Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 01.06.1990

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Mord an Beatrix H. (Parterrewohnung)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Trier
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Michels
  • Tattag: 13. August 1989; gegen 3 Uhr
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Details: 32-jährige kaufmännische Angestellte; sitzt auf einen Plausch mit der Nachbarin am Abend in ihrer Wohnung; telefoniert noch mit ihrem Verlobten; schickt anschließend den Sohn zu Bett; Nachbarin verlässt gegen 22 Uhr die Wohnung; Beatrix ist ein "unängstlicher Typ", lässt die Balkontür offenstehen; Mörder gelangt des Nachts durch die offene Balkontür in die Wohnung; das Opfer wird gegen 3 Uhr morgens im Bett überrascht, es findet ein "Kampf um Leben und Tod" statt; Beatrix H. wird mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt; der Sohn bemerkt zunächst nichts, wird vom Kampf geweckt; sieht seine Mutter verbluten; weckt einen Nachbarn; Nachbar findet das Opfer blutverschmiert und sterbend im Zimmer wieder; alle Wiederbelebungsversuche des Notarztes misslingen; Mörder hinterlässt eine blutverschmierte Lederjacke sowie ein T-Shirt des Sohnes, an welchem er sich die blutverschmierten Hände geputzt hatte; brutal. Zuerst wird der Verlobte verdächtigt, dieser hat jedoch ein Alibi (Schutzpolizisten haben ihn an anderer Stelle gesehen) und andere Blutgruppe als der Täter.
  • Musik: Whitney Houston "Didn't we almost have it all"
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Fall ist nach wie vor ungeklärt, wurde jedoch noch einmal aufgerollt und in der Sendung vom 14.06.2017 abermals als Filmfall ausgestrahlt.

Diebstahl und Bankraub auf die Sparkasse Minden (Helmspinne)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Minden
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Bruckamp
  • Tattag: 28. September 1989
  • Belohnung: 2.000 DM
  • Details: routinierter Täter; entwedet ein Motorrad vor einer Schule, sowie einen Sturzhelm mit Spinnenbild vor einer zweiten Schule; wird nach dem Diebstahl vom Schüler des Sturzhelms bemerkt, und verfolgt; Täter kann fliehen; es kommt zu einer weiteren Begegnung mit dem Besitzer des Motorrads; Handgreiflichkeiten; Räuber bedroht den Schüler mit einer Waffe und flieht erneut; Raubüberfall auf die Sparkasse Minden; erbeutet 45.000 DM und britische Pfund, darunter die Geldtasche eines Kunden; wird von der Überwachungskamera gefilmt; 2 Zeugen der Sparkasse versuchen den Räuber zu verfolgen, er entkommt an einer Sackgasse über einen Fußweg;
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubmord an Ivan P. (Mörderpärchen)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Aachen
  • Beamter im Studio: Hauptkomissar von Thenen
  • Tattag: 10. Dezember 1989
  • Belohnung: 8.000 DM
  • Details: "unkritische Kontaktaufnahme" - lernt junges Pärchen am Kölner Bahnhof kennen und nimmt dieses mit heim, es wird zusammen getrunken, nach sexuellen Handlungen wird das Opfer schließlich von den Tätern erstochen. Die Tat bleibt längere Zeit unentdeckt, da das Opfer eigentlich in den Urlaub fahren wollte. Erst im Januar kommt es einem Kollegeen das unentschuldigte Ausbleiben des Opfers seltsam vor und der Tote wird in der Wohnung gefunden.
  • Zitat: "..und der Daum was der sich da erlaubt hat am Wochenende..."; "..dann kam es zu sexuellen Handlungen..."
  • Schauspieler: Gundis "Dschungelcamp" Zambo
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten: Der Fall diente Ferdinand von Schirach als Vorlage für das Kapitel "DNA" in seinem Buch "Schuld" (2010). Er verlegt das Geschehen nach Berlin, ändert die Tatausführung und ließ die Täter vor der Verurteilung Suizid begehen.
  • Status: geklärt (am 17. Juni 2009)

Nachspiel

In XY wird die Klärung des Falls in der Sendung vom 24.06.2009 berichtet.

Die Aachener Zeitung dazu am 18. Januar 2010:

"Das heute 35 und 40 Jahre alte Kölner Paar Andrea und Manfred K. wurde nach Jugendstrafrecht zu viereinhalb (sie) und fünf Jahren Haft verurteilt. Sie seien schuldig, stellte die Große Jugendkammer am Aachener Landgericht (Vorsitz Richter Gerd Nohl) fest, am 10. Dezember 1989 den 61-jährigen Iwan P. getötet zu haben. Der Tatbestand des gemeinschaftlichen Totschlags sei verwirklicht, der angeklagte Diebstahl sei verjährt."

Ein ausführlicher Artikel zu den Ermittlungen und wie die Polizei auf die Spur des Mörderpaares kam findet sich in der Aachener Zeitung vom 18. Juni 2009.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien – Suche nach dem Trickbetrüger Reinfried S. – Hatte insgesamt 200 000 Schilling vom Sparbuch einer Bekannten abgehoben; außerdem einer Freundin ihren Pelzmantel im Wert von 90 000 DM gestohlen – In der Vergangenheit involviert in Einbrüchen, Zuhälterei und weiteren Betrügereien.

Geklärt: Der Gesuchte meldete sich schlussendlich bei seinem Untersuchungsrichter; behauptete dass er sich seit der Fahndung durch Aktenzeichen XY nicht mehr sicher fühle; kehrte danach nach Österreich zurück. Darüber wird in der Sendung vom 02.11.1990 berichtet.

  • SF 2: Kantonspolizei Bern – Untersuchungen bzgl. vergangener Strafdelikten von zwei Inhaftierten: ,Einem alten Bekannten‘, dem Ausbrecherkönig Walter Niklaus S. und seinem Mithäftling Eduard R. – Die Kantonspolizei ermittelt gegen sie in zahlreichen Einbrüchen und Raubüberfällen mit einer Gesamtbeute von 2 400 000 Franken sowie Fragen bzgl. einem Audi mit dem die Beiden unterwegs waren – Weitere Strafdelikte werden ihnen mit hinzu angerechnet. Außerdem wurden Hausschlüssel von den beiden beschlagnahmt; Adresse der Wohnung ist allerdings unbekannt.

Geklärt: In der Sendung vom 11.01.1991 wird berichtet das der Audi in Frankreich gefunden wurde; komplett ausgebrannt. 1992 wird Walter Niklaus S. zu 12 Jahren und Eduard R. zu 9 Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen das beide für drei bewaffnete Banküberfälle zuständig waren, obwohl es Zweifel an den Aussagen mehrere Zeugen gab. Die Schlüssel passten zu einem Chalets in Mostelberg; angeblich wurden dort weitere Beweismittel gefunden.

  • SF 3: Kripo Zweibrücken – Suche nach dem Sexualstraftäter Manfred B. – Als Arzt verordnete er seinen weiblichen Patienten sich einer ‚Schlafheilkur‘ zu unterziehen; vergewaltige seine Opfer dann während der Narkose. Wurde in 13 Fällen schuldig gesprochen; floh jedoch vor er die Haftstrafe antreten musste.

Geklärt: Der Gesuchte wurde in Südfrankreich festgenommen. Bekanntgabe in der Sendung vom 11.06.1993.

  • SF 4: Kripo Hamburg – Suche nach dem Mörder und Gefägnisausbrecher Uwe Z. – Wurde rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt; hatte seine Freundin erwürgt; konnte während einer Ausführung allerdings fliehen

Geklärt: Der Gesuchte lebte 5 Jahre in Frankreich; wurde danach festgenommen und ausgeliefert nach Deutschland. Im Lübecker Gefängnis erhängte er sich schlussendlich.

Siehe auch:

'Verbrechen - Leute, ich bin im Himmel' Der Spiegel 23.02.1998

  • SF 5: Interpol Wien – Suche nach einem unbekannten Bankräuber – Sparkasse Inzing; Gefundene Kleidungsstücke; Phantombild
  • SF 6: Kripo München – Suche nach Jovica M. – Teil einer Einbrecherbande; verurteilt zu 4 Jahren Haft; weiteres Verfahren wegen ähnlichen Delikten ist eingeleitet – Er konnte während einer Tatortbesichtigung fliehen.
  • SF 7: Kripo Mannheim – Rätselhafter Mord an einem 51-jährigen Italiener; auf offener Straße erschossen, keine Kontakte zu "kriminellen Kreisen". Tatwaffe wird gezeigt; wo stammen die einzelnen Teile her? Colt Verschlussstück #2818, Essex Griffstück #25386, Lauf & Schalldämpfer von unbekannten Firmen; Magazin ‚Pachmayr‘, Western Cartridge Munition, Kaliber.45

Geklärt: Die Klärung des Falles wird in der Sendung vom 08.05.2013 berichtet. Hinter dem Mord an Calogero C. steckte ein kompliziertes Familiendrama, die Tochter von C. hatte ihren damaligen Liebhaber zum Mord an ihrem despotischen Vater angestiftet. Doch erst im Jahr 2011 reichten die Beweise aus, beide wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Im Doppelmord an Erna M. und Johannes K., die in ihrem Tabak- und Zeitschriftengeschäft in Pinneberg brutal erstochen wurden, ist die Kripo Pinneberg zumindest ein Stück weitergekommen Nach der letzten XY-Sendung meldete sich eine Zeugin, die einen Junger Mann gesehen hatte, als er den Tante-Emma-Laden verließ. Sie hatte dabei nicht den Eindruck, dass er auf der Flucht sei. Deshalb hatte sie sich bisher auch nicht bei der Polizei gemeldet. Nach der XY-Sendung meldete sie sich dann aber doch bei der Polizei und konnte der Kripo mit einer genauen Beschreibung des Mannes weiterhelfen.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Die von der Kantonspolizei Basel-Stadt gesuchten Gefängnisausbrecher Ahmet T. & Abdullah C., die noch langjährige Haftstrafen wegen Heroinhandels absitzen müssen, sollen in Verbindung zu türkischen Landsleuten im Raum Freiburg stehen und könnten sich auch dort oder in der Nähe aufhalten. Das ergeben die Zuschauerhinweise in Zürich.
  • SF 2 der Sendung vom 06.04.1990: René F. alias René S., einer von drei gesuchten Bankräubern, wurde in der Nähe von Günzburg verhaftet. Er gestand insgesamt Banküberfälle mit einer Gesamtbeute von 114.000 DM und war gesucht worden von der Kripo München.

XY Gelöst:

  • SF 7 der vorherigen Sendung: Die von des österreichischen Behörden gesuchten Mörder des 25-jährigen Stefan F. in der Nähe von St Pölten, die danach mit dem Honda Civic des Opfers verschwanden, konnten bereits kurz nach der Sendung am österreichisch-italienischen Grenzübergang Arnoldstein in Kärnten festgenommen werden. Die beiden Männer haben die Tat gestanden.
  • SF 8 der vorherigen Sendung: Für die Kripo Aachen erledigte sich die Fahndung nach Wolfgang W., der einen Hafturlaub zur Flucht benutzte und dabei einen Polizisten tötete. Er konnte kurz darauf im südfranzösischen Perpignan festgenommen werden.
  • SF 4 der Sendung vom 09.02.1990: Der von der Kripo Bad Dürkheim wegen umfangreicher Betrügereien verurteilte Pharma-Großhändler Peter B., der von einem Hafturlaub nicht zurückkehrte wurde in Kanada festgenommen.
  • SF 6 der Sendung vom 06.05.1988: Ein seit langem gesuchter Serienbankräuber ist der Kripo Berlin ins Netz gegangen, nachdem ein Zeuge das Kennzeichen des Fluchtwagens ablesen konnte. Er hatte insgesamt 13 Banküberfälle begangen und seine Familie wußte davon nichts.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Beatrix H.; 50 Hinweise; meisten Anrufe auf die Jacke und die Tatwaffe;
  • FF 2: Banküberfall; 20 Hinweise;
  • FF 3: Mord an Ivan P.; wenige Hinweise

Studiofälle:


Bemerkungen

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