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Sendung vom 04.08.2010

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Augenarzt

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Aachen
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Hubert Graff
  • Tattag: 08. Januar 2010
  • Fund der Leiche: 09. Januar 2010
  • Details: 51-jähriger Augenarzt Udo S. aus Erkelenz; arbeitet erst seit wenigen Tagen in einer Gemeinschaftspraxis; wird erschossen aufgefunden; hält eine Pistole in der Hand, die auch abgefeuert wurde, jedoch handelt es sich dabei nicht um die Tatwaffe; Untersuchungen ergeben dass er mit einer recht ungewöhnlichen Waffe erschossen wurde: einer Sten Mk. II, einer britische Maschinenpistole aus dem zweiten Weltkrieg; Tatwaffe gehörte dem Opfer; Handel mit legalen und illegalen Waffen; Erwerb mehrerer halb-automatischer Sturmgewehre (Ak-47 oder AK-74); Familie ist Hobby des Opfers bekannt; versuchte im Jahre 2008 solche Gewehre an einen Albaner mit Decknamen "Drago" zu verkaufen; Geschäft schließlich geplatzt; zahlreiche Kontakte zu diversen Motorradclubs; Emblem der "Hot Bandidos"; Ermittlungen in solchen Clubs bestätigen zwar den Kontakt, ergeben jedoch keine brauchbaren Spuren; am Tattag erneutes Treffen mit "Drago", diesmal jedoch bei ihm zuhause; Theorie der Kripo: Opfer wollte Maschinenpistolen verkaufen, bei der Transaktion, die an einer abgelegenen Stelle neben der Autobahn stattfand, könnte es dann jedoch zu einem Streit gekommen sein, im Zuge dessen dann "Drago" (oder eine andere Person) den Augenarzt mit mehr als 40 Schüssen erschoss;
  • Zitate: "Udo S. war ein Abenteurer, ein Mann, der in seiner Freizeit Herausforderungen und auch Gefahren suchte. Dabei geriet er offenbar in Kreise, mit denen nicht zu Spaßen ist.“
  • Besonderheiten: Sigo Lorfeo (Lindenstraße) als Augenarzt
  • Belohnung: 20.000 €
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Mord am 51-jährigen Augenarzt Udo S. ist einer von zwölf Mordfällen in den Kreisen Düren und Heinsberg und der Städteregion Aachen, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten. Mittlerweile ist die Akte des Mordfalls längst geschlossen, alle Ermittlungsansätze sind "ausermittelt". Natürlich kann die Kripo den Mordfall jederzeit wieder aufrollen, sollten sich neue Erkenntnisse ergeben.

Dabei sah alles nach einer heißen Spur aus, die die Kripo im Sommer 2012 verfolgt hatte. Ein anonymes Schreiben erreichte die Kripo, in dem der Verfasser der Kripo Sachverhalte geschildert hatte, die die Staatsanwaltschaft nicht ohne Weiteres erhärten konnte. Zudem lag dem Schreiben eine Zigarettenkippe bei, die dem mutmaßlichen Mörder von Udo S. gehört haben sollte. Einen expliziten Namen nannte der Verfasser des Briefes nicht. Die Kripo schätzte den Inhalt des Briefes für sehr brisant ein und unternahm sogar eine DNA-Analyse des Schreibens, um sowohl den Täter (anhand der Kippe) als auch den anonymen Verfasser des Briefes identifizieren zu können. Jedoch waren beide nicht in der DNA-Datenbank des BKA gespeichert und fielen bisher polizeilich nicht in Erscheinung, weswegen die Ermittlung der Identität des Verfassers und der Beschuldigten Person bisher nicht gelingen konnte.

Es gab jedoch noch einen weiteren Verdächtigen, nämlich den Linken-Politiker Manfred H., dessen Haus in Hückelhoven sechs Tage nach der Ermordung des Augenarztes durchsucht worden ist, da die Kripo schnell auf Udo S. Kontakte zu Manfred H. aufmerksam geworden ist. Im Haus des Linken-Politikers konnten Waffen und eine Bombe sichergestellt und beschlagnahmt werden. In den folgenden Vernehmungen verstrickte sich H. in Widersprüche und gab ein falsches Alibi an. Er revidierte seine Aussagen jedoch später, ein nicht zu widerlegendes Alibi durch seine Frau schloss ihn jedoch später aus dem Kreis der Verdächtigen aus.

Manfred H. musste sich im Frühjahr 2012 einem Prozess stellen aufgrund seines illegalen Waffenbesitzes. Im Laufe des Prozesses kam ans Licht, dass H. Udo S. die Waffe verkauft hatte, mit der der Augenarzt erschossen worden ist. Dies ist jedoch nicht einwandfrei zu beweisen, da die Tatwaffe des Mordfalles nie aufgetaucht ist. Schließlich wurde H. wegen diverser Verstöße gegen Waffen- und Sprengstoffgesetze zu einer Haftstrafe von 22 Monaten verurteilt.

Die Familie des Opfers glaubt bis heute, dass Udo S. durch eine Beziehungstat sein Leben verlieren musste. Die Familie stieß auf eine Affäre des unverheirateten Augenarztes und vermutet, dass der Mord mit dieser Affäre zusammenhängt. So schoss der Täter auch 40 mal nur auf den Unterleib des Opfers, was man als Zeichen einer Beziehungstat deuten könnte.

Überfälle in Serie

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Neuss
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Ulrich Jacobs
  • 2. Tattag: 05. Mai 2009, gegen 22:10 Uhr
  • Details: 05. Mai 2009: Supermarkt hat vor wenigen Minuten geschlossen; von den Angestellten sind nur noch die beiden Auszubildenden da; werden an diesem Abend von einem Freund abgeholt, dem Neffen der Filialleiterin; über einen Zahlencode wird der Laden abgeschlossen und die Alarmanlage aktiviert; zwei maskierte bewaffnete Täter überwältigen die drei jungen Männer; gebrochenes Deutsch; Auszubildende kennen den Code nicht, um den Supermarkt wieder zu öffnen; Stimmung droht zu eskalieren; sehr aggressiv; Täter feuern Drohschüsse ab; brechen Tür auf mit Gabelstapler; Alarm wird ausgelöst; Täter verschwinden; Opfer erleiden schwere Platzwunden; der versuchte Überfall am 05. Mai 2009 war der zweite Überfall in einer Serie, die bisher nicht abgerissen ist; insgesamt 14 Raubüberfälle, 13 davon in NRW; nur 6 Taten für Täter erfolgreich verlaufen; Schaden von über 130.000€; wahrscheinlich eine größere Gruppe von Mitgliedern; drei bis fünf Personen ungefähr;
  • Zitate: "Du machst jetzt Tür auf, oder wir knallen deine Freunde ab!"
  • Besonderheiten: insgesamt: 14 Raubüberfälle
  • Belohnungen: 17.000 €
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Ein Update des Falles erfolgt in der Sendung vom 11.05.2011. Nach und nach konnte ein Großteil der "Pfefferspray-Bande", die ihre Opfer stets am Ende eines Überfalls mit Pfefferspray besprüht hatten, festgenommen werden. Im Herbst 2011 wurden fünf Tatverdächtige wegen schweren Raubes und schwerer räuberischer Erpressung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Jedoch blieb der Haupttäter, der 37-jährige Said B., flüchtig. Der 37-jährige stammt aus Marokko, lebte aber zuletzt in Belgien. Nach damaligen Hinweisen sollte er sich im Mai 2011 dort oder im benachbarten Frankreich aufhalten. Nach Said B. wurde explizit im Mai 2011 bei XY gefahndet, jedoch führte auch dies die Kripo nicht auf die Spur des Haupttäters.

In der Sendung vom 07.08.2013 wird schließlich die Klärung berichtet. Der nun 39-jähriger Marokkaner ging der Polizei im April 2013 endlich ins Netz, als Beamte ein verdächtiges Auto, in dem der 39-Jährige saß, in Bleialf, das zum Kreis Bitburg-Prüm gehört, kontrollierten.

Es folgte eine halsbrecherische Flucht vor der Polizei Richtung Belgien, mehrfach schossen dabei der mutmaßliche Anführer und zwei weitere Insassen auf ihre Verfolger. Hinter der Grenze in Belgien im belgischen St. Vith konnte das Auto und die drei Insassen nach einem erneuten Schusswechsel von der Polizei schließlich gestellt werden. Nach der Festnahme mussten die drei Insassen, die alle nur gefälschte bulgarische Ausweise aufzeigen konnten, zunächst identifiziert werden. Als die Identifikation abgeschlossen war, wurde erst deutlich, dass es sich bei dem 39-Jährigen um den Kopf der "Pfefferspray-Bande" handelte.

So konnte die Bande und dessen Hintermänner nach schließlich 51 begangenen Raubüberfällen in NRW und Rheinland-Pfalz im April 2013 endgültig zerschlagen werden.

Im Dezember 2015 wurde der nun 41-jährige Marokkaner vom Landgericht Düsseldorf zu 14 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt, das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 15 Jahre Haft gefordert hatte.

Banküberfall in bayerischem Dorf

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Straubing
  • Kommissar im Studio: Kriminalkommissar Robert Scholz
  • Tattag: 25. Februar 2010, gegen 17:00 Uhr
  • Details: langjähriges Paar; Mann ist Schichtarbeiter, Frau ist Bankangestellte; haben sich an unterschiedliche Arbeitszeiten gewöhnt; Anruf der Frau: Banküberfall; Frau ist schwer traumatisiert; Panikattacken; Flashback; Bank hatte schon fast geschlossen; zwei maskierte bewaffnete Täter stürmen die Bank; Lauf der Waffe in Gesicht der Frau gerichtet; alle Angestellten werden gefesselt; Todesangst; Zeitschloss der Bank; Opfer muss Täter zum großen Tresor führen; "Klaus"; Opfer liegt gefesselt auf dem Boden; wird befreit und Polizei wird gerufen; Opfer kann kaum mehr ein normales Leben führen; Alpträume und Panikattacken; bis heute in psychiatrischer Behandlung; arbeitsunfähig; Aufnahmen der maskierten Täter durch Überwachungskameras;
  • Zitate: "Bin noch bei der Arbeit. Wir sind überfallen worden. Könntest du mich abholen?" "Äh... Klar!"
  • Belohnung: 7.000 €
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Karnevals-Räuber (“Engel & Teufel“)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Torsten Dormann
  • 1. Tattag: 28. April 2008
  • 2. Tattag: 19. Februar 2009, gegen 05:30 Uhr
  • Details: Köln-Urbach; rheinische Frohnatur; Inhaber eines kleinen Elektrofachhandels; betreibt zusammen mit seiner Frau nebenbei die einzige Post im Stadtteil; wird am 28. April 2008 überfallen; maskierter Täter überfällt Post und verlangt Geld; schlägt Inhaber nach Empörung über geringe Summe nieder; verliert Bewusstsein; seine Frau findet ihn und verständigt Notarzt; Verletzungen nicht lebensgefährlich; 10 Monate später: 18. Februar 2009; Alltag ist zurückgekehrt; Opfer hat sich erholt; Angst vor Überfall geblieben; Ehefrau noch psychisch angeschlagen, obwohl sie bei der Tat nicht anwesend war; gegen 13:10 Uhr betritt ein unbekannter Mann den Elektroladen; "Miroslav Kraczenkovic"; interessiert sich für Fernseher; Eltern wohnen angeblich in der Nähe des Geschäfts; im Tresor des Ladens lagern hauptsächlich wertvolle Briefmarken, keine größeren Bargeldsummen; Inhaber wird am nächsten Tag am Eingang seines Geschäfts abgepasst; Täter als Engel und Teufel verkleidet; fesseln und strangulieren Opfer; kann Notarzt rufen; fast erstickt; sieht den mysteriösen Kunden am 22. Juli 2009 wieder; dieser bedroht den Inhaber; Ehepaar betreibt den Elektroladen bis heute weiter;
  • Zitate: "Halt bloß die Schnauze! Und denk an deine Frau!"
  • Besonderheiten: Elektroladen am 21. Juli 2010 erneut überfallen (Nachbesprechung)
  • Belohnung: 2.000 €
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

XY-Preis

Inhalt

  • Tattag: 17. September 2009, gegen 08:30 Uhr
  • Details: Amoklauf in einer bayerischen Schule in Ansbach; 18-jähriger Schüler Johannes K.; 18-jähriger Georg R. betrat gegen 08:30 Uhr mit einem Beil, zwei Messern und drei Molotowcocktails bewaffnet das Schulgebäude; schleuderte einen Brandsatz in zwei Klassenräume einer neunten sowie einer zehnten Klasse; nur der zweite Brandsatz zündete; Täter schlug anschließend mit dem Beil wahllos auf die aus dem Raum flüchtenden Schüler ein, als er vor dem Raum auf sie wartete; Johannes K. setzt um 08:35 Uhr Notruf ab; Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr; löscht Brand; rettet somit Schüler; Täter wird angeschossen und verhaftet;
  • Zitate: "Ob ich durch mein Eingreifen konkret Leben gerettet habe, kann ich selber nicht beurteilen. Aber ich bin sehr froh, dass mir meine Ausbildung als Feuerwehrmann zugute kam."
  • Bewertung: **

Nachspiel

Fahndung nach Räuber-Duo

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Rüsselsheim
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar Gerd Johnen
  • 1. Tattag: 23. Dezember 2009, gegen 08:30 Uhr
  • 2. Tattag: 14. Januar 2010, gegen 17:45 Uhr
  • 3. Tattag: 23. Januar 2010, gegen 00:00 Uhr
  • Details: 53-jährige Kassiererin; Stadtsparkasse; seit 20 Jahren in der Bankfiliale tätig; wurde 2008 von mehreren Bankräubern überfallen; jugendliche Täter konnten gefasst werden; dank psychologischer Betreuung konnte die 53-Jährige den Schock halbwegs verarbeiten; zwei maskierte Täter; stürmen die Bank; bewaffnet; bedrohen die Kassiererin; fordern Geldausgabe; um 08:34 Uhr kann eine Bankangestellte Alarm auslösen; Überwachungskamera; Kunden werden festgehalten in der Bank; Tresor lässt sich nur durch Zeitschloss öffnen; Täter flüchten vorher; Fluchtauto mit auffälligen Lackierungen; innerhalb weniger Minuten sperrt die Polizei alle Ausfahrtstraßen in der Nähe der Bank; Täter entkommen dennoch; 53-Jährige leidet erneut unter Angstzuständen; erneuter Überfall drei Wochen später; Kunden können fliehen; Alarm wird ausgelöst; nur die wenigsten Kunden realisieren den Überfall; Täter entkommen erneut; Beute insgesamt: 32.000€; 53-Jährige arbeitsunfähig; Täter "Bodybuilder-Typen"; "SAVAGE"-Pulli; haben vermutlich auch am 23. Januar 2010 "Burger King" Filiale überfallen; Überwachungskamera; mehrere 100€ Beute;
  • Zitate: " "SAVAGE" heißt so viel wie "grausam" oder "wild" - das passt auch ziemlich gut zu den Tätern, die wir jetzt suchen."
  • Belohnung: 5.000 €
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • keine Studiofälle vorhanden

XY-Update

  • FF 5 der Sendung vom 09.06.2010: Ilse B. war in ihrer Wohnung brutal überfallen worden - zwei Täterinnen hatten die wehrlose Rentnerin überwältigt und ausgeraubt. Vor ihrer Flucht stießen die Räuberinnen Ilse B. in die Badewanne, aus der sie es nicht schaffte, sich eigenständig zu befreien und somit hilflos gefangen war. Erst drei Tage später wurde sie gefunden. Ilse B. lebte zwar noch, war jedoch so mitgenommen und geschwächt, dass sie sich nicht mehr erholt hat. Am 05. Juli ist die 89-Jährige in einem Krankenhaus verstorben. Die Kripo Itzehoe ermittelt nun wegen Mordes.

Update: Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nicht allein wegen des tragischen Ausgangs durch den Tod der 89-Jährigen wenige Monate nach der Tat. Im April 2011 wurde die ortsansässige 25-jährige Deutsch-Türkin Lale Y. festgenommen, nachdem sie Bekannten die Tat gestanden haben soll und sich bei einem Bekannten vor der Tat für die Kleidung des Lieferdienstes GLS interessiert. Mit dieser Arbeitskleidung wurde die 89-Jährige schließlich überfallen.

Im September 2011 wurde Lale Y. vom Landgericht Itzehoe vom Vorwurf des Mordes freigesprochen, ihre Zeit in der Untersuchungshaft soll ihr entschädigt werden. Der zuständige Richter Eberhard Hülsing folgte somit den Anträgen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft, beide hatten Freispruch gefordert für die Angeklagte. Im Prozess konnte bewiesen werden, dass die Angeklagte die Person auf dem Foto des Geldautomaten definitiv nicht sein konnte und die Belastungszeugen widerriefen ihre zuvor getätigten Aussagen und schoben dies auf Filmrisse und Erinnerungslücken. Auch wenn nach wie vor nicht geklärt werden kann, ob Lale Y. etwas mit dem brutalen Raubüberfall auf die 89-Jährige zu tun hat, gab es schlicht keine Beweise gegen sie. Und wie heißt es doch: Im Zweifel für den Angeklagten. Richter Hülsing ließ jedoch durchblicken, dass die Täter wohl im Umfeld der Deutsch-Türkin zu suchen sind.


  • SF 8 der Sendung vom 23.08.1996: Ein Fall aus dem Jahr 1996 - ein Mord aus den Niederlanden. Ein Fall, der damals noch von XY-Erfinder Eduard Zimmermann präsentiert wurde. Am 04. Juni 1996 wurde in Lottum die Leiche einer unbekannten Frau gefunden, die bis dato nicht identifiziert werden konnte. Die Leiche wies eindeutige Spuren eines Gewaltverbrechens auf, so wurde die unbekannte Frau mit Hammerschlägen zu Tode geprügelt. Dabei wiesen immer viele Spuren nach Deutschland. 14 Jahre nach der Tat hat sich diese Erkenntnis erhärtet, in den Fall kam überraschend nochmal viel Bewegung. Die niederländische Polizei hatte im Jahr 2007 die Ermittlungen in dem Fall nochmals erneut aufgenommen und in dem Zusammenhang die Beweismittel von damals mit neuen Methoden untersucht. Dabei stieß man auf eine tatrelevante DNA-Spur eines zunächst unbekannten Mannes. Diese DNA-Spur wurde mit der DNA-Analyse-Datei des BKA abgeglichen und erzielte tatsächlich einen Treffer. Es handelt sich dabei um einen mittlerweile 56-Jährigen aus Köln, im Zuge der Ermittlungen wurden dieser Mann und zwei weitere Personen, darunter eine Frau, festgenommen. Alle drei Personen befinden sich wegen dieser Tat inzwischen in Untersuchungshaft. Einer der Festgenommen gestand schließlich auch die Teilnahme an dem Verbrechen, dennoch ist die Identität der Getöteten bisher unbekannt. Das geschätzte Alter der Toten konnte 1996 auf 18 bis 25 Jahre eingegrenzt werden, die Tote hatte eine ungefähre Körpergröße von 1,60m. Naben an den Hüften und einem Oberschenkel weisen auf einen schweren (Verkehrs)-Unfall Jahre vor dem Tod hin.

Geklärt: Nachdem der Fall im polnischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, konnte das "Rosenmädchen" als die 20-jährige vermisste Jozefa W. identifiziert werden. Nun gelang es der Kripo limburg-Nord auch, den Hintergrund des Verbrechens aufzudecken. Jozefa W. arbeitete als Prostituierte und lebte im Juni 1996 mit dem heute 56-jährigen Kraftfahrer Kurt L. zusammen in seiner Wohnung in Mühlheim. Kurt L. dealte nebenbei mit Kokain. Jozefa tolerierte diesen Nebenverdienst ihres Mitbewohners nicht und plante diesen bei der Polizei anzuzeigen. Kurt L. beauftragte daraufhin seine Bekannten Ewa S. (51) und Georg K. (46) Jozefa W. umzubringen und somit zum Schweigen zu bringen. Als Gegenleistung haben die beiden "unentgeltliches Kokain" erhalten. Die beiden Bekannten lockten so Jozefa W. unter einem Vorwand in ihr Auto und fuhren mit ihr nach Holland in ein Waldstück bei Lottum. Der heute 46-jährige Georg K. schlug daraufhin mit einem Hammer derart brutal auf Jozefa W. ein, dass die junge Polin neben einem Rosenfeld verblutete, was ihr den Namen "Rosenmädchen" gab.

Während der Haft starb Kurt L., der als einziger die Tat gestand, an einem Herzinfarkt. Kurt L. konnte nicht mehr vor Gericht aussagen und es war letztlich nicht mehr genau zu klären, welche Tatausführung jeweils Georg K. oder Ewa S. zuzuordnen ist, da beide sich gegenseitig die Schuld zuschoben. Das Landgericht Köln bewertete daher die Beweise in seinem Urteil als nicht ausreichend und sprach die beiden verbliebenen Angeklagten frei. Der BGH bestätigte die beiden Freisprüche Anfang Januar 2013, der Mord an der 20-jährigen Polin wird wohl für immer ungesühnt bleiben.

Jozefa W. wurde Februar 2011 in Grubbenvorst exhumiert und darauf erneut bestattet in Witnica in Polen.


  • FF 5 der Sendung vom 10.03.2010: Bei einer Hausdurchsuchung in Hamburg fiel der Polizei eine Digital-Kamera in die Hände, auf der Speicherkarte befanden sich mit großer Wahrscheinlichkeit Fotos von den geraubten Waffen. Ganz wichtig für die Kripo ist nun: Wann wurden diese Fotos gemacht? Über die Daten der Fotos ließ sich das leider nicht rekonstruieren. Jedoch ist auf einem der Fotos im Hintergrund ein laufender Fernseher zu sehen. Wenn die Kripo nun wüsste, was für eine Sendung das war und wann diese Sendung gelaufen ist, dann wüsste sie natürlich auch wann das Foto gemacht wurde. Offen ist nach wie vor auch der Verbleib der geraubten Waffen.

Geklärt: Es erfolgt ein weiteres Update in der Sendung vom 25.08.2010: Dank der XY-Zuschauer konnte die Kripo das Bild des Fernseher bzw. die Sendung identifizieren. Knapp 100 Zuschauer riefen im XY-Studio an und kannten die Lösung: Es war die Pro7-Nachrichtensendung "SAM". Die Leute auf dem verschwommenen Bild sind Bundeswehrsoldaten beim Sport. So war einen Tag nach der Ausstrahlung schon bekannt, wann die Sendung genau im deutschen Fernsehen lief und somit auch, wann das Foto der Gewehre entstanden ist.

Die endgültige Klärung des Falles wird in der Sendung vom 08.12.2010 berichtet. Die drei Gewehre und Fotos, die die Täter von den Waffen machten, wurden ihnen zum Verhängnis. Nach dem erneuten und dritten Beitrag des Falles bei XY ging es blitzschnell. Eine 28-jährige Frau und ihr 45-jähriger Lebenspartner wurden in Hamburg festgenommen. Die 28-Jährige hat den Überfall mittlerweile gestanden, beide Tatverdächtige sind drogenabhängig. Sie hatten gehört, dass es bei den drei älteren Leuten im Haus etwas zu holen gäbe und sie auf diese Weise ihre Drogensucht weiter finanzieren könnten.

XY Gelöst

  • FF 6 der Sendung vom 05.08.2009: Der Täter wird zum Glück nicht mehr erneut zuschlagen können. Ein Hinweis aus der Bevölkerung brachte die Polizei auf die Spur eines 40-jährigen Mannes aus dem Landkreis Fürth. Nach einem DNA-Test stand fest: der 40-Jährige ist der gesuchte Vergewaltiger. Er wurde festgenommen und hat inzwischen beide Taten gestanden.
  • SF 4 der Sendung vom 06.05.2009: Am 07. Juni 2010 schlug der Mann wieder zu - diesmal in Filderstadt. Der Bankräuber rechnete allerdings nicht damit, dass ein aufmerksamer Zeuge ihn bis zu seinem Auto verfolgte und sich sein Kennzeichen notierte. Der Rest war Formsache. Eine Stunde später klickten in Tübingen die Handschellen, Raubgut und Tatwaffe wurden sichergestellt. Bei dem Täter handelt es sich um einen 40-jährigen Familienvater aus Reutlingen. Nach seiner Festnahme gestand er noch zwei weitere Banküberfälle.

Erste Ergebnisse

Wer ist der ominöse "Drago"?

XY-Zuschauer geben interessante Hinweise zu erschossenem Augenarzt


Ein dubioser Fremder, dessen Name angeblich "Drago" lautet, ist eine der Schlüsselfiguren im Mordfall Dr. S. Der Augenarzt war im Januar 2010 bei Erkelenz erschossen worden - vermutlich bei einem illegalen Waffendeal, bei dem auch Drago eine Rolle spielte.

Doch bei der Identität des Fremden tappte die Kripo bisher im Dunkeln. Hauptkommissar Hubert Graff von der Kripo Aachen bekam dazu mehrere Hinweise, denen er jetzt nachgeht. Ebenso interessant: zwei Hinweise zum Umfeld des Mordopfers. Auch da sind nach wie vor viele Fragen offen, unter anderem die Beziehungen von Dr. S. zu diversen Motorradclubs.


Werden Serienräuber identifiziert?

Eine Überfallserie auf Geschäfte mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen beschäftigt die Kripo Neuss. Hier gab es ein Foto zweier Räuber aus einer Überwachungskamera. Trotz Maskierung glaubt ein Anrufer, einen der beiden erkannt zu haben. Es wurde ein Name genannt, der jetzt überprüft werden muss.


Auch für die Räuber, die eine Bank in der Nähe von Straubing überfallen haben, könnte es eng werden. Ein Anrufer ist sich sicher, einen der beiden zu kennen - zwar nicht namentlich, aber er konnte so viele Details nennen, dass die Polizei reelle Chancen hat, diese Person zu ermitteln.

(Quelle: ZDF)

Bemerkungen

  • In FF 1 tritt erneut Tommi Piper in einer kurzen Rolle auf, der unter anderem als Stimme von Alf bekannt geworden ist
  • Breiter Kölscher Dialekt in FF 4
  • Zwei der Fälle behandeln Banküberfälle und deren Wirkung auf die Angestellten. Hierbei ist festzustellen, dass durch die besseren Sicherheitsvorkehrungen (Zeitschloss, Farbbomben etc.) der Stress für die Bankmitarbeiter deutlich höher geworden ist als früher - es trägt durchaus zu einem subjektivem Stressgefühl bei, wenn man dem Täter eben nicht geben kann, was dieser will.


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