Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 24. April 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 11.01.1980

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Georg L. (Der Tote aus dem Schallarchiv)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo München
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Sidon
  • Details: 40-jähriger Georg L. aus München arbeitet im Schallarchiv des Bayerischen Rundfunks; erscheint nach Besuch bei den Eltern am Dienstag, 22. Mai 1979 nicht mehr zur Arbeit; Kollege versucht ihn vergeblich telefonisch zu erreichen; Anruf bei den Eltern „des geht ned“; Mutter fährt mit dem Bus nach München; weiß von Männerbekanntschaften ihres Sohnes und spürt, dass etwas passiert sein muss; Spannungsmusik Schifferklavier; Klingel defekt aber Mutter hat Hausschlüssel; entdeckt die nackte Leiche und alarmiert unter Schock die Polizei; gezielter Messerstich ins Herz; offensichtlich Raumord; Mutter erwähnt homophile Neigungen; Suche nach Kontakten des Opfers in einschlägigen Lokalen; Wirt berichtet von einem Kerl aus Saarbrücken,17-20 Jahre alt, mit dem das spätere Opfer zusammen das Lokal verlassen hat; Stadtplan von München mit Adressen einschlägiger Lokale; Bezug auch zu Frankfurt; unbeaknnter Begleiter wird gesucht.
  • Musik: Instrumentalversion von Procol Harum´s "A whiter Shade of Pale"
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Ein Beutestück, ein Kassettenrecorder den der Täter offensichtlich mitgenommen hatte, wird im Rückblick der Folgesendung gezeigt und es werden weitere Fragen der Polizei gestellt.

Wirtschaftskriminalität (Luftgeschäfte)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Kassel
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptmeister Bösel
  • Details: Ermittlungen wegen betrügerischen Manipulationen der angeblichen Fluggesellschaft “Nora-Air-Services (NAS)"; ihr Gründer Oskar H. wird mit dreifachem Haftbefehl gesucht; rund 150 geschädigte Anleger bzw. Kommanditisten wie Ärzte, Zahnärzte, aber auch Freiberufler, Rentner und Pensionäre; Darstellung der dubiosen Methoden anhand der Vernehmung eines der Opfer; ehemaliger Polizeihauptmeister Günter T. bekommt kurz vor seiner Pensionierung Besuch vom Anlageberater; 10.000 DM seiner Abstandszahlung will Günter T. gewinnbringend anlegen; angeblich Steuervorteil und 8% Zinsen; Zeitgleich kauft Oskar H. als Privatmann in der Nähe von Bremen für 72.000 DM von der Bundeswehr aussortierte Noratlas; nicht mehr für den Flugverkehr zugelassen; trotzdem für 1,3 Mio. DM Weiterverkauf offiziell an die NAS, eigentlich aber an sich selbst; Geld in eigene Tasche gesteckt und NAS kurz vor Bankrott; Gesellschafter mit optimistischen Durchhalteparolen beruhigt; Flugbetrieb soll bald aufgenommen werden; Schrott-Flugzeug rostet vor sich hin; Konkursverfahren wird eröffnet; Büroräume im Flughafen Kassel-Calden erhalten Besuch vom Gerichtsvollzieher; Unterlagen werden beschlagnahmt; eines der bisher größten Strafverfahren für die Staatsanwaltschaft Kassel; Oskar H. war schon in Haft; wurde wieder freigelassen; dann rechtskräftig zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und seit zwei Jahren auf der Flucht; er verändert geschickt mit Perücke und Brille sein Aussehen.
  • Zitate: „Sie wissen ja selbst, was heute alles fliegt. Selbst Elefanten und Pferde werden heute per Luftfracht transportiert.“; „Na, was meinst Du, Käthe?“ - „Ich verstehe nichts davon. Das musst Du wissen, Günter.“; „Was machen sie denn da? Schaffen sie etwa Beweismaterial an die Seite?“
  • Tatverdächtiger: Oskar H.
  • Besonderheit: Am Anfang des Filmes sind Adresse und Geburtsdatum und -ort des gesuchten Tatverdächtigen in einer Akte zu erkennen.
  • Bewertung: **
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der im Zusammenhang mit der Nora Air Services mit drei Haftbefehlen gesuchte Oskar H. wurde noch am Abend der Sendung in Berlin verhaftet. Er hatte die XY-Sendung selber gesehen und versuchte zu entkommen: Ohne Erfolg. Bericht über seine Festnahme im Rückblick der Folgesendung.

Banküberfall in Frankfurt (Die Beute liegt auf der Straße)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Ortlauf
  • Details: Hydranten-Überprüfung in Eschborn am 15. Mai 1979; Nähe zur Autobahn Wiesbaden-Frankfurt; Metallic-Brauner Ford 20m mit gestohlenen Kennzeichen MA für Mannheim ist vorschriftswidrig abgestellt; nicht verschlossen und steht schon sechs Wochen da; hessischer Dialekt; Geldbombe mit 15.500 DM wird von der Polizei, zusammen mit Motorrad-Wollmütze im kurzgeschlossenen Auto entdeckt; in Heppenheim gestohlen und sechs Wochen vorher, am Montag, 02. April 1979 Fluchtfahrzeug von zwei Bankräubern; 09.00 Uhr Überfall auf Sparkassenfiliale 42 Frankfurt-Sossenheim; Filialleiter beobachtet unauffällig im Nachbarzimmer; Täter entkommen unerkannt mit Beute in Höhe von 230.000 DM; Komplize wartet in weißem BMW mit Kennzeichen aus Ludwigshafen LU; Fahndung; BMW wird nahe der Autobahn Wiesbaden-Frankfurt gefunden; Zeuge mit Schäferhund hat Täter gesehen; sind dort in den Ford umgestiegen, der in Eschborn steht.
  • Zitat: „Die zuständige Frankfurter Kripo hat, wie sie sich denken können, nicht schlecht gestaunt, als sie in der verschlossenen Geldbombe noch 15.000 DM gefunden hat. Auch für einen erfahrenen Kriminalbeamten wie Hauptkommissar Ortlauf aus Frankfurt, der schon mehrmals in unserer Sendung war, keine alltägliche Sache.“ (Ede nach dem Film)
  • Tattag und -Zeit: Montag, 02. April 1979; 09.00 Uhr
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach Helmut J. wegen Betrugsverdacht in Österreich und Rio de Janeiro, benutzt verschiedene Falschnamen, spricht auch portugiesisch, französisch und englisch, auffällige Tätowierung fünfzackiger Stern mit Schriftzug „Teddyboy“ auf rechtem Unterarm.
  • SF 2: BKA Wiesbaden/Kapo Zürich-Fahndung nach Elmar W.; Vorwurf Betrügereien mit Warentermingeschäften, soll mit Firmen Kundengelder veruntreut haben, Geld sollte in London angelegt werden, hat sich dann mit Komplizen das Geld in die einigen Taschen gesteckt, Schaden ca. 10 Mio. DM.

Geklärt: Der Gesuchte wurde am 15.01.1981 in Zürich festgenommen. Aufklärung in der Sendung vom 23.01.1981.

  • SF 3: BKA Wiesbaden - Fahndung nach Tätergruppe aus dem Raum Köln, Vorwurf rund 60 Einbrüche in Juweliergeschäften, Beute im Wert von ca. 12 Mio. DM, Frage nach Herkunft diverser sichergestellter Beutestücke, die keinem bekanntem Einbruch zugeordnet werden konnten, besonders auffällige goldene Anstecknadel, dargestellt als farbig emaillierter Vogel mit Rubin als Auge.
  • SF 4: BKA Wiesbaden/Kripo Appenrade/Dänemark - Fahndung nach Jussi O., Verdacht auf Bankraub in Krusau/Dänemark mit anschließender Flucht nach Deutschland mit BMW, hat zuvor in Schweden Hafturlaub zur Flucht genutzt, vermutete Aufenthaltsorte sind Deutschland, Holland, Österreich oder die Schweiz, er benutzt diverse Falschnamen und gibt sich als Antiquitätenhändler aus.
  • SF 5: Kripo Hamburg - Unbekannte(r) Mordverdächtige(r): Ein Mann wurde in Hamburg in seiner Wohnung erstochen und eine Person verhaftet, unklar ob Täter Mann oder Frau ist, evtl. aus Kolumbien, Polizei vermutet einen Transvestiten, der in den Vergnügungsvierteln der Großstädte der Prostitution nachgeht.

Geklärt: Ein Mann aus Kolumbien, Transvestit, konnte verhaftet werden. Er hat den Mord in Hamburg und noch weitere Straftaten gestanden. Bekanntgabe in der Folgesendung.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 2 der Sendung vom 07.12.1979: Die wahre Identität der unbekannten Scheckbetrügerin, angeblich Helga B., konnte noch nicht geklärt werden. Sie soll zu einer internationaler Bande gehören und Anfang Dezember 1979 von Graz nach Frankfurt geflogen sein.

XY Gelöst:

  • FF 3 und SF 3 aus der vorherigen Sendung: Spektakuläre Begrüßung von Eduard Zimmermann: „Guten Abend, meine Damen und Herren. Auch nach 12 Jahren ist diese Sendereihe immer noch für Überraschungen gut. Zum ersten Mal in der XY-Geschichte hat sich etwas ergeben, wovon Kriminalisten insgeheim immer träumen: Dass es nämlich für zwei Fälle mit denen man sich gleichzeitig beschäftigt und die, dem Anschein nach, überhaupt nichts miteinander zu tun haben, nur eine gemeinsame Lösung gibt“. - Die Kripo Bochum fand nach Zuschauerhinweisen den LKW mit Dosenfleisch aus Polen, den sie im FF 3 der vorherigen Sendung gesucht hatte. Gestohlen hatte ihn Manfred H., gesucht im SF 3 ebenfalls in der vorherigen Sendung. Manfred H. wurde Bochum verhaftet und legte ein Geständnis ab. Es half ihm auch nichts mehr, dass er sich noch einen Falschnamen zugelegt hatte.
  • SF 2 der Sendung vom 13.07.1979: Der Ausbrecher aus der Strafanstalt Regensdorf Walter Niklaus S. wurde ende November 1979 in Montreux festgenommen.
  • SF 4 der Sendung vom 13.07.1979: Holger F, ihm wird Raubüberfall, und Misshandlung eines Geschäftsführers vorgeworfen, wurde bereits kurz nach der Sendung mit seiner Fahndung in Kiel nach einem Einbruch festgenommen, allerdings unter einem falschen Namen und er konnte erst jetzt unter seinem richtigen Namen identifiziert werden und hat den Überfall gestanden. Ein bereits festgenommen Komplize hat bereits ein Geständnis abgelegt.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

  • Ede spricht den Kommissar vom FF 1 zuerst versehentlich mit dem Namen des Opfers an und überdurchschnittlich viele Hinweise in in Zürich.
  • FF 1: Mord an Georg L. in München (Der Tote aus dem Schallarchiv); viele Hinweise zu dem gesuchten jungen Mann, den das Opfer kurz vor seinem Tod in einer Münchener Gaststätte getroffen hat werden überprüft; zwei offensichtliche Beutestücke des Täters, ein Kassettenrecorder und die Digitalarmbanduhr des Opfers werden nochmal gezeigt; eine solche Uhr soll in einem von Homosexuellen besuchten Lokal gekauft worden sein.
  • FF 2: Wirtschaftskriminalität, "Luftgeschäfte der Nora-Air-Services"; mehrere konkrete Hinweise auf möglichen Aufenthalt des gesuchten Oskar H.; der Gesuchte hat die Sendung selber gesehen und ist geflüchtet; die Überprüfungen in einer deutschen Stadt laufen auf Hochtouren; Oskar H. soll jetzt einen Schnurrbart und einen Kinnbart tragen; drei verschiedene Fahndungsfotos werden erneut gezeigt, allerdings noch ohne Bart, sondern einmal mit Perücke, mit Brille, mit Perücke und Brille.
  • FF 3: Banküberfall in Frankfurt am Main; etwa 95 Hinweise, die meisten davon zum blauen Overall, werden zur Zeit noch überprüft; auf Wunsch einiger Zuschauer wird das zweite Fluchtfahrzeug, ein brauner Ford Taunus mit Kennzeichen MA für Mannheim, noch einmal gezeigt; er war vom 14. März bis zum 02. April 1979 im Besitz der Täter.

Studiofälle:

  • SF 1: Fahndung nach Helmut J. wegen Betrugsverdacht in Österreich und Rio de Janeiro, er könnte sich in der Schweiz aufhalten und die dortigen Sicherheitsbehörden wurden von Interpol bereits verständigt; auch Adressen wurden genannt; ein Ergebnis der Überprüfungen liegt aber noch nicht vor.
  • SF 2: Fahndung nach Elmar W. Vorwurf Betrügereien mit Warentermingeschäften, viele Hinweise; die noch überprüft werden müssen und sein Fahndungsfoto wird erneut eingeblendet.
  • SF 3: Fahndung nach Tätergruppe aus Kölner Raum, Vorwurf rund 60 Einbrüche in Juweliergeschäften, Beute im Wert von ca. 12 Mio. DM, die Herkunft eines der sichergestellten Beutestücke konnte geklärt werden, eine Pillendose wurde bei einem Einbruch in Osnabrück gestohlen, besonders auffällig darunter eine goldene Anstecknadel, dargestellt als farbig emaillierter Vogel mit Rubin als Auge.
  • SF 4: Fahndung nach dem mit mutmaßlichen Bankräuber Jussi O., einige Zuschauer wollen ihn im Raum Norddeutschland gesehen haben; einige Überprüfungen laufen und der BMW mit dänischem Kennzeichen wird nochmal gezeigt, mit dem er vermutlich unterwegs ist.
  • SF 5: Nach den Zuschauerhinweisen zum Fall der/des unbekannten Mordverdächtigen, vermutlich Transvestit, konnte teilweise festgestellt werden wo sich die verhaftete Person zuletzt aufgehalten hat, die in Hamburg einen Mann in seiner Wohnung erstochen haben soll; noch immer unklar ob Täter Mann oder Frau ist; zur Zeit läuft Personenüberprüfung in Deutschland; gute Kontakte des mutmaßlichen Transvestiten in die Schweiz konnten auch festgestellt werden und ein Zuschauer in Österreich ist sich sicher, die Person, die sich "Andrea" nannte, außerhalb des Sendegebietes getroffen zu haben.

Bemerkungen

  • Am Anfang von FF 1 sind Adresse und Geburtsdatum und -Ort des gesuchten Tatverdächtigen in einer Akte zu erkennen.
  • Edes Text nach FF 1: „Es gehört seit jeher zu den kriminalistischen Erfahrungswerten, dass Verbrechen aus dem homophilen Bereich meist sehr schwer aufzuklären sind”.
  • Ein klassischer Einleitungssatz von Ede vor FF 3: „Die unwahrscheinlichsten Geschichten, meine Damen und Herren, schreibt bekanntlich das Leben selbst“.
  • Ede erwähnt auch noch, das der Frankfurter Hauptkommissar Ortlauf schon mehrfach in der Sendung war. Es war in dieser Sendung sein fünfter Besuch bei XY. Ein weiterer folgt noch einmal sieben Jahre später, in der Sendung vom 03.04.1987. Unvergessen Hauptkommissar Ortlaufs zweiter Auftritt in der Sendung vom 11.03.1977, als er im FF 3 selber mitspielte und anschließend sein Phantombild neben ihm zu sehen war. Ein zeichnerisch begabter Zeuge eines Überfalls hatte es angefertigt.
  • Letzter Studiofall: Transvestit als Mordverdächtige(r)!

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