Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 24. April 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 28.03.2018

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Nachwuchsboxer Tunahan K. erschossen (Mord an Nachwuchs-Boxer)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Itzehoe
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Marco Klein
  • Tatzeit: Freitag, 23. Juni 2017 zwischen 17:34 Uhr und 17:38 Uhr
  • Tatort: in der Nähe von Quickborn (Autobahnraststätte Holmmoor)
  • Details: Der 22-jährige Tunahan K. ist Mitgeschäftschäftsführer eines Betriebes für Fahrzeugservice und wohnt mit seinem Vater und dessen Lebensgefährtin in Hamburg. Er boxt seit sieben Jahren. Im Frühjahr 2017 holt er seine Freundin mit seinem Maserati in einem Parkhaus ab. Der junge Mann fährt mit ihr zu seinem Vater und dessen Lebensgefährtin. Zusammen wird nach dem Essen auf den neuen Wagen angestoßen; dann ein Anruf des Trainers. Er hat einen neuen Kampf für ihn, der ihm den Durchbruch bringen soll und die Möglichkeit, um die deutsche Meisterschaft zu Boxen. Ein Promotionsvideo wird gedreht. Im Alltag überführt er hochwertige Wagen für ein großes Autohaus und hat für das Boxtraining nur Abends Zeit. Eine Woche vor dem geplanten Kampf wird dieser plötzlich abgesagt. Tunahan ist stinksauer und seiner Freundin gelingt aber, ihn wieder zu beruhigen. Zusammen wollen sie zu seiner Mutter nach Köln, dann soll diese auch seine Freundin kennen lernen. Dramatische Zuspitzung der Ereignisse: Tunahan hat Ohrenschmerzen und muss eine Woche mit dem Boxtraining aussetzen. Sein Trainer war 2008 Europameister im Mittelgewicht und ist ein großes Tier beim Boxen. Am 22. Juni 2017 geht der Trainer nach dem Training mit zwei Boxern zum Essen in ein Café in der Hamburger Innenstadt und bleibt bis ca. 23.00 Uhr. Gegen 0.30 Uhr kommt er Zuhause in Wedel an und wird, als er gerade aussteigen will von einem unbekannten Mann in einer schwarzen Kapuzenjake und mit weißem Mundschutz als Maske angeschossen. Eine Kugel trifft seine Kniekehle und er wird im Krankenhaus behandelt; Währenddessen arbeitet Tunahan in seiner Firma und hat vom Schuss auf seinen Trainer nichts mitbekommen. Um 17.00 Uhr ruft seine Freundin an und fragt, ob er sie Abholen könnte. Er muss aber ablehnen, da er noch was vor hat. Danach wird er zum letztem Mal auf seiner Arbeitsstelle gesehen und der Maserati wird vom Firmengelände gefahren, allerdings nicht wie sonst Richtung Hamburger Innenstadt sondern in die entgegengesetzte Richtung. Am nächsten Tag wird der Wagen in einer Seitenstraße ohne Papiere in unmittelbarer Nähe der Firma aufgefunden, Tunahan K. aber ist spurlos verschwunden und die weiteren Geschehnisse sind noch unklar. Inzwischen besucht der Vater des jungen Boxers seinen Trainer im Krankenhaus und will von ihm wissen, was da los ist und ob es einen Zusammenhang zwischen dem Attentat und dem Verschwinden seines Sohnes gibt. Der Trainer sieht diesen nicht und spricht vom Zufall. Aber der Vater glaubt ihm nicht. Der Trainer hat keine Ahnung, wer auf ihn geschossen hat, schließt seine Boxer als Täter aber aus, weil er diese an ihrem Gang erkannt hätte. Der Vater hat Angst um seinen Sohn und der Trainer will ehrliches Boxen und keinen Betrug. Vier Wochen später schließlich macht ein polnischer LKW-Fahrer während seiner Pause einen grausigen Fund: Er entdeckt die Leiche des erschossenen Tunahan K. in der Nähe der Autobahnraststätte Holmmoor nördlich von Hamburg und die Kripo muss den Vater benachrichtigen. Spezialisten vom LKA gelingt es, die Daten des Maseratis auszuwerten und so die letzte Fahrt des Wagens zu rekonstruieren. Eine der vielen ungeklärten Fragen dreht sich sich um den Fundort des Autos nur 120 Meter vom Firmengelände entfernt.
  • Zitate: „Das ist ja… echt geil!“ (Freundin des Opfers) „Der Maserati wird später für die Ermittlungen von größter Bedeutung sein“ (Sprechertext Michael Brennicke)
  • Besonderheiten: Ein Maserati als Vergleichsfahrzeug im Studio, Ausschnitte aus dem im Film erwähnten Promotionsvideo werden gezeigt; Schnee im Juni und Rudi-Hinweis auf die Dreharbeiten im Winter
  • Musik: Bilder im Kopf (Sido)
  • Belohnung: wird nicht erwähnt
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Nachbesprechung beginnt Rudi mit der Bemerkung, dass sich „dramatische Dinge“ ereignet haben. Kriminalhauptkommissar Marco Klein von der Kripo Itzehoe erwähnt ein weiteres Gewaltdelikt in Appen, nordwestlich von Hamburg, vom November 2017. Ein Mann drang dabei in ein Einfamilienhaus ein. Dabei wurde er von der 76-jährigen Bewohnerin auf frischer Tat ertappt. Der Einbrecher schlug mit einem Metallohr auf die Frau ein, die wenig später ihren schweren Verletzungen erlag. Als Täter konnte der wegen schwerer Gewaltdelikte einschlägig vorbestrafte Frank L. ermittelt und verhaftet werden. Im Zusammenhang mit dem Mordfall Tunahan K. geriet er nach Hinweisen auf Beweisstücke auf seinem Grundstück in den Focus der Kripo. Das Grundstück von Frank L. ist nur zwei Kilometer vom Tatort im Fall des Nachwuchsboxers entfernt. Den Hinweisen wurde nachgegangen, das Grundstück und die Umgebung mit (vom Kommissar nicht näher beschriebenen) Spezialgeräten intensiv durchsucht, und die Kripo fand tatsächlich Beweisstücke wie Waffen und Munitionsteile. Diese lassen sich nach einem kriminaltechnischem Abgleich durch das BKA eindeutig dem Tötungsdelikt Tunahan K. zuzuordnen und die Kripo geht davon aus, dass Frank L. den jungen Mann erschossen hat. Da Frank L. aber im Januar 2018 in der U-Haft Selbstmord begangen hat werden die Hintermänner bzw. Mittäter oder Auftraggeber gesucht.

Außerdem werden im Fall des Anschlages auf den Trainer Zeugen gesucht, sowie weitere Zeugen, die den Maserati von Tunahan K. mit dem Pinneberger Kennzeichen sowohl in Hamburg als auch an der Autobahnraststätte Halmmoor beobachtet haben. Kriminalhauptkommissar Klein erklärt, dass die Kripo Itzehoe von einem Zusammenhang zwischen dem Attentat auf den Trainer und dem Mord an dem Boxer ausgehen muss und erwähnt als Gedächtnisstütze für mögliche Zeugen den "G 20-Gipfel", der zwei Wochen nach dem fraglichen Zeitraum in Hamburg stattfand. Weitere Fragen betreten das mögliche Umfeld des toten Täters Frank L. und schließlich verweist Rudi noch auf eine Internetseite, auf der das gerade Besprochene noch einmal nachgelesen werden kann.

Auch zu dem Fall:

Mord an Möbelhändler Wilhelm R. (Neue Spur im Cold Case?)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt/Main
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar David Seil von der vierten Mordkommission
  • Tatzeit: Dienstag, 24. März 1987
  • Tatort: Am Steinberg 4, Frankfurt am Main
  • Details: Der 66-jährige frühere Möbelfabrikant Wilhelm R. arbeitet seit dem Konkurs seiner Firma als selbständiger Möbelverkäufer. Er wohnt in einem Ein-Zimmer-Appartement in Frankfurt-Nieder-Erlenbach. Zu seiner Frau, von der er seit Jahren getrennt lebt, hat er noch ein gutes Verhältnis. Sie unterstützt ihren Ex-Gatten hin und wieder auch in Geschäftsangelegenheiten, wenn er nicht erreichbar ist. Am 20. März 1987 isst der Möbelverkäufer, wie er es öfter zu tun pflegt, mit einer seiner thailändischen Bekanntschaften in einem einschlägigen Restaurant zu Abend. An seinen Affären mit thailändischen Frauen zerbrach damals seine Ehe. Am darauffolgenden Tag ist der Selbständige zu Besuch bei seiner Ex-Frau in Friedberg. Zusammen mit ihr passt er auf seine Enkelkinder auf. Gegen 14:30 Uhr am nächsten Tag verlässt er die Wohnung seiner Ex-Frau. Seine Nachbarin, Klara S., zu der er eine gute Bekanntschaft pflegt, sieht ihn gegen 16 Uhr mit einer deutlich kleineren Frau, vermutlich einer Thailänderin, seine Wohnung betreten. Etwa 3 Stunden später erhält sie einen Anruf von Wilhelm R., der sie bittet, den Zweitschlüssel zu seiner Wohnung für ihn zu deponieren. Er könne seinen eigenen Schlüssel nicht finden, so der Möbelverkäufer. Am nächsten Tag ist der Schlüssel fort. Noch einen Tag später, am Dienstag, den 24. März 1987 wird die Ex-Frau des 66-jährigen durch einen Anruf alarmiert. Ein Kunde kann Wilhelm R. nicht erreichen. In der Folge versucht sein Sohn, in die Wohnung zu gelangen. Als der Hausmeister schließlich die Tür eintritt, entdeckt der Sohn seinen Vater, brutal ermordet und gefesselt, am Boden liegend. Die Frankfurter Kripo übernimmt den Fall. Die Frau, die die Nachbarin mit dem Mordopfer in die Wohnung gehen sah, wird als tatverdächtig gesehen. Die Polizei sucht in allen thailändischen Restaurants, sowie Bordellen, in denen thailändische Prostituierte arbeiten, nach ihr ab. Schließlich stoßen sie auf ein Restaurant, in dem das Opfer mit der Frau gegessen hat. Nähere Informationen zu der Gesuchten finden sie aber auch dort nicht.
  • Zitate: „Wenn ich die Tür eintrete, ist die kaputt!“
  • Belohnung: wird nicht erwähnt
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Auch zu dem Fall:

Raubüberfall auf Rentnerehepaar (Schock am Silvesterabend)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Heppenheim
  • Kommissarin im Studio: Kriminaloberkommissarin Cindy Graf
  • Tatzeit: Samstag, 31. Dezember 2016 gegen 18 Uhr
  • Tatort: Lindenstraße in Biblis (Kreis Bergstraße)
  • Details: Das Rentnerehepaar Hans und Elke F. lebt in seinem selbst gebauten Haus in Biblis. Das Obergeschoss ist an eine Familie mit Kindern, der Keller an einen alleinstehenden Mann vermietet. Sie selbst leben im Erdgeschoss. Immer wieder werden die beiden Rentner von Kinderlärm aus dem Obergeschoss gestört. Auf eine Beschwerde hin versprechen die beiden Eltern, sich Mühe zu geben, die Lautstärke für die beiden Hausbesitzer erträglich zu halten. Am Silvesterabend, Samstag den 31. Dezember 2016, verlässt die fünfköpfige Familie aus dem Obergeschoss gegen 17 Uhr das Haus. Bei der polizeilichen Befragung später geben sie an, kurzfristig von einer Verwandten eingeladen worden zu sein. Kurz vor 18 Uhr wird das Ehepaar von einem Geräusch in ihrem Haus aufgeschreckt. Bei der Nachschau im Treppenhaus findet sich keine Ursache. Als das Geräusch jedoch erneut ertönt und die Beiden die Wohnungstüre erneut öffnen, werden sie von zwei unmaskierten Männern gewaltsam in die Wohnung geschleppt. Einer der Männer droht mit einem Brecheisen und fragt nach den 30.000 Euro, die er in der Wohnung vermutet. Die beiden Opfer beteuern jedoch, nicht über so viel Geld zu verfügen. Nachdem die Täter anfangen, die Schränke zu durchwühlen, gibt die Ehefrau den Aufbewahrungsort eines Goldbesteck-Sets, sowie des Geldbeutels preis. Die Täter meinen jedoch weiterhin, zu wissen, dass sich in der Wohnung 30.000 Euro befinden müssen. Auf die Frage hin, woher sie das wüssten, deutet der Wortführer der beiden Räuber auf den Boden. Ob er damit wirklich den Mieter im Untergechoss gemeint hat, ist unklar. Während des über einstündigen Überfalls behauptet einer der Täter, er sei gezwungen, den Überfall zu begehen, um seine beiden Zwillinge zu ernähren. Schließlich macht der Ehemann den Tätern ein Angebot. Er verspricht, am Montag all sein Geld, 5.000 Euro, von der Bank zu holen, es den Tätern zu übergeben, und nicht die Polizei einzuschalten. Nach dem Überfall alarmiert die Ehefrau dennoch sofort die Polizei. Für die Kripo Heppenheim ergeben sich einige Ungereimtheiten. An der Haustür sind keinerlei Einbruchsspuren zu finden, obwohl die Täter ein Brecheisen besaßen. Wie die beiden also ins Haus gelangt sind, ist unklar. Auch die Mieter des Hauses werden befragt, um Verdachtsmomente gegen sie zu überprüfen. Der alleinstehende Mann sagt, er habe noch nie jemandem etwas über die Vermieter erzählt, er wisse überhaupt nichts über deren Vermögen. Außerdem besitze er gar keinen Schlüssel zum Obergeschoss, da seine Wohnung über einen eigenen Eingang erreichbar ist. Die Mieter aus dem Obergeschoss sagen aus, die Haustür gewissenhaft verschlossen zu haben, bevor sie zu der Verwandten abreisten. Das überfallene Ehepaar ist sich nicht sicher, ob die Nachbarn etwas mit dem Überfall zu tun haben könnten. Die polizeilichen Ermittlungen bringen kein Ergebnis zutage.
  • Zitate: "Wir haben wirklich nicht mehr im Haus. Aber vielleicht könnte ich Geld holen und es Ihnen geben. [...] Und am Montag können Sie kommen und sich das Geld abholen." - "Und keine Polizei? Versprochen?"
  • Besonderheiten:
  • Belohnung: 2.000 €
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Auch zu dem Fall:

Unfall oder Mord an Mert A. (Tod im Main – Unfall oder Verbrechen?)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt/Main
  • Kommissarin im Studio: Kriminaloberkommissarin Sina Martin (auch von der vierten Mordkommission)
  • Tatzeit: Sonntag, 13. November 2016 nach 2 Uhr
  • Tatort: Frankfurt/Main, nahe der Mündung der Nidda in den Main
  • Fund der Leiche: Samstag, 10. Dezember 2016, flussabwärts einen Kilometer von der Bar entfernt
  • Details: Der 21-jährige Mert A. ist kürzlich aus beruflichen Gründen von Hanau nach Bad Hersfeld gezogen, wo er in der Retourenabteilung eines Versandhändlers arbeitet. In Hanau hat Mert einen breiten Bekanntenkreis, darunter seine Freundin. An den Wochenenden fährt er daher regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin. Der Ausgehfreudige junge Mann trifft sich am Samstag, den 12.11.2016 mit Freunden im nahen Frankfurt. Nach dem Treffen in einem Schnellimbiss am Hauptbahnhof ist Mert mit zwei anderen Bekannten in einer Bar verabredet. Sie wollen dort eine bevorstehende Hochzeit feiern. Gegen 23 Uhr macht sich A. per Nahverkehr auf den Weg dorthin; seine beiden Begleiter möchten nicht mitkommen. Von der Bar in der Kranengasse im Stadtteil Höchst aus schreibt Mert kurz nach Mitternacht mit seiner Freundin und verabredet sich für den Tag mit ihr. Mit der Ankündigung, einen Joint zu rauchen, verlässt er gegen 01:50 Uhr das Lokal. Draußen telefoniert er noch mit seinen beiden vorigen Begleitern. Die Spur des 21-jährigen können Polizeihunde später bis ans Mainufer verfolgen. Als er nach 30 Minuten noch nicht zurückgekehrt ist, geht einer seiner Bekannten nach ihm sehen, findet aber keine Spur von ihm. Über sein Handy ist er nicht mehr erreichbar; auch nicht, als die Bekannten das Lokal kurz nach 4 Uhr verlassen, in das Mert nicht mehr zurückgekehrt ist. Auch am nächsten Nachmittag taucht er nicht wieder auf. Wenige Tage später wird Mert A. als vermisst gemeldet, woraufhin in der örtlichen Presse nach ihm gesucht wird. Am 10. Dezember finden Kajakfahrer seine Leiche nahe der Bar im Main. Zunächst geht die Polizei von einem tragischen Unfall aus. Bei der Obduktion werden jedoch Blutergüsse entdeckt, die mit einiger Wahrscheinlichkeit von einer körperlichen Auseinandersetzung stammten. Warum jemand dem überaus beliebten Mann eine solche Gewalt angetan haben könnte, können sich die Polizei und seine Bekannten nicht erklären. Allerdings kann auch ein Unfall nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.
  • Zitate: „Ha, was ihr alles feiert“ - „Wird sich schon alles klären. Wenn was passiert wär, hättn´wir´s schon längst bemerkt“. - „Hoffentlich hast du Recht.“
  • Belohnung: 6.000 € von privater Seite
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung

  • SF 1: Kripo Aschaffenburg - Raubüberfall auf Juwelier; Dauer 90 Sekunden; Fünf Täter; Schuss mit Schreckschusspistole; zwei Verletzte; Bilder von Handyvideo und Überwachungskamera.

Geklärt: Über die Aufklärung wird im Rückblick der Sendung vom 09.05.2018 berichtet.

  • SF 2: Kripo München - Pfleger unter Mordverdacht - Der polnische Altenpflegehelfer Grzegorz Stanislaw W. soll einen 87-jährigen Mann, der sich in seiner Pflege befand, aus Habgier mit Insulin getötet haben. Über diese feststehende Erkenntnis hinaus befürchtet die Kripo weitere Opfer des Mannes. W. war bundesweit tätig, fünf seiner Patienten konnten in Lebensgefahr gerettet werden, fünf weitere starben während der Betreuungszeit des Verdächtigen. Die Polizei sucht nun nach weiteren, bisher unbekannten Arbeitsplätzen des 36-jährigen Mannes, der bereits Mitte Februar 2018 durch die Münchner Polizei festgenommen wurde.
  • SF 3: Kripo Erding - Unbekannte Leiche im Wald - In einem Ebersberger Waldstück fand ein Pilzsammler im August 2016 die sterblichen Überreste eines Mannes. Mithilfe zweier neuer Varianten der Gesichtsrekonstruktion des Mannes bittet die Polizei um Hinweise auf seine Identität. Des Weiteren werden Kleidungsstücke und Accessoires gezeigt, die der Mann bei sich trug. Außerdem fand die Kripo heraus, dass der Mann vor längerer Zeit einen Kieferbruch erlitten haben muss.
  • SF 4: Kripo Münster - Einbrüche in Optikergeschäfte - Skrupellose Täter brechen nach kurzem Ausbaldowern nachts in Optikergeschäfte ein und räumen alle Regale leer. Sieben ähnlich gelagerte Fälle, davon auch einer im österreichischen Grenzgebiet zu Deutschland werden den Tätern vorgeworfen. Die Taten ereigneten sich zwischen Oktober 2017 bis März 2018. Bei einem der Einbrüche, in Münster, wurden drei Männer beim Auskundschaften des Geschäfts beobachtet. Von ihnen konnten Phantombilder angefertigt werden. Die Kripo interessiert, ob die drei Männer, die vermutlich Südosteuropäer sind, tatsächlich Teil einer größeren überregional agierenden Bande sind.

XY Update

  • SF 3 der Sendung vom 15.07.2015 und das XY Update der Sendung vom 26.04.2017: Festnahme eines zunächst Tatverdächtigen im Entführungsfall des Milliardärs-Sohn Markus W. durch Spezialeinheiten der Polizei am 14.03.2018 in Offenbach. Der Mann wurde später vor Gericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Weiterhin Ungeklärt: Am 11.09.2018 begann der Prozess vor dem Landgericht Gießen gegen den mutmaßlichen Täter mit serbischer Abstammung, welcher ein Lösegeld in der Höhe von drei Millionen Euro gefordert haben soll. Allerdings endete der Prozess am 27. November 2018 mit einem Freispruch für den Angeklagten, da nach Ansicht der Richter die Stimme des Entführers nicht ausreiche, um dem Angeklagten zumindest die Mittäterschaft nachzuweisen. Zwar gehöre diesem mit größter Wahrscheinlichkeit die aufgezeichnete Stimme, allerdings könnten andere Personen mit einer ähnlichen Biografie über diegleiche Stimme verfügen. Für eine Verurteilung müssten daher weitere Beweise vorliegen, welche aber nicht vorhanden sind, da auch das Opfer selbst aufgrund seiner Behinderung nicht für eine Gegenüberstellung infrage kam. Zumal die Ermittler vermuten, dass der Beschuldigte nur als eine Art Mittelsmannn fungierte und somit es noch weitere Mittäter gibt, welche die eigentliche Entführung ausgeführt haben. Diese konnten aber bis heute nicht identifiziert werden, weshalb der komplette Entführungsfall bis heute ungeklärt ist.

Quellen:
Mutmaßlicher W.-Entführer steht vor Gericht Süddeutsche Zeitung vom 11. September 2018
Er soll Milliardärssohn W. entführt haben bild.de vom 11. September 2018
Gießen: Freispruch für 48-Jährigen: Die W.-Entführung bleibt ungelöst Augsburger Allgemeine vom 27.11.2018


XY Gelöst

  • FF 3 der Sendung vom 26.04.2017: Ein 29-Jähriger Amateurboxer, von dem in der Sendung Originalaufnahmen einer Überwachungskamera gezeigt wurden, und sein 24-jähriger Komplize konnten nach einem Hinweis eines XY-Zuschauers verhaftet werden.
  • FF 1 der Sendung vom 05.06.1992: Aufklärung des Mordes an Stephanie D. in Jena (Goethepark)

Erste Ergebnisse

Neue Hinweise in altem Fall

Kommt die Kripo nach XY bei "Cold Case" weiter?


Überraschung im XY-Studio: Ausgerechnet in einem 30 Jahre alten Mordfall gab es noch während der jüngsten Ausgabe von „Akenzeichen XY… ungelöst“ die interessantesten Hinweise. „So viel hätten wir uns nach all den Jahren nicht erwartet“, staunte Kriminaloberkommissar David Seil von der Mordkommission in Frankfurt/Main.

Kriminaloberkommissar David Seil von der Kripo Frankfurt/Main hofft, mit Hilfe der XY-Zuschauer in einem über 30 Jahre alten Mordfall weiterzukommen. Er hatte in der ZDF-Fahndungssendung den brutalen Mord an Wilhelm R. (66) aus Nieder-Erlenbach vorgestellt. In diesem Fall gilt eine Thailänderin als dringend tatverdächtig. Nach ihr wird gesucht. Die Frau mit niederländischer Staatsangehörigkeit hatte das Opfer 1987 in einem Restaurant kennengelernt. R. wurde nach einem Treffen mit ihr in seiner Wohnung tot aufgefunden.

Während der Sendung meldeten sich tatsächlich Zeugen, die sich an das damalige Fahrzeug der Gesuchten und auch an wichtige Details zu ihrer Person erinnern können. Seil: „Genau das war unsere Hoffnung für heute Abend. Jetzt haben wir zumindest was, wo wir neu ansetzen können.“


Ordentlich Bewegung kam auch in den Aufsehen erregenden Fall um den Mord an einem jungen aufstrebenden Boxer. Der 22-jährige Tunahan K. aus Hamburg wurde im Juni 2017 in der Nähe eines Rasthofs kaltblütig erschossen. „Wir haben mit der heutigen Sendung genau das erreicht, was wir wollten“, sagte auch Marco Klein zuversichtlich. Er war für die Kripo Itzehoe ins XY-Studio gekommen. Bis zum Ende der Sendung waren schon mehr als 20 Hinweise für ihn eingegangen.


Auch für die Ermittler eines Überfalls auf ein Ehepaar am Silvesterabend in Biblis gab es einen interessanten Hinweis. Ein Zuschauer schrieb per E-Mail, er habe goldenes Besteck – ähnlich dem geraubten – auf der Straße angeboten bekommen. Ob es sich dabei wirklich um das Raubgut handelte, ist noch unklar.


Quelle: ZDF: Aktenzeichen XY... ungelöst vom 28. März 2018

Bemerkungen

  • Wohl, weil noch Sendezeit übrig war, macht Rudi mit Alfred Hettmer noch einen kleinen Smalltalk über Cold Cases. Dieser erwähnt, dass dabei ein ganz bestimmter Personenkreis angesprochen werden soll, nämlich Täter, Zeugen, Mittäter und Mitwisser. „Und die wissen natürlich sehr wohl, was auch hier vor 30 Jahren geschehen ist. Und bei diesen Leuten geht es eben darum, dass sie ins Gewissen geredet bekommen, dass sie sich vielleicht öffnen und dann etwas zugeben, was sie vielleicht vor Jahren noch nicht getan haben.“
  • Obwohl in der Nachbesprechung mehrfach erwähnt wurde, dass der eigentliche Haupttäter im FF 1 sich das Leben genommen hat, ist kein Kreuz (†) hinter dem Namen, als sein Foto eingeblendet wird.

Vorherige Sendung: Sendung vom 28.02.2018

Nächste Sendung: Sendung vom 09.05.2018

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