Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 04.07.1997

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Raubüberfall auf Bertold S. (TV Meisterkoch)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Konstanz
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Denz
  • Tattag: Donnerstag ,12. September 1996, gegen 0:30 Uhr
  • Tatort: Bodensee; Wohnung des Opfers
  • Tatverdächtig: 3 unbekannte Männer
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: Meister- und TV-Koch; Mitbesitzer eines Hotels und eines "Geschäftshauses"; Alarmanlage und Bewegungsmelder an diesem Abend außer Funktion; Opfer schläft im Haus; Täter gelangen durch offenstehendes Fenster hinein; Opfer wird von 2 der drei Täter mit Waffen bedroht und in den Flur gebracht; Suche nach Geld und Tresor; Meisterkoch versucht durch die Kellertür zu fliehen, Schlüssel steckt wegen eines Mißgeschicks am Nachmittag nicht mehr im Schloß; Opfer beim Fluchtversuch angeschossen, fällt bewußtlos zusammen; er überlebt mit viel Glück und kann die Alarmanlage auslösen; die Täter werden auf der Flucht von Zeugen beobachtet;
  • Bewertung: ***
  • Status: teilweise geklärt

Nachspiel

Einer der Täter konnte aufgrund von DNA-Spuren der Tat identifiziert und festgenommen werden. Er wurde zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Bekanntgabe in der Sendung vom 05.04.2002. Die anderen Männer wurden bislang nicht ausfindig gemacht.

Mehr unter Siber Räuber muss elf Jahre hinter Gitter - AHGZ Online vom 06.04.2002

Mord an Claudia R. ("Haushund DJ")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bonn
  • Beamter im Studio: Erster Kriminalhauptkommissar Rolf Müller
  • Tattag: Samstag, 11. Mai 1996, nach 18:30 Uhr, Fundtag der Leiche: 13. Mai 1996, Fundort: Euskirchen - Oberwichterich
  • Tatort: Grevenbroich Hemmerden
  • Belohnung: 20.000 DM
  • Details: ein ganz normales Kind in einer ganz normalen Familie; spielt mit Freunden auf dem Spielplatz; Lieblingshobby: Hunde; trifft sich am Nachmittag mit ihrer Freundin, zusammen mit dem Haushund "DJ"; als die beiden Mädchen sich ein Eis kaufen, vergessen sie glatt die Hundeleine; kommt kurzweilig nochmal nach Hause; dort frisst DJ den Schinken als Claudias Mutter gerade Pizza macht; wird abends mehrfach lebend gesehen, zuletzt gegen 18:30 Uhr; Vater und Bruder schauen währenddessen Fußball; "DJ" kommt allein nach Hause, die Leine fehlt; Claudia ist bereits verschwunden; Nachbarn verständigen Claudias Eltern; eine Suchaktion mit der Polizei findet statt; das Mädchen wird am 13. Mai tot aufgefunden, nackt und teils verbrannt; sehr trauriger Fall
  • Zitate: "Heute ist Freitag....darf ich heute noch fernsehen, heute kommt doch meine Lieblingsserie, die sehe ich so gerne!", "Bringst Du mir 'ne Packung Disketten mit?", "Kinderarbeit ist aber in Deutschland verboten...und Taschengeld kann man als Vater streichen!", "Papa ist für Borussia Dortmund."- "Was, die Ringelsocken? Das sind doch Biene Majas!", "Ja, ja! Mache dir keine Sorgen." Claudia zu ihrer Mutter, als sie gerade die Pizza macht.
  • Musik: Kelly Family - "Angel"
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Fall löste großes Entsetzen bei der Bevölkerung aus und erregte deren Aufmerksamkeit, aber obwohl die Bonner Beamten rund 2.500 Spuren nachgingen und auch ein Zusammenhgang zu den Kindesmorde von Marc D. aus Belgien überprüft wurde, konnte in den Jahren nach dem Mord kein Täter ausfindig gemacht werden.
Erst 2009 gelang den Ermittlern ein Durchbruch, wie so oft bei Cold Cases durch neue, verfeinerte Methoden der DNA-Analyse, denn es konnte an den Asservaten molekulargenetisches Material gesichert werden, welches nicht dem Mädchen gehörte. Daraufhin wurde ein Massen-Gentest an 350 vorbestraften Sexualstraftätern durchgeführt, welcher allerdings ebenfalls erfolglos blieb. Dann wurden 2018 weitere 100 Personen überprüft und zum Jahreswechsel sprach der Chef des Landeskriminalamts, Frank Hoever von einem neuen Ermittlungsansatz, der sich ergeben hätte.

Quellen:

Überfall auf Taxifahrerin (Ricky)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Kempten
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptmeister Stein
  • Tattag: Donnerstag, 20. Juni 1996; gegen 23:30 Uhr
  • Tatort: Bushaltestelle "Klamm" bei Buchenberg
  • Tatverdächtig: 2 unbekannte Männer
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: Taxifahrerin und Motorradfan, Spitzname: "Ricky"; fährt mit Gasrevolver unterm Armaturenbrett; akribische Arbeitsvorbereitungen; nur wenig Fahrgäste an diesem Tag; abends, 2 angenehme und gepflegte Fahrgäste steigen am Parktheater ein, wollen nach Buchenberg; sprechen eine fremde Sprache; Ricky wird weitab vom ursprünglichen Fahrziel dirigiert und anschließend überfallen; Täter hält seinen Komplizen vom Mord ab; Täuschungsmanöver vom Opfer mißlingt, Täter werden wütend; bei einem 2. Täuschungsmanöver gelingt es Ricky, an die Gaspistole zu gelangen und schießt einem der Täter ins Gesicht; Anwohner werden vom Schuß aufgeweckt, bemerken jedoch nichts ungewöhnliches; sie kann fliehen, wird vom 2. Täter mit einem schweizer Messer leicht verletzt; erhählt Hilfe von einem herannahenden Pärchen im Auto; Täter fliehen mit dem Taxi, diesmal ist Christiane Blumhoff die Chefin eines Taxiunternehmens; Ricky weigert sich zunächst eine Frau mit Krücken mitzunehmen
  • Zitat: "kein guter Tag für Ricky, dieser 20. Juni", "Was kostet nach Buckenberg?", "Willst du mich für 150 DM umbringen?...Du uns gesehen, du mußt sterben";
  • Musik: "Protection" von Massive Attack
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

Sabine Zimmermann berichtet in der Sendung vom 23.03.2001 erst kurz vor Schluss bzw. vor dem letzten Studiofall, dass die beiden Täter vom Landgericht Kempten zu vier Jahren und zehn Monaten bzw. zwei Jahre auf Bewährung verurteilt wurden. Sie hatten die Tat gestanden und als Motiv angegeben, dass sie Geld für Drogen benötigten.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach einem unbekanntem Versicherungsbetrüger, der sich Ivica Slisko nannte und auf diesen Namen in Österreich mehrere Lebensversicherungen mit einem Gesamtwert von über 14 Mio. öS abgeschlossen hat. Als Begünstigten setzte er einen Komplizen ein, der sich als sein Bruder ausgab. Im Mai 1996 tauchte in Bukarest ein Toter auf, der in einem Gewässer ertrunken war. Er hatte einen Reisepass auf den Namen Ivica Slisko bei sich. Der Totenschein wurde entsprechend auf diesen Namen ausgestellt und an den angeblichen Bruder ausgehändigt. Dieser verlangte kurz darauf mit dem Totenschein die Auszahlung der Versicherungssummen. Die Versicherungen bemerkten den Schwindel und ließen den Komplizen festnehmen. Er legte ein Geständnis ab. Der Drahtzieher, der angebliche Ivica Slisko, ist noch flüchtig. Er ist vermutlich serbischer Herkunft. - Belohnung: 15.000 öS

Geklärt: Nach der Sendung ging ein Zuschauerhinweis ein, dass der Gesuchte sich in München aufhalte und dort mit einem schwarzen Mercedes unterwegs sei. Bereits am Tag nach der Sendung konnte er auch dort festgenommen werden. Bekanntgabe in der Sendung vom 22.08.1997.

  • SF 2: Kapo Aargau - Fahndung nach vier Personen, allesamt Angehörige einer kosovarischen Familie, die gemeinsam am 17. Juni 1997 einen 31-jährigen Familienvater auf offener Straße erschossen haben sollen. Sie heißen Manush (Vater), Bujar (Sohn), Naim (Cousin) und Elmi S. (Onkel). Das Motiv soll Blutrache gewesen sein, denn zuvor hat mutmaßlich ein Angehöriger des jetzigen Opfers ein Mitglied der Familie S. im Kosovo getötet. - Belohnung: 1.000 SFr

Teilweise geklärt: Manush S. hat sich am 4. August 1997 bei seiner Einreise auf dem Flughafen Zürich gestellt. Bekanntgabe in der Sendung vom 22.08.1997. Elmi S. ist in Prag selbst Opfer eines Mordanschlages geworden. Die Hintergründe sind unklar. Bekanntgabe in der Sendung vom 26.09.1997.

  • SF 3: Kripo Hannover - Fahndung nach Dragan J., der im Mai 1997 an einem Mord beteiligt gewesen sein soll. Das Opfer war ein irakischer Goldschmied, der in seiner Wohnung von zwei Männern erstochen wurde. Ein Täter, ein spanischer Drogenabhängiger, konnte festgenommen werden. Dragan J. ist seit der Tat untergetaucht. Er soll sich zunächst nach Belgien abgesetzt haben, ist aber wahrscheinlich inzwischen zurückgekehrt. Er ist ebenfalls Drogenkonsument und benutzt unterschiedliche Falschnamen, auf die er auch gefälschte Ausweispapiere besitzt. So nannte er sich zuletzt Marte Popivoda und wies sich mit einem gefälschten belgischen Führerschein auf diesen Namen aus. Er hat 15 Jahre im ehemaligen Jugoslawien als Profiboxer gearbeitet. - Belohnung: 5.000 DM
  • SF 4: Kripo Tübingen - Fahndung nach dem Sexualtäter Werner B., der mit kurzen Unterbrechungen seit 1981 im Gefängnis saß, zuletzt bis Februar 1997 in Freiburg. Aufgrund einer guten Sozialprognose wurde er aus der Haft entlassen. Am 14. Juni sprach er am Tübinger Hauptbahnhof eine ihm flüchtig bekannte Studentin an und bot ihr an, sie in seinem Wagen nach Hause zu fahren. Auf der Fahrt soll er die vereinbarte Strecke verlassen und versucht haben, die Frau zu vergewaltigen. Sie wurde dabei mit einem Elektroschockgerät verletzt. Sie leistete heftige Gegenwehr, wodurch andere Verkehrsteilnehmer auf die Situation aufmerksam wurden, und konnte schließlich fliehen. Der Gesuchte könnte sich im Drogenmilieu oder in Studentenkreisen aufhalten. In der Vergangenheit hat er sich öfter als angeblicher Medizinstudent "Heiko", "René" oder "Michael" ausgegeben. Er ist mit über 200 cm auffallend groß. - Belohnung: 1.000 DM

Geklärt: Ein Zuschauerhinweis führte zur schnellen Festnahme. Der Gesuchte hatte bei einer Bekannten in Celle Unterschlupf gefunden. 48 Stunden nach der Sendung wurde er dort in einer nächtlichen Blitzaktion gefasst. Bekanntgabe in der Sendung vom 22.08.1997.

  • SF 5: Interpol Wien - Fahndung nach Christian K., der dreimal dieselbe Bankfiliale im Westen Wiens überfallen haben soll, zuletzt am 11. Juni 1997. Dabei wurde er von einer inzwischen angebrachten Kamera außerhalb der Bank unmaskiert aufgenommen und kurz darauf identifiziert. Er hat bei dem Überfall ca. 500.000 öS erbeutet. Er könnte noch mit einem blauen Mazda RX-7 mit Wiener Kennzeichen unterwegs sein. - Belohnung: 40.000 öS

Geklärt: Der Gesuchte unterhielt nach den Ermittlungen der Polizei Geschäftsbeziehung in die Slowakei. Deshalb wurden die slowakischen Behörden verständigt. Sie konnten ihn auch innerhalb von fünf Tagen nach der Sendung festnehmen. Bekanntgabe in der Sendung vom 22.08.1997.

  • SF 6: Kripo München - Fahndung nach einem unbekanntem und besonders dreisten Bankräuber, der Anfang März 1997 eine Filiale der Hypo-Bank in München überfallen haben soll, wobei auch Fotos der Überwachungskameras entstanden. Er betrat gegen 15.00 Uhr die Bank, kritzelte die Worte "Das ist Überfall. Ich bin bewaffnet. 20.000 DM" auf einen Zettel. Diesen übergab er der Bankangestellten an der Kasse. Als diese zunächst zögerte, zog er sein Sweatshirt hoch, zeigte seine Waffe und sagte: "Es knallt sofort bei mir." Daraufhin erhielt er 15.000 DM und floh. Er ist 40-50 Jahre alt, ca. 180 cm groß und kräftig. Er hat graumeliertes Haar und einen Vollbart. Er trug Jeans, ein dunkles Sweatshirt, einen langen Trenchcoat sowie zur Tarnung eine dunkelblaue Baseballkappe mit den Buchstaben "NY" (vermutlich: Logo der New York Yankees) und eine Sonnenbrille mit Metallgestell. Bewaffnet war er mit einer schwarzen Pistole mit braunen Griffschalen. Belohnung: 2.000 DM

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Der in der von Interpol Wien gesuchte Mehmet G., dem Mord an seiner Lebensgefährtin, vorgeworfen wird, konnte noch nicht verhaftet werden. Er hat sich, den Zuschauerhinweisen nach, wahrscheinlich in die Türkei abgesetzt.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Mustafa H., der einen Italiener in Zürich nach Streit mit Kopfschuss getötet haben soll und von der Stadtpolizei Zürich gesucht wird, ist auch noch flüchtig, erneute Fahndung nach ihm.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der von Interpol Wien vorgestellte Fall von Schüssen auf Polizisten Mitten in Wien, bei dem auch einem Polizist mit ätzender Flüssigkeit ins Auge gespritzt wurde, konnte bislang auch noch nicht geklärt werden. Peter Nidetzky zeigt deshalb noch einmal die blaue Schirmkappe mit Haarteil, die der Täter bei der Flucht verloren hat.
  • SF 3 der Sendung vom 22.03.1996: Fikret B., einer der beiden wegen Urkundenfälschung, verschiedener Eigentumsdelikte und versuchtem Totschlag mit mehreren Haftbefehlen von der Kripo Heilbronn gesuchten Männer wurde in Mailand festgenommen. Sein damaliger Komplize ist nach wie vor flüchtig. Sein Fahndungsfoto wird erneut gezeigt.

XY Gelöst:

  • FF 3 der Sendung vom 21.03.1997: Der Raubmord in der SM - Folterkammer konnte von der Kripo Osnabrück geklärt werden: Ein damals 20-jährigen Soldat wurde unter dringendem Mordverdacht festgenommen. Am Tatort konnten die Fingerabdrücke des Verdächtigen gesichert werden, zudem lag ein Geständnis vor. Über das Tatmotiv herrschte Unklarheit. Nach dem Täter wurde schon mehrfach wegen verschiedenster Einbrüche in Gaststätten gefahndet.
  • SF 8 der Sendung vom 21.03.1997: Bei dem von der Kripo Garbsen vorgestellten Fall des unbekannten Toten, der in einem Wald an der A 7 gefunden wurde handelte es sich um einen 24-jährigen Türken, der in einem Asylbewerberheim gelebt hatte. Er wurde Opfer eines Familienstreits, drei Tatverdächtige sitzen in U-Haft.

Bemerkungen

  • Im Filmfall 2 schießt Krassimir Balakov im Fernsehen einen Freistoß ins Tor des HSV, obwohl der VfB Stuttgart dieses Spiel mit 0:3 verloren hat. (Im Film gezeigter Ausschnitt könnte vom 4. Spieltag 1996/1997 gewesen sein. Der VfB gewann mit 4:0 in Hamburg und Balakov traf zum 1:0 für die Schwaben. Quelle: Fussballdaten.de)
  • Tip: Beim Studiofall 2 handelt es sich um einen filmreifen Betrugsversuch.
  • Beim Studiofall 2 läßt der Mitarbeiter links das Telefon 3x klingeln bevor er abnimmt.
  • Filmfall 3: Kempten.
  • In Filmfall 3 führt nicht mehr Kurt Grimm Regie. Seltsam gefilmt; Text; Musik.

Vorherige Sendung: Sendung vom 06.06.1997

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