Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY ungelöst erfolgt am 08.12.2021 im ZDF! Unbedingt einschalten!

VF 059 (Sendung vom 20.05.1978)

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Version vom 30. August 2021, 23:55 Uhr von Voice of Hungary (Diskussion | Beiträge) ({{Anker|FF1}} Wenn Gauner aufs Dach steigen)
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Filmfälle

Wenn Gauner aufs Dach steigen

  • Details: Der windige Anwerber Ludwig Beiling rekrutiert drei Langzeitarbeitslose in einer Gaststube, wo diese täglich Skat spielen. Angebot der Nebenbeschäftigung mit Lohn jeden Tag bar auf die Hand ohne jegliche Abzüge. Die Arbeitslosen sehen zwar sofort, dass es sich um Schwarzarbeit handelt, Beiling ist es aber bewusst, dass sie dennoch interessiert sein werden. Es winken 12 DM pro Stunde, mithin ca. 100 DM pro Tag als "Zubrot", das die Angeworbenen trotz gewisser Zweifel schnell annehmen. Die Beschäftigung besteht aus Dachdeckerarbeiten, unabhängig davon, ob die Arbeitslosen darin überhaupt Vorerfahrungen haben. Komplize Thomas Hitzer schafft derweil durch Vorsprache bei Hausbesitzern mittels entsprechender Dramatisierung der Zustände die Aufträge für Dachdeckerarbeiten herbei. Auch dem Ehepaar Göbel wird auf diese Art ein windiger Auftrag zum Dachdecken aufgeschwatzt. Der zusammengewürfelte Arbeitstrupp nimmt dort umgehend auch ihren Einsatz auf: Werber Beiling ist der "Vorarbeiter" und die Schwarzarbeiter decken das Dach mehr schlecht als recht, wobei einer beinahe verunfallt. Zudem verwendet Beiling übertrieben viel teures Dachblei, an dessen Verkaufsumsatz er beteiligt ist. Die Endrechnung ist dann um 3'000 DM höher als damals genannt, da u.a. Zusatzmaterialien extra bezahlt werden müssten. Die windige "Dachdeckerfirma" tritt den Beschwerden von Herrn Göbel forsch entgegen, wonach das Ehepaar klein beigibt und bezahlt. In der Abmoderation werden einem Prozeß gegen die dubiose Firma zwar Chancen eingeräumt. Schwindler der gezeigten Art würde aber darauf setzen, dass viele Leute dieses Risiko und Aufwand scheuten. Der Schaden besteht hier nicht nur aus dem überhöhten Endpreis, sondern auch aus der "folgenschweren Pfuscharbeit", durch welche die nächste Renovation am Dach bereits vorprogrammiert sei.
  • Zitate: "Mensch, Wilhelm, was machst du denn da, so geht das doch nicht! Bisschen schneller könntest du auch arbeiten! Wenn du so weitermachst, da brauchen wir bis übermorgen."; "Schliesslich war ich mal Putzer und kein Dachdecker."; "Sag mal Ludwig, die Latte hier ist ja ganz morsch! Sollten wir die nicht besser auswechseln?"; "Quatsch! Wie lang willst'n dich hier noch festhalten? Hau' drauf die Pfannen, das stimmt schon!"; "Wie lange hält das dann?"; "Das ist nicht unser Bier! Wir brauchen hier nur neu zu decken."; Wenig später: "rrrratsch" (morsche Latte bricht unter Tritt des Schwarzarbeiters)
  • Bewertung: **
  • Besonderheiten:

"Traumreisen" aus dem Ramschladen

  • Details: Familie Wolfgang Benz im Reisebüro, aber ziemlich spät dran; Barbados- und Seychellen-Plakate; keine passenden Angebote für die Sommerferien mehr; Reisebüromitarbeiter gibt Tipp, doch mal in der Zeitung nach Annoncen Ausschau zu halten von Menschen, die ihre Reisen weiterverkaufen wollen, weil sie sie selbst nicht antreten können; Wolfgang und seine Frau durchforsten Anzeigenteile; stoßen auf Inserat des "Urlaubs-Supermarkts" ("Ihr Super-Urlaub muss nicht superteuer sein!!!"); Ladengeschäft in der Kölner Innenstadt wenig vertrauenerweckend; Reiseverkäufer entschuldigt sich erst einmal für das Aussehen des Shops; an der Einrichtung gespart, um möglichst günstig Reisen verkaufen zu können; sehr freundlich und sympathisch wirkender Verkäufer hat gleich das passende Angebot in seiner Kartei: 3 Wochen Gran Canaria im 3-Sterne-Hotel mit Übernachtung und Frühstück für 3.376 DM; muss gleich bezahlt werden, wegen des kurz bevorstehenden Abreisedatums; Wolfgang zahlt 450 DM bar, den Rest per Scheck; Verkäufer kann gut kopfrechnen; Reiseunterlagen würden direkt am Abflugtag am Charterflug-Infoschalter am Flughafen hinterlegt. Zwei Wochen später: Familie Benz hat alles gepackt und wartet zu Hause aufs Taxi; Wolfgang ruft sicherheitshalber noch mal beim Infoschalter am Flughafen an, um zu fragen, ob Tickets auch tatsächlich hinterlegt sind; dort liegt aber nix. Anruf beim Urlaubs-Supermarkt: "Dü-del-dü - Kein Anschluss unter dieser Nummer." Bedeutungsschwangerer Zoom auf den orangenen Telefonhörer.
  • Zitate: "Sie wundern sich ein bisschen, wies hier aussieht..." - "Nein, äh wir..." - "Doch, doch, wir kennen das. Jeder, der zum ersten Mal zu uns kommt, stolpert über die Aufmachung hier."
  • Bewertung: **
  • Besonderheit: "Kein Anschluss unter dieser Nummer" läuft noch unheilverkündend weiter, als der Filmfall bereits zu Ende ist und sich Ede wieder dem Zuschauer zuwendet. Das, was im Filmfall als "wenig vertrauenerweckendes" Reisebüro beschrieben wird, ist die Blaupause so ziemlich jedes Last-Minute-Reisebüros unserer Zeit: Plakate mit großen Preisen im Schaufenster und spartanische Einrichtung. Die Salzstraße 16 gibt es in Köln tatsächlich, allerdings nicht in Köln 1 (Innenstadt), sondern in Köln-Mülheim (damals Köln 80)

Üble Geschäfte mit der Tierliebe

  • Details:
  • Zitate: "Ach, in meinem Alter sollte man keine Todesanzeigen mehr lesen. Viel zu viele Bekannte, die man darin entdeckt."
  • Bewertung: *
  • Besonderheiten:

Experiment: Der falsche Mann vom Standesamt

  • Details:
  • Bewertung: **

Bemerkungen

Vorherige Sendung: VF 058 (Sendung vom 11.02.1978)

Nächste Sendung: VF 060 (Sendung vom 29.07.1978)

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