Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 05.11.1976

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Unbekannter ("Hund Wuschel")

Arbeitstitel: "Feuerhund"

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Koblenz
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Hilgert
  • Tattag:16. Juni 1976, kurz nach Mitternacht
  • Belohnung: 3.000 Mark
  • Details: bei Kehrig/Eifel, Leiche wird mit Benzin übergossen und angezündet, Boxkampf im Fernsehen (Foreman - Frazier) um 3:20 Uhr aus New York, Autofahrer sieht Feuerschein im Wald, Feuerwehrmann muss zum Einsatz und den Boxkampf verlassen. Feuerwehr macht makabre Entdeckung: Verbrannte Leiche. Kripo: blonde junge Tote, eingeschnürt und verbrannt, Karabinerhaken, Stoffreste, Schottenmuster, Wolldecke, Fusseln, Haare. 3 Tage später läuft auf einer Landstraße eine herrenloser kleiner Hund (Hündin "Wuschel"), springt zu einem Zeugen ins Auto - Wischblende - Kripo kann die Tote nicht identifizieren, volle Aktenordner. Obduktionsbericht: Schweinerippchen mit Kartoffelsalat, war schon 2 Tage tot, als sie verbrannt wurde. Zahnbild, Eckzähne haben Längsachsendrehung. Ungewöhnlich. Haare auf der Decke stammen von einem Hund. Pressemitteilung, Hundefreund, der Wuschel aufgenommen hat, liest von Hundehaaren in der Zeitung und ruft die Polizei. Haare stammen wahrscheinlich von Wuschel.
  • Zitate: Ede: "Und so kommt es, meine Damen und Herren, dass zum ersten Mal in dieser Sendung ein Hund hier bei uns im Studio ist, genauer gesagt eine Hündin."
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 11.03.1977 kann Zimmermann schließlich die Aufklärung des Verbrechens vermelden. Der Polizei ist es - so wie es auch vermutet wurde - mithilfe eines behandelnden Zahnarztes gelungen, die unbekannte Leiche zu identifizieren. Der Dentist liest in der berufsspezifischen Zeitschrift „Zahnärztliche Mitteilungen“ über den Fall und erkennt eine ehemalige Patientin, die er einige Jahre zuvor behandelt hatte, aufgrund ihres Zahnschemas wieder. Es handelt sich um eine Frau aus der Umgebung von Köln.

Am 16. Juni 1976, also dem Tage des Waldbrandes, gab ihr Ehemann eine Vermisstenmeldung auf. Nach der Identifizierung seiner Frau gerät er unter Mordverdacht. In den Vernehmungen gesteht er schließlich das Verbrechen. Nach einem Ehestreit erwürgte er seine Frau im Bett. Schließlich brachte er sie zum Fundort und zündete sie an.

Hündin "Wuschel" hatte mit dem Fall jedoch nichts zu tun, wie sich in der Sendung vom 11.03.1977 herausstellte.

Bankbetrug ("Falsche Ausweise")

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo Zürich
  • Kommissar im Studio: Herr Furrer
  • Details: mit falschen Ausweisen Geld von fremden Konten; überraschte Geschädigte
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 5.000 CHF
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

"Rififi" Einbruch in Pelzladen ("Gemütliches Frühstück")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hannover
  • Kommissar im Studio: Herr Burmester
  • Details: Büros, Arztpraxis, Pelzladen; Einbrecher bleiben lange und haben Brotzeit dabei
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 1000 DM mit möglicher Erhöhung bei Wiederbeschaffung der gestohlenen Pelze
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: BKA Wiesbaden: Koffer mit falschen Dollar-Noten auf Frankfurter Flughafen sichergestellt, Hochhaus in Oberursel, Druckmaschine „Rotaprint“ RKL mit VW Transporter als Lasttaxi abtransportiert, Ziel unbekannt, Fahrerin wird gesucht.

Teilweise geklärt: Die Fahrerin des Lasttaxis wurde ermittelt. Sie hat die Druckmaschine in die Rotlintstraße in Frankfurt geliefert. Dort wurden später in einem Büro die weiteren falschen Dollar-Noten gefunden und sichergestellt. Weitere Zeugen zum weiterem Verbleib der Druckmaschine werden gesucht. Bericht in der Folgesendung.

  • SF 2: Aufnahmestudio Wien: Fahndung nach Ausbrecher Franz F., dem zahlreiche Einrüche zur Last gelegt werden, Gesamtschaden in Österreich 2 Mio Schilling, er benutzt möglicherweise falsche Namen und soll sich falsche italienische Ausweispapiere besorgt haben.

Geklärt: Der Gesuchte konnte von der Bayerischen Grenzpolizei in Passau verhaftet werden. Bekanntgabe durch Peter Nidetzky ebenfalls in der Folgesendung.

  • SF 3: LKA Koblenz: Fahndung nach Betrüger Roland v.E., soll mit Abschreibungsgesellschaften 500.000 DM veruntreut haben, gefälschter Ausweis, Geld für Kurklinik von gutgläubigen Kommanditisten, nur schöner Prospekt übrig, fährt alten grauen VW Käfer mit Münchener Kennzeichen.
  • SF 4: LKA Stuttgart: Suche nach Eigentümern sichergestellter historischer Gewehre und ca. 100 Jahre alten antiken Brosche um Berufseinbrechern und Hehlern das Handwerk zu legen, Nadel auf Rückseite erst seit 50 Jahren angebracht, Gewehre um 1700 angefertigt, Schaft mit Aufschrift, reparierter Fingerbügel.
  • SF 5: Kripo Frankfurt Fahndung nach Ludwig Lu., aus Gerichtssaal geflohen, 12 Jahre Haft wegen Raubüberfall, bereits gesucht im SF 2 der Sendung vom 05.04.1974, damals zusammen mit zwei anderen Räubern.
  • SF 6: Kripo Hannover: Unbekannter Bankräuber, Bilder von automatischer Kamera, Täter hat dunkles, krauses Haar und trägt wahrscheinlich Oberlippenbart und auf dem Bild auch eine Sonnenbrille, Belohnung 1.000 DM.
  • SF 6: Kripo München: Mord an Callgirl Ruth B., Handtasche des Opfers mit Inhalt gestohlen, Verbleib von Portemonnaie aus Krokodilleder und Schlüsselmäppchen unklar.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der vorherigen Sendung: Im noch offiziell als Vermisternfall von der Kripo Duisburg vorgestellten Fall der 10-jährigen Karin T. besteht inzwischen die traurige Gewissheit, dass aus dem Fall ein Tötungsdelikt wurde. Die Leiche des Mädchens wurde 5 Tage nach der letzten XY-Sendung in einem Waldstück zwischen Uedem und dem Xantener Stadtteil Marienbaum gefunden. Da sich in der Nähe auch ein großer Parkplatz befindet, werden mögliche Zeugen gesucht.
  • FF 2 der vorherigen Sendung: Die Herkunft des im Studio gezeigten Teppichs konnte geklärt und somit eine wichtige Lücke in der Beweisführung geschlossen werden. Der rechtmäßige Eigentümer einer französischen Kaminuhr wird gesucht.

XY Gelöst:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Wie von der Kripo erhofft, haben die im Studio gezeigten, recht auffälligen Kleidungsstücke tatsächlich auf die Spur einer Fotolaborantin aus Niedersachsen geführt, die zusammen mit ihrem Mann die falschen Fünfhunderter selber hergestellt hatte. Das Ehepaar wurde in Verden an der Allerverhaftet und das in ihrer Wohnung gefundene Falschgeld sichergestellt.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Der von Interpol Wien gesuchte Betrüger Walter R. wurde in Erkrath bei Düsseldorf festgenommen. Er arbeitete dort bei einer Baufirma.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Walter Niklaus S., diesmal von der Kapo Aargau gesuchter Ausbrecher aus der Strafanstalt Regensdorf, konnte im Aostatal in Italien ebenfalls festgenommen werden.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

  • Als Ede mit den Studiofällen weitermachen will, ist Peter Hohl noch am telefonieren. Regieanweisung von Kurt Grimm: „Herr Hohl, bitte auflegen.“ Der entschuldigt sich und sagt, er sei „gerade durch ein Telefongespräch etwas abgelenkt“ gewesen.

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Unbekannter Frau; Hund „Wuschel“ schläft auf Edes Schreibtisch (und wacht erst auf, als das Telefon aus Zürich klingelt) Hinweise zu seiner möglichen Herkunft, davon ein konkreter Hinweis aus Österreich auf früheren Besitzer; einige Hinweise auf vermisste Frauen mit Hund werden zur Zeit überprüft; Kriminaloberkommissar Hilgert hat Termin bei Hundezüchterin am Tag nach der Sendung, um „Wuschel“ vorzustellen; er bittet auch um weitere Hinweise auf vermisste Frauen ohne Hund.
  • FF 2: Bankbetrug mit falschen Ausweisen; zahlreiche Hinweise aus der Schweiz müssen erst überprüft werden, zwei Phantombilder werden noch einmal gezeigt.
  • FF 3: "Rififi" Einbruch in Pelzladen; eine Reihe Hinweise zu Feuerzeugen, allerdings ohne eingraviertes Monogramm MT; das fragliche, von den Tätern zurückgelassene Feuerzeug wird noch einmal gezeigt.

Studiofälle:

  • SF 1: Herstellung und Verbreitung falscher Dollar-Noten; das Hochhaus in Oberursel wird noch einmal gezeigt; die Kripo hat inzwischen Erkenntnisse, dass eine Fahrerin eines Lasttaxi-Unternehmens in der fraglichen Zeit ihren Wagen einer anderen Frau geliehen hatte; diese Frau wird zur Zeit vernommen; ein Ergebnis liegt noch nicht vor.
  • SF 2: In der Fahndung nach dem Ausbrecher Franz F., dem zahlreiche Einrüche zur Last gelegt werden, musste eine Überprüfung ergebnislos abgebrochen werden; ein weiterer Hinweis wird noch überprüft.
  • SF 3: Der mutmaßliche Betrüger Roland v.E.; der mit Abschreibungsgesellschaften 500.000 DM veruntreut haben soll, hält sich möglicherweise im Raum Wiesbaden auf; interessante Hinweise auch aus Österreich auf möglicherweise neue Betrugsversuche, die er in den USA eingeleitet haben könnte.
  • SF 4: Suche nach Eigentümern sichergestellter historischer Gegenstände; in einem Fall könnte sich ein Erfolg abzeichnen; ein Mann will die Kaminuhr eines Freundes wiedererkannt haben; der Freund hat die Hauptsendung nicht gesehen und deshalb wird das Foto der Uhr noch einmal gezeigt; nach der Spätsendung will er sich dann melden; ein Hinweis auf Diebstahl von zwei antiken Gewehren; ein Zuschauer aus Österreich meint, die Brosche könnte aus einem Museum im Monatsschlössl, im Park von Schloss Hellbrunn im Süden von Salzburg stammen; auch zwei antike Gewehre seien dort gestohlen worden.
  • SF 5: In der Fahndung nach Ludwig Lu., der zu 12 Jahren Haft wegen Raubüberfall verurteil wurde und aus dem Gerichtssaal geflohen ist, geht die Polizei einem Hinweis nach; er soll sich noch im Sendegebiet aufhalten.
  • SF 6: Unbekannter Bankräuber von Hannover; die Bilder von der automatischen Kamera werden auch noch einmal gezeigt; Täter hat dunkles, krauses Haar und trägt wahrscheinlich Oberlippenbart und auf dem Bild auch eine Sonnenbrille; ein österreichischer Zuschauer will ihn erkannt haben.
  • SF 6: Mord an Callgirl Ruth B.; Kunden haben ihre Bedenken überwinden können und sich gemeldet; die Kripo hat jetzt Überblick über die letzten Tage und Stunden im Leben des Opfers; Dank von Peter Hohl an die Hinweisgeber, die ihre Bedenken überwunden haben; Verbleib von Schlüsselmäppchen weiter unklar.

Bemerkungen

  • Ede hat einen Hund im Studio! Hund "Wuschel" horcht auf, als Kommissar die Belohnung erwähnt. Dann schläft er wieder. Von ihm wurde vermutet, dass er mit der unbekannten Toten zu tun hat. Später war allerdings klar: Wuschel hat mit dem Fall und seinen Beteiligten nichts zu tun. (Nachspiel FF 1)

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