Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 25.04.2003

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Verschleppt und ermordet ("Polomord")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Freiburg
  • Kommissar im Studio: Eckhart Gysler
  • Tag der Entführung: 17. Januar 2003, gegen 06:45 Uhr
  • Tatort: Bad Krozingen, Schwarzwaldklinik
  • Fund der Leiche: 23. März 2003
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Details: 57-jährige Heidrun P.; arbeitet in der Schwarzwaldklinik in Bad Krozingen bei Freiburg; Objektleiterin einer Reinigungsfirma; geordneter Tagesablauf; Arbeitsbeginn um 06:30 Uhr und gegen 13:00/13:30 Uhr Feierabend; nachmittags begab sie sich oft in ihre Wohnung in Bad Krozingen; 57-Jährige hat drei Kinder; lebt seit der Scheidung von ihrem Mann allein; keinen Hinweis auf neue Männerbekanntschaften; die Wochenenden verbringt sie bei ihrer Tochter in Karlsruhe; telefoniert am 16. Januar 2003 um 22:15 Uhr mit ihrer Tochter; kurzes Gespräch; Verabredung für nächsten Tag; fährt am nächsten Tag morgens zur Arbeit; Umweg über das Kurgebiet; gegen 06:35 Uhr: Krankenschwestern hören Hilfeschreie vom Parkplatz; sehen wie ein Mann etwas in einen Wagen zerrt; Schal und Brille zurückgelassen; Gegenstände der 57-Jährigen; wird mit ihrem eigenen Auto, einem weißen VW Polo, entführt; gegen 07:40 Uhr hebt ein vermummter Unbekannter mit der EC-Karte Geld ab; Volksbank Breisgau-Süd; Überwachungskamera; etwa 7 Stunden später findet eine Autobahn-Polizei den Wagen des Opfers; Autobahnparkplatz Neuenburg-West, 15km von Bad Krozingen entfernt; sämtliche Kleidungsstücke des Opfers liegen geordnet im Fahrzeug; kleine Blutspuren; unbekleidete Leiche wird neun Wochen später in einem Wald in der Nähe von Bad Krozingen gefunden; erstochen;
  • Zitate: "Was war das denn?" "Ach, da hat jemand Probleme beim Anfahren!"
  • Belohnung: 10.000€
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Mordfall Heidrun P. zählte von Anfang an zu den mysteriösesten und aufsehenerregendsten Kriminalfällen der baden-württembergischen Kriminalgeschichte. Obwohl die nur notdürftig abgedeckte Leiche von Heidrun P. unbekleidet gewesen ist und sie sich wohl im Wagen hatte ausziehen müssen, handelt es sich nicht um ein Sexualverbrechen, wie die Obduktion klären konnte. Es bestand kein sexueller Kontakt zwischen Heidrun P. und ihrem Mörder. Die tödlichen Stichverletzungen wurden der Objektleiterin wohl erst zugefügt, als diese sich bereits ausgezogen hatte, da die Kleidungsstücke keinerlei Stichverletzungen aufwiesen.

Dank umfangreicher kriminaltechnischer Untersuchungen konnte damals die DNA-Spur des Täters gesichert werden. Auf dieser lag die ganze Hoffnung der Kripo, da sie den Täter im näheren Umfeld von Heidrun P. vermutet haben. Im Zuge der damaligen Ermittlungen waren bei zwei Massen-Gentest im März 2003 mehr als 750 Männer aus Ehrenkirchen sowie zwei Jahre später weitere 500 aus einem Teil von Bad Krozingen überprüft. Dabei handelte es sich um einen der ersten großen Massen-Gentests der deutschen Kriminalgeschichte. Trotz der zwei Massen-Gentests blieb der Mordfall ungeklärt, der Mörder von Heidrun P. - so stellte sich später heraus - wurde durch den Einzugsbereich nur knapp verfehlt.

Auch ausgiebige Ermittlungen im Freundes- und Bekanntenkreis der 57-Jährigen erbrachten nicht den entscheidenden Hinweis auf den Täter. Die Fahndung nach dem Täter bzw. dessen auffälligem Rucksack durch die Bilder der Überwachungskamera der Volksbank verlief ebenfalls erfolglos. Dieser hatte in der Volksbank am Tag der Entführung mit der EC-Karte des Opfers 500€ abgehoben. Insgesamt mehr als 500 Hinweise arbeitete die Kripo in dem Mordfall ab, auch der Beitrag des Falles bei Aktenzeichen XY verhalf der Kripo nicht zum Durchbruch. So wurde der Mordfall über die Jahre ein "Cold Case".

Erst im Juli 2018 kam schließlich wieder Schwung in die Ermittlungen. Ein Zeuge aus der Familie des Täters meldete sich bei der Polizei und machte Angaben zum Täter im Mordfall Heidrun P. Der Zeuge gab an, diese Vermutung schon seit 15 Jahren mit sich rumgetragen zu haben, aber erst jetzt den Mut gefasst zu haben, dieses Wissen an die Polizei zu vermitteln. Durch den auffälligen Rucksack, den der Mörder der 57-Jährigen beim Geld abheben trug, erkannte der Zeuge seinen Familienangehörigen in dem Überwachungsvideo. Daraufhin bildete die Kripo erneut eine Ermittlungsgruppe und wertete alle damals gesicherten Asservate erneut mit neuesten kriminaltechnischen Möglichkeiten aus, um etwaige bisher nicht sichergestellte DNA-Spuren auszuschließen.

Im Ergebnis fand sich die damals schon gesicherte Täter-DNA an noch zahlreichen weiteren Gegenständen des Opfers und weiteren Asservaten. Daraufhin suchte die Kripo den Beschuldigten am 18. September 2018 auf, um diesen zu verhören sowie um eine Speichelprobe zu verlangen. Der unverheiratete 54-jährige deutsche Familienvater aus Buggingen/Breisgau-Hochschwarzwald leistete keinerlei Widerstand. Er soll sich erleichtert gezeigt haben und sagte umfassend aus.

Er gestand den Mord an Heidrun P. und seine DNA stimmte mit der gesicherten Täter-DNA überein. Als Motiv gab der 54-Jährige, der einen Handwerksbetrieb im Hochschwarzwald leitet, Geldnot an. Heidrun P. war, wie die Kripo immer vermutet hatte, kein Zufallsopfer. Der damals 39-Jährige kannte die 57-Jährige über einen gemeinsamen Bekannten und lauerte ihr vor ihrer Arbeitsstätte auf, um sie abzufangen und sich finanziell zu bereichern. Für die Kripo war der 54-Jährige bisher unbekannt, er besaß keinerlei Vorstrafen und trat auch sonst nie polizeilich in Erscheinung. Der 54-Jährige sitzt nun in U-Haft, der Haftbefehl lautet auf erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge sowie auf Mord zur Verdeckung einer Straftat.

Der Bericht über die Klärung erfolgt in der Sendung vom 24.10.2018.

Raubüberfall und Geiselnahme (Die lebende Bombe)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Mainz
  • Kommissar im Studio: Jürgen Metz
  • Tatzeit: 17. Dezember 2002, ab ca. 19:00Uhr
  • Tatort: Anwesen des Geschädigten, Mainz
  • Tatverdächtig: zwei unbekannte Männer
  • Belohnung: 20.000 Euro
  • Details: Exklusiver Juwelier; Verlässt nach Feierabend Geschäft und fährt nach Hause; Lebt dort allein und zurückgezogen; Wird in Garage überwältigt und in eigenem Wagen entführt; Anschließend in VW T3 umgestiegen; Wird bewacht während zweiter Täter Haus durchsucht; Teils rätselhaftes Verhalten; Muss in den Morgenstunden Weste mit tickendendem Dynamit anziehen; Soll Schmuck aus Geschäft holen und damit zurückkehren; Währenddessen hat Geschäftsführerin Freund zur Villa geschickt, der daraufhin Polizei informiert; Diese trifft vor Geschäft auf Inhaber; Seitdem Kontakt zu Tätern abgebrochen; Beklemmende, stundenlange Entschärfung der Bombenattrappen; Einmalige Tat in deutscher Kriminalgeschichte
  • Zitate: "Das ist eine Bombe, Sprengstoff. Das ist eine Kamera. Damit sehen wir, was du machst. Eine falsche Bewegung und boom. Nimm das Funkgerät. Wenn du da bist, rufst du uns an."
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Bezüglich diese Verbrechens, welches es in seiner Form noch nie in der deutschen Kriminalgeschichte gab, wurde umfangreich ermittelt, wobei auch zwei Tatverdächtige ermittelt werden konnten, allerdings erhärtete sich der Tatverdacht nie, weshalb im November 2013 die Ermittlungen gegen diese eingestellt wurden und die Tat bis heute ungeklärt blieb. Den Juwelier selbst zeichnete die Tat schwer und beschäftigte ihn bis zu seinem Tod im Jahr 2014.

Quelle: AKTENZEICHEN XY“ - TEIL II: Ein Verbrechen, das „es in Deutschland so noch nie gegeben“ hat Merkurist vom 12.01.2019

Fahndung nach einer Serienbetrügerin (Falsche Arzthelferin)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Erlangen
  • Kommissarin im Studio: Gisela Marquardt
  • Tattag: 10. Dezember 2002
  • Tatort: Bamberg
  • Tatverdächtig: eine unbekannte Frau
  • Belohnung: 2.000 Euro
  • Details: bringt alte Damen um ihre gesamten Ersparnisse; Gibt sich als Arzthelferin aus; Benötige Geld für Abholung eines Rollstuhles für Mutter; Habe das Geld vergessen; Fährt mit alten Dame zu Wohnung und Bank; Frau hebt insgesamt 17.000 Euro ab; Diese Geld gibt die angeblich Arzthelferin gleich an sich; Bankmitarbeiter wird misstrauisch; Erkennt Betrügerin auf Fahndungsbild und schlägt Alarm; Noch währenddessen macht sich die Frau aus dem Staub; Insgesamt 77 solcher Fälle; Jedoch deutlich höhere Dunkelziffer zu vermuten
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Nach der Betrügerin wird nochmals als FF 7 in der Sendung vom 20.02.2008 gefahndet und auch schon in der Sendung vom 05.10.1990 als SF 4 gefahndet.

Mord an Geldtransportfahrer (Raubmord an Geldboten im Baumarkt)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bochum
  • Kommissar im Studio: Jens Rotha
  • Tattag: 20. Januar 2003
  • Tatort: Baumarkt in Bochum Wattenscheid
  • Tatverdächtig: ein unbekannter Mann
  • Belohnung: 9.000 Euro
  • Details: Ralf K. arbeitet als Geldbote; Ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder; Kollege wartet in Geldtransporter; Holt Tageseinnahmen; Mann betritt Büro; Erschießt völlig grundlos Geldbote; Flüchtet mit Beute im Wert von 25.000 Euro zu Komplize in 7er BMW (E32) auf dem Parkplatz; verliert Mütze; Mitarbeiterin und Kunden des Baumarktes werden Zeugen des eiskalten Mordes; Gutes Phantombild
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo Hamburg - Messeratattake auf junge Amerikanerin, Opfer schreibt auf Parkbank in Tagebuch, Täter fragt nach Zigarette, Opfer hat keine, Täter kommt wieder, Angriff mit Messer von hinten, schwerverletztes Opfer kann mit heftiger Gegenwehr Täter in die Flucht schlagen, Video mit Rekonstruktion der Tat, Mini-FF, Opfer überlebt mit viel Glück, Täter mit unreiner Haut und Brille, weißer Vogel auf blaue Oberteil.
  • SF 2: Kripo Münster - Fahndung nach Cetin A., 32-jähriger soll Ex-Freundin mit 66 Messerstichen ermordet haben, möglicherweise in die Niederlande abgesetzt.

Geklärt: Cetin A. konnte Im August 2018 in Paris nach einem Angriff auf eine Sozialarbeiterin festgenommen werden. Er lebte dort seit etwa 10 Jahren unter falschen Personalien. Die Bekanntgabe erfolgt in der Sendung vom 24.10.2018.

  • SF 3: Aufnahmestudio Zürich - Raubüberfall auf Geldbotin im Kanton Schaffhausen, will Geldautomat auffüllen, Mann bindet sich Schuhe zu, packt die Frau am Hals und stößt sie um, Täter schnappt sich ihre Tasche und verschwindet. Stephan Schifferer zeigte Polizeivideo vom Tatort und Vergleichsstück der gestohlenen grünen Tasche.
  • SF 4: Kripo München - Fahndung nach Ulrich S. alias „Oliver Shanti“, vertreibt und produziert „New World Age Music“, Verdacht sexueller Missbrauch von Kindern, Sektengründer soll sich an sehr vielen Kindern der Sektenmitgliedern vergangen haben, erst in München dann in Vila Nova de Cerveira/Portugal, der Gesuchte ist vermutlich in Portugal oder Deutschland untergetaucht, Rudis Aufruf an Urlauber „Augen offenhalten.“

Geklärt: Der Gesuchte wurde im Juni 2008 in Lissabon verhaftet. Rudi gibt seine Festnahme im Rückblick der XY-Sendung vom 09.07.2008 bekannt. Wikipedia-Artikel zum Gesuchten mit weiteren Links.

  • SF 5: Kripo Coburg - Mord an Harald G. im Jahr 1992, Schädel eigeschlagen, gesucht wird ein Fleischklopfer als die vermutliche Tatwaffe, Aussehen ist unklar, er wurde in den 1970er Jahren zusammen mit auffälliger Teigrolle verkauft. Rudi mit einem Vergleichsstück im Studio, sein Aufruf an Fleischklopfer-Besitzer.

Geklärt: Klärung in der Sendung vom 01.04.2004. Täterin ist die Ehefrau des Opfers, sie wurde zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt.

XY Update

  • kein XY-Update in dieser Sendung.

XY Gelöst:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Schweinfurt gesuchte Serienvergewaltiger, der mit einem blauen LKW auf der Autobahn unterwegs war, wurde als ein Fernfahrer aus Gütersloh identifiziert und verhaftet. Kurz nach seiner Festnahme verübte er Selbstmord.
  • SF 6 der vorherigen Sendung: Der vom BKA Wiesbaden vorgestellte Fall von Kindesmissbrauch konnte ebenfalls geklärt werden. Ein Mann aus Österreich wurde festgenommen.
  • SF 5 der Sendung vom 01.03.2002: Die beiden von den Schweizer Behörden gesuchten chinesischen Hotelfachschüler Yong L. und Zhi L. wurden bereits kurz nach der Sendung 2002 in London festgenommen. Ihr Komplize hatte einem Restaurantbesitzer vor den Augen eines Polizisten die Kehle durchgeschnitten. Da die beiden Festgenommenen leugneten, dass sie mit den Gesuchten identisch sind, konnten sie erst jetzt nach schwierigen und zeitaufwendigen Ermittlungen eindeutig identifiziert und überführt werden.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Heidrun P. in Bad Krozingen; zahlreiche Hinweise zur auffälligen bunten Umhängetasche des Täters, die nochmal gezeigt wird.
  • FF 2: Raubüberfall auf Juwelier mit Geiselnahme in Mainz; das Phantombild mit den beiden Tätern wird auf Wunsch zahlreicher Zuschauer, wie auch das einmalige gestohlene Armband mit der eingesetzten Rolex-Uhr, erneut gezeigt.
  • FF 3: Fahndung nach Serienbetrügerin in Erlangen; einige interessante Hinweise, darunter auch einige Zuschauer, die der Meinung waren, dass es sich um einen Mann handeln könnte; dies schließt die Kripo aber gänzlich aus; Rudi zeigt die Täterin nochmal und beschreibt sie auch ausführlich; sie trägt eine Perücke und eine Brille mit Goldrand.
  • FF 4: Raubmord an Geldtransportfahrer Ralf K.; erfreulich viele Hinweise; auf Wunsch einiger Zuschauer werden die Kappe und das Phantombild des Täters nochmal gezeigt; die Kappe wurde in ganz Deutschland nur 1400 mal verkauft und die Kripo geht davon aus, dass der Täter sie zwei Jahre in Besitz hatte.

Studiofälle:

  • SF 1: Messeratattake auf junge Amerikanerin in Hamburg; viele Hinweise zur Jacke des Täters mit unreiner Haut und Brille; sein Phantombild wird noch einmal gezeigt.
  • SF 2: Fahndung Cetin A., der Ex-Freundin mit 66 Messerstichen ermordet haben soll, wird nicht erwähnt.
  • SF 3: Raubüberfall auf Geldbotin im Kanton Schaffhausen; Stephan hat noch nichts neues, zeigt aber nochmal die gestohlene Mappe, in der das Geld drin war.
  • SF 4: Fahndung nach Ulrich S. alias "Oliver Shanti", Sektengründer der "New World Age Music" produziert und vertreibt; er soll sich an Kindern der Sektenmitglieder vergangen haben; Hinweise auf mögliche Aufenthaltsorte in Deutschland, aber bis jetzt noch nichts konkretes.
  • SF 5: Mord an Harald G. im Jahr 1992 wird nicht erwähnt.

Bemerkungen

  • Guter Isolde-Text in Fall 1.
  • Letzter Studiofall: Fleischklopfer gesucht!
  • Kurz-Rekonstruktion einer Messerattacke im SF 1.
  • Sprecher-Credits für Isolde.

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