Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 05.07.1996

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubmord an Yvonne B. (Sinnloser Mord an Postbeamtin in der Schweiz)

Inhalt

  • Dienststelle: Kantonspolizei Thurgau
  • Beamter im Studio: Oberleutnant Ambord
  • Tattag: 3. Februar 1996
  • Tatort: Postamt Mettlen
  • Tatverdächtig: vermutlich ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 100.000 SFr
  • Details: Aushilfskraft der Post, sog. Springerin; gilt als ausgesprochen zuverlässig; Einbrecher dringt des Nachts über ein Wasserrohr in den 1. Stock ein; Yvonne B. steht an diesem Morgen etwas früher auf; Täter scheitert an der Sicherheitstür zum angrenzenden Postgebäude; Opfer wird beim aufschließen der Tür vom Täter überrascht und bedroht; wird gezwungen, den Tresor zu öffnen; erbeutet Bargeld und Wertsachen von rund 50.000 Franken; erschießt dennoch Yvonne B. grundlos; ein Postlieferant findet das Opfer wenige Minuten später leblos auf dem Boden liegen; Täter flüchtet durch die Hintertür;
  • Zitate: "Ein kleines Schwätzchen gehört zum Kundendienst." Isoldes Zitat als Yvonne mit einer Kundin redet
  • Musik: The Bangles - If She Knew What She Wants
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Die beiden Männer, die 1996 im thurgauischen Mettlen die stellvertretende Posthalterin umbrachten, müssen für 19 beziehungsweise 15 Jahre ins Zuchthaus. Das Thurgauer Obergericht hat ihre Berufung gegen das erstinstanzliche Strafmaß abgelehnt.

Quelle: Urteile gegen Postmörder bestätigt - News.CH vom 15. Okt 2004

Von der Aufklärung des Falles wird in der Sendung vom 01.12.2000 berichtet.

Raubüberfall auf Alte Dame (Verwirrte Rentnerin)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Best
  • Tattag: 6. / 7. September 1995
  • Tatort: Hamburg Niendorf
  • Tatverdächtig: vermutlich 2 unbekannte Täter
  • Belohnung: 1.000 DM
  • Details: 88-jährig; offene Balkontüre; wahrscheinlich Zufallsopfer; wird vorm Fernsehen auf dem Sofa überfallen; verwirrtes Opfer, weiß nicht mehr, wo das eigene Geld versteckt ist; Täter bleiben mehrere Stunden in der Wohnung; die Dame wird mit Hilfe der Feuerwehr am nächsten Tag gefesselt und misshandelt gefunden;
  • Zitate: "Die Männer reagieren mit wachsender Wut"; "Komm! Weg! Klebeband!"
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Nicole N. (Knochenfund im Wald)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Holzminden
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Fahrenholz
  • Tattag: nach dem 25. August 1993
  • Tatort: unbekannt
  • Tatverdächtig: unbekannt
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: Arzthelferin (21); durch einen Freund rauschgiftsüchtig geworden; versucht clean zu werden, hat bereits einige Rückfälle hinter sich; es kommt zu Spannungen mit ihrer Freundin; will nach Hannover trampen; versucht später mit dem Zug weiter schwarz zu fahren; Pilzsammler finden die skelettierten Überreste 2 Jahre später im Wald auf, vermutlich erschlagen; Pommes ohne Ketchup oder Mayonnaise
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten: Fundtag: 24. September 1995
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: BKA Meckenheim - Bombenanschlag auf die Quebec-Barracks der britischen Streitkräfte in Osnabrück durch die Provisional IRA am 28. Juni 1996 um ca. 18.50 Uhr. Als einer der beteiligten Täter konnte der Brite Michael Robert D. identifiziert werden. Von zwei weiteren Tätern, die sich "Beth" und "Mark" nannten, werden Phantombilder gezeigt. Als Tatfahrzeuge benutzten die Täter zwei Pritschenwagen des Typs Ford Transit, jeweils mit britischen Kennzeichen. Ein Wagen blieb am Tatort zurück, der andere wurde auf einem Autobahnparkplatz bei Oldenburg sichergestellt.

Teilweise geklärt: Im Dezember 2002 wurde Michael Robert D. am Flughafen Prag festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Das OLG Celle verurteilte ihn im Jahr 2003 zu sechs Jahren und sechs Monaten Haft. Nach Verbüßung von zwei Jahren und drei Monaten wurde ihm die Reststrafe wegen guter Führung erlassen. Ein weiterer Täter, ein 48-jähriger Ire, wurde erst Ende 2016 nach Deutschland ausgeliefert. Er wurde am 25. Oktober 2017 vom LG Osnabrück zu vier Jahren Haft verurteilt.

  • SF 2: Interpol Wien - Raubmord am 29-jährigen Kaufmann Markus L. am 10. Dezember 1995. Er wurde in seiner Wohnung geknebelt und brutal misshandelt, bis er erstickte. Den Nachmittag und Abend vor dem Verbrechen hat er mit einer Jugendfreundin im 15. Wiener Gemeindebezirk verbracht. Von ihr hat er sich gegen 23.30 Uhr verabschiedet. Möglicherweise hat er danach noch ein Lokal besucht. Neben der Leiche wurde eine Damenbrille mit Fensterglas aufgefunden, die nicht vom Opfer stammt. Aus dem Besitz des Opfers fehlen hingegen zwei Armbanduhren der Marke Jaeger-Le Coultre und Universal Genève. - Belohnung: 100.000 öS
  • SF 3: Interpol Wien - Fahndung nach Markus K., dem schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird. Innerhalb von drei Jahren soll er viele Anleger um mehr als 14 Mio. öS geschädigt haben. Er versprach, das Geld in Immobilien und Unternehmensbeteiligungen anzulegen, um eine hohe Rendite zu erzielen. Angelegt wurde nichts, stattdessen soll K. mit dem Geld verschwunden sein. - Belohnung: 15.000 öS
  • SF 4: Kripo Schwelm - Fahndung nach Sabine und Klaus-Peter H., denen groß angelegter Betrug mit BMW-Jahreswagen mit einem Gesamtschaden von über 1 Mio. DM vorgeworfen wird. Sie sollen bei verschiedenen Händlern zahlreiche BMWs gekauft und mit Schecks bezahlt haben, die sie sofort gesperrt haben oder die von den Banken nicht eingelöst wurden. Die Fahrzeuge wurden von dem Ehepaar wieder zum Kauf angeboten. Dafür haben sie die Anzahlungen kassiert, die Fahrzeuge jedoch nicht abgegeben. - Belohnung: je 1.000 DM für die Festnahme der beiden Gesuchten
  • SF 5: Kripo Zürich - Mord an Andreas J., dessen Leiche zerstückelt in der Limmat bzw. am Ufer des Zürichsees aufgefunden wurde. Der 47-jährige Österreicher muss vor dem Tod äußerst brutal misshandelt worden sein. Zuletzt wurde er am 2. Februar 1996 in Zürich lebend gesehen. Er wollte nach Österreich fahren und dort Geld holen. Offensichtlich pendelte das Opfer, das sich auch falscher Identitäten bediente, zwischen Vorarlberg und Zürich. Außerdem verfügte er über gute Beziehungen nach Deutschland. Aus seinem Besitz fehlt eine hellgrüne Jacke. - Belohnung: 8.000 SFr

Geklärt: Im Sommer 1997 meldete sich ein Zeuge, der Einzelheiten zur Tat wusste, die nur der Polizei bekannt waren. Diese Informationen will er von einem Bekannten erhalten haben. Dieser Mann wurde im Juli 1997 festgenommen und hat die Tat gestanden. Er habe Andreas J. in dessen Wohnung im Streit erschlagen und die Leiche zerteilt, um sie besser aus der Wohnung schaffen zu können. Bekanntgabe in der Sendung vom 05.12.1997.

  • SF 6: Kripo Tauberbischofsheim - Fahndung nach dem Albaner Rromeo K., der einen Besucher auf einem Volksfest getötet haben soll. In einem Festzelt hatte er mehrere Frauen massiv belästigt. Das spätere Opfer kan ihnen zu Hilfe. Die Helfer gerieten in Streit mit dem Verdächtigen, bis er vom Sicherheitspersonal aus dem Zelt gewiesen wurde. Kurze Zeit später kam er zurück, ging zielstrebig auf seinen Kontrahenten zu und stach ihn mit einem Schlachtermesser nieder. - Belohnung: 1.000 DM
  • SF 7: Kripo München - Fahndung nach Ibrar P., der einen Doppelmord an einer Frau und ihrem Sohn in München-Trudering begangen haben soll. Der Gesuchte ist ein ehemaliger Schulkamerad des getöteten Sohnes. In der Nacht zum 23. Juni 1996 soll er die beiden Opfer in deren Haus erschossen haben. - Belohnung: 10.000 DM

Geklärt: Die Inhaberin einer Gaststätte in Bregenz erkannte in Ibrar P. ihren Kellner. Der war jedoch noch während der Sendung aus seinem Zimmer geflohen. Am 26. Juli 1996 geriet er in Paris in eine Routinekontrolle und wurde festgenommen. Bekanntgabe in der Sendung vom 23.08.1996.

  • SF 8: Kripo Marl - Fahndung nach Seyyar S., dem internationaler Drogenhändler, vollendeter und versuchter Totschlag vorgeworfen wird. Der 33-jährige Türke ist seit Juni 1994 flüchtig. Früher lebte er im Ruhrgebiet. Die Kripo hält ihn für den Anführer einer internationalen Drogenbande. Zahlreiche Bandenmitglieder wurden bereits festgenommen und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Auch in der Türkei wird er wegen Totschlags gesucht. Er benutzt verschiedene Falschnamen und reist vermutlich mit falschen Papieren. Er könnte sich in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien aufhalten. Seyyar S. hat mehrere Narben im Gesicht. - Belohnung: 3.000 DM

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der vorherigen Sendung: Raubüberfälle in Wien sowie Mord und versuchter Mord in Siófok/Ungarn durch brutales Verbrechertrio aus Ex-Jugoslawien. In dem Fall, „der ein Schlaglicht auf die verschiedenen Formen der organisierten Kriminalität wirft“ (Peter Nidetzky) gibt es neue Entwicklungen. Bereits vor der letzten Sendung konnte in München der Kroate Ilja K. festgenommen werden. Ein weiterer Kroate, Anes M., ist noch flüchtig. Fahndung nach ihm, auch er soll sich nach Deutschland abgesetzt haben. Der dritte verdächtige Mann, Dzemsit D., wird nicht erwähnt. Das Trio soll auch noch für weitere Verbrechen verantwortlich sein.
  • FF 3 der vorherigen Sendung: Im von der Kripo Calw bearbeiteten Raubüberfall auf eine Hausbesitzerin und eine Mieterin in Nagold, bei dem sich die Täter als Servicetechniker der Telekom ausgaben, gab es Zuschauerhinweise, dass die selben Täter auch in Frankfurt auftauchten und es werden zwei aktuelle Phantombilder gezeigt.
  • SF 4 der Sendung vom 03.05.1996: Der von der Kripo Hanau gesuchte Bosnier Fuad Z. wurde in Bad Homburg festgenommen. Der mit ihm zusammen gesuchte Fuad J. wird nicht erwähnt. Die beiden sollen einen Landsmann erschossen haben.
  • FF1 der Sendung vom 12.01.1996: Einer der Täter im „Landstreichermord“-Fall Egon D. konnte mit Hilfe des in der Nachbesprechung gezeigten Phantombildes ermittelt werden. Allerdings reichen die Beweise nicht, so daß die Kripo in jetzt den zweiten Begleiter sucht.
  • SF 8 der Sendung vom 03.11.1989: Die Sonderkommission des BKA in Meckenheim bei Bonn konnte im Zusammenhang mit weiteren Anschlägen der IRA in Deutschland einen Tatverdächtigen identifizieren. Fahndung nach dem Briten Michael Robert D. mit älterem Foto. Von zwei weiteren Tätern werden Phantombilder gezeigt. Eine Frau, angeblich „Beth“ und ein Mann, angeblich „Mark“. Die SOKO aus Meckenheim fragt nach außerdem nach dem verbleib von zwei Ford Transit Pritschenwagen mit gefälschten britischen Kennzeichen.

XY Gelöst:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: André Z. wurde in der Nähe von Lugano im Tessin festgenommen, wo er unter falschem Namen eine Wohnung hatte. Er war von der Stadtpolizei Zürich gesucht worden, weil er aus Eifersucht seine ehemalige Freundin und deren neuem Partner niedergeschossen hatte, sowie wegen Drogenhandel und Betrug in über 400 Fällen.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Yvonne B.: Zu dem Fall sind sehr viele Hinweise in Zürich eingegangen. Ein Schwerpunkt der Hinweise liegt bei den Schlüsseln, die der Täter mitgenommen hat, und den geraubten Autobahnvignetten. Die Ermittlungen dazu werden sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen
  • FF 2: Raubüberfall auf eine alte Dame: Es sind ca. 70 Hinweise eingegangen, diese sind breit gestreut. Sie reichen vom zurückgelassenen Klebeband über die ebenfalls zurückgelassenen Taschenlampen bis zum geraubten Brillantring. Der Brillantring soll, so ein Anrufer, kürzlich in Ulm versteigert worden sein. Der Anrufer hat ihn selbst ersteigert und besitzt ihn noch, so dass die Polizei überprüfen kann, ob er aus diesem Raub stammt. Zweitens haben mehrere Anrufer übereinstimmend angegeben, dass die Taschenlampe mit dem Aufdruck "B&K Bischof & Klein" von einer Firma in Lengerich als Werbegeschenk ausgegeben werden. Das bietet der Polizei interessante Möglichkeiten, denn es ist einfacher, den Weg der Lampen zu verfolgen, wenn sie von einer Stelle ausgegeben werden, als wenn sie in vielen Geschäften vertrieben werden.
  • FF 3: Mord an Nicole N.: Es sind 40 Hinweise eingegangen, davon mehrere sehr gute. Erstens wurde der Personalausweis von einem Anrufer gefunden und bei einer bestimmten Stelle abgegeben. Zweitens hat sich ein Autofahrer gemeldet und mitgeteilt, dass er Nicole im August 1993 im Auto von Hameln nach Hehlen mitgenommen hat. Dabei könnte es sich um die tatrelevante Zeit gehandelt haben. Allerdings hat sich die Nicoles Kleidung von der im Film gezeigten unterschieden. Drittens gibt es einen Hinweis auf einen Mann, der mit Nicole befreundet gewesen sein soll. Diese Verbindung war der Polizei bislang nicht bekannt.

Studiofälle:

  • SF 1: Bombenanschlag auf die Quebec-Barracks: Michael Robert D. hält sich möglicherweise noch in Deutschland auf, dazu läuft bereits eine Überprüfung. Auch zu den beiden Mittätern "Beth" und "Mark" kamen Hinweise, denen ganz konkret nachgegangen werden kann.
  • SF 2: Raubmord an Markus L.: Es sind mehrere Hinweise auf die zurückgelassene Damenbrille mit Fensterglas eingegangen, auch von Optikern. Vielleicht ist etwas Interessantes dabei.
  • SF 3: Fahndung nach Markus K.: Er hält sich mutmaßlich in Übersee auf.
  • SF 4: Fahndung nach Sabine und Klaus-Peter H.: Die Kripo Schwelm geht davon aus, dass sich beide noch in Deutschland aufhalten. Ob sie noch mit der gleichen Masche unterwegs sind, gilt als nicht sicher.
  • SF 5: Mord an Andreas J.: Zu diesem Fall gab es nur eine geringe Resonanz.
  • SF 6: Fahndung nach Rromeo K.: Hier geht die Kripo Tauberbischofsheim einer ganz heißen Spur nach. Der Gesuchte könnte sich in der Oberpfalz aufhalten.
  • SF 7: Fahndung nach Ibrar P.: Zu diesem Fall gibt es widersprüchliche Aussagen. Einerseits heißt es, dass er mit Sicherheit noch in Bayern sei und Genaueres aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt wird. Andererseits gab es einen sehr konkreten Hinweis in Österreich, so dass auch dort die Beamten unterwegs sind.
  • SF 8: Fahndung nach Seyyar S.: In diesem Fall sind die Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen sehr schwierig, was im Drogenmilieu nichts Außergewöhnliches ist.

Bemerkungen

  • Betroffene An und Abmoderation von Ede in Filmfall 2. Ältere Menschen können sich gegen die Brutalität der Täter kaum wehren.
  • Super Spannungsmusik im Filmfall 3.

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