Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 15. Mai 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 10.04.1992

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Elvira P. (Ehestreit)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar Jürgen Rüger
  • Tattag: unbekannt, zum letzten Mal lebend gesehen 13. Dezember 1990, Leiche gefunden am 3. Februar 1991
  • Tatort: unbekannt
  • Tatverdächtig: unbekannt
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Details: kalter Winterabend; Werbeprospektausträger verliert Lust an seiner Arbeit und schmeißt Blättchen in Schilfgürtel der Elbe; zwei Wochen später ärgern sich Spaziergänger in Kirchwerder über weggeworfene Zeitungen; entdecken im Hochwasserbereich Leiche; Ermittler identifizieren sie anhand der Vermisstenanzeige des Ehemanns; Opfer soll eifersüchtig gewesen sein; befragen auch Zeitungsausträger, der aber nichts gesehen hat; Obduktion: Schädel offenbar mit Hammer eingeschlagen; hatte laut Ehemann von Autoverkauf 5.900 DM in bar dabei; Elvira P. freut sich auf gemeinsamen Abend mit ihrem Mann, will aber eigentlich nicht, dass befreundetes Paar dabei ist; Kollegin Carmen ist Ziel von Elvira P.s Eifersucht; Nichte zum Babysitten abgeholt; um 21 Uhr Treffen von Elvira und ihrem Mann am Wandsbeker Markt, der aber Carmen entgegen der Absprache mitgebracht hat; Elvira zieht beledigt ab, Mann und Carmen gehen alleine was trinken. Ede: Ehemann wird von Zeugen entlastet, scheidet eigentlich als Täter aus. Reisepass der Toten kam am 28. Januar 1991 im Postamt 1 an, wurde entweder vom Täter in Briefkasten "entsorgt" oder von einem Finder eingeworfen.
  • Zitate: "Schitt verdammt ey, so viel noch, bei der Kälte!"
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten: Ede kritisiert in der Anmoderation "Unart" im Umgang mit Werbematerial
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Banküberfall und Mord an Volker M. (Der wilde Osten II)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Weimar
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Schilk
  • Tattag: 25. September 1991
  • Tatort: Rathaus Kindelbrück, Thüringen
  • Tatverdächtig: 2 unbekannte Männer
  • Belohnung: 15.000 DM
  • Details: Rathaus mit Sparkasse; Marktplatz; Banküberfall; Passant will Täter aufhalten und wird erschossen;
  • Zitate: "Unkenntnis der Ostdeutschen beim Umgang mit Schwerverbrechern"
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Sexualverbrechen an junger Frau (CD-Sammlung)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Remscheid
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissarin Frowein
  • Tattag: 26 Juni 1991, gegen 5 Uhr
  • Tatort: Wohnung der Opfers
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 2.000 DM
  • Details: CDs mit markanter Besonderheit; Täter lungert ums Haus herum
  • Schauspieler: Gundis "Dschungelcamp" Zambo
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten: Personendaten wurden im Film verständlicherweise geändert (Opferschutz)
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien – Fahndung nach Hermine D. – Arbeitete bei einem Verlag in Innsbruck; soll als Hauptkassiererin Barschecks veruntreut haben; Schaden: 3 500 000 Schilling

Geklärt: Die Gesuchte war zur Zeit der Ausstrahlung bereits Tod. Sie starb während einer Bergwanderung in der Schweiz und konnte erst später identifiziert werden. Darüber wird in der Sendung vom 04.09.1992 berichtet.

  • SF 2: Kantonspolizei Bern - Suche nach dem Albaner Marko N.‚Kopf eines internationalen Drogenrings‘; soll 20 Kilo Heroin in den Umlauf gebracht haben – Hält sich öfters illegal in der Schweiz auf; bereits für Drogendelikte und Einbrüche verurteilt
  • SF 3: Kripo Bochum – Gesucht wird Dieter J. wegen Betrug ‚im großen Stil‘ – Als Geschäftsführer und Gesellschafter zweigte er, über einen Zeitraum von 7 Jahren, Millionenbeträge ab und veruntreute sie – Soll außerdem Subventionen von mehreren Million Mark erschwindelt haben – Gesamtschaden: 8 200 000 Mark

(evtl.) Geklärt: Der Gesuchte konnte in Rio de Janeiro ermittelt werden, als er versuchte einen neuen Pass im Deutschen Konsulat zu beantragen. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 4: Kripo Mainz – Fahndung nach Willi G. – Gesucht mit zweifachem Haftbefehl wegen versuchter, schwerer räuberischen Erpressung und Unterschlagung – Benutzte einen Gerichtstermin um während der Verhandlungspause zu fliehen
  • SF 5: Interpol Wien – Peter Nidetzky: ‚Sicherlich derzeit Österreichs Kriminalfall Nummer 1‘ – Fragen zu mehreren vermissten Gegenständen von insgesamt 7 ermordeten Prostituierten – Im Zusammenhang mit den Morden wird nach einem weißen Ford Mustang Mach 1 gesucht, der dem ehemaligen Häftling und Schriftsteller Johann ‚Jack‘ U. gehört. In der Folgesendung wird berichtet dass ein aufmerksamer Zuschauer das Auto, auf einem Hof einer Autowerkstatt in Padua/Norditalien wiedererkannte und danach die Polizei alarmierte.

Geklärt: 1994 wurde Johann ‚Jack‘ U. , anhand der sichergestellten DNA Spuren und etlichen Indizien, wegen siebenfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Nacht nach dem Urteil beging er in der Justizanstalt Graz-Jakomini Selbstmord. Siehe auch:

'Jack U.' Wikipedia

  • SF 6: Kripo Wiesbaden – Fahndung nach dem Anlagebetrüger Wolfgang H. – Hatte ca. 300 Investoren in den neuen Bundesländern sowie der Österreich und Schweiz um 20 Mio. DM (!) geprellt

Geklärt: Die Kripo bekam einen Hinweis, dass sich der Gesuchte in der Schweiz im Kanton St. Gallen aufhalten könnte. Dort konnte er schließlich in Sargans auch festgenommen werden. Bekanntgabe in der [Sendung vom 11.06.1993]].

  • SF 7: Kripo Hannover – Suche nach dem Börsenhändler Reinhard G. – Hatte Gelder seiner Kunden für angebliche Warentermingeschäfte selber unterschlagen; danach vom Landgericht Hannover zu 2 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt; danach untergetaucht – Gesamtschaden: 1 700 000 DM

Geklärt: Der Gesuchte konnte einige Stunden nach der Sendung in Rothenburg festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 8: Fahndung nach unbekannten Bankräubern; Fotos von Überwachungskamera –
    • Bankräuber 1) Kripo Frankfurt/Main: Mann überfiel Banken in Hamburg und Frankfurt; sprach dabei Sächsischen Dialekt, Beute: 55 000 DM;
    • Bankräuber 2) Kripo Neuss: Im Abstand von 9 Monaten gleiche Sparkasse 2-mal überfallen; auffallend, tiefe Stimme, Beute: 90 000 DM;
    • Bankräuber 3) Kripo Nürnberg: Überfall auf eine Sparkasse in der Innenstadt, Beute: 50 000 DM sowie Schilling und Lira im Wert von 7 000 DM; floh mit einem Taxi das auf ihn wartete

(teilw.) Geklärt: Der Gesuchte der Kripo Nürnberg konnte schlussendlich festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 12.02.1993 berichtet. Siehe dazu auch „Fahndung nach Bankräuber und Geiselnehmer“ auf dieser Seite unter den Bemerkungen.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 7 der vorherigen Sendung: Milan S., einer der vom LKA Wiesbaden gesuchten Jugoslawen wurde in Amsterdam festgenommen. Mirsad L. und Rajib K. sind nach wie vor flüchtig, erneute Fahndung nach ihnen.
  • SF 8 der Sendung vom 14.06.1991: Im Mordfall einer zunächst unbekannten Frau berichtet Ede, dass bei Tübingen wenig später in der Nähe des Fundortes auch noch eine männliche Leiche gefunden wurde. Beide Toten konnten jetzt identifiziert werden und dabei stellte sich heraus, dass Mann und Frau zusammen gehörten. Die ungarischen Staatsangehörigen Laszlo K. & Katalin C. wurden wahrscheinlich nach einem ihrer regelmäßigen Besuche in der Schweiz getötet. Die diesen Fall bearbeitende Kripo Tübingen fragt, wer die beiden Ermordeten im August 1990 noch gesehen hat und außerdem, wer Angaben zum Verbleib eines Siegelringes machen kann, den Laszlo K. getragen hat. Seit seinem Tod ist der Ring verschwunden.

XY Gelöst:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der Braunschweiger Gefägnisausbrecher Alexander B., der mit Komplizen mehrere Postämter überfallen hatte, konnte nur eine Stunde nach der Sendung in der Wohnung seiner Freundin in Hannover festgenommen werden.
  • SF 6 der vorherigen Sendung: Nevzat A., wegen versuchtem Mordes an einem Geschäftspartner von der Kripo Mettmann gesucht, wurde auf dem Brüsseler Flughafen verhaftet.
  • SF 8 der Sendung vom 06.12.1991: Der von Interpol Wien gesuchte Jugoslawe Slavisa J., der seine Ex-Freundin in ihrer Wiener Wohnung mit mehreren Messerstichen ermordet haben soll, konnte in Miloševo/Serbien festgenommen werden.
  • SF 3 der Sendung vom 11.10.1991: Kole M., von der Kantonspolizei Bern gesuchter Jugoslawe, der einen Landsmann in Frutigen im Kanton Bern erstochen haben soll, wurde in Mailand verhaftet. Dort arbeitete er als Nachtportier. Inzwischen wird auch noch ein Mord an einem weiteren Landsmann vorgeworfen, den er in Lugano ebenfalls erstochen haben soll.
  • FF 2 der Sendung vom 03.05.1991: Die Serie von Einbrüchen und Vergewaltigungen im Frankfurter Raum, bei der der Täter meistens weiße Handschuhe trug, ist jetzt geklärt. Nachdem der Fall im Rückblick der Sendung vom 13.09.1991 erneut behandelt wurde, konnte anschließend durch Zuschauerhinweise der Täter als der Jugoslawe Dejan D. identifiziert werden. Er versuchte in Berlin auf ähnliche Weise zwei Frauen zu vergewaltigen, dabei gelang jedoch einer Frau die Flucht, die dann die Polizei verständigte. Nachdem der Mann bei einer Verfolgungsjagd mit einem Messer auf einen Polizeibeamten eingestochen hatte, wurde er schließlich in Berlin festgenommen. Er legte dabei ein umfassendes Geständnis ab.
  • SF 6 der Sendung vom 09.06.1989: Der als Teil von einer Bande, die Banken und Geldboten überfallen und ausrauben, von der Kripo Krefeld gesuchte Bankräuber Peter M., er wurde kurz zuvor erst aus langjähriger Haft entlassen, konnte schlussendlich in Mönchengladbach verhaftet werden. Darüber wird in der Sendung vom 10.04.1992 berichtet.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Bemerkungen

  • Ede bemüht sich bei der Aussprache von englischen Musiktiteln nach Filmfall 3.
  • In FF 2 spielt Gundis Zambo mit.

Fahndung nach Bankräuber und Geiselnehmer

Im SF 8 dieser Sendung wird mit einem Foto aus einer Überwachungskamera nach einem Täter (groß und korpulent) gesucht, der am 19. Dezember 1991 in Nürnberg einen Banküberfall mit Geiselnahme verübt hat. Anhand des sehr unscharfen Bildes wird der Täter als Donald S. aus Lauf an der Pegnitz identifiziert. Er leugnet zwar die Tat und war zur Tatzeit nach Aussagen von acht Zeugen 350 km entfernt in Sachsen, doch ein anthropologisches Gutachten von Dr. Cornelius Sch. weist anhand der Form des Ohres auf dem Foto nach, daß es sich bei dem Bankräuber mit 98% Sicherheit um S. handeln müsse. S. wird zu acht Jahren Haft verurteilt, die er auch vollständig absitzen muß, da er die Tat weiterhin beharrlich abstreitet. Wenige Wochen nach seiner Haftentlassung, im Jahr 2001, wird dann der wahre Täter gefaßt, der die Tat auch gesteht. S. bekommt 60.000 DM Haftentschädigung, von denen noch 21.000 DM für die Verköstigung im Gefängnis abgezogen(!) werden. In einem zivilrechtlichen Prozess wird der Gutachter Dr. Cornelius Sch. zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 150.000 € an S. verurteilt.

Siehe auch Wikipedia

Über den Gutachter, dem noch mehr fehlerhafte Gutachten angelastet wurden: Focus

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