Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 11.03.1994

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Banküberfall, Raubüberfall, Mordversuch und Mord (Pumpgun-Räuber)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Potsdam
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptmeister Uwe Heinicke
  • Tattage: 1. Fall: 20. Januar 1993, 2. Fall: 17. Februar 1993;
  • Details:
    • 1. Fall: Kind ist in Sparkassenfiliale Bestensee langweilig; Zwei maskierte Räuber fahren mit einem gestohlenen Wagen vor der Sparkasse vor und versuchen eine Kundin als Geisel zu nehmen, sie wehrt sich heftig und kann entkommen; Überfall, alle Kunden bedroht; Angestellte kann sofort den (lauten) Alarm auslösen; stört Täter nicht; "Panzerglasscheiben" lassen sich mühelos mit Pumpgun- und Pistolenkolben zertrümmern; nächste Polizeidienststelle liegt im 15 km entfernten Königs Wusterhausen; Täter glauben deshalb an sicheren Vorsprung; besorgte Anwohner am Straßenrand winken zufällig vorbeikommende Polizeistreife herbei; Polizisten werden sofort beschossen und schwer verletzt; Täter fliehen mit dem Streifenwagen, aber ohne Beute
    • 2. Fall: Überfall auf einsam gelegenes Gartencenter in Kolberg; hat an langem Mittwoch bis 23 Uhr geöffnet; letzter Kunde um 22.15 Uhr raus; Geschäftsführer verkennt offenbar Gefährlichkeit des Einbrechers und wirft Bürostuhl und Tonne nach ihm, wird erschossen; Täter verlangen von Kassenkraft Schlüssel des Firmenwagens; fliehen mit 17.000 DM, bevor Geldtransporter eintrifft
  • Zitate:„Der Zufall will es, dass genau um diese Zeit ein Streifenwagen um den Ort fährt." (Sprechertext Michael)
  • Besonderheiten: Vor dem Filmfall merkt Ede an, dass sich Politiker "meist etwas abstrakt" ausdrückten. Sie würden das, was diesen Fall präge, als "zunehmende Gewaltbereitschaft der Straftäter" bezeichnen. XY wolle die Dinge aber beim Namen nennen. Das heiße in diesem Fall "zwei schwer verletzte Polizisten und einen toten Familienvater, der Frau und drei Kinder hinterlässt. Und das alles für eine Beute von wenigen tausend Mark"
  • Bewertung: **
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Einbruch und Banküberfallserie (Der Säger)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Duisburg
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Heinrich Rotering
  • Tattage: 1. Tat: 2. Januar 1992, 2. Tat: 4. Januar 1993, 3. Tat: 6. August 1993
  • Details: spezielle und verblüffende Masche;
    • 1. Fall: Täter sägt einige Gitterstäbe durch, dringt in die Bankfilialle in Neuss ein; setzt danach die Kellerstäbe provisorisch wieder ein, damit niemand etwas bemerkt; kennt sich im Gebäude sehr gut aus; versteckt sich im Gebäude, wartet, bis die Angestellten am Morgen den Tresor aufschließen; überfällt die Bankangestellten; erbeutet 660.000 DM und flieht unerkannt;
    • 2. Tattag selbe Masche in Gelsenkirchen; Täter dringt wieder von der Rückseite ein; Gitterstäbe sind diesmal stärker als zuvor; findet im Keller keine Möglichkeit, sich zu verstecken; Überfall auf Prokurist, welcher sofort flieht; Räuber verfolgt den Angestellten, flieht aber doch noch ohne Beute;
    • 3. Tattag: Hauptstelle der Commerzbank in Duisburg; diesmal gelangt der Räuber über einen Lichtschacht in das Gebäude; dringt in das Materiallager ein und versteckt sich dort; bohrt sich einen Sehschlitz in die Tür; beobachtet die Angestellten beim Öffnen des Tresors; das "Öffnungs-Ritual" ist dem Räuber wohlbekannt; überfällt eine Kassiererin im richtigen Moment; erneut gelingt dem Räuber die Flucht;
  • Zitate: "Die Kripo rätselt bis heute über das Werkzeug, das der Mann benutzt hat."
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 23.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Möglicherweise gehen diese Überfälle auf das Konto eines Bankräubers, der in München festgenommen wurde und auch für den FF 1 der Sendung vom 26.02.1999 verantwortlich ist.

Einbruch und Raubüberfall

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hochheim
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Bernd Linke
  • Tattag: 2. April 1993
  • Details: Drei maskierte Männer brechen über das Dach in ein wohlhabendes Haus ein; da die Bewohnerin anwesend ist, wurde die Alarmanlage abgeschaltet; der Freund und Geschäftsmann klingelt an der Tür; Einbrecher halten sich zunächst im Obergeschoss auf; Freund hört beim Baden komische Geräusche im Haus, denkt sich nichts dabei; gemeinsames Abendessen; weitere Geräusche werden bemerkt; Überfall auf das Pärchen; werden gefesselt und geknebelt; einer der Täter spricht die Opfer auf Englisch an, vermutlich um seine Sprachherkunft zu verschleiern; die Eigentümerin soll den Weg zum Safe zeigen; Safe ist gesondert alarmgesichert, Täter bleiben von dem Alarm aber unbeeindruckt; der Schmuck und 20.000 DM wurden erbeutet;
  • Bewertung: **
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach Friedrich E.; schwere Brandstiftung; Molotowcocktails in Mehrfamilienhaus in Feldkirch in Vorarlberg; Rotlichtmilieu
  • SF 2: Interpol Wien - Fahndung nach Bora C.; gesucht wegen Mordes; vermutlich ging es um Geld; 20 Dollar
  • SF 3: Kapo Zürich - Unbekannter Tote; rotblond gefärbte Haare; T-Shirt mit Hund

Geklärt: Die Tote konnte später als englische Touristin identifiziert werden. Sie lebte in Spanien und kam mit ihrem Lebensgefährten Rainer Z. als Touristen in die Schweiz. Nach Rainer Z. wurde noch einmal in der Sendung vom 27.09.1996 gefahndet, nachdem er aus einem spanischen Gefängnis fliehen konnte.

  • SF 4: Kripo München - Fahndung nach Gudio M., Birmadis L. und Markus P.; schwere Wirtschaftstraftaten; Vertreter eines niederländischen Konzerns; Computer und Baumaschinen; 7-8 Millionen; 100 Arbeitslose
  • SF 5: Kripo Waiblingen - Fahndung nach Steffen R.; Kreditbetrug in 38 Fällen; Gebühren 20 %; 6,6 Millionen Mark
  • SF 6: Kripo Aachen - Fahndung nach Eugene K.; Banküberfälle; 10 Überfälle

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Sittard an der niederländisch-deutschen Grenze gefasst werden. Bekanntgabe in der Sendung vom 10.06.1994.

  • SF 7: Kapo St. Gallen - Fahndung nach Muhamed und Mohidin O.; Vater und Sohn; gesucht wegen zweifachen Mordes; Mohidin O. trägt einen Pferdeschwanz

Geklärt: Die Gesuchten stellten sich beim Zollamt Kreuzungen selbst den Schweizer Behörden. Bekanntgabe in der Sendung vom 06.05.1994.

  • SF 8: Interpol Wien - Unbekannter Toter; tätowierte Spinne

Geklärt: Der Tote konnte als der tschechische Staatsbürger Lubomir D. identifiziert werden. Darüber wird zuerst in der Folgesendung und auch nochmal in der Sendung vom 29.09.1995 berichtet. Dabei stellte sich heraus, dass er zusammen mit einem Komplizen eine Bank überfallen hatte und anschließend von diesem erschossen wurde.

  • SF 9: Kripo Berlin - Mordanschlag auf die Familie W.; Sonderkommission ZERV; Wolfgang W. war Fluchthelfer in der DDR; Tatzeit 1981; Mordauftrag von der Stasi; Operation Skorpion; Ägide am Toten Meer; vergiftete Frikadellen; unbekannte Motorradfahrer haben auch von den Frikadellen gegessen; leben sie noch?; unbekannte Zufallsbekanntschaft (Frau) des Stasiagenten; siehe Wikipedia-Artikel zu Wolfgang W. (bitte um weitere Quellen dieses außergewöhnlichen Falles)

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Der Kripo ist es in Zusammenarbeit mit den Behörden in Polen gelungen, mehrere Tatverdächtige zu verhaften. Sie sollen für den brutalen Doppel-Raubmord an einem älteren Ehepaar in Solingen und vermutlich auch für den Raubüberfall auf einen Münzhändler in Frankfurt sowie den Mord an einem unbekannten Mann bei Mannheim verantwortlich sein. Die Polizei ist sich ziemlich sicher, dass die drei Verbrechen im Zusammenhang stehen. Für die Kripo Mannheim wird nach dem 28-jährigen Robert K. und dem 40-jährigen Pawel B. gefahndet.
  • SF 6 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Bremen gesuchte unbekannte achtfache Bankräuber hat schon wieder zugeschlagen, diesmal in Laatzen in Niedersachsen mit einer Beute von 30.000 DM, erneute Fahndung nach ihm. Die Kripo hofft jetzt, entscheidend weiterzukommen und die Belohnung beträgt noch immer 1.500 DM.
  • SF 7 der vorherigen Sendung: Ein Mann konnte von der Kapo Bern ermittelt werden, der in Interlaken im Kanton Bern einem 38-jährigen Mann in dessen Haus ermordet haben soll; Fahndung nach Bruno B. Nach der Tat benutzte er in Berlin den Personalausweis und die Kreditkarte des Opfers, die er vermutlich noch hat. Statt eines Oberlippenbartes soll er jetzt eine Brille tragen.
  • FF 3 der Sendung vom 08.10.1993: Nach dem Raubüberfall auf die alleinstehende Witwe Hedwig T. (die aufgrund iher Erkältung nicht zum Shirley Bassey-Konzert konnte) wurde ein Teil der Beute einem Mann aus Kassel auf einem Video angeboten. Dabei konnten fünf Männer festgenommen werden, darunter war einer der Täter. Sein Komplize konnte sich nach Afrika absetzen und wird dort mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ein Großteil der Beute wurde in einer Wohnung in Niedersachsen sichergestellt.

XY Gelöst:

  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der von Interpol Wien wegen Banküberfällen in Österreich und Deutschland gesuchte Michael O. wurde von einem XY-Zuschauer auf Teneriffa gesehen. Interpol wurde eingeschaltet, der Bankräuber konnte wenig später verhaftet werden und wartet schlussendlich in Spanien auf seine Auslieferung.
  • SF 8 der Sendung vom 07.02.1992: Wolfgang M., von der Kripo Hamburg mit sechs Haftbefehlen gesucht, hatte sich nach der Sendung nach Polen abgesetzt. Nach mehreren Zuschauerhinweisen konnte er von einem Zielfahndungskommando aufgespürt und schließlich in Warschau verhaftet werden. – Mit mehreren Komplizen hatte er ‚systematisch Briefkästen der deutschen Bundespost ausgeplündert‘ und Briefe aussortiert die Schecks beinhalteten, die dann in Berlin, Leipzig, Bremen und Lichtenstein eingelöst wurden.
  • FF 3 der Sendung vom 12.06.1987: Der Kripo Kiel gelang es nach sieben Jahren doch noch, den sogenannten "Rosenmord" an Agnes M. zu klären. Die 79-jährige gehbehinderte alte Dame war in ihrer Wohnung überfallen und erdrosselt worden. Dem Mörder wurde schließlich die Weiterentwicklung der Kriminaltechnik zum Verhängnis. Alte Spuren vom Tatort wurden neu überprüft, sodass ein 30-jähriger Verdächtiger festgenommen werden konnte. Die Mauer des Schweigens konnte gebrochen werden.
  • SF 3 der Sendung vom 20.06.1986: Der von der Kripo Hof gesuchte verurteilte Bankräuber Klaus G. hatte sich nach einem Gefängnisausbruch 'nach klassischem Muster' nach Portugal absetzen können. Wegen Rauschgifthandel war er dort von der Portugiesischen Polizei verhaftet und zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, die er absitzen musste, bevor er jetzt nach Deutschland ausgeliefert wurde. Dort erwartet ihn erneut ein mehrjähriger Gefängnisaufenthalt.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Banküberfall und Mordversuch an Polizeibeamten in Bestensee sowie Raubüberfall und Mord in Kolberg; zur Zeit 20 Hinweise; die meisten zur verkürzten Vorderschaftrepetierflinte bzw. Pumpgun; die Verkürzung könnte in Frankreich mit Spezialverkzeugen durchgeführt worden sein; Hinweis auf amerikanische Schießclubs, die es an den deutschen Standorten der US-Army gibt; die dort verwendete Munition kommt direkt aus den USA und wird zusammen mit der Pumpgun erneut gezeigt.
  • FF 2: Einbruch und Banküberfallserie; bislang 80 Hinweise; zwei zu konkreten Personen; die meisten Hinweise, auch aus Österreich und der Schweiz, zum Schneidewerkzeug mit dem in einem Fall die Gitterstäbe aus Vollbaustahl durchgetrennt wurden; österreichischer Feuerwehrmann mit Hinweis auf zwei amerikanische Firmen als mögliche alleinige Hersteller solcher Werkzeuge; zwei Anrufer verweisen auch übereinstimmend auf Wantenschneider, wie sie in der Schifffahrt vorkommen; die Angaben würden zum Segel mit dem Seemannsknoten passen.
  • FF 3: Einbruch und Raubüberfall in Hocheim; die meisten der 20 Hinweise kamen zum geraubten Schmuck, von dem einige Beutestücke nochmal gezeigt wird.

Studiofälle:

  • SF 1: Ein Taxifahrer will den, wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung gesuchten Friedrich E. in Österreich als seinen Fahrgast erkannt haben; auch an der Grenze zur Schweiz soll er gesehen worden sein
  • SF 2: Der unter Mordverdacht gesuchte Bora C. bleibt spurlos verschwunden; sein Fahndungsfoto wird auch nochmal gezeigt.
  • SF 3: Viele Hinweise in der Schweiz, zum Teil sogar konkrete Namen, zur unbekannten toten Frau mit rotblond gefärbten Haaren; ihre Jeansjacke und das T-Shirt mit Hund werden erneut gezeigt.
  • SF 4: Fahndung nach Guidio M., Bernhardus L. und Markus P., denen schwere Wirtschaftsstraftaten vorgeworfen werden; neue Details für die Polizei über Guidio M. und konkrete Überprüfungen zu Bernhardus L. und Markus P.
  • SF 5: Fahndung nach mutmaßlichem mehrfachen Kreditbetrüger Steffen R.; ein konkreter Hinweis auf möglichen Aufenthaltsort.
  • SF 6: Sabine berichtet über magere Hinweislage zum mutmaßlichen Bankräuber Eugene K.
  • SF 7: Fahndung nach Muhamed und Mohidin O.; Vater und Sohn; gesucht wegen Verdacht auf Doppelmord am Bodensee; Hinweise auch aus Deutschland
  • SF 8: Das rekonstruierte Bild mit dem Kopf des unbekannten Toten und die tätowierte Spinne werden von Peter nochmal gezeigt.
  • SF 9: Konkrete Namensnennungen zu den unbekannten Motorradfahrern und zur unbekannten Zufallsbekanntschaft des Stasi-Agenten; das Foto der Frau wird auch noch einmal gezeigt.

Bemerkungen

  • Nach dem Ende des Rückblicks aus deutscher Sicht bekommt Ede aus dem Off einen Blumenstrauß gereicht. Diesen rummst er erst einmal gegen sein Tischmikro, weshalb man den freudigen Anlass kaum versteht: Im Schweizer Aufnahmestudio wird die 250. XY-Folge ausgestrahlt! Ede reicht den Strauß nach links aus dem Bild weiter... wo ihn der zugeschaltete Konrad Toenz von rechts entgegennimmt. Special Effects par excellence! Außerdem erlaubt sich Ede, Konrad Toenz mal nur "Konrad" zu nennen. Toenz bleibt aber beim "Sie".
  • Edes Einleitung Filmfall 3: „Stellen sie sich vor, meine Damen und Herren, sie sitzen gemütlich beim Abendessen. Sie hören im Haus Geräusche, sie sehen nach was los ist und plötzlich stehen sie vor drei maskierten, schwerbewaffneten Männern.“
  • Rückblick ist genauso lang wie in der Sendung vom 13.09.1991.

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