Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 9. September 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 13.07.1984

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubmord an Klaus Peter L.

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Friedberg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Leß
  • Tattag: 8. Februar 1984
  • Details: Opfer mit Schreinerei und Holzhandel im Gewerbegebiet von Rosbach; Hobbyjäger mit mehreren Gewehren; Gisela M., Freundin des Opfers bekommt Schießunterricht in einer Kiesgrube; Belegschaft isst in der Wohnküche über der Schreinerei; Warenlieferung nachts; LKW-Fahrer schaut Olympia im TV; Schlafzimmer abschließen und Gewehr unterm Bett; fünf Männer kommen in weißem BWW angefahren; Suche nach weiterem Auto und wollen auch die Schlüssel; zwei der Männer dringen in die Wohnung ein; Knackgeräusch beim Türöffnen; Gisela M. schießt mit Gewehr auf die Einbrecher; Täter schießen zurück; Klaus Peter L. wird tödlich getroffen; weißer BWW mit den restlichen drei Männern fährt davon; LKW-Fahrer wacht auf, schöpft aber keinen Verdacht; Täter verlieren Taschenlampe und Maske; bei Ede im Studio.
  • Tatverdächtig: fünf unbekannte Männer (zwei Haupttäter und drei Komplizen)
  • Zitat: „Guten Appetit!“ / „...und da hat ein Mordshirsch gestanden und keiner hat sich zu Schießen getraut!“ / „Dass es auch gefährlich sein kann, eine Waffe im Haus zu haben, darüber haben sie nie nachgedacht.“ (Sprechertext Wolfgang Grönebaum)
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Darsteller: Daniela Arden als Gisela, Wilhelm Bühring, Klaus Kessler, Andreas von Steegen, Ursula Traun
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Siehe auch: Sie kamen nachts und sind bis heute flüchtig - Wetterauer Zeitung vom 21. Juli 2009.

Banküberfall auf eine Volksbank in Rettigheim ("Weißer Chevrolet Camaro")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Heidelberg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Berberich
  • Tattag: 6. Juli 1983
  • Details: Kinder spielen mit zwei echten Waffen, die sie auf einer Obstplantage auffanden; die Waffen stammen von einem Raubüberfall; zwei Tage vor dem Überfall stehlen zwei Männer in Karlsruhe-Rappenwört die Autoschlüssel eines Freibad-Besuchers, sie werden dessen Wagen, einen Chevrolet Camaro, für den Überfall in Rettigheim, einem Ortsteil der Gemeinde Mühlhausen im Kraichgau, verwenden; Bankangestellte mit ihren Freund auf dem Weg zur Arbeit; Pärchen wird Zeuge des Überfalls; Freund fährt weiter zu nächsten Telefonzelle und ruft die Polizei; Michael Jackson im Autoradio; die Überwachungskamera ist an diesem Morgen außer Betrieb; Täter entkommen unerkannt; Beute: ca. 180.000 DM
  • Tatverdächtig: zwei unbekannte Männer
  • Zitate: „Hallo? Kommen sie schnell! Überfall auf die Volksbank in Rettigheim, zwei Männer, bewaffnet, weißer Ami-Schlitten mit Karlsruher Nummer!“ / „Hoffentlich passiert den Anderen nichts in der Bank.“
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Musik: "Beat It" (Michael Jackson)
  • Darsteller: Gerd Eichen, Achim Geisler, Myriam Kretschmann, Detlev Moreth-Moreau (auch Detlef Moreau), Jürgen van Overstraaten (auch Joa van Overstraaten), Kai Taschner
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Schon in der Spätsendung und dann auch im Rückblick der Folgesendung berichtet Ede von umfangreichen Ermittlungen bis hin nach England. Der zurückgelassene Overall stamme von der englischen Armee.

Einbruch in ein Juweliergeschäft in Hamburg ("Showeinbruch auf der Reeperbahn")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Beamter im Studio: Herr Rengsdorf
  • Tatzeit: 24. Juli 1983, 02:00 Uhr morgens
  • Tatort: Juweliergeschäft in Hamburg, Stadtteil St. Pauli, 300 m von der Davidwache an der Reeperbahn entfernt
  • Details: zwei Einbrecher schlagen ein Fenster auf der Rückseite zum Juweliergeschäft an der Reeperbahn ein, die Alarmsirene heult auf; Passanten beobachten den Raub vor dem Schaufenster; ein Hobbyfotograf aus Bremen schießt Fotos, was die beiden Räuber jedoch kaum interessiert; der Raub dauert weniger als eine Minute; drei junge Männer aus Hamburg nehmen die Verfolgung eines flüchtenden Diebes auf; Rangelei im Fluchttaxi; ein Dieb verliert seine braune Tasche mit einem Teil der Beute und auch einer Brille; die drei Jugendlichen behalten die Beute ("Gelegenheit macht Diebe"), um die Ware mit Hilfe einer Bekannten aus dem Reeperbahn-Milieu selbst zu veräußern; es gelingt ihr aber nicht; Mädchen aus dem Milieu gerät stattdessen bei Verkaufsversuch in einer Kneipe an Polizisten; Beamten auf der Wache glauben den vorläufig festgenommenen Jungendlichen ihre Geschichte nicht; Taxifahrer wird ermittelt; er bestätigt die Angaben der jungen Männer; Polizeitaucher findet die braune Tasche aus Leder im Bahrenfelder See und Fotos der Tasche und der Brille mit kleinem Punzzeichen werden gezeigt.
  • Tatverdächtig: zwei unbekannte Männer
  • Zitate: „Oh mein Gott, der mit seiner Knippserei!“ - „Ach komm, das siehst du falsch. Er will halt die Denkwürdige Nacht für seine Enkelkinder festhalten.“ - „So 'n Quatsch. Nun komm endlich!“ / „Die Sirene elektrisiert die Passanten auf der Reeperbahn.“ (Sprechertext Wolfgang Grönebaum)
  • Sprecher: Wolfgang Grönebaum
  • Musik: "The Big Rippoff" (Orchester Heinz Kiessling) / "It's A Miracle" (Culture Club) / "Love Is A Stranger" (Eurythmics) / "Words" (F.R. David)
  • Darsteller: Rainer Bellersheim, Tonio von der Meden, Harald Nikelsky (auch Harald Nikelski und Harald Nickelsky), Klaus Nowicki, Sönke Reymann, Franz Seidenschwan, Ingeborg Willrodt
  • Belohnung: wird nicht erwähnt
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Artikel zum Fall am Tag nach dem Einbruch: "Passanten sahen zu: Juwelier ausgeraubt" - Hamburger Abendblatt von 25. Juli 1983.

In einem Artikel vom Januar 1985 wird erwähnt, dass die Ausstrahlung in XY der Polizei letztendlich auch nicht weitergeholfen hat. Über die weitere Entwicklung ist bislang öffentlich nichts bekannt, sodass davon ausgegangen werden muss, dass der Einbruch in das Juweliergeschäft auf der Reeperbahn ungeklärt geblieben ist. Siehe: "Vom Klavierspieler zum Juwelier" - Hamburger Abendblatt von 31. Januar 1985.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: BKA Wiesbaden - Über die Festnahme von sechs mutmaßlichen RAF-Terroristen wird berichtet. Wer weiß, wo sich die Personen zuletzt aufgehalten haben?

(teilweise) Geklärt: Von der Entdeckung einer konspirativen Wohnung einzelner RAF-Mitglieder konnte in der Folgesendung berichtet werden.

  • SF 2: Interpol Wien - Fahndung nach Dr. Richard G. wegen Anlagebetrugs. Er soll in Deutschland, Österreich und Spanien mindestens 2,2 Mio. DM ergaunert haben. Mit dem Geld der Anleger soll er sich in Deutschland aufhalten. Belohnung: 7.000 ÖS.

Geklärt: Der gesuchte Doktor stellte sich noch vor 22 Uhr nach der Sendung den Behörden. Davon berichtet schon die Spätausgabe dieser Sendung und dann auch der Rückblick der Folgesendung. G. hat die Sendung selbst gesehen und sich in Wien der Polizei gestellt.

  • SF 3: Aufnahmestudio Zürich - Fahndung nach Ferdinand G. wegen Flucht aus einer psychiatrischen Klinik, er gilt als sehr gefährlich. G. wurde wegen Mordes zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt und soll sich mit einer ebenfalls psychisch kranken Frau als Tourist in Europa bewegen. Belohnung: 1.000 SFR. Wegen der Gefährlichkeit des psychisch kranken Mannes gibt es einen erneuten Fahndungsaufruf in der Folgesendung.

Geklärt: Der Gesuchte wurde schlussendlich in Marseille verhaftet. Davon wird in der Sendung vom 23.08.1985 berichtet.

  • SF 4: Kripo Coesfeld - Fahndung nach dem Dieb Fred Sch. (57), er soll sich unter einem Falschnamen bei alten Damen vorstellen und sie später berauben. Belohnung: 3.000 DM.

Geklärt: Zum ersten Mal konnte eine Zuschauerin mithilfe einer Videoaufzeichnung von einem VHS-Recorder den Aufenthalt eines Gesuchten nennen. Fred Sch. wurde zwei Tage später in Düsseldorf festgenommen. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 5: Kripo Hannover - Identifizierung eines unbekannten Toten bzw. seiner Leichenteile. Der Fall beschäftigt die Kripo bereits seit 1981, seine Frau heißt höchstwahrscheinlich Ruth.
  • SF 6: Kripo Peine - Fahndung nach dem Einbrecher Friedrich H., er soll bei einem zweitägigen Urlaub am 6. April 1984 aus der Haft geflohen sein.

Geklärt: In der Sendung vom 10.05.1985 wird über seine Festnahme an der spanisch-französischen Grenze berichtet.

  • SF 7: Zollfahndungsamt Karlsruhe - Fahndung nach dem Rauschgifthändler-Quintett Otto B., Bernd V. sowie Hans & Lothar Sch. Sie sollen insgesamt 1,5 t Rauschgift aus den Niederlanden und Marokko in die Bundesrepublik Deutschland eingeschmuggelt haben. Belohnung: jeweils 3.000 DM. In der Folgesendung konnte davon berichtet werden, dass sich Bernd V. mit seiner Familie in Spanien aufhalte, Festnahmen gab es aber keine.

(teilweise) Geklärt: In der Sendung vom 12.04.1985 wird über die Festnahme von Hans & Lothar Sch. in Spanien berichtet.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Der siebenjährige Schüler Peter R. wird noch immer vermisst, es wird mit einem neuen Foto erneut nach Zeugen gesucht.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Helmut K., gesucht von der Kripo Kassel wegen umfangreicher Betrugsdelikte, ist weiterhin auf der Flucht. Bei der Polizei meldeten sich inzwischen weitere Geschädigte des Gesuchten. Auch dort soll er sich wieder als Mitglied des Europaparlaments ausgegeben haben und Provisionen für die Förderung von Landwirten in die eigene Tasche gesteckt haben. Sein Fahndungsfoto wird erneut gezeigt.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Im Fall der von der Kripo Lindau vorgestellten unbekannten toten Frau konnte nach einem Zuschauerhinweis anhand des Gürtels mit der auffälligen Schnalle ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Er sitzt bereits wegen einer anderen Straftat in U-Haft und bestreitet, einen solchen Gürtel jemals besessen zu haben. Die Kripo interessiert sich jetzt auch besonders dafür, wo solche Gürtel hergestellt und verkauft werden. Die Identität der Toten ist aber weiterhin unbekannt.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: Zu dem in der Spätsendung behandeltem Mord an der Tankstellenbesitzerin Helene B. in Purkersdorf am Wiener Stadtrand kamen zwar einige Hinweise, die aber die Polizei noch nicht weitergebracht haben. Sie sucht deshalb noch nach weiteren Zeugen. Der Täter hat kurz nach dem Mord einem Hotelbesitzer einen Aktenkoffer mit Geschäftspapieren gestohlen.

XY Gelöst:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der vom LKA Wiesbaden gesuchte mutmaßliche Serienbetrüger Peter E. konnte dank eines Zuschauerhinweises wenige Stunden nach der Sendung in einer Wohnung in der Nähe von Rastatt festgenommen werden.
  • SF 3 der Sendung vom 23.03.1984: Norbert Sch., von der Kripo Frankfurt gesuchter verurteilter Bankräuber, der als 'Freigänger' der JVA Darmstadt weitere Banken überfallen haben soll, wurde in Hochheim bei Frankfurt am Main verhaftet und legte ein Geständnis ab.
  • Am Schluss des Rückblicks leitet Ede mit dem Bericht von der Festnahme der sechs mutmaßlichen RAF-Terroristen Ingrid J., Christa E., Barbara E., Helmut P, Stefan F. und Ernst Volker S. in Frankfurt am Main direkt zum SF 1 mit Fragen des BKA zu den Festgenommenen über.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Klaus-Peter L.; Ede erwähnt nicht näher erläuterte interessante Hinweise, die noch abgeklärt werden müssen.
  • FF 2: Banküberfall; neue Erkenntnisse für die Kripo nach Zuschauerhinweisen zur Herkunft des olivgrünen Overalls und der zurückgelassenen Handschuhe; beide Kleidungsstücke könnten statt, wie bisher angenommen, von der US-Armee auch aus England stammen und werden noch einmal gezeigt; ein Zuschauer meint, die Handschuhe als seine eigenen wiedererkannt zu haben; er kommt aus einer Gegend, in der es auch britische Kasernen gibt.
  • FF 3: Juweliereinbruch in Hamburg auf der Reeperbahn; ein interessanter Hinweis zu Punzzeichen im Brillengestell; kurzsichtiger Täter

Studiofälle:

  • SF 1: Fahndung nach RAF-Terroristen; Inge V. soll von Urlaubern in Griechenland gesehen worden sein.
  • SF 2: Fahndung nach Dr. Richard G.; Peter berichtet, dass der Gesuchte die Sendung selbst gesehen und sich, nach sechs Jahren Flucht, in Wien gestellt hat; zuvor gründete er aber noch unter einem Falschnamen in Norddeutschland eine weitere Schwindelfirma.
  • SF 3: Fahndung nach Ferdinand G. wegen Flucht aus einer psychiatrischen Klinik, er gilt als sehr gefährlich. G. wurde wegen Mordes zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt und soll sich mit einer ebenfalls psychisch kranken Frau als Tourist in Europa bewegen; Konrad zeigt erneut das Fahndungsfoto von Ferdinand G. und berichtet, dass Zuschauer sich an seine mutmaßliche Begleiterin erinnerten; es soll sich um eine Frau handeln, die ihr hüftlanges Haar offen trägt und neben schweizerdeutsch auch fließend englisch und italienisch spricht.
  • SF 4: Fahndung nach dem mutmaßlichen Dieb Fred Sch.; er soll sich unter einem Falschnamen bei alten Damen vorstellen und sie später berauben; eine Zuschauerin hat ihn erst vor kurzem in einem südlichen Urlaubsland gesehen.
  • SF 5: Identifizierung eines unbekannten Toten bzw. seiner Leichenteile; konkrete Hinweise zum erneut gezeigten Ehering mit der Gravur "19.2.1956 Ruth"; Überprüfungen laufen.
  • SF 6: Fahndung nach dem Einbrecher Friedrich H.; mehrere Zuschauer wollen ihn in Aachen gesehen haben und sein Fahndungsfoto wird auch noch einmal gezeigt.
  • SF 7: Fahndung nach den mutmaßlichen Rauschgifthändlern Otto B., Bernd V. sowie Hans & Lothar Sch., die insgesamt 1,5 t Rauschgift eingeschmuggelt haben sollen; eine konkrete Spur zu Bernd V. führt nach Spanien und in der Schweiz wurden Überpfüfungen eingeleitet.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: es wird nach weiteren Zeugen gefragt, da es bislang noch immer keine konkreten Hinweise gab.

Bemerkungen

  • Studiofall 1 zeigt eine Übersicht über die Terroristen der 1970er-Jahre.
  • Filmfall 2: Ede spricht "Friedberg" als "Friedburg" aus.
  • Filmfall 3: Auch eine Dose der Limonade "Lift" war in der vom Täter verlorenen Tasche.
  • Weitere Darsteller Jörn Christiansen, Thomas Karallus, Manfred Wöll

Vorherige Sendung: Sendung vom 08.06.1984

Nächste Sendung: Sendung vom 07.09.1984

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