Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 1. Juli 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!
Hier wollen wir jetzt nochmal kurz an Sabine Zimmermann erinnern. Sie ist am 1. Mai 2020 verstorben. Sie war eine klasse und tolle Co-Moderatorin bei XY von November 1987 bis Dezember 2001. Wir werden immer alle Sabine in Erinnerung behalten. Ruhe in Frieden, liebe Sabine. Häufige Zitate von Sabine bei Butz; Guten Abend, meine Damen und Herren. Schön, das Sie wieder eingeschaltet haben oder Auf Wiederschauen.

VF 055 (Sendung vom 08.06.1977)

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Filmfälle

Faule Tricks mit der Gesundheit

  • Details: Park einer deutschen Kurstadt; Elisabeth Krämer, 63, und Hannelore Rose, 55, sind wegen rheumatischer Beschwerden nicht zum ersten Mal in Kur; Behandlung schlägt bei Elisabeth Krämer aber nicht mehr an; Damen werden von zwei Vertretern angesprochen und zu für den kommenden Tag in ein Café eingeladen; bei Kaffee und Kuchen soll medizinischer Vortrag stattfinden, außerdem Verlosung mit wertvollen Preisen; Damen finden sich ein; typisches Verkaufsveranstaltungs-Setting mit Raum voller rheumakranker Kurgäste; weißbekittelter Redner preist Vorzüge des "Vibra-Therm"-Kissens an; Proband aus dem Publikum darfs ausprobieren; Hannelore wittert Betrug aber Elisabeth kennt ihn als regulären Kurgast; nach wenigen Minuten auf dem Kissen sind Schmerzen verschwunden (zurückzuführen laut Ede auf den Umstand, dass Wärme kurzzeitig so gut wie immer rheumatische Beschwerden lindert); Kissen zum Vorzugspreis von 345 DM finden daraufhin reißenden Absatz; Verkäufer mahnt, Kissen nicht während der Kur zu benutzen, da es schädliche Wechselwirkungen mit der regulären Behandlung geben könne - das sichert laut Ede den Verkäufern auch in den Folgetagen den Absatz. Nach der Kur: Elisabeth spürt keine Linderung durch das Kissen mehr und nimmt es mit zu ihrem Arzt; dieser macht ihr Vorhaltungen, dass sie den Nepp doch hätte durchschauen müssen und empfiehlt ihr zu versuchen, es zurückzugeben. Klappt natürlich nicht. In verrauchter Kneipe treffen sich unterdessen Vibra-Therm-Vertreter mit Verkäufern anderer Heilkissen zur, laut Ede, "Nachlese": tauschen untereinander Kundendaten aus. Wenige Tage später stehen andere Vertreter bei Elisabeth Krämer vor der Tür und wollen "ihr" Heilkissen verkaufen. Elisabeth will abwimmeln, aber Vertreter fragen, ob sie etwa das "Vibra-Therm"-Kissen gekauft habe. Als sie bejaht, zeigen sich Vertreter verständnisvoll und eröffnen verlockende Möglichkeit: "Vibra-Therm"-Kissen sei wirkungsloser Schrott und die Herstellerfirma habe gerade einen großen Prozess gegen den Kissen-Hersteller verloren, zu dem diese Vertreter gehören. Wenn Elisabeth Krämer jetzt eines dieser Kissen kaufe, dann stelle die Firma eine Bescheinigung aus, die wiederum "Vibra-Therm" verpflichte, ihr den Kaufpreis des nutzlosen Kissens umgehend zurückzuerstatten. Es kommt wie es kommen muss: Elisabeth kauft auch diesen Männern ein wirkungsloses Kissen ab und bekommt von "Vibra-Therm" natürlich kein Geld zurück.
  • Zitate: "Haben Sie das schöne Wetter bestellt?" - "Nein, darauf haben wir einen Dauerauftrag." - "Donnerwetter, Sie sind aber schlagfertig. Kommt das von der Kur?"
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten: Ede weist darauf hin, dass sich Kaufverträge dieser Art oft erfolgreich anfechten lassen. Es gebe mehrere Urteile, die Vibrationskissen zu den "elektromedizinischen Heilgeräten" zählten, die nicht auf Wanderveranstaltungen oder an der Haustür verkauft werden dürften.

Kneipe mit doppeltem Boden

  • Details: Hubert Rosbach aus kleiner Stadt in Westfalen betreibt mit Ehefrau kleinen Zeitungskiosk; hat jahrelang gespart und jetzt 50.000 DM, die er gerne gewinnbringend anlegen möchte; fährt mit D-Zug nach Bremen, um sich dort "gut eingeführte Gaststätte" anzusehen, die in Zeitungsannonce zum Verkauf angeboten worden war; redseliger Taxifahrer fährt ihn in vornehme Villengegend, wo ihn Gaststättenverkäufer Gerber empfängt; Klingel an der U.S. Mail Box; Waschbetonplattenweg zum Bungalow; Gerber will Gaststätte verkaufen, weil er angeblich Pläne für neue Lokale im Rhein-Main-Gebiet hat; gemeinsamer Besuch in der zum Verkauf stehenden Gaststätte "Laterne" im Bremer Vergnügungsviertel: Hubert schwer angetan, am Mittwoch Nachmittag volles Haus, stilvolles Ambiente, Geschäftsführer Horst Meinersen im Anzug konnte "gerade so" noch einen Tisch für Besitzer Gerber und Hubert reservieren; Hubert erkundigt sich vorsichtig nach den "Mädchen" im Lokal, die sind laut Meinersen tägliche Gäste und sorgten für den Umsatz; Hubert wirft Blick in Geschäftsbücher und ist weiterhin angetan, monatlich ca. 4- bis 5.000 DM Reingewinn; versucht trotzdem, Kaufpreis unter die verlangen 40.000 DM zu drücken; Einigung auf 36.000 DM; Horst macht 2. Perlwein auf. Vier Wochen später: Hubert will seiner Frau das Lokal zeigen; Ehepaar Rosbach macht sich etwas Sorgen, denn seit Kaufpreis überwiesen wurde, haben sie weder von Geschäftsführer noch Besitzer etwas gehört; Taxi fährt vor verrammelter Wirtschaft vor; Hubert spricht Prostituierte an, die ihm eröffnet, dass Lokal schon seit Ewigkeiten zu sei. Dort werde immer nur kurz mal geöffnet, wenn wieder ein Käufer gefoppt werden solle. Sie habe dort auch schon für einen Hunderter einen Gast gemimt. Rosbachs fahren zu Gerber und fordern Geld zurück; er bietet ihnen nur an, mit der selben Masche gemeinsam neuen Käufer reinzulegen und den Verkaufserlös zu teilen. Rosbachs lehnen ab, die Ersparnisse sind futsch.
  • Zitate: "Viel oder wenig Tonic, sagen Sie bitte halt." / "Ich will sofort mein Geld zurück, sonst können Sie was erleben!" - "Sachte, sachte, Mann. Wir sind hier nicht in Chicago." / "Die Gaststätte ist schon lange zu, das haben wir vor Ort erfahren!" - "Von wem denn, vielleicht von den Puppen auf der Straße?"
  • Bewertung: ***
  • Besonderheit: Ede verweist in Abmoderation auf Erfahrung, die Bankfachleute immer wieder machten: Viele Menschen arbeiteten hart und sparten jahrelang konsequent jede Mark, gingen dann aber später mit dem Ersparten relativ leichtsinnig um.

Au-pair-Mädchen gesucht

  • Details: Besitzerfamilie einer kleinen Pension, wohlhabende Ärztefamilie und Ehepaar in Bayern interessieren sich aus unterschiedlichen Gründen für die Anzeige eines angeblichen Au-Pair-Mädchens ("Haustochter") aus Irland; schreiben ihr Brief nach Irland, wie viele andere auch; blonder, pfeifender Iren-Postbote liefert Briefe an Ferienhaus ab, in dem sich deutsches Pärchen eingemietet und von dort die Zeitungsannonce in Deutschland aufgegeben hat; schreiben jedem Interessenten Brief, in dem sie in der Rolle des Au Pairs Interesse bekunden, aber Reisekostenzuschuss benötigten; viele schicken Geld oder Schecks; Betrügerpärchen stapelt eintreffende Schecks und Geld, Briefe wandern ungelesen in den Papierkorb.
  • Zitate: "Dann holen mers gleich in München ab und dann zeigen wir ihr die Stadt... und die Bavaria..." - "Jo, freili. Dass des Madl auch was siekt!"
  • Bewertung: *
  • Musik: So long (ABBA)
  • Besonderheiten: Ede rät zu größter Vorsicht, wenn Geld verschickt werden soll. Außerdem vermittle das Arbeitsamt Au-Pairs ohne Gebühr.

Bemerkungen

Erneut eine Sendung ohne Experiment

Vorherige Sendung: VF 054 (Sendung vom 16.02.1977)

Nächste Sendung: VF 056 (Sendung vom 31.08.1977)

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