Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 02.12.1977

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Hanna S. und Anita M. ("Der spielsüchtige Doktor und zwei Morde")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Düsseldorf
  • Kommissar im Studio: Kriminalrat Metzler
  • Tattage: 23./24. Mai 1976 und 2. Juni 1977
  • Details: München-Neuhausen; Arzt ist total verschuldet, weil spielsüchtig; Roulette-Spiel; Isolde ist stolz, hat aber rosa Brille auf wegen Arzthochzeit; Friseurbesuch; hört nicht auf Warnungen der Freunde; Täter versprach Renditen bis zu 30 Prozent; an Halstüchern erhängt
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Indizienprozeß gegen den Wiesbadener Arzt Dr. A. war einer der aufwendigsten Mordprozesse der Bundesrepublik Deutschland. Letztendlich blieb das Ergebnis unbefriedigend. Das Gericht verurteilte den Arzt wegen mehrfachen schweren Betruges zu 4 Jahren Freiheitsstrafe, die Mordvorwürfe wurden aber fallengelassen. Der Vorsitzende Richter meinte abschließend: "Eine Indizienkette ist immer so stark wie ihr schwächstes Glied. Wir können dem Angeklagten die Tat (Anmerkung: die Morde) nicht in ausreichendem Maße nachweisen. Nur er allein weiß, wie es war. Mit diesem Wissen muß er jetzt und in der Zukunft leben".

Dr. A. war eine schillernde Persönlichkeit und hatte den Ruf eines Partylöwen. Seine Bekannten hoben sein gewinnendes Äußeres und seine exzellenten Umgangsformen hervor. Eine Zeugin aus dem Prozeß bezeichnete es als befremdend, wie A. jegliche persönliche Distanz zu übersprigen vermochte und wie phänomenal seine Fähigkeiten waren, neue Kontakte zu knüpfen. Trotz bescheidener Wohnung pflegte Dr. A. einen luxuriösen Lebenswandel - er ging in den Spielcasinos Europas ein uns aus - im Grand Hotel von Campione soll er in einer Nacht einmal 480.000 DM verloren haben.

Seinen Lebenswandel finanzierte er hauptsächlich durch Betrügereien - er vermochte mehrere ältere Damen zu überreden, ihm ihre Wohnungen zu überschreiben. Nachdem er seine Strafe verbüßt hatte, praktizierte er wieder eine Weile als Arzt in Wiesbaden, ehe er ins Ausland ging. Vor einiger Zeit ist Dr. A. verstorben.

(Quelle: gekürzte Wiedergabe aus "Verbrechen und Schicksale - Ein Wiesbadener Pitaval" von Hans-Jürgen Fuchs im Verlag Edition 6065)

Banküberfall in Salzburg ("Die peruanische Wollmaske")

Inhalt

  • Dienststelle: BPD Salzburg
  • Kommissar im Studio: Ministerialrat Dr. Köck von Interpol
  • Details: Gaisberg; Inspektor auf Berghütte beim Essen; Kundin lacht während Überfall; Wollmasken aus Peru sind Unikate, Bankangestellte verfolgen Bankräuber, der hechtet über Gartenzaun und entkommt, Verkehrskontrolle, Suche mit Schäferhunden
  • Tattag: 13. Juli 1977
  • Bewertung: *
  • Zitat: „Das ist kein Scherz, das ist ein Überfall“ (Bankräuber zur lachenden Kundin)
  • Belohnung: 20.000 Schilling
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubmord an Hans-Josef G. ("Raubmord an Postfahrer")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Osnabrück
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptmeister Müller
  • Details: junger Postfahrer; Gelder abholen; Postauto wird Zeugen präsentiert
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 30.000 DM
  • Status: (un)geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 06.08.2008 wird über die Klärung des Falls berichtet.

Die Verdächtigen wurden allerdings freigesprochen, siehe Freispruch - doch ein Verdacht bleibt aus der Neue OZ vom 14.11.2008

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Sicherheitsbüro Wien: - Entführungsfall Fabrikant Walter P., zwei Studenten, Thomas G. und Othmar K., wurden in Chiasso in der Italienischen Schweiz festgenommen, ein Teil des Lösegeldes konnte sichergestellt werden, Frage nach Kontakten der festgenommenen Studenten, mit Alfa und Fiat unterwegs, Pullover, Bikini und Damenstiefel in einem der Autos gefunden.
  • SF 2: Kripo Regensburg - Fahndung nach Gastwirt Reinhold W., Vorwurf Diebstahl Briefmarkensammlung, in die Schweiz gebracht, Festnahme bei Grenzkontrolle entzogen, einige Briefmarken zurückgelassen, andere bei Auktionen in Deutschland aufgetaucht, spricht Oberpfälzer Dialekt.

Geklärt: Der Gesuchte wurde in Paris festgenommen, abgeschoben und auf dem Flughafen München-Riem von der deutschen Polizei übernommen. Bekanntgabe durch Konrad Toenz in der Sendung vom 03.03.1978.

  • SF 3: Kripo Kassel - Fahndung nach mutmaßlichem Betrüger Bert „Bimbo“ L., Gefängnisurlaub zur Flucht genutzt, Gebrauchtwagenkauf gegen ungedeckte Schecks, Weiterverkauf gegen Barzahlung, Schaden 80.000 DM, er trug zuletzt Oberlippenbart und Brille, hat auffällige Tätowierungen und soll mit weißem Ford 20 M mit Lübecker Kennzeichen unterwegs sein.

Geklärt: Der Gesuchte wurde in Lübeck festgenommen. Bekanntgabe in der Folgesendung.

  • SF 4: Kripo Frankfurt: Fahndung nach unbekanntem Bankräuber, Bilder aus automatischen Kameras, Beute 14.000 DM, Oberlippenbart, Sonnenbrille, Dunkler Regenmantel, Braune Hose, Karierte Sportmütze, evtl. vorgetäuschter südländischer Akzent.

Geklärt: Der Gesuchte konnte mit Hilfe der Zuschauerhinweise noch am Abend der Sendung identifiziert und zwei Tage später festgenommen werden. Bekanntgabe in der Folgesendung.

  • SF 5: Kripo Kaiserslautern - Fahndung nach Ernst-Volkmar L., Hauptangeklagter in Betrugsverfahren, Stoßbetrug mit Schwindelfirma, Schaden 500.000 DM, bereits zu drei Jahren Freiheitsstrafe wegen ähnlicher Delikte verurteilt, große Narbe hinter rechtem Ohr.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • keine Zwischenergebnisse in dieser Sendung

XY Gelöst:

  • FF 2 der vorherigen Sendung: Im Fall "Einbruch beim Schachspiel" wurden die gezeigten Manschettenknöpfe, ein goldener Ring und ein roter Teppich eindeutig als gestohlen identifiziert und Eduard Zimmermann spricht davon, dass so gleich eine ganze Reihe von Einbrüchen in Nordrhein-Westfalen und Hessen geklärt werden konnte. Die im Anschluss des Filmfalles gesuchten beiden Tatverdächtigen, Klaus-Dieter G. und Franz V., genannt „Frankie“, erwähnt er dabei aber nicht und es bleibt zunächst unklar, ob es hier zu einer Festnahme der Gesuchten kam. - In der Sendung vom 03.03.1978 kann Ede dann schließlich von der Festnahme von Franz V. berichten.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der mutmaßliche Betrüger Artur G., dem die Beteiligung an Stoßbetrügereien mit einem Schaden von mind. 15 Mio vorgeworfen wird, indem er mit mehreren Komplizen Butter, Frischfleisch und andere Waren nach Deutschland importiert und vor der Bezahlung weiterverkauft haben soll, stellte sich selbst und wurde dann gegen Auflagen wieder freigelassen
  • SF 3 der Sendung vom 29.07.1977: Helmut B., dem zahlreiche Einbrüche und Betrügereien vorgeworfen werden, konnte in Witten festgenommen und dabei auch einige Schusswaffen sowie Untensilien zur Fälschung von Ausweisen sichergestellt werden.
  • FF 2 der Sendung vom 08.10.1976: Bei den Ermittlungen zu Blitzeinbrüchen in Teppichgeschäften tauchte auch eine französische Kaminuhr auf. Im Rückblick der Sendung vom 05.11.1976 wurde sie von Ede vorgestellt und jetzt kann er berichten, dass über ein Jahr später ihre Herkunft geklärt werden konnte. Die Uhr war bei einem Einruch in Bad Homburg gestohlen worden. Konrad Toenz berichtet aus Zürich dass die Täter auch in der Schweiz, in St. Gallen und Zürich, aktiv waren. Dort sind sie mit einem Auto unterwegs gewesen auf das die Polizei bereits bei den Ermittlungen in Bad Homburg aufmerksam wurde. Die Täter wurden inzwischen in Deutschland festgenommen.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätsendung)

  • Peter Hohl ist noch mit dem Sortieren der Hinweise beschäftigt, als er mit den Studiofällen anfangen soll.

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Hanna S. und Anita M.; bisher etwa 24 recht interessante Hinweise; gute Chancen, dass Armband zu ermitteln, welches noch einmal gezeigt wird; Tatverdächtiger Arzt Dr. A. hat offenbar nicht nur über ein der Polizei bekanntes Frankfurter Heiratsinstitut Verbindungen zu Frauen gesucht, sondern auch über ein weiteres Institut im Ausland;
  • FF 2: Banküberfall in Salzburg; auch viele Hinweise aus Deutschland, aber überraschenderweise keine zu den auffälligen Masken aus Peru; dagegen sind sich mehrere Anrufer im Wiener Aufnahmestudio sicher, die Gaspistole zu kennen; einem Zuschauer aus Wien wurde im Frühjahr 1977 eine solche Gaspistole gestohlen; viele Hinweise auch zu dem alten Arbeitsmantel der Täter.
  • FF 3: Raubmord an Postfahrer Hans-Josef G.; Zahlreiche Hinweise zu den gesuchten Gegenständen des Opfers; ein Zuschauer hat unter Umständen ein solches Beweisstück gefunden und die Kripo ist zuversichtlich, den Weg zurückverfolgen zu können, wie es zum Fundort kam.

Studiofälle:

  • SF 1: Entführungsfall Fabrikant Walter P., sehr interessante Hinweise, aber Peter Nidetzky kann noch nicht mehr sagen, da es sich tun einen nicht üblichen Kriminalfall handelt, muss man vorsichtig sein, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden.
  • SF 2: Fahndung nach Gastwirt Reinhold W., der eine Briefmarkensammlung gestohlen und in die Schweiz gebracht haben soll; er hat sich seiner Festnahme bei einer Grenzkontrolle entzogen, einige Zuschauer aus der Schweiz wollen ihn dort gesehen haben; zwei Fahndungsfotos von ihm, eines ohne und eines mit Bart, werden erneut gezeigt.
  • SF 3: Viele Hinweise zur Fahndung nach mutmaßlichem Betrüger Bert „Bimbo“ L., der einen Gefängnisurlaub zur Flucht genutzt hatte; zwei davon werden überprüft.
  • SF 4: Fahndung nach unbekanntem Bankräuber aus Frankfurt; Bild aus automatischer Kamera wird noch einmal gezeigt; Täter mit Oberlippenbart, Sonnenbrille, dunklem Regenmantel, brauner Hose und karierter Sportmütze; mehrere Hinweise, einige davon zu derselben Person; zum Teil sehr bestimmte Hinweise auch aus der Schweiz.
  • SF 5: Fahndung nach Ernst-Volkmar L., Hauptangeklagter in Betrugsverfahren, Stoßbetrug mit Schwindelfirma; einige sehr interessante Hinweise deuten auf Gründung neuer Schwindelfirma hin; er soll auch in der Schweiz aufgetreten sein.

Bemerkungen

  • In Film 1 spielt Isolde ein Opfer! Sie lässt sich die Haare schön machen und wirkt sehr von sich überzeugt... Sehr guter Wolfgang-Text.
  • Film 2: lustige Peru-Maske.
  • Die Ausstrahlung des Filmfalls zum Bahnerpresser Monsieur X, die eigentlich für diese Sendung vorgesehen war, wurde von der "zuständigen Justizbehörde" untersagt, da Monsieur X für diesen Fall mit neuen Anschlägen gedroht hatte. Ede drückt am Ende der Sendung sein Unverständnis aus: "Der Mann [drohte] praktisch mit nichts weiter [...], als mit dem, was er ohnehin schon seit zwei Jahren tut. [...] Wenn diese Haltung Schule macht, genügt es künftig, dass jeder Verbrecher nur eine Postkarte zu schreiben braucht, um die Fahndung und die Verbrechensbekämpfung lahmzulegen." Der Staat dürfe sich nicht erpressen lassen. In der Folgesendung wurde der Filmfall schließlich doch ausgestrahlt.

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