Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 24. April 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 10.06.1994

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Banküberfall

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Eisleben
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Ralph Borgwardt
  • Tattag: 5. August 1993
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Details: Stau; rabiate Fahrweise; unglaubliche Brutalität; beherzte Verfolgungsjagd; Zwiegespräch von Peter und Konrad im Hintergrund (Panne!)
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Bank-, Tankstellenüberfälle (XY - Vorbeugung)

Inhalt

  • Dienststelle: XY - Vorbeugung
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Werner Zimmermann
  • Details: inkl. Tonstörung (Ton verschwindet und man hört Peter Nidetzky und Konrad Toenz im Hintergrund!! "Ton ist weg!"); Tips für Zuschauer
  • Bewertung: *
  • Zitate: „Das Kleingeld kannst Du behalten!“ (Täter): „Vielen Dank, Herr Zimmermann.“ (Eduard Zimmermann am Ende der Nachbesprewchung zum Kriminalhauptkommissar Werner Zimmermann)
  • Status: geklärt

Nachspiel

Während Ede in der Anmoderation mit dem blauen XY-Vorbeugung-Logo die Festnahme eines Tatverdächtigen noch während der Vorbereitungen zum Film erwähnt, berichtet die Autorin Susanne Theml in einem kostenpflichtigen Artikel der Nürnberger Nachrichten vom 24. Mai 1994 über die Festnahme von zwei Tatverdächtigen, des 21-jährigen Hasan I. und des 29-jährigen Ibrahim K. am 24. März 1994. Auch der wegen eines Raubdelikts ebenfalls bereits vorbelastete 20-jährige Mehmet A. sei bereits in Untersuchungshaft. Wann der dritte mutmaßliche Täter verhaftet wurde, steht aber nicht im Artikel. Die drei Männer hatten bei einer Überfallserie in Nürnberg und Fürth mit insgesamt sechs Überfällen zwischen Juli 1993 und März 1994 über 200.000 DM erbeutet.

Ihr Anführer soll dabei der 21jährige Hasan I. gewesen sein, der nach Erkenntnissen der Polizei vier Raubüberfälle der Serie alleine verübt hat um seine Spielsucht zu finanzieren, darunter auch die in XY gezeigten zwei Überfälle auf die Tankstellen in der Ostendstraße am 20. Juli 1993 um ca. 01.00 Uhr und in der Bucher Straße am 26. Juli 1993 um ca. 03.45 Uhr jeweils in Nürnberg, sowie zwei Banküberfälle auf eine Sparkassenfiliale im Fürther Stadtteil Vach am 06. August 1993 um ca. 15.15 Uhr und auf eine Raiffeisenbank im Nürnberger Stadtteil Altenfurt am 31. August 1993 um ca. 12.00 Uhr Mittags. Bei beiden Überfällen verlangte der Täter mit einem handgeschriebenen Zettel die Herausgabe von Geld.

Dieser Zettel wurde Hasan I. letztendlich zum Verhängnis, nachdem die Kripo bei ihren Ermittlungen einen handgeschriebenen Lebenslauf von ihm gefunden hatte. Das Schriftbild darauf glich exakt dem Text auf dem Zettel aus der Bank in Nürnberg-Altenfurt. Weitere Überprüfungen, in Zusammenarbeit mit den Dienststellen weiterer noch ungeklärter Überfälle, ergaben weitere übereinstimmende Merkmale wie z.B. Personenbeschreibungen und die Abläufe der Überfälle immer nach dem gleichen Muster. Auch das LKA bestätigte schließlich den Verdacht der Beamten, dass für diese ungeklärten Überfälle ein und derselbe Täter infrage kommen könnte.

Ein zweiter Überfall von Hasan I. auf die Tankstelle in der Nürnberger Ostendstraße mit dem 20-jährigen Mehmet A. als Mittäter scheiterte am 28. August 1993, und kurz vor der Festnahme überfiel Hasan I. zusammen mit Ibrahim K. noch die Sparkassenfiliale im Fürther Stadtteil Unterfarrnbach. Dieser Überfall wurde in XY nicht gezeigt. Hasan I. und Ibrahim K. lernten sich im Gefängnis kennen und haben nach ihrer Festnahme ein Geständnis abgelegt. Über einen Prozess bzw. Urteil gegen die Täter ist aber leider nichts bekannt.

Quelle: Sechs Überfälle auf Banken und Tankstellen sind aufgeklärt / Zielstrebig geplant / Drei Täter überführt; eingeschränkte Vorschau eines (kostenpflichtigen; 2,38 €) Artikels der Nürnberger Nachrichten vom 24. Mai 1994 und GENIOS Suchergebnis

Mord an Konrad H. ("Westpark - Mörder")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo München
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptmeister Raimund Eichner
  • Tattag: 15. Oktober 1993
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Details: Opfer ist Bauleiter für Großprojekte der katholischen Kirche; auch Eisenbahnfan und Herausgeber vom "Strassenbahnmagazin"; macht früher Schluss; freundliches Gespräch mit Reinigungsmann; wohnt nur wenige Meter neben Büro; Kinder sind ebenfalls bahnbegeistert: H0-Bahn im Kinderzimmer, Zuglaufschilder im Regal; spielt mit seinen Kindern im Westpark Fußball; bringt die Jungs ins Bett; geht zu Fuß in die Sauna; Münchner Sportlehrer feiern in Gaststätte in der Nähe ihr Wiedersehen; Konrad H. verlässt Sauna gg. 23 Uhr; Unbekannter läuft ins Gleisbett der Straßenbahn und wirft Stein durch die Scheibe der vorbeifahrenden Tram; unheimliche Zeitlupenwiederholung; Fahrgäste informieren Fahrerin am nächsten Halt (Säulingstraße) über zerborstene Scheibe im angehängten Wagen; Opfer könnte Zeuge des Steinwurfs geworden sein; Lehrertreffen löst sich auf; Opfer wird um 23.25 Uhr etwa 500 m von eigener Wohnung erstochen; zwei Sportlehrer in unmittelbarer Nähe, bemerken aber nichts von der Tat; halten Toten neben dem Weg für Betrunkenen; Ehefrau ruft gegen 1.00 Uhr die Polizei; Beamte wollen erst mal nichts machen; Frau insistiert aber, dass Polizei im Westpark nach ihm suchen soll; Streife entdeckt die Leiche schließlich am Wegesrand
  • Zitate: "Das ist nicht die E120. Das ist die V200!"
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der sogenannte "Westparkmörder" ist von der Jugendstrafkammer des Landgerichts München I zur höchstmöglichen Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Damit revidierte das Gericht am Mittwoch das Strafmaß einer anderen Jugendkammer, die den jetzt 25-jährigen Slowenen 1999 wegen des Mordes an einem Jogger mit sechs Jahren und zehn Monaten Freiheitsentzug bestraft hatte. Dieses Urteil war vom Bundesgerichtshof auf Revision der Staatsanwaltschaft als "zu milde" aufgehoben worden. Der Angeklagte hatte am 15. Oktober 1993 sein Opfer, einen 40-jährigen Architekten, im Münchner Westpark offenbar aus Mordlust mit zwölf Messerstichen niedergestochen. Die Staatsanwaltschaft hatte im zweiten Prozess lebenslange Haft gefordert und kündigte an, auch das neue Urteil anzufechten. Nebenklage-Vertreter Eckhart Müller, der die Ehefrau des Mordopfers vertritt, erwägt gleichfalls Revision.

Zehn Jahre Jugendstrafe für den "Westparkmörder" - Welt Online 04.01.2001

und Welt.de vom 10.08.2001 - ""Westparkmörder" muss erneut vor Gericht".

Über die Aufklärung des Falls wird in der Sendung vom 05.12.1997 berichtet.

Im Januar 2012 wurde Gorazd B. in seine Heimat Slowenien abgeschoben. Dort wurde er Ende 2013 wieder gewalttätig, bedrohte die Nachbarn und griff einen Polizisten an. Nach vierwöchiger U-Haft wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. (s. Westpark-Mörder flippt aus - und landet im Knast, tz vom 25.11.2013)

Der mysteriöse Steinwurf auf die Straßenbahn hatte offenbar doch nichts mit dem Mord zu tun.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach Susanne und Siegfried W.; geschiedenes Ehepaar; Yacht nicht bezahlt; Firmenkonkurs
  • SF 2: Kapo Zürich - Mord an einer 86jährigen Frau; Glas-Wasser-Trick; Damenfaltrock; Pressluftharpune; Sinti und Roma
  • SF 3: Kripo Stuttgart - Fahndung nach Khalid M.; hat eine Frau vor die S-Bahn gestoßen, die dann gestorben ist; Pakistanier
  • SF 4: Interpol Wien - Fahndung nach Iconia A. und Danur B.-H.; Testbild vom ZDF
  • SF 5: Kripo Sinsheim - Fahndung nach Mustafa S. und Amar S.; Mustafa hat seinen Sohn Amar entführt (Kindesentziehung); Scheidung von seiner Frau;
  • SF 6: Kripo Heilbronn - Fahndung nach Michail; Russe; Auftragsmord; sollte ein Ehepaar ermorden; Auftragsgeber und seine Komplizen sind in Haft
  • SF 7: Kripo Schwäbisch Hall - Unbekannter Bankräuber; 300 Euroschecks; in Österreich und in der Schweiz einlösen
  • SF 8: Kripo Hamburg - Unbekannter Toter; 4 Koffer "Saxoline"; Schließfach im Hamburger Hauptbahnhof; Schuhgröße 40

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Die Kapo Aargau sucht nach wie vor den Türken Emir M.; der im Februar 1994 versucht haben soll, seine Frau bei einem Möbelhaus zu töten. Es gingen zwar zahlreiche Hinweise ein, aber bisher ohne Erfolg. Vermutlich hält er sich noch im Sendegebiet auf, deshalb wird sein Fahndungsfoto erneut gezeigt.

XY Gelöst:

  • SF 1 der Sendung vom 14.01.1994 und Rückblick der vorherigen Sendung: Wie bereits kurz gemeldet konnte unmittelbar vor der letzten Sendung Oskar S. am Grenzübergang Arnoldstein in Kärnten gefasst werden. Ihm werden zahlreiche Betrügereien mit einem Gesamtschaden von 40 Mio. Schilling vorgeworfen.
  • SF 3 der Sendung vom 08.04.1994: In Antwerpen hat sich die Fahndung des wegen mehrfacher Betrügereien im großen Stil vom LKA Stuttgart gesuchten Ernst G. erledigt. Er soll in über 60 Fällen unter falschem Namen Waren wie z. B. hochwertige Möbel und Kunstgegenstände eingekauft haben, ohne diese zu bezahlen. Jetzt ging er der belgischen Polizei ins Netz.
  • SF 6 der Sendung vom 11.03.1994: Eugene K.; gesucht von der Kripo Aachen weil er als Mitglied einer internationalen Bande 10 Banküberfälle begangen haben soll, konnte in Sittard an der niederländisch-deutschen Grenze gefasst werden.
  • SF 5 der Sendung vom 14.05.1993: Der ebenfalls von der Kripo Aachen gesuchte Norbert F. der im offenen Vollzug bei einem angeblichen Beratungstermin mit dem Fillialleiter eine Bank überfallen haben soll, wurde in der Gemeinde Kall in der Nordeifel verhaftet.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

Filmfälle:

  • FF 1: Banküberfall
  • FF 2: Mord an Konrad H.;

Bemerkungen

  • Die Sendung mit vielen Pleiten und Pannen. "Hört ihr Zimmermann?" "Peter, hörst du mich?"
  • Nicht den Helden spielen wollen.

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