Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 05.12.1997

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Banküberfall und versuchter Mord an Polizeibeamten (Grenzgänger)

Inhalt

  • Dienststelle: LGK Burgenland
  • Beamter im Studio: Oberstleutnant Koch
  • Tattag: 1. Tat: 13. März 1997;2. Tat: 26. Juni 1997
  • Tatort: Burgenland
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 50.000 Schilling
  • Details: illegale Einwanderer an Österreichischen - Ungarischen Grenze;
    • Fall 1: Täter in roter Hose übertritt einzigst für einen Banküberfall die Grenze; Überfäll in Sekundenbruchteilen; flüchtet unerkannt nach Ungarn;
    • Fall 2: wird 7 Wochen später an der Grenze von 2 Feldarbeitern beobachtet, sie benachrichtigen die Gendarmarie; Täter trägt diesmal eine gelbe Jacke; wird von den Gendarmen verfolgt; Schuss verfehlt einen Gendarm nur knapp; flüchtet erneut nach Ungarn; offensichtlich plante der Räuber einen zweiten Überfall;
  • Bewertung: **
  • Zitat: "Was hat der denn für ein komisches Gerät dabei?" - "Das ist ein Handy, der telefoniert."
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 27.02.1998 wird von der Aufklärung des Falls berichtet. Der Täter konnte 11 Tage vor Ausstrahlung der Sendung im Grenzgebiet festgenommen werden. Der beschossene Gendarm konnte den Täter eindeutig identifizieren.

Mord an Helmut H. ("Lotto - Mord ")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Eidenberg
  • Tattag: 10. Dezember 1996 ,gegen 17:45 Uhr
  • Tatort: Hamburg Uhlenhorst
  • Tatverdächtig: 2 unbekannte Männer
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Details: Besitzer eines kleinen Tabakladens; haben zu ihrer Sicherheit eine Pistole, Reizgas, Überfallmelder und einen Wachhund, namens "Berry", bereitstehen; 2 maskierte Räuber betreten den Laden; Helmut H. wird direkt mit einer Stichwaffe am Bein verletzt, die Ehefrau mit einer Gaspistole bedroht; der Wachhund bellt wie wild, wird getötet; die Angestellten des benachbarten Modeladens wollen nichts auffälliges bemerkt haben; einer der Täter sticht mehrmals auf Helmut H. ein, eine exzessive Gewaltanwendung findet statt; seine Frau redet auf die Täter ein, überlebt mit leichter Stichverletzung; beide Täter verlassen den Laden ohne Beute; eine Zeugin kann auf Grund des Schocks keine Angaben zum Geschehen machen; Helmut H. kann sich nochmal bis zur Ladentür aufraffen, stirbt wenig später blutüberströmt an seinen schweren Verletzungen; die Ehefrau ist seitdem arbeitsunfähig;
  • Zitate: Butz Peters: "Eine Brutalität, die sprachlos macht."
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Von der Aufklärung des Falls wird in der Sendung vom 27.02.1998 berichtet. Einer der beiden Täter prahlte gegenüber seiner Verlobten von dem Überfall. Sie meldete ihn daraufhin bei der Polizei. Christian K. wird zu siebeneinhalb Jahren verurteilt. Eine Revision beim BGH blieb erfolglos. Während des Prozesses hat der Anwalt von Christian K. sogar die Witwe beschuldigt, Auftragskiller engagiert zu haben, um an eine Lebensversicherung heranzukommen. Die Witwe bezeichnete dies als Rufmord.

Vom ersten Täter, welcher den eigentlichen Mord an Helmut H. begangen haben soll, fehlt bislang jede Spur. Die Kripo ist jedoch im Besitz der DNA-Spuren, womit der Haupttäter jederzeit überführt werden kann.

Mord an Rosalinde R. (Rosi)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Darmstadt
  • Beamter im Studio: Kriminalkommissar Bog
  • Tattag: 20. Dezember 1996
  • Tatort: Darmstadt ,Wohnung des Opfers
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: 45 Jahre alt, ledig und verarmt; arbeitet als Prostituierte; bei der Nachbarschaft beliebt; Haustür lässt sich nur elektrisch öffnen; kauft noch am Tattag im Drogeriemarkt ein; verwahrt ihr Geld in einem dunklen Schlüsselmäppchen auf; begegnet ihrem türkischem Ex-Freund auf dem Heimweg, er besitzt noch einen Wohnungsschlüssel; bekommt später unerwarteten Besuch von einem letzten Freier; macht normalerweise keine SM-Spiele mit, lässt sich zunächst jedoch fesseln, wehrt sich aber später; es kommt zum Kampf; Tod durch Schlageinwirkung, Opfer kann sich wegen der Fesselung nicht wehren; Täter verlässt mit Schlüsselmäppchen die Wohnung; Flucht wird von dem Ex-Freund und 2 Nachbarn beobachtet; Motiv: vermutlich ein sexueller Hintergrund;
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo München - Fahndung nach Wilfried M.; gesucht wegen Menschenraubes, Vergewaltigung und weiterer Delikte. Er soll sich in Halle (Saale) mehrfach an zwei zwölfjährigen Mädchen vergangen haben. Im Raum Schweinfurt soll er ein zehnjähriges Mädchen beim Spielen entführt, vergewaltigt und anschließend nachts im Wald ausgesetzt haben. Er hat eine Halbglatze und verschiedene Tätowierungen: je ein Frauenkopf auf Brust und rechtem Handrücken, ein Segelschiff auf dem rechten Oberschenkel. Vermutlich benutzt er einen gestohlenen rostbraunen Nissan Micra. - Belohnung: 10.000 DM

Geklärt: Im Januar 1998 geriet er in Herzberg (Brandenburg) in eine Verkehrskontrolle. Er flüchtete allerdings, als ihn die Beamten festnehmen wollten. Später war er in einem Hotel in Nohra bei Weimar abgestiegen und wurde vom Personal erkannt. Am 29. Januar 1998 nahm ihn die Polizei dort fest. Aufklärung in der Sendung vom 27.02.1998.

  • SF 2: Kripo Tübingen - Fahndung nach Markus Otto B.; ihm wird Betrug in Millionenhöhe vorgeworfen. Er war Geschäftsführer einer Firma, die mit elektronischen Bauteilen handelte. Mit fingierten Rechnung soll er beim Finanzamt einen Vorsteuerabzug in Höhe von 10,8 Mio. DM ergaunert haben. Außerdem soll er mit fingierten Rechnungen Firmengelder in Höhe von 4,8 Mio. DM auf sein Konto bei einer Bank in Österreich geleitet haben. Er verkehrt gern in Spielbanken. - Belohnung: 5.000 DM

Geklärt: Mit Hilfe der Zuschauer konnte die Polizei ihn bis nach Brasilien verfolgen. Er kehrte zurück nach Deutschland, um einer Festnahme in Südamerika (und der dortigen Haft) zu entgehen. Am 29. Januar 1998 stellte er sich den Behörden in Tübingen. Er schweigt aber über den Verbleib des Geldes. Aufklärung in der Sendung vom 27.02.1998.

  • SF 3: Kapo Glarus - Unbekannter Toter; er wurde am 31. Juli 1997 in einem Waldstück im Kanton Glarus gefunden. Die Leiche war stark verwest, zerstückelt und in drei Koffern sowie einer Reisetasche verpackt. Die Gepäckstücke sind vermutlich asiatischer Herkunft. Außen an der Tasche befand sich ein Vorhängeschloss. Das Medaillon dieses Schlosses zeigt die Abbildung dreier Blätter eines chinesischen Baumes. In der Tasche lag ein Schmuckkettchen mit drei glasierten Anhängern. Ob sie dem Opfer gehörten ist unklar. Der Tote war vermutlich asiatischer Herkunft, 40 bis 60 Jahre alt, ca. 170 cm groß und kräftig. - Belohnung: 2.000 SFr
  • SF 4: Kripo Ravensburg - Fahndung nach Uwe O. und Ralf U.; beide waren im Zentrum für Psychiatrie in Ravensburg untergebracht. Uwe O. hatte im Frühjahr 1997 eine 39-jährige Frau vergewaltigt und bestialisch umgebracht. Sie nutzten eine Raucherpause zur Flucht. Werner Bartik vom LKA München hat am Phantombildcomputer Uwe O. mit anderen Haaren und Ralf U. mit Vollbart gezeigt. - Belohnung: 5.000 DM

Geklärt: Die veränderten Phantombilder führten zum Erfolg. Noch am späten Abend der Sendung wurden die beiden in einer Wohnung in Stuttgart festgenommen. Aufklärung in der Sendung vom 16.01.1998.

  • SF 5: Interpol Wien - Fahndung nach Walter M.; er wird im Raum Eisenstadt wegen Sexualverbrechen gesucht. Er soll im Jahr 1995 seine beiden unmündigen Töchter zwei Männern zur Verfügung gestellt und dafür Geld kassiert haben. Bevor das Urteil rechtskräftig wurde, floh er. Am linken Unterarm trägt er eine Tätowierung mit dem Bild eines Schwertes. - Belohnung: 30.000 öS

Geklärt: Zuschauerhinweise ergaben, dass Walter M. und seine Frau sich in Aachen aufhalten sollen. Nach weiteren Ermittlungen wurde er dort im Juli 1998 festgenommen. Aufklärung in der Sendung vom 21.08.1998.

  • SF 6: Kripo München - Fahndung nach Besim M.; er soll am 25. August 1997 auf dem Münchener Karlsplatz (Stachus) versucht haben, einen 22-jährigen Mann zu töten. Der Grund war mutmaßlich eine Auseinandersetzung unter Kosovo-Albanern, vermutlich Verteilungskämpfe im Rauschgiftgeschäft. Der Schütze und ein Komplize flüchteten, letzterer wurde aber von einer Polizistin, die dort ihren Urlaub verbrachte, verfolgt und festgenommen. Der Gesuchte, der den Schuss abgegeben hatte, konnte flüchten. - Belohnung: 3.000 DM
  • SF 7: Kripo Krefeld - Unbekannter Toter; er wurde nackt am 08. Dezember 1996 bei Rheurdt-Schaephuysen aufgefunden. Er war durch Schläge auf den Kopf getötet. Er war ca. 40 Jahre alt, ca. 170 cm groß und kräftig. Auffällig sind seine sehr schadhaften Vorderzähne. - Belohnung: 3.000 DM

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der 24.10.1997: Gesucht wurde eine Person, die wortlos einen Sterbenden mit einer Jacke abgedeckt und sich dann vom Tatort entfernt hatte. Die Besitzerin der Jacke konnte ausfindig gemacht werden. Sie hatte den Todeskampf des Opfers hautnah miterlebt und einen Schock erlitten. Um nicht mehr an dieses Erlebnis erinnert zu werden, hatte sie sich nicht mehr um die Jacke gekümmert. Ihre Aussage konnte nun protokolliert werden.

XY Gelöst:

  • SF 2 der Sendung vom 24.10.1997: Die Kripo konnte Uğur Y. mit Hilfe zahlreicher Zuschauerhinweise in einem holländischem Ort ausfindig machen, wo er am 29. November 1997 von der niederländischen Polizei festgenommen wurde.
  • SF 3 der Sendung vom 24.10.1997: Matthias S. hatte sich nach Spanien abgesetzt. Am 21. November 1997 wurde er in Málaga festgenommen.
  • SF 4 der Sendung vom 26.09.1997: Norbert S. wurde in der Nähe von Mörfelden (Kreis Groß-Gerau) tot aufgefunden. Wahrscheinlich hatte er sich das Leben genommen.
  • FF 2 der Sendung vom 22.08.1997: Der Raubüberfall auf einen Architekten ist geklärt. Ein Zuschauer aus dem Raum Heidelberg sah die Sendung im Urlaub in Österreich. Er konnte die Kripo auf die richtige Spur führen. Nach weiteren Ermittlungen wurden zwei tatverdächtige Kosovo-Albaner festgenommen. Die Beute sollen sie in der Schweiz abgesetzt haben.
  • SF 5 der Sendung vom 05.07.1996: Der Mord an Andreas J. ist geklärt. Im Sommer 1997 meldete sich ein Zeuge, der Einzelheiten zum Tathergang wusste, die nur der Polizei bekannt waren. Diese Einzelheiten will er von einem zufälligen Bekannten erfahren haben. Der Bekannte wurde im Juli 1997 festgenommen. Inzwischen hat er die Tat gestanden. Er habe Andreas J. im Streit erschlagen und danach die Leiche zerteilt, um sie unauffällig aus der Wohnung schaffen zu können.
  • FF 3 der Sendung vom 10.06.1994: Der Mord an dem Münchener Architeckten Konrad H. im Westpark ist geklärt. Die Ermittlungen nach der Tat führten schnell zu einem 18-jährigen Slowenen, der im Westpark mehrfach durch Gewalttätigkeit aufgefallen war. Nachweisen konnte die Polizei ihm die Tat jedoch zunächst nicht. Drei Jahre nach der Tat haben sich jedoch Zeugen gemeldet, die den Verdacht bestätigten. Der Slowene wurde von Münchener Zielfahndern in Kroatien aufgespürt und festgenommen. Ein erster Prozess vor dem Landgericht München I endete am 02. März 1999 mit der Verhängung einer Jugendstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten. Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft Revision ein. Der Bundesgerichtshof hob daraufhin das Urteil auf. In einem zweiten Verfahren wurde er am 03. Januar 2001 zu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt (siehe Artikel der Welt vom 04.01.2001). Gegen das Urteil legten Staatsanwaltschaft und Verteidigung erneut Revision ein, das Urteil wurde erneut vom BGH aufgehoben (siehe Artikel der Welt vom 10.08.2001). Am Ende des dritten Prozesses wurde der Slowene Gorazd B. am 17. Mai 2003 zu zehn Jahren Jugendstrafe verurteilt. Im Jahr 2011 stand er erneut vor Gericht. Diesmal ging es um die Verhängung der nachträglichen Sicherungsverwahrung, die am 17. Oktober 2011 abgelehnt wurde. Daraufhin wurde er am 15. Januar 2012 nach Slowenien abgeschoben. Die Einreise nach Deutschland wurde ihm für unbestimmte Zeit untersagt. In seiner Heimat wurde er erneut gewalttätig. Er bedrohte die Nachbarn und griff einen Polizisten an. Er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. (siehe Artikel der tz vom 25.11.2013). Ein Review des Falles und der Prozesse findet sich im XY-Forum.

Bemerkungen

  • Zum ersten Mal regulär mit Butz Peters.
  • Neu auch der Hinweis auf den Internetanschluß, der sich bewährt hat (Sabine).
  • Einblendung: www.zdfmsn.de.
  • Andere Titelmusik: Anhang an Schlussakkord.
  • In dieser Folge auch Fahndung nach Uwe O. Hierzu: Fahndung nach entflohenem Straftäter - ORF.at vom 01.08.2007.

Vorherige Sendung: Sendung vom_24.10.1997

Nächste Sendung: Sendung vom 16.01.1998

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