Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 24. April 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 07.06.1996

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubüberfall, versuchter Mord und Mord (Brutales Verbrechertrio)

Inhalt

  • Dienststelle: Bundesministerium für Inneres, Wien
  • Kommissar im Studio: Gruppeninspektor Bauer
  • Tattag: Verschieden
  • Tatort: Verschieden
  • Tatverdächtig: 3 Männer (Anes M., Dzemsit D. und Ilija K.), von denen einer in Haft ist
  • Belohnung: 80.000 öS
  • Details: Organisierte Kriminalität; drei Männer aus dem ehemaligen Jugoslawien; Basis für mehrere Verbrechen ist eine Wohnung im Großraum Wien, in Wiener Neustadt oder im nördlichen Burgenland;
    • 1. Fall: (Wien-Favoriten, Rotenhofgasse, 10. April 1995, ca. 15.00 Uhr) Juwelier-Überfall in Wien mit Daumenschellen;
    • 2. Fall: (Wien-Inzersdorf, Laxenburger Str. 365, 28. April 1995, gegen 14.00 Uhr) Überfall auf einen Gemüsegroßhändler auf dem Großmarkt in Wien, einer der Mitarbeiter wird erschossen;
    • 3. Fall: (Siófok, 7. Juli 1995, nach 00.00 Uhr) Überfall auf einen Devisenhändler und seine Lebensgefährtin, der Devisenhändler wird getötet, seine Freundin überlebt schwer verletzt; sehr brutal
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Es wird recht ausführlich in der Folgesendung über den Fall berichtet. Einer der Täter wurde festgenommen und die anderen sind zu der Zeit flüchtig. Zwei Täter wurden in einem Zeitraum von 12 Monaten in Bayern festgenommen. Das Schicksal von Täter Nr.3 ist nicht bekannt. (Quelle?)

Banküberfallserie (Ronald Reagan und Michael Jackson)

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Wiesbaden
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Bolz
  • Tattag: Verschiedene
  • Tatort: Verschiedene
  • Tatverdächtig: 2 unbekannte Männer
  • Belohnung: 60.000 DM
  • Details: bereits 13 Überfälle; bei jedem der Überfälle zerstört einer der Täter mit einer Axt die Überwachungskamera und nimmt den Film mit; Sparkassenfilialen auf dem Lande; nur im Winter; Verkleidet mit Ronald Reagan und Michael Jackson Masken einer der Täter (Ronald Reagan Maske und Pumpgun) erinnert stark an Pumpgun -Ronnie in der Sendung vom 03.06.1988; Lastwagenfahrer rammt den Fluchtwagen; die Täter schießen dann auf den Fahrer; es wird niemand verletzt
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Die beiden Überfälle auf die Sparkasse Reichelsheim sind geklärt. Die ganze Überfallserie wurde 2002 nach fast 10 Jahren aufgeklärt. Zwei Männer wurden in Sankt Augustin festgenommen. Die beiden hatten insgesamt gut 6 Mio. DM Beute gemacht. Über die sog. Kanzler-Bande, die Überfälle, den Prozess und das abschließende Urteil (15 Jahre Haft) berichtete die FAZ am 28.11.2003.

Die Überfallserie wurde später unter dem Titel Zwölf Winter verfilmt.

Raubüberfall (Team Telekom)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Calw
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptmeister Kiefer
  • Tattag: 13 Oktober 1995
  • Tatort: Nagold
  • Tatverdächtig: 2 unbekannte Männer
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Details: Täter schaffen sich unter einem Vorwand - Telekommitarbeiter - Zutritt ins Haus
  • Zitat: "Habt ihr da schon dran rumgemacht, dann blockiert nämlich das System."
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

In der Folgesendung wird dieser Fall aufgegriffen. Es werden zwei Phantombilder gezeigt.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Stadtpolizei Zürich - Fahndung nach André Z., der am 8. Januar 1996 versucht haben soll, seine ehemalige Freundin und deren Partner zu töten. Das Motiv soll Eifersucht gewesen sein. Unter einem Vorwand hat er die beiden in eine Wohnung gelockt und dort aus nächster Nähe auf sie geschossen. Das Paar überlebte den Mordanschlag leicht verletzt. Gegen den Gesuchten sind außerdem Strafverfahren wegen Drogenhandels und Betrugs in über 400 Fällen anhängig. Er ist Brillenträger. - Belohnung: 3.000 SFr

Geklärt: Der Gesuchte konnte Ende Juni 1996 in der Nähe von Lugano im Tessin verhaftet werden. Klärung in der Folgesendung.

  • SF 2: LKA Saarbrücken - Fahndung nach Johannes van S., der als Serienbetrüger in Deutschland, Frankreich und der Schweiz unterwegs sein soll. Der Niederländer soll v.a. im süddeutschen Raum Kapitalanleger dazu überredet haben, ihm größere Geldbeträge anzuvertrauen. Die Seriösität seiner Anlagen täuschte er durch falsche Verträge, gefälschte Zusagen ausländischer Banken und ungedeckte Schecks vor. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 1 Mio. DM. Der Gesuchte ist seit Jahren ohne festen Wohnsitz und mietet sich meist kurzfristig vorübergehend in Miet- und Ferienwohnungen oder Hotels ein. Er verkehrt oft in Spielcasinos und dürfte in Begleitung seiner Ehefrau sein. Vermutlich ist er in einem roten Nissan Primera P10 mit französischem Kennzeichen unterwegs. - Belohnung: 1.000 DM

Geklärt: Er wurde in Belgien festgenommen. Bekanntgabe in der Sendung vom 22.08.1997.

  • SF 3: Interpol Wien - Identifizierung eines unbekannten Toten, der vor etwa einem Jahr in einem Müllsack verpackt in Wien ans Donauufer gespült wurde. Der Mann war mit zahlreichen Messerstichen in Hals und Rücken sowie mehreren wuchtigen Schlägen auf den Kopf getötet worden. Als Todeszeitpunkt wurde das Wochenende um den 15. Juli 1995 angegeben. Arme und Beine des Mannes fehlen. Er war ca. 50 Jahre alt, ca. 180 cm groß und sehr kräftig. Er hatte schwarzgraumeliertes Haar mit beginnender Stirnglatze, dazu einen kurzen Stoppelbart. Sein Gebiss war auffallend lückenhaft, außerdem war er starker Raucher. Bekleidet war er u.a. mit einem grünen T-Shirt in der Größe XXL mit der Aufschrift "Blue Ocean". - Belohnung: 30.000 öS
  • SF 4: Kripo Mainz - Fahndung nach den Kosovo-Albanern Marjan und Sokol K., Martin R. und Adriatik K., denen ein gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen wird. Am 16. April 1996 war es in einer Anlaufstelle für Asylbewerber in Ingelheim am Rhein zu einer Massenschlägerei zwischen Kosovo-Albanern und Kurden gekommen. Dabei war ein Türke mit 13 Messerstichen getötet und weitere Beteiligte teils lebensgefährlich verletzt worden. Marjan K. trägt einen Verband am Kopf, inzwischen soll er aber eine andere Kopfbedeckung tragen. - Belohnung: 5.000 DM
  • SF 5: Kapo Luzern - Fahndung nach Amir Z., der versucht haben soll, einen Landsmann zu töten. Vor drei Wochen passte Z. den Mann am Bahnhof in Sursee (Kanton Luzern) ab und schoss ohne Vorwarnung viermal auf ihn. Als das Opfer am Boden lag, gab Amir Z. nochmals mehrere Schüsse aus nächster Nähe auf ihn ab. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Als Motiv werden Familienstreitigkeiten angegeben. Der Gesuchte könnte sich inzwischen in Deutschland oder Italien aufhalten - Belohnung: 3.000 SFr

Geklärt: Er gab aufgrund des hohen Fahndungsdrucks die Flucht auf und stellte sich im August 1996 den Behörden in Luzern. Bekanntgabe in der Sendung vom 23.08.1996.

  • SF 6: Kripo Stuttgart - Fahndung nach dem Ausbrecher Frank S., der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und mehrerer Raubüberfälle zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt ist, von der er noch mehr als sechs Jahre zu verbüßen hat. Am 29. Mai 1996 konnte er bei einem Arztbesuch in einer Stuttgarter Klinik einen Justizbeamten niederschlagen und anschließend fliehen. Da er seit einiger Zeit nicht mehr mit triebhemmenden Medikamenten behandelt wird, stellt er v.a. für Kinder eine große Gefahr dar. Er könnte inzwischen versuchen, in homosexuellen Kreisen als Stricher Geld zu verdienen. Am Oberkörper hat er zahlreiche Tätowierungen, am linken Oberarm den abgewandelten lateinischen Spruch "veni, vici, vede" sowie am linken Unterarm die Buchstaben "ADAC". - Belohnung: 3.000 DM

Geklärt: Er stellte sich am 5. Juli 1996 den Beamten im deutschen Generalkonsulat in Casablanca. Bekanntgabe in der Sendung vom 23.08.1996.

XY Gelöst - der Rückblick

„Spektakulärer“ Anfang der Sendung: Ede beginnt nach der Begrüßung den Rückblick mit der Bemerkung, dass die Polizei seit der letzten Sendung „eine Reihe wirklich spektakulärer Erfolge” verbuchen konnte. Ede weiter: „Die Zeitungen waren voll davon“. Und dann werden nacheinander eingeblendet:

  • Die Meldung der Ermittlung und Festnahme der mutmaßlichen Reemtsma-Entführer: „Dem dritten Entführer dicht auf den Fersen“; Neue Ruhr Zeitung, Essen
  • Die Festnahme der Aldi-Erpresser in Halle „Aldi-Erpresser geständig“; Süddeutsche Zeitung, München
  • Die Autobahnerpresser, die in Schleswig-Holstein monatelang Angst und Schrecken verbreitet hatten, gingen der Polizei in Lübeck ins Netz „Im Standesamt verhaftet“; Neue Ruhr Zeitung, Essen
  • Und dann noch die Meldung, dass in Berlin ein Arzt festgenommen wurde, die, so Ede „einige Zeitungen zu bemerkenswerten Spekulationen verführt hat“. „Hautarzt verhaftet: der "Havel-Ripper"?“; Berliner Morgenpost und „Der Todes-Arzt. Wieviele Frauen hat er zerstückelt?“; Bild, München.
  • SF 7 der Sendung vom 28.10.1994 und FF 1 der Sendung vom 27.10.1995: Ede bezweifelt, dass Dana F., deren Leiche zerstückelt aus der Havel gefischt wurde, eines der Opfer des in Berlin festgenommenen Arztes war. Die junge Frau konnte mit Hilfe der XY-Zuschauer identifiziert werden, nachdem die Kripo Oranienburg in der Oktobersendung 1994 den Fall als Unbekannte Tote vorstellte. Er meint außerdem, dass es im ein Jahr später in XY ausgestrahlten Berliner Mordfall Sabrina G. ("Bahnhof Zoo", aus der Oktobersendung 1995) anders aussehen könnte. Er sagt aber auch ausdrücklich, dass es bisher keinen handfesten Beweis dafür gibt.

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Zu dem von Interpol Wien gesuchten Anton B., dem vorgeworfen wird, Tierdärme zur Wurstherstellung nicht bezahlt und weiterverkauft zu haben, gab es zwar einige Hinreise, diese führten aber noch nicht zu seiner Festnahme. Deshalb die erneute Fahndung nach ihm. Er könnte sich inzwischen in Ungarn aufhalten.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Auch der von der Kapo Basel-Landschaft bearbeitete Raubüberfall auf einen Firmenchef konnte bislang nicht geklärt werden. Deshalb wird das Fahndungsfoto des unmaskierten Täters erneut gezeigt.

XY Gelöst:

  • FF 2 der vorherigen Sendung: Der Banküberfall in Groß Ippener, das Dorf der 15 Banküberfälle im Landkreis Oldenburg, konnte durch den Schlüssel, den die Täter im Fluchtfahrzeug hinterlassen haben, geklärt werden. Es kamen 80 Hinweise zu dem Fall und einer der XY-Zuschauer erkannte den von Sabine gezeigten Schlüssel. Er gehörte zu einem Postfach in Helmstedt und der Inhaber, ein 28-jähriger Mann aus Bielefeld, der schon wegen Raubes vor Gericht stand, war tatsächlich der gesuchte Bankräuber.
  • FF 2 der Sendung vom 23.02.1996: Bei der Ausstrahlung des von der Kripo Bergisch Gladbach bearbeiteten Raubüberfall und Versuchter Mord an Filialleiter (Glücksfall Ladehemmung) in XY saß auch einer der Täter zusammen mit seiner Freundin vor dem Bildschirm. Und nicht ohne Stolz sagte er „Da war ich dabei!“. Auf Umwegen landete dieser Ausruf bei der Polizei, die herausfand, das er die Wahrheit gesagt hatte. Sein Komplize saß zum Zeitpunkt der Sendung schon wegen einer anderen Straftat im Gefängnis.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle

  • FF 1: Organisierte Kriminalität in Österreich und Ungarn: Hier kommt der interessanteste Hinweis aus Deutschland. Ein Münchener Taxifahrer ist sich sicher, vor drei bis vier Wochen einen der Gesuchten, Anes M., als Fahrgast gehabt zu haben. Auch in Wien sind einige Hinweise eingegangen, aber eine so interessante Spur scheint nicht dabei zu sein.
  • FF 2: Raubüberfälle auf Banken: Es sind zu dem Fall ca. 50 Hinweise eingegangen. Die meisten beziehen sich auf das Phantombild des Täters mit der Ronald-Reagan-Maske, der vor einem Überfall auch unmaskiert gesehen worden ist. Ein Großteil der Hinweise bezieht sich auf konkrete Personen, und zwar meistens auf polizeibekannte Männer, die nun überprüft werden können. Ede macht noch auf ein Vertrauenstelefon der Kripo Koblenz aufmerksam, wo sich anonymde Hinweisgeeber wenden können;
  • FF 3: Raubüberfall in Nagold: Es sind ca. 60 Hinweise eingegangen. Meist beziehen sie sich auf die gezeigten Phantombilder. Zwei Hinweise sind besonders interessant, weil die Zuschauer von ähnlichen Vorgängen berichten. Eine Zuschauerin berichtet von einem Mann, der unangemeldet erschienen ist und gesagt hat, er käme von der Deutschen Telekom. Er wollte nachschauen, denn irgendetwas am Telefon wäre nicht in Ordnung. Die Frau hat ihn nicht in die Wohnung gelassen. Der Mann hat sich verabschiedet. Er wollte zwar zehn Minuten später wiederkommen, ist aber nicht wieder erschienen. Die Frau hat sich aber noch das Ortskennzeichen seines Fahrzeugs notiert.

Studiofälle:

  • SF 1: Mörder André Z.: Es gab in Zürich einige Hinweise zu seinen früheren und aktuellen Aufenthaltsorten. Dazu wurden bereits erste Überprüfungen eingeleitet.
  • SF 2: Betrüger Johannes van S.: Er soll angeblich gestern in einem Spielcasino gesehen worden sein, und zwar in Norddeutschland.
  • SF 3: Unbekannter Toter: Es gab hierzu einen recht konkreten Hinweis, der aber noch überprüft werden muss.
  • SF 4: Totschlag an einem Türken: In diesem Fall sieht es so aus, als ob drei der vier Täter - Marjan K., Sokol K. und Adriatik K. - noch zusammen sind und sich derzeit in Hessen aufhalten. Dazu gibt es einen recht konkreten Hinweis.
  • SF 5: Mörder Amir Z.: Zu diesem Fall gibt es keinen einzigen Hinweis in Zürich. Das deckt sich mit der Erkenntnis, dass sich der Gesuchte in Deutschland oder Italien aufhalten soll.
  • SF 6: Sexualtäter Frank S.: Es sind recht viele Hinweise eingegangen. Er könnte sich derzeit in Baden-Württemberg aufhalten.

Bemerkungen

  • Ansagerin: Raphaela Dell.
  • In Filmfall 3: Marianne Lindner.
  • Ede Ankündigung Filmfall 3.

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