Nächste Sendung: "Aktenzeichen XY … ungelöst" am 03.07.2024 um 20:15 Uhr im ZDF!

Sendung vom 13.07.1990

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Waffendiebstahl, Autodiebstahl und Bankraubserie ("zwei-Minuten Bankraub")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptmeister Bernd Mohn
  • Tatzeiten: u. a. Einbruch am 3. April 1988 / Banküberfälle am Donnerstag, 28. Dezember 1989, Montag, 15. Januar 1990 und Montag, 12. Februar 1990
  • Details: kaltblütige, brutale, rücksichtslose Täter; Einbruch und Diebstahl von 25 Waffen aus Privathaus in Niddatal im Wetteraukreis „in der Nähe von Wetzlar“; später Autodiebstahl und Überfälle auf Sparkassen in Münster bei Darmstadt, Hochheim am Main und Aßlar im Lahn-Dill-Kreis; immer kurz nach 8 Uhr morgens; „2-Minuten-Täter“; im Fluchtauto zurückgelassener Revolver aus dem Einbruch; Eduard zwischen dem Filmfall; Täter kommen für vier weitere Taten infrage.
  • Tatverdächtig: zwei unbekannte Männer
  • Zitate: „Überfall, das ist ein Überfall! Keinen Alarm! Wir schießen sofort!“ / „Die Kollegen von der Kripo kommen gleich!“ – „Die werden sich freuen.“ – „Wieso?“ – „Na, da liegt 'ne Kanone drin!“
  • Sprecher: Michael Brennicke
  • Darsteller: Norbert Goth, Bernhard-Heinrich Herzog, Maximilian Hirsch, Thomas Hock, Jann Oltmanns, Michael Schernthaner, Joachim Schmahl
  • Besonderheiten: Ede verortet in der Anmoderation die Gemeinde Niddatal im Wetteraukreis „in der Nähe von Wetzlar“ – dabei liegen die beiden Ortschaften Luftlinie etwa 40 km voneinander entfernt! Offenbar verwechselt Ede hierbei den Ort des Waffendiebstahls mit dem Ort des letzten Überfalls, Aßlar im Lahn-Dill-Kreis, knapp 4 km von Wetzlar entfernt.
  • Belohnung: 12.000 Mark
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Petra N. ("Dirnenmord")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Manfred Hitschfeld
  • Tattag: 24 Oktober 1989; nach 17.45 Uhr
  • Details: gute Einleitung, (siehe "Bemerkungen"); Opfer 24-jährige Petra N. kommt aus Köln; sie hat schon sehr früh die Schule geschmissen und hoffte auf eine Karriere als Fotomodell; geriet über Gelegenheitsjobs in die Prostitution; in Köln-Sülz bewohnt sie eine Mietwohnung, wo sie auch Kunden erwartet; sie muss an einen Zuhälter Geld zahlen; ihre Eltern sind ahnungslos über ihre Arbeit; sie lässt die Tür offen, ohne drauf zu achten, wer tatsächlich reinkommt; zwei Telefone in der Wohnung, deren Hörer während Besuchen ausgehängt werden; sie hat sich dann in einen jungen Mann verliebt, der sie aus dem Milieu holen will; dafür will sie sich eine Wohnung besorgen und hat sich dann zu ihrer Tante fahren lassen; mit Babsi ins Sonnenstudio; denn Petra will aussteigen; großer Hund; ziemlich brutaler und grausamer Mord; Wohnung durchwühlen; milieutypische Tatmerkmale
  • Zitate: „Wie im Milieu üblich, ist Petra nicht lange unbehelligt geblieben. Seit geraumer Zeit muss sie an einen sogenannten «Beschützer» Geld abliefern, wenn sie nicht riskieren will, Schaden zu nehmen.“ (Sprechertext) / „Ich hab' angerufen. Komme wegen des Inserats!“ - „Erste Etage rechts, bitte!“ / „Mach ich doch gern. Bin doch froh, wenn du endlich aus dieser Geschichte rauskommst!“ - „Ich auch, das kannst du mir glauben. Seitdem ich den Jan kenne, kann ich's nicht mehr ertragen!“ / „Ich hab' einfach keine Lust mehr! Und außerdem möcht' ich auch den Jan nicht verlieren.“ - „Und kannst du mir dann verraten, was du dann machen willst, und wovon ihr leben wollt?“ - „Ich find' schon was. Vielleicht - Verkäuferin oder so.“ - „Und du denkst, die lassen dich so einfach ziehen?“ - „Wieso nicht? Was wollen die machen? Zwingen kann mich doch keiner.“ - „Hast du 'ne Ahnung! Du weißt doch genau, wie brutal die sein können!“
  • Sprecherin: Isolde Thümmler
  • Darsteller: Michael Fischer (1), Mariona Grasell, Ronnie Janot, Nino Nannizzi (auch Nino Korda junior, Nino Korda-Nannizzi und Nino Maria Korda), Elke Rieckhoff, Gundis "Dschungelcamp" Zambo alias "Babsi"
  • Belohnung: 3.000 Mark
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Nach 32 Jahren könnte vielleicht nochmals Bewegung in diesem Fall kommen. Der Kölner Express berichtet im Mai 2022 von einem anonymen Schreiben an die Redaktion, in dem der Verfasser die damaligen Ermittlungen Kripo bestätige und der Täter demnach aus dem Kölner Milieu komme. Laut dem Verfasser agiere der Mann jetzt als Hochstapler und nehme seit Jahren Frauen aus.

Siehe auch:

Einbruch, Geiselnahme und Räuberische Erpressung ("Autovermietung")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bonn
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Bell
  • Details: Autovermietung in Koblenz; Kunde will Fiat Uno vorzeitig zurückgeben; Autovermietung hat schon Feierabend; Schlüssel und Papiere in Briefkasten; Einbruch; Tresor mit 3.500 Mark; Fiat nicht als gestohlen im Polizeicomputer gespeichert; Banküberfall im 60 km entfernten Königswinter.
  • Zitate: „Ein Walkie-Talkie?“ „Nee, ist'n richtiges Telefon, mit Code-Karte drin, kannste überall anrufen.“
  • Sprecher: Michael Brennicke
  • Darsteller: Günter Clemens, Waltraud Eckert-Frühriep (auch Waltraud Eckert), Marc Genzel, Thomas Haydn, Crock Krumbiegel, Ingo Seeckts
  • Belohnung: 4.000 Mark
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung

  • SF 1: Interpol Wien sucht einen Mann Namens Reinhard A., der auf ziemlich ungewöhnliche Weise einen Bankraub verübte. An seinem Arbeitsplatz in einem Geldinstitut bei Innsbruck soll er sich an mehreren Sparbüchern bedient haben, insgesamt fielen ihm 16 Millionen Schilling in die Hände. Nach dem Bankraub ist er untergetaucht.
  • SF 2: Staatsanwaltschaft Basel-Stadt: Gesucht wird ein internationaler Drogendealer - Fotos zeigen ihn; sein Name ist nicht bekannt; evtl. Marco M. - Er wird beschuldigt seit Jahren mit Kokain und Heroin in Deutschland, Schweiz und Italien zu handeln. Fahndung mit Fotos aus Genova.
  • SF 3:
    • 1. Bankräuber: Die Kripo Köln fahndet nach einem Bankräuber, der zunächst in Köln selbst und dann in Neuss eine Bank überfallen hat. Insgesamt vielen dem Mann 47.000 DM in die Hände. Bei beiden Überfällen benutzte er Autos, die er per Zeitungsanzeigen gekauft hat, sie aber jedoch nicht umgemeldet hat.
    • 2. Bankräuber: Auch die Kripo Nürnberg sucht einen Bankräuber. Der Täter erbeutete in einer Filiale der Bayrischen Vereinsbank 40.000 DM. Neben den Bankangestellten bedrohte er auch noch eine etwa 50 Jährige Kundin, die gerade Geld abheben wollte.

(teilw.) Geklärt: Der Gesuchte der Kripo Köln konnte schlussendlich ermittelt und festgenommen werden. Er lebte in Australien und reiste für alle seine Überfälle jeweils extra an. Darüber wird in der Sendung vom 10.01.1992 berichtet.

  • SF 4: Im Zuständigkeitsbereich der Kripo Würzburg wurde eine Frau ermordet, Tatverdächtiger ist der Ehemann. Franz F. wird dringend gesucht und hat in seinem Umfeld angedeutet, dass er seine Äußerlichkeiten verändert hat. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er mit einem schwarzen BMW-Kombi unterwegs.

Geklärt: Der Gesuchte konnte schlussendlich in Österreich festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 5: Die Kripo München sucht einen Gefängnisausbrecher (Reinhold G.), der vermutlich bewaffnet ist und als gefährlich gilt. Ihm gelang während einer Fahrt die Flucht.
  • SF 6: Das Landeskriminalamt Düsseldorf sucht einen Mann (Ernest T.), dem 81 Urkundenfälschungen vorgeworfen werden.
  • SF 7: Die Kripo Calw fahndet nach dem in einem brutalen Raubüberfall als Haupttäter geltenden Hermann K., der zusammen mit seinen drei inzwischen festgenommenen Komplizen einen Mann für eine Beute von 100 DM brutal zusammengeschlagen hat. Das Opfer starb im Krankenhaus an den Folgen des Überfalls.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Celle festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 8: Die Kripo München sucht einen Trickbetrüger (Jürgen K.), der quer durch Deutschland zieht und vor allem ältere Frauen beklaut; 130 Fälle sind bekannt. Der Gesamtschaden beträgt etwa 110.000 DM.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Frankfurt a. Main festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 02.11.1990 berichtet

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus vergangenen Sendungen

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Es gab zwar zu dem von Interpol Wien gesuchten Trickbetrüger Reinfried S. Hinweise auf einen Aufenthalt in Deutschland, aber zum Zeitpunkt der Sendung ist er noch flüchtig - Erst in der Sendung vom 02.11.1990 kann Peter Nidetzky über seine Festnahme berichten.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Die schweizerischen Behörden lieferten einen Nachtrag mit weiteren Fragen zu zwei Männern, die inzwischen festgenommen werden konnten: Dem Ausbrecherkönig Walter Niklaus S. („ein alter Bekannter“, Konrad) und seinem Mithäftling Eduard R. Sie weigern sich aber der Kriminalpolizei Auskunft über zwei Schlüssel zu geben, die möglicherweise zu einer von ihnen angemietete Wohnung passen könnten. Die Polizei vermutet, dass sich in der Wohnung weitere Beweismaterialien befinden.
  • SF 3 der vorherigen Sendung: Für die Kripo Saarbrücken gibt es neue Erkenntnisse über den Arzt Manfred B., dem vorgeworfen wurde, mehrere Patientinnen sexuell missbraucht zu haben. Die Kripo weiß zwar noch nicht, wo er sich heute aufhält, doch er soll laut Zeugenaussagen als Musiker oder Alleinunterhalter mit falschem Namen unterwegs sein und auch auf St. Pauli gespielt haben.

XY Gelöst

  • SF 2 der Sendung vom 09.02.1990: In der Schweiz konnte U-Haft Flüchtling Jakob Z., dem "bandenmäßiger Einbruchdiebstahl" vorgeworfen wird, auf seiner Flucht festgenommen werden. Er soll insgesamt über 260 Straftaten verübt haben.
  • FF 1 der Sendung vom 06.10.1989: Die Einbruchsserie mit Mordversuch konnte geklärt werden. Der Täter schoss damals in Odenspiel bei Gummersbach einen Geschäftsinhaber nieder, nachdem er etliche Einbrüche verübte. Einige Monate später schoss er auch auf Polizisten. Zusammen mit etlichen anderen Straftaten konnte der Fall nun gelöst werden.
    Der Taten dringend verdächtig war der verurteilte Gewalttäter und Gefängnisausbrecher Rüdiger E. Weil er zu den Vorwürfen aber keine Angaben machen will, werden in der Sendung vom 13.09.1991 neue Fragen an die Öffentlichkeit gestellt. - Nach ihm wurde bereits im SF 1 der Sendung vom 15.07.1988 für die Kripo Tübingen gefahndet.
  • SF 5 der Sendung vom 07.04.1989: Der Finanzbeamte Gerhard S., der zahlreiche Kunden betrogen hat und dann nach Südamerika ausgewandert ist, hat sich in Caracas/Venezuela der Deutschen Botschaft gestellt. Bereits nach einigen Wochen war sein schönes Leben vorbei. Er hatte zu wenig Geld, kam zurück nach Deutschland und die Kripo Bochum konnte ihn schließlich am 13. Juni 1990 auf dem Frankfurter Flughafen festnehmen.

Bemerkungen

  • Edes Einleitung zum Filmfall 2: „Der nächste Fall, zuständig die Kripo Köln, bestätigt wieder einmal eine kriminalistische Binsenweisheit, die insbesondere von jüngeren Menschen oft verdrängt wird. Am schnellen Geld, so könnte man diesen Erfahrungssatz formulieren, hängt immer ein besonderes Risiko.“

Vorherige Sendung: Sendung vom 01.06.1990

Nächste Sendung: Sendung vom 07.09.1990

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