchung der am Fundort der Leichenteile gesicherten Sandspuren ergab eine Übereinstimmung zu den Bodenproben am Ihme-Zentrum, ein großes Wohn-, Büro- und ehemaliges Einkaufszentrum in Hannover im Stadtteil Linden-Mitte. Der Täter hatte vermutlich die Leichenteile mittels eines Bollerwagens oder ähnlichem zum Ihme-Ufer transportiert. 570 Männer, die zur Tatzeit am Ihme-Zentrum gemeldet waren, mussten sich ebenfalls einer Speichelprobe unterziehen, doch auch diese heiße Spur zerschlug sich. Kein Treffer.

2012 zerstückelte der seinerzeit 24-jährige Alexander K. eine Prostituierte und versenkte deren Leiche im Maschsee. Schnell galt der 24-Jährige auch im Mordfall Monika P. als Verdächtiger, den Mord nachweisen konnte man ihm jedoch nicht.

2015 startete die Kripo Hannover einen erneuten Anlauf, den Fall zu klären und erstellte ein Fahndungsvideo als Überblick über die wichtigsten Fakten des ungeklärten Mordfalles. Etliche Hinweise gingen anschließend bei der Kripo ein, doch keiner enthüllte die Identität des Täters. Der Mord bleibt ungesühnt.

Fraglich ist auch, ob der Mörder im August 2017 erneut zugeschlagen hat. Der Mord an der 48-jährigen Prostituierten Maria N., "Rosa" genannt, deren Leiche zerstückelt und in verschiedenen Gewässern Hamburgs entsorgt wurden, weist deutliche Parallelen zum Mordfall Monika P. auf. Eine DNA-Spur konnte jedoch nicht gesichert werden. In der Sendung vom 28.02.2018 wird ausführlich über den Mordfall Maria N. berichtet, auch dieser Mordfall gilt bisher als ungeklärt.

Raub auf Geldboten

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Wuppertal
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Andreas Zech
  • Tattag: 22. Februar 2010, gegen 11:20 Uhr
  • Details: Großbäckerei in Remscheid; Familienbetrieb wurde vor 65 Jahren gegründet; über 30 Filialen im Großraum Wuppertal; Buchhalter arbeitet seit über 10 Jahren im Unternehmen; unternimmt auch andere Aufgaben; kriminelle Bande auf Bäckerei aufmerksam geworden; interne Abläufe und Umgebung des Betriebs wurden über längere Zeit ausgekundschaftet; Einnahmen aus den Filialen werden in der Zentrale abgerechnet und für den Weitertransport zur Bank vorbereitet; VW Passat; gestohlen drei Tage zuvor im Raum Hilden; VW Bus; bei Iserlohn vor zwei Wochen gestohlen; bringen Geld selbstständig zur Bank, ohne Sicherheitsunternehmen; Abwechslung bei Autos; Buchhalter fährt Geld zur Bank; wird abgepasst durch VW Bus und Passat; schwerer Schock; bemerkt nicht, wie Kofferraum ausgeräumt wird; einer der Täter verwickelt Opfer in Gespräch; flüchten mit dem Geld; lassen 1 km entfernt die Fahrzeuge zurück; vermutlich 4 Täter; schmeißen 60km entfernt die leeren Geldtaschen weg;
  • Zitate: "Die Leute kaufen Quarktaschen wie verrückt!"
  • Belohnung: 10.000 €
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Falsche Polizisten

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Hamburg
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Stefan Scheffelmeier
  • 1. Kontrolle: 10. Mai 2010
  • 2. Kontrolle (Raub): 17. Mai 2010
  • Details: 56-jähriger Finanzvorstand einer Hotelgruppe, die über ein Dutzend Jugendhotels in mehreren Städten betreibt; zu seinen Aufgaben gehört es, die Bargeldeinnahmen der einzelnen Häuser einzusammeln; einmal pro Woche kümmert er sich um die Hotels in Hamburg; macht sich nach der letzten Station mit den Geldern auf den Weg zu einer Bank in der Hansestadt; auf der Fahrt kommt es zu einer unvorhergesehenen Situation; Polizeistreife in zivil; Auto wird Stopp signalisiert; vermeintliches Polizistenduo kontrolliert Papiere des Fahrers; tragen Handschuhe; durchsuchen Wagen; merkt sich ein Teil des Kennzeichen des schwarzen Audis; darf weiterfahren; eine Woche später; wird erneut angehalten; angebliches Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche; Fahrer muss in Handschellen im Auto warten; angeblich weiterer Streifenwagen gerufen; räumen Wagen leer; Opfer bemerkt zu spät, dass es listig ausgeraubt wurde; 50.000€ Beute; sehr professionelles Vorgehen; eventuell Täter aus dem Kreis der Polizei; Täter könnten ein Video nachgeahmt haben, indem eine Polizeikontrolle nachgestellt wird, um einen Freund reinzulegen;
  • Zitate: "Wie oft wollen Sie mich jetzt eigentlich noch kontrollieren?"
  • Belohnung: 3.000€
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Fall hatte damals richtig hohe Wellen geschlagen, da das Vorgehen der Täter derart professionell war, dass durchaus die Vermutung nahe lag, die Täter könnten Angehörige der Polizei sein. Das LKA Hamburg fahndete unter Hochdruck, unter anderem mit einem Phantombild des mutmaßlichen Haupttäters. Relativ schnell gab es damals auch einen Tatverdächtigen, dem die Polizei allerdings erstmal nichts nachweisen konnte.

Als genau dieser Mann wegen einer anderen Strafsache in Haft saß, musste der 36-jährige Thorsten N. deshalb auch eine DNA-Probe abgeben. Und diese passte genau zu der DNA-Spur der falschen Polizisten. Zudem wurde dann noch ein mutmaßlicher Komplize festgenommen, der 44-jährige Sulltan K. aus dem Kosovo. Im Prozess legte der 36-Jährige ein Geständnis ab und gab seine Kokainsucht und die daraus resultierende Geldnot als Motiv für den Raubüberfall an.

Die Klärung des Falles erfolgt in der Sendung vom 24.06.2015.

Mord an Frank E.

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Berlin
  • Kommissar im Studio: Staatsanwalt Reinhard Albers
  • Kommissar im Film: Dirk Kandler, LKA Berlin
  • Tattag: 03. März 1998, gegen 16:30 Uhr
  • Details: Berlin 1997; 41-jähriger Frank E.; Geschäftsführer einer Baufirma; gerät zusehends in finanzielle Schwierigkeiten; hoch verschuldet; bekommt keinen weiteren Kredit; verpfändet sein Privatvermögen für weiteren Kredit; haftet so mit Privatvermögen für Geschäftskredite; Insolvenz hätte ihn somit doppelt getroffen; wohnt mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in einer Doppelhaushälfte in Berlin-Kladow; wird von Unbekannten heimgesucht, die von seinen Gläubigern geschickt werden; Drohungen; Situation spitzt sich Anfang 1998 immer weiter zu; trifft sich mit einem Geschäftspartner, der an seiner Baufirma beteiligt ist; ist Inhaber mehrerer international agierender Firmen; übertragt seine Bauprojekte seinem Geschäftspartner; schließt seine Firma; schließt sein Büro in Berlin-Tiergarten; größtenteils geräumt; muss noch renoviert werden; ermöglicht zwei Männern in seinem Büro zu übernachten; arbeiteten auch auf seiner Baustelle; sollten ihm helfen, sein Büro zu renovieren; vermutlich Moldawier; "Sergej Ebinal"; Personalien falsch; kann Kredite nicht zurückzahlen; 15:00 Uhr Telefonat mit Gläubiger; letztes Lebenszeichen; gegen 16:30 Uhr hören Passanten Schüsse; tat gleicht Hinrichtung; Feuerwehr findet gegen 20:30 Uhr überschwemmtes Büro vor; entdeckt ermordeten Frank E.; drei Schüsse;
  • Zitate: "Die Tochter von Frank E. war damals gerade einmal 5 Jahre alt, heute ist sie 17. Doch wer ihren Vater ermordet hat und warum, dass weiß sie bis heute noch nicht."
  • Belohnung: keine Angaben
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

XY-Preis

Inhalt

  • Tattag: 03. Februar 2008
  • Details: Oliver D. und Sonia I.; kamen von einer Faschingsfeier aus Frankfurt; verkleidet; noch zwei Freunde im Auto; setzen diese bei ihrem zu Hause ab; fahren weiter zu ihrem Zuhause; zur selben Zeit zwei Männer in der Nähe unterwegs; kommen ebenfalls von einer Faschingsveranstaltung; werden von einer Gruppe von drei jungen Männern angepöbelt; fragen nach Geld; Opfer sagen, sie hätten kein Geld dabei; werden grundlos angegriffen; einer der Männer kann flüchten in der Hoffnung Hilfe zu holen, während der andere Mann verprügelt wird; Pärchen bemerkt wie das Opfer an der Straße mit Steinen und Flaschen beworfen wird; rufen Polizei; unfassbarer Gewaltexzess; voller Blut; Opfer wär ohne Hilfe vermutlich erschlagen worden; Schläger werden später verhaftet; Haupttäter erhält 2,5 Jahre Haft;
  • Zitate: "Ey, habt ihr mal Geld für uns!?"
  • Bewertung: ***

Nachspiel

Finanzberater Oliver D. und Studentin Sonia I. wurden aufgrund ihres beherzten Eingreifens und ihrer lebensrettenden Zivilcourage Ende September 2010 mit dem XY-Preis ausgezeichnet und erhielten das zugehörige Preisgeld von 10.000€. Ohne ihr Eingreifen hätte der Mann, der von einer Gruppe anderer Männer brutal mit einer Eisenstange niedergeprügelt worden war, den Angriff nicht überlebt.

In der Sendung vom 06.10.2010 berichten die beiden erneut von dem damaligen Vorfall und der Preisverleihung des XY-Preises Ende September 2010 in München.

Raub im Einkaufsmarkt

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Dortmund
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Thomas Rabelt
  • Tattag: 17. April 2010, gegen 18:30 Uhr
  • Details: Dortmund-Aplerbeck; großer Verbrauchermarkt; reger Betrieb am Tattag, einem Samstag; etwa 300 Mitarbeiter, vor allem Frauen sind von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr für die Kunden anwesend; ausgeklügeltes Schichtsystem; jede Kassiererin hat ihren eigenen Kasseneinsatz, für den sie verantwortlich ist; in den Pausen oder am Feierabend wird er in der Hauptkasse verwahrt; Arbeitsplatz der Teamleiterin; bei ihr nehmen die Kolleginnen wieder die leeren Kasseneinsätze und etwas Wechselgeld an; in der Hauptkasse größere Geldmengen; Tür besonders gesichert; Videoüberwachung; gegen 18:20 Uhr fallen zwei Männer mit einem silberfarbenem Wagen auf; 18:30 Uhr: kurz vor Schichtwechsel an den Kassen; Täter warten auf perfekten Moment; Insider-Wissen; einer der Täter trägt Mitarbeiter-Weste; Täter passen Angestellte ab und dringen zur Hauptkasse vor; bewaffnet; teilweise maskiert; 3. Angestellte erscheint und wird überwältigt; gefesselt; erbeuten ca. 74.000€;
  • Zitate: "Halt die Fresse!" "Wir tuen alles was sie wollen!" "Du sollst die Fresse halten!"
  • Belohnung: keine Angaben
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Nach wenigen Wochen konnte der Wortführer des Raubüberfalls, der 26-jährige Bilal C., festgenommen werden. Er saß bereits wegen anderer Delikte im Gefängnis, als man ihm dank DNA-Spuren auf die Schliche kam. Auch bei seinem Komplizen klickten im Januar 2011 dann schnell die Handschellen.

Bilal C. saß in Untersuchungshaft und wartete auf seinen Prozess. Durch Bauarbeiten schaffte es der gebürtige Libanese jedoch die JVA Bochum am 21. Januar 2011 zu verlassen, da die Handwerker des Öfteren das Dachfenster der Justizvollzugsanstalt offen gelassen hatten. So konnte Bilal C. immer wieder die Ortschaft ausbaldowern und sich einen Fluchtplan überlegen, den er Ende Januar 2011 schließlich in die Tat umsetzte. Bilal C. kletterte durch das geöffnete Dachfenster aufs Dach, sprang fünf Meter tief auf das Flachdach eines Nebengebäudes und dann sechs Meter tief auf den Bürgersteig. Dass er sich bei den waghalsigen Sprüngen ein Bein gebrochen hatte, bemerkte der gebürtige Libanese zunächst nicht.

In der Sendung vom 23.02.2011 wird von der Flucht des 26-Jährigen berichtet und mithilfe eines Passfotos intensiv nach ihm gefahndet.

In der Uniklinik Düsseldorf ließ er sich unter falschen Personalien operieren und tauchte anschließend im Libanon unter. Ende 2015 wurde er schließlich von Zielfahndern des Landeskriminalamtes NRW in Sarajewo, Bosnien-Herzegowina, aufgespürt, festgenommen und Anfang 2016 nach Deutschland ausgeliefert.

Dies wird in der Sendung vom 10.02.2016 berichtet.

Im Hochsicherheitstrakt der Kölner JVA wartete er schließlich auf seinen Prozess, sein Komplize wurde schon Jahre zuvor zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Im Prozess um den Raubüberfall auf den Real in Dortmund-Aplerbeck gestand er schließlich seine Beteiligung an der Tat und gab an, den Mitarbeiterkittel in einem anderen Rewe gestohlen zu haben. Ein Freund, der bei Real eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert hatte, sei der Tippgeber gewesen.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF1: Kripo Rosenheim - Fahndung nach Franz M.: steht im Verdacht des Mordes an seiner geschiedenen Ehefrau und dem gemeinsamen 3-jährigen Sohn; die beiden Opfer waren am 30. August 2010 ermordet im Keller eines Mehrfamilienhauses in Rosenheim gefunden worden; Franz M. ist 48 Jahre alt; spricht gebrochen Deutsch, aber fließend Rumänisch; unmittelbar vor und nach der Tat hat sich Franz M. in Rosenheim aufgehalten; untergetaucht; eventuell ins Ausland abgesetzt; auffällige Tätowierung an der Hand;

Geklärt: Der "Doppelmörder von Rosenheim" wurde am 21. September 2010 tot in seinem Holzschuppen im Garten nahe des Tatorts aufgefunden. Allem Anschein nach hatte er sich in dem seit Jahren verlassenen Schuppen mehrere Tage verschanzt und sogar eine provisorische Liegestätte errichtet. Er beging schließlich Selbstmord durch Erhängen und hinterließ einen Abschiedsbrief für seine Tochter, was die Kripo als Schuldeingeständnis ansieht.


  • SF2: Kripo Mönchengladbach - Vermisstenfall Mirco: 10-jähriger Junge; seit dem 03. September gegen 21:00 Uhr verschwunden; Skaterpark; mit Freunden unterwegs; verabschieden sich um 21:00 Uhr voneinander; Mirco plant mit seinem grasgrünen Fahrrad nach Grefrath, seinem Zuhause, zu fahren; kam dort nie an; Fahrrad wurde am 05. September gefunden; auf der Verbindungsstraße zwischen Grefrath und Oedt in einem Feld – nur etwa 500 Meter von seinem Zuhause entfernt; Fund der schwarzen Sporthose und des T-Shirts an einem Parkplatz in Grefrath; Täter wohl unauffällig; kennt sich in regional sehr gut aus; Zugang zu einem PKW; DNA-Spuren; Mircos Handy verschwunden;

Geklärt: Bei der Sonderkommission gingen mehrere Tausend Hinweise aus der Bevölkerung ein. Die Arbeit der „Sonderkommission Mirco“ mit 80 Beamten gilt als eine der aufwendigsten Mordermittlungen in der deutschen Kriminalgeschichte. Ebenso zählen die Suchaktionen nach dem Jungen zu den größten, die bislang in Deutschland durchgeführt worden sind.

Ein Zeuge hatte in der Nähe des Fundortes des Fahrrads einen vermeintlich dunklen VW Passat B6 beobachtet. Die Polizei überprüfte daraufhin mehrere Tausend ins Fahndungsraster passende Wagen in der Region. Parallel wertete die Polizei Mobiltelefondaten aus und fand einen Handyverlauf, der genau der rekonstruierten Fahrt des Täters entsprach. Am 26. Januar 2011 nahm die Polizei den 45-jährigen Familienvater Olaf H. aus Schwalmtal als Tatverdächtigen fest. Nach Angaben der Ermittler hatte sich H., der in der Controllingabteilung eines großen Telekommunikationsanbieters arbeitete, in seinem Umfeld völlig unauffällig verhalten.

Der Mann führte die Ermittler schließlich zur Leiche des Jungen. Er gab verschiedene Tatumstände an, unter anderem, dass er die Tat aus Frust im Job begangen habe und von einem Vorgesetzten unter Druck gesetzt worden sei. Er sei während einer Autofahrt zufällig auf den Jungen gestoßen und habe ihn aufgefordert, in seinen Wagen zu steigen. In einem Waldstück bei Kerken soll der Täter sein Opfer dann entkleidet haben, um sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Olaf H. den Jungen getötet hat, um diese Straftaten zu verdecken. Ein psychologischer Gutachter hält es für wahrscheinlicher, dass Olaf H. mit dem Mord sadistische Fantasien ausgelebt hat. Nach der Tat legte H. die Kleidung des Jungen an verschiedenen Orten ab. Laut Polizei sei es dem Täter nicht in erster Linie um den sexuellen Missbrauch gegangen, sondern vor allem um den Akt der Erniedrigung.

Der Prozess am Landgericht Krefeld begann am 12. Juli 2011, am 26. September 2011 beantragte die Staatsanwaltschaft wegen Mordes, sexuellen Missbrauchs und Freiheitsberaubung eine lebenslange Gesamtfreiheitsstrafe für den Angeklagten sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Der psychiatrische Gutachter hatte den Angeklagten zuvor als voll schuldfähig eingestuft. Die Anwältin der als Nebenkläger auftretenden Eltern des Getöteten schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an. Am 29. September 2011 verurteilte das Landgericht Krefeld den Angeklagten schließlich zu lebenslanger Haft; es erkannte auch die besondere Schwere der Schuld an.

Die Berichterstattung über die Klärung des Falles erfolgt in der Sendung vom 23.02.2011.

Desweiteren waren die Eltern des ermordeten Jungen in der Dritten Sendung von "Wo ist mein Kind?" am 28. November 2012 zu Gast im Studio und sprachen über das Erlebte.


  • SF3: Kripo Diekirch/Luxemburg - Vermisst: Nancy W.: seit Ende April 2010 wird die 26-jährige Nancy W. aus Ettelbrück, Luxemburg, vermisst; in der Zwischenzeit muss wohl davon ausgegangen werden, dass sie Opfer eines Verbrechens geworden ist; vermisst seit 30. April 2010; schulterlanges braunes Haar mit roten Strähnen; am 30. April soll die Vermisste in den schwarzen Mercedes zweier unbekannter Männer eingestiegen sein; eventuell am 01. Mai erneut gesichtet; grauer Opel Astra;

Geklärt: Nancy W.'s Leiche wurde am 30. November 2010 aus dem Obersauer-Stausee geborgen, nachdem ihr Lebensgefährte einen Tag zuvor ein Geständnis abgelegt hatte und das Versteck der Leiche preisgab. Die Ermittler hatten nach und nach immer stärker den Lebensgefährten von Nancy W. im Verdacht, da er sich häufiger in Widersprüche verstrickt hat und der schwarze Mercedes nie ausfindig gemacht werden konnte. Zudem soll das Paar schwere Beziehungsprobleme gehabt haben.

Nancy W., Mutter einer 2-jährigen Tochter, wurde im Streit von ihrem 32-jährigen Lebensgefährten Nelson R. von einer 12,5 m hohen Brücke der N27 zwischen Esch-Sauer und Lultzhausen in den See gestoßen und kam dabei ums Leben. Er gab zu, dass seine der Polizei gegenüber getätigten Aussagen von dem schwarzen Mercedes mit zwei Insassen, in den Nancy eingestiegen sein soll, erfunden waren.

Nelson R. wurde schließlich wegen Totschlags in erster Instanz zu 17 Jahren Haft verurteilt, sieben Jahre davon auf Bewährung. Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte ihm eine schizophrene Psychose. Dennoch ging der 32-Jährige in Berufung. In zweiter Instanz wurde der 32-Jährige vom Berufungsgericht zu 20 Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt, zudem muss der Ex-Lebensgefährte von Nancy W. deren Familie 220.000€ Schmerzensgeld zahlen. Die Tochter des Paares leidet auch stark unter der Tat, sie muss nun ohne ihre Eltern aufwachsen.

Die Klärung des Falles erfolgt in der Sendung vom 12.01.2011.


  • SF4: BKA Wiesbaden - Kinderpornografie im Internet: BKA hat 47 Aufnahmen sichergestellt, die den Missbrauch von zwei Mädchen dokumentieren; Aufnahmen entstanden vermutlich schon im Mai 2007 in einer Dachgeschosswohnung; Opfer waren damals 7 bis 9 Jahre alt; Peiniger teilweise auf den Videos zu erkennen; korpulent; dickes Gesicht; wahrscheinlich ein Mann; zudem Aufnahmen der Dachgeschosswohnung; eines der Mädchen trägt asiatische Haarspange; könnten Geschwister sein;

Geklärt: Rund 50 Hinweise erreichten XY und ein Hinweis führte nach Bad Oeynhausen in NRW. Dort lebte der Mann bei seiner Großmutter im Haus und zwar in einer Dachwohnung. Der 27-Jährige hat zugegeben, der Mann auf den Fotos zu sein. Der 27-Jährige hat als evangelischer Diakon gearbeitet.

Berichtet wird dies in der Folgesendung.

XY-Update

  • kein XY-Update

XY Gelöst

  • FF3 der Sendung vom 24.06.2009 / Update der Sendung vom 26.08.2009: Der Raubmord an dem Juwelier konnte aufgeklärt werden. Kurz nach der XY-Sendung im Juni 2009 konnten zwei der vier Täter identifiziert und festgenommen werden. Sie wurden inzwischen verurteilt. Nach den beiden Komplizen wurde weiter mit Hochdruck gefahndet, jetzt konnten auch diese beiden Männer noch festgenommen werden. Einer der Männer wurde in seiner Heimat in Rumänien festgenommen und der andere Täter ging der Polizei in Spanien ins Netz.

Erste Ergebnisse

Hochbetrieb im XY-Studio

Der Fall Mirco beschäftigt die Zuschauer / Neue Zeugen melden sich


Kaum war der erste Fall ausgestrahlt, meldeten sich Hinweisgeber, die der Kripo helfen wollten. Doch so richtig los ging es nach Ausstrahlung der Fahndung nach dem mutmaßlichen Doppelmörder von Rosenheim, Franz M.

Mehrere Zuschauer wollen Franz M. in den letzten Tagen gesehen haben - Hinweise, denen die Kripo Rosenheim sofort nachgeht. Besonders interessant: Auch Personen aus dem Umfeld von Franz M. haben sich gemeldet. Sie schätzt die Kripo als besonders glaubwürdig ein.


Fall Mirco: BKA-Beamter hilft aus

Wie erwartet hat auch der Fall Mirco die Zuschauer von XY bewegt. Der zehnjährige Junge wird seit dem 3. September vermisst. Bei der Soko Mirco in Mönchengladbach gingen gleich nach der Ausstrahlung über 30 Hinweise ein. In München wurden die Anrufe zu diesem Fall von einem Beamten des Bundeskriminalamts entgegengenommen und sofort an die Kollegen in Nordrhein-Westfalen weitergeleitet.

Gesucht wurden vor allem Zeugen, die in der Gegend von Grefrath verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Solche Personen haben sich tatsächlich gemeldet, die in Kürze befragt werden. Vielleicht liefern sie die ersehnte heiße Spur.


Ähnlicher Modus operandi

Auch in dem grausamen Mordfall Monika P. in Hannover haben sich für die Polizei neue Aspekte ergeben. Unter anderem haben Zuschauer auf Taten mit ähnlichem Modus operandi hingewiesen. Auch in diesem Fall kommt auf die Kripo in der nächsten Zeit viel Arbeit zu.

(Quelle: ZDF)

Bemerkungen

  • Sendung beginnt mit Verweis auf den Kriminalfall "Mirco"
  • Leicht umgebautes K11-Studio in FF 1
  • In FF 3 sieht der Kriminaloberkommissar Stefan Scheffelweiser dem Fahndungsbild witzigerweise erschreckend ähnlich. Dies wird von Rudi Cerne auch scherzhaft bemerkt, allerdings verweist der Kommissar auf sein Alibi.
  • XY-Sendung wird erstmals 2-mal wiederholt


Vorherige Sendung: Sendung vom 25.08.2010

Nächste Sendung: Sendung vom 06.10.2010

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