VF 064 (Sendung vom 21.10.1979)

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Filmfälle

Miese Masche mit dem Schmerz

  • Details: Anna Schneider nimmt auf Trauergottesdienst nach über 50 Ehejahren Abschied von Ehemann. Neffe Peter hatte bereits zuvor Schreinergeschäft des Mannes übernommen, steht auch jetzt Frau Schneider bei. Sie muss nun mit Einsamkeit fertig werden, aber auch alle Nachlassfragen regeln. Mann hatte alles allein erledigt, sie muss erst nachsehen, was sie an Papieren findet und will sich dann mit Neffen besprechen. Würdiger Grabstein soll aber schnellstmöglich besorgt werden, da sie Holzkreuz auf Urnengrab lieblos findet. Möchte dabei eigentlich nicht sparen, aber erhebliche Beerdigungskosten sind bereits angefallen. Man einigt sich deshalb, günstigeren Marmor statt Granit sowie einfache Schrift zu nehmen, zusammen für 550 DM. Nach einigen Tagen ruft Fremder bei ihr an, behauptet, dass Ehemann Lebensversicherung in Höhe von 10.000 DM abgeschlossen hatte. In Wahrheit hat er Information über Todesfall aus der Zeitung, erfragt geschickt, ob jemand bei Frau Schneider ist oder sie unterstützt. Gibt vor, dass letzte vier Raten auf die Lebensversicherung ausstehen, weshalb Versicherungssumme nicht ausgezahlt werden kann. Will sich aber erkundigen, ob Kulanzregelung möglich ist. Mann kommt dann persönlich vorbei, stellt sich als Herr Kuhn vor und deutet Auszahlungsmöglichkeit durch "Mogelei" an. Frau Schneider lehnt entschieden ab, doch Herr Kuhn beschwichtigt: Alles könne korrekt geregelt werden, wenn nur die Beitragsrückstände von 420 DM sofort beglichen würden. Fall sei klar, Beratung mit Neffen überflüssig. Sie holt Geld aus dem Schrank und gibt es ihm, glaubt sich jetzt doch den favorisierten Grabstein aus Granit mit aufwendiger Inschrift leisten zu können. Herr Kuhn meldet sich nicht mehr, kauft Zeitungen, um neue Todesanzeigen zu sichten. Frau Schneider hat 420 DM verloren, muss nun auch noch teuren Grabstein zahlen.
  • Darsteller: Ellen Waldeck als Frau Schneider, Karlheinz Lemken als Neffe Peter, Karl Heinz Hess als Herr Kuhn
  • Zitate: Frau Schneider: "Wissen Sie, mein Mann und ich, wir haben immer gesagt: 'Unrecht Gut, das gedeihet nicht', und so soll's auch bleiben" - Herr Kuhn: "Tjajaaa...". Studio-Ede: "Obwohl unsere Redaktion wirklich Einiges gewöhnt ist, hat uns in diesem Fall schlicht die Wut gepackt".
  • Besonderheiten: Ede appelliert an Freunde und Bekannte von Hinterbliebenen, gerade auch bei Abwicklung von Alltagsangelegenheiten beizustehen.
  • Bewertung: ***

Fauler Trick mit falschem Mitleid

  • Details: Betrüger setzen auf Hilfsbereitschaft ihrer Opfer und versuchen, besondere Solidarität unter Verkehrsteilnehmern zu nutzen: Mann gibt sich an Autobahnrastplatz als Fernfahrer aus, besitzt auch Fachkenntnisse aus der Branche, spricht Auto- oder Lkw-Fahrer um Mitfahrgelegenheit an. Brummifahrer ist bereit, ihn mitzunehmen. Während gemeinsamer Fahrt erzählt Betrüger Geschichte von schwerem Unfall: Chef saß mit im Fahrzeug, Sonntagsfahrer fädelte sich überraschend vor ihm ein. Er musste Steuer herumreißen, prallte gegen Leitplanke, schlitterte in Böschung. Kam selbst mit blauen Flecken davon, aber Chef erlitt Gehirnerschütterung und schwere Gesichtsverletzungen. Zugmaschine völlig hinüber, Unfallverursacher entschwunden. Nach dieser Vorgeschichte erwähnt er Verlust seiner Papiere. Erläutert, dass Freund ihn nach Unfall mitgenommen hatte und er dann Sachen, Papiere und Geld in dessen Fahrzeug vergessen hätte. Will deshalb jetzt zu diesem Freund fahren, danach neue Zugmaschine holen. Kommt dann auf paar Mark zu sprechen, die er sich in momentaner Notlage gerne leihen würde. Brummifahrer ist nicht begeistert, lässt sich aber doch bewegen, ihm 50 DM zu überlassen. Betrüger kann nicht gebeten werden, sich auszuweisen, da ja Papiere nicht zur Hand sind. Nachdem er an Rastplatz aussteigt, hört Helfer nichts mehr von ihm. Betrüger sucht sich gleich nächstes Opfer mit derselben Geschichte.
  • Darsteller: Edgar M. Böhlke als Betrüger, Curt Reich ohne Toupet als Brummifahrer
  • Zitate:
  • Besonderheiten: Ede sieht durch Trick notwendige Hilfsbereitschaft auf Straßen untergraben, warnt vor unwahrscheinlichen Unglücksgeschichten. Tipp: Mitfahrer bei Notlage einfach zur Autobahnpolizei fahren, die weitere Hilfe leisten kann. Präventiver Hinweis: Betrüger, der stets Falschnamen "Lautenschläger" verwendet, ist erfolgreich mit dieser Masche unterwegs.
  • Bewertung: **

Neue Variante vom Heiratsmarkt

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Experiment: Kleiner Scheck - großer Schreck

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Bemerkungen

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