Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 15.06.2011

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Thomas H. ("Steini")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Dresden
  • Kommissar im Studio: Polizeihauptkommissar Thomas Geithner
  • Tattag: 18. März 1991, gegen 06:15 Uhr
  • Tatort: Dresden-Laubegast
  • Tatverdächtig: damaliger Punker mit dem Spitznamen "Steini"
  • Details: 26-jähriger EDV-Student Thomas H.; Dresden 1991, wenige Monate nach der Wende: Stadt befindet sich in einem gewaltigen Umbruch; nicht alles wird besser; Kriminalitätsrate steigt rapide; Morde im Rotlichtmilieu fordern die Polizei bis zum Äußersten; Februar 1991: tödlicher Brandanschlag auf Nachtclub; vier Wochen danach schockt der Mordfall Thomas H.; wohnt mit seiner Lebensgefährtin im Dresdner Stadtteil Laubegast; der Mörder von Thomas H. ist an diesem Morgen im selben Stadtteil unterwegs; mehreren Zeugen fällt der Mann auf; Kampfanzug passt nicht in die gut bürgerliche Umgebung; am Tattag soll ein Lehrgang für höhere berufliche Aufgaben starten; fährt daher nicht mit dem Fahrrad zur Firma; will zur Straßenbahn und nimmt deswegen einen anderen Weg als üblich; Täter folgt Thomas H.; sticht ohne Vorwarnung auf den 26-Jährigen ein; wird auf der Flucht mehrfach gesehen; Punker-Szene; rötlicher Irokesenschnitt; Thomas H. verblutet; Polizei ermittelt vor allem im Milieu der Punks; 06. August 2002: eine Frau meldet sich und gibt an, den Täter zu kennen; Zeugin war in der autonomen Szene aktiv; Täter taucht kurz nach dem Mord in einem Café der linken Szene auf; gesteht den Mord; nie wieder gesehen; kommt wohl aus Thüringen; "Steini"; DNA-Spuren gesichert; aufwendige DNA-Abgleiche bei ausgewählten Personen bis 2010; bisher erfolglos;
  • Zitate: "Hey, könntest öfter mal früher aufstehen!"
  • Musik: Matthias Reim - Verdammt ich lieb Dich; Bobby McFerrin - Don't Worry Be Happy; Kaoma - Lambada
  • Belohnung: 5.000 €
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Nach der XY-Ausstrahlung des Falles erhielt die Kripo Dresden über 160 Hinweise, doch der entscheidende Hinweis zur Identifizierung des Täters bzw. von "Steini" blieb aus. Die DNA des Täters, der sich bei dem Messerangriff auch selbst verletzt hatte, konnte im Januar 2003 an der Kleidung von Thomas H. isoliert werden - die DNA ist jedoch nicht in der zentralen DNA-Datenbank eingespeichert. Daher kann die Kripo Dresden weiterhin nur auf Kommissar Zufall hoffen, dass eines Tages ein Mitwisser sein Gewissen erleichtert und den vollen Namen des Täters nennt oder dass sogar "Steini" selbst irgendwann bei der Kripo sein Gewissen erleichtert.

Auch für die Angehörigen von Thomas H. wäre eine Aufklärung eine große Erleichterung. Die damalige Lebensgefährtin des 26-Jährigen sah sich nach dem Mord abstrusen Verdächtigungen und Spekulationen ausgesetzt, dass sie an dem Mord an ihrem Lebensgefährten beteiligt gewesen sein soll. Es hat Jahre gedauert, bis die junge Frau wieder in ihr normales Leben zurückfinden konnte. Heute hat sie selbst Kinder und einen Ehemann, wünscht sich jedoch weiterhin sehnlichst eine Aufklärung der Bluttat, die mittlerweile schon Jahrzehnte zurückliegt.

Von 2003 bis 2010 suchte die Kripo alle bisher Tatverdächtigen, welche auf das Profil von "Steini" passten, auf und forderte einen DNA-Abgleich ein, der jedoch bei allen Proben bisher negativ ausgefallen ist. Der Tatverdächtige, "Steini", soll 1991 etwa 18 Jahre alt gewesen sein, seine Nase soll aufgrund eines Bruchs deformiert sein. Seine damalige Frisur zeichnete sich durch einen Irokesen-Kamm in unterschiedlichen Farben aus, die Haare an der Seite waren kahl rasiert. Insgesamt hinterließ er einen sehr verwahrlosten Eindruck. "Steini" soll aus Thüringen stammen, doch durch seine Verankerung in die Punk-Szene verschlug es ihn nach Dresden. "Steini" wird als Einzelgänger beschrieben, der teilweise auch in verwahrlosten und verwaisten Häusern nächtigte.

Räuber im Supermarkt ("Supermarkt-Trauma")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Alsfeld
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Horst Schäfer
  • 1. Tattag: 09. Oktober 2010, gegen 21:15 Uhr
  • 2. Tattag: 01. November 2010, gegen 22:00 Uhr
  • 1. Tatort: Georg-Dietrich-Bücking-Str., Alsfeld
  • 2. Tatort: Bergstraße, Ranstadt
  • Details: Alsfeld, Hessen; seit 11 Jahren bestehender größerer Supermarkt; 44-jährige Angestellte ist von Anfang an dabei; zweifache Mutter liebt ihren Beruf und wird von Kunden und Kollegen geschätzt; Samstagabend nach 21:00 Uhr halten sich nur noch vier Angestellte im Supermarkt auf; treffen die letzten Vorbereitungen für Montag; 44-jährige Angestellte macht die Abrechnung in einem Nebenzimmer; unmaskierter Täter betritt über Hintertür den Supermarkt; überwältigt die Angestellte und erbeutet die Tageseinnahmen in Höhe von 32.260€; die restlichen drei Angestellten bemerken den Überfall zunächst nicht; sehen den Täter schließlich flüchten; 44-Jährige erleidet einen schweren Schock, der sich zu einem Trauma ausarbeitet; intensive psychotherapeutische Behandlung; 44-Jährige braucht viele Therapiesitzungen, um über das Erlebte sprechen zu können; Flashback; Täter hat die 44-Jährige mit einem langen Messer bedroht; ausländischer Akzent; benutzte Fachsprache, wie "Bankgeld"; Opfer kann nach 3 Monaten das Trauma verarbeiten; wieder berufstätig; Phantombild; Parallelen zu einem Raubüberfall auf einen Supermarkt in Ranstadt vom 01. November 2010;
  • Zitate: "Ich dachte, jetzt bringt er mich um. […] Ja, na klar. Er weiß, wer ich bin. Er wird mich finden und umbringen..."
  • Belohnung: 1.000 €
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Wehrhafte Witwe ("1715 Leihwagen")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Trier
  • Kommissar im Studio: Erster Kriminalhauptkommissar Edmund Scheuern
  • Tattag: 06. August 2010, kurz nach 19:00 Uhr
  • Details: Kordel, eine kleine Ortschaft am Rande der Eifel; etwa 20km von Trier entfernt; Inhaber einer Sanitär- und Heizungsbaufirma; hat den Betrieb von seinem kürzlich verstorbenen Vater übernommen; Mutter des Inhabers ist die "Seele" des Betriebs; unterstützt ihren Sohn so gut wie sie kann; erledigt die Büroarbeiten; beschafft und koordiniert die Aufträge; freitags schließt der Installationsbetrieb bereits mittags, so auch am 06. August 2010; Mutter des Inhabers wohnt seit dem Tod ihres Mannes allein im Haus; Sohn wohnt mit seiner Familie ein paar Streifen weiter; am Tattag fällt in den Straßen von Kordel mehrfach ein Leihwagen auf, der mit zwei fremden Männern besetzt ist; Bekannte trifft vor Haus der Witwe auf zwei Männer; Mitarbeiter der Firma wie sie fälschlicherweise meint; einer der beiden Unbekannten klingelt; Kampf zwischen Opfer und Täter; Bekannte hört Hilfeschreie; Komplize, der vor dem Haus gewartet hat, flüchtet; Opfer schlägt Haupttäter in die Flucht; flüchtet ohne Beute; entkommen der Polizei trotz sofort eingeleiteter Fahndung mithilfe des Leihwagens knapp; Dorfbewohner haben sich einen Teil des Kennzeichens gemerkt; "R OM …"; "R" = Regensburg; Opel Fiat oder Renault; 1715 Leihwagen kommen dafür in Frage; Leihwagen oft von Firmen gemietet und an Dritte untervermietet;
  • Zitate: "Der Teufel steckt bekanntlich im Detail."
  • Belohnung: 2.500 €
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Vergewaltigung in der Eifel ("Bettbezug-Vergewaltiger")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Wittlich
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar Roland Kirsch
  • Tattag: 11. Mai 2007, gegen 21:45 Uhr
  • Tatort: Seiwerath, Eifelkreis Bitburg-Prüm
  • Details: abgeschiedenes Haus inmitten der Eifel; etwa 50km von Trier entfernt; 42-jähriges Opfer lebt zurückgezogen; Eltern sind tot, die Mutter des Opfers ist vor wenigen Monaten an Krebs gestorben; gab Beruf als Hauswirtschafterin auf, um Mutter pflegen zu können; lebt seitdem von der kleinen Hinterlassenschaft ihrer Eltern; wenige Kontakte; erhält wochenlang mehrere obszöne Anrufe; Telefonterror startet Anfang November 2006; erstattet im Dezember 2006 Anzeige; Polizei kann dem Eigentümer des Handys, von dem die obszönen Anrufe kommen, identifizieren; können dem Mann die Anrufe jedoch nicht nachweisen; Anrufe hören ab Dezember 2006 auf; 42-Jährige hat die Anrufe im Mai 2007 schon beinahe wieder vergessen; Unbekannter klingelt gegen 21:45 Uhr; fragt, ob er mal schnell aufgrund einer Autopanne telefonieren könne; Opfer wird überwältigt und brutal vergewaltigt; merkwürdige Verkleidung; verdeckt sein Gesicht und seinen Oberkörper mit einem Bettbezug; DNA des Täters kann gesichert werden; Gegenüberstellung mit vier Verdächtigen bleibt erfolglos; DNA-Reihenuntersuchung führt nicht zum Täter; schwer traumatisiert; Phantombild;
  • Zitate: "Du kleine Sau, ich mach dich fertig! Ich komm zu dir!"
  • Belohnung: 2.500 €
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Weder der größte Massengentest in der Geschichte der Eifel im Jahr 2008 noch die Ausstrahlung des Falles bei Aktenzeichen XY führte die Polizei zum Täter. Erst Ende Dezember 2015, also achteinhalb Jahre nach der Tat, klickten die Handschellen aufgrund kriminalistischer Routinearbeit. Im Mai 2015 wurde der mutmaßliche Täter wegen sexuellen Missbrauchs einer behinderten Frau zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung und 2.500€ Schmerzensgeld verurteilt. Da es das Gericht für möglich gehalten hat, dass der 58-Jährige nach der Verurteilung erneut Straftaten begeht, wurde der 58-jährige Bauarbeiter dazu aufgefordert, eine DNA-Probe abzugeben.

Nachdem diese Probe in die DNA-Analyse-Datei des Bundeskriminalamts eingespeist worden war, gab es umgehend einen Treffer. Die DNA passte zu der DNA des Täters, der eine 42-Jährige aus Seiwerath im Mai 2007 brutal vergewaltigt hatte. Der 58-Jährige wurde vernommen und gestand die Tat. Jahrelang lebte der Mann nur wenige Dörfer weiter als das Opfer, doch beim Massengentest hatte er keine Speichelprobe abgeben müssen, da er in keinem der untersuchten Orte wohnte und so knapp der DNA-Reihenuntersuchung entging.

Im Prozess schilderte der Eifeler, dass er die 42-Jährige vom Sehen kannte und darüber Bescheid wusste, dass diese alleine wohnt. Vor der Tat habe er an einem Fischteich in Densborn reichlich Alkohol konsumiert, ehe er den Entschluss gefasst hatte, die damals 42-Jährige zu vergewaltigen. In seiner Ehe sei es lange nicht mehr zu sexuellem Kontakt gekommen. Der Straßenbauer aus der Westeifel hatte im Prozess mehrfach Reue gezeigt und sich bei seinem Opfer entschuldigt.

Neben der Vergewaltigung der damals 42-Jährigen aus Seierath gestand der Eifeler noch die Vergewaltigung einer Jahre zuvor verstorbenen Gastwirtin aus dem Jahr 1988, die jedoch mittlerweile verjährt ist. Das Landgericht Trier verurteilte den nun 59-jährigen Eifeler am 06. Juni 2016 wegen der Vergewaltigung der damals 42-jährigen Frau aus Seiwerath zu sieben Jahren Haft. Der sexuelle Missbrauch einer behinderten Frau durch den Eifeler wurde in dem Urteil berücksichtigt, die in diesem Strafbestand zuvor erhaltene Bewährung wurde somit hinfällig. Das Landgericht Trier verurteilte den nun 59-jährigen Eifeler am 06. Juni 2016 wegen der Vergewaltigung der damals 42-jährigen Frau aus Seiwerath und dem sexuellen Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person aus dem Jahr 2015 zu sieben Jahren Haft.

Über die Klärung des Falles wird in der Sendung vom 10.02.2016 berichtet.

XY-Preis

Inhalt

  • Tattag: 25. Juli 2010, gegen 14:45 Uhr
  • Details: 19-jähriger Roman W. aus Kiel; damals noch bei der Bundeswehr; leistet seinen Grundwehrdienst; steigt mit seinem Kumpel in eine Buslinie; psychisch auffälliger Mann steigt dazu; leidet seit Jahren an Wahnvorstellungen und an einer paranoid-schizophrenen Persönlichkeitsstörung; Verlauf seiner Krankheit erreicht an diesem Tag einen fatalen Höhepunkt; Endstation; die zwei jungen Männer machen sich auf den Weg zu ihrem Ziel; hören beim Weggehen Hilfe-Schreie; 36-jährige Busfahrerin wird mit Messer attackiert; Täter flüchtet, wird jedoch dank Roman W. gefasst; Busfahrerin überlebt knapp; Täter wird für schuldunfähig erklärt, stattdessen dauerhafter Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik;
  • Zitate: "Warum tun Sie sowas?" "Sie hat meine Frau umgebracht..."
  • Bewertung: **

Nachspiel

Raubüberfälle in Hessen ("Wehrhafter Juwelier")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bad Homburg
  • Kommissar im Studio: Erster Kriminalhauptkommissar Ulrich Demmer
  • 1. Tattag: 03. Februar 2010, gegen 19:20 Uhr
  • 2. Tattag: 05. Februar 2010, gegen 17:00 Uhr
  • Details: Juweliergeschäft in der Innenstadt von Neu-Isenburg; Inhaber stemmt den Juwelier alleine; ist so täglich von morgens bis abends allein in seinem Juweliergeschäft; 03. Februar 2010, gegen 18:15 Uhr: zwei unbekannte, schwarz gekleidete Männer betreten den Juwelier; kundschaften den Juwelier aus und verlassen diesen wieder, ohne etwas gesagt zu haben; Inhaber sieht keinen Grund argwöhnisch zu sein, als die Männer nach einer guten Stunde wiederkommen; gegen 19:20 Uhr: Männer betreten Juwelier erneut; Inhaber bittet die Männer zu gehen, Geschäft würde bald schließen; einer der Männer zieht eine Pistole; Inhaber wehrt sich heftig; Selbstverteidigung; Täter flüchten ohne Beute; Bad Homburg, 30km entfernt: Juweliergeschäft direkt am Marktplatz; im Juweliergeschäft wird auch Gold angekauft; zu den Kunden zählen auch Menschen, die dringend Geld benötigen und ihren Schmuck versetzen; dieselben Täter kundschaften Juwelier aus, antworten nicht und verlassen den Juwelier wieder; erscheinen am Tag darauf erneut: bedrohen die Inhaberin und eine Mitarbeiterin mit Schusswaffen; sprechen weder Deutsch noch Englisch noch Polnisch; osteuropäische Sprache; Inhaberin wehrt sich stark; flüchten mit Beute im Wert von mehreren 10.000€; Mitarbeiterin erleidet schwerer Schock;
  • Zitate: "Ich dachte erst, die haben vielleicht irgendeine Behinderung, weil die nicht antworten."
  • Belohnung: 1.500 €
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Polizei Celle - Kindsentzug Celle: vierfache Kindesentführung durch den eigenen Vater; werden im Sudan vermutet; gesucht wird 37-jähriger Axel H.; holte die Kinder Ende April 2011 von seiner getrennt lebenden Frau ab; gab an, mit den Kindern einen Fahrradausflug unternehmen zu wollen; stattdessen flog er mit den Kindern nach Hurghada, Ägypten; dann setzte er sich in den Sudan ab; vermisst werden: Miriam, Lisa, Benjamin und Jonas; Mutter hat alleiniges Sorgerecht für die Kinder; 4-8 Jahre alt;

Geklärt: Am 07. September 2011 verkündeten die ägyptische Polizei und Staatsanwaltschaft die Festnahme des 37-Jährigen in Kairo und die Inobhutnahme der vier der Mutter entzogenen Kinder durch die ägyptischen Behörden. Den Kindern ging es den Umständen entsprechend gut. Am 08. September 2011 konnten sie bereits nach Deutschland zurückreisen und nach einer 136 Tage andauernden Flucht ihre verzweifelte Mutter wieder in die Arme schließen.

Den Auslöser für den Kindesentzug durch den Ex-Mann erbrachte ein Familiengericht im April 2011, welches der Mutter das alleinige Sorgerecht über die vier Kinder zugesprochen hatte. Mit dieser Entscheidung haderte der arbeitslose Krankenpfleger stark, sodass er beschloss seine vier Kinder zu entführen, um diese so vor der "schädlichen" Erziehung der Mutter zu bewahren. Der Angeklagte, der sich selbst als christlichen Fundamentalist versteht, sah in der Beziehung seiner Ex-Frau zu ihrem neuen Freund die Gefahr, dass den Kindern "Unzucht" und "Sünde" vorgelebt wird. Mitte April bricht er in die Wohnung seiner Ex-Frau ein, um die Reisepässe und einige Sparbücher der Kinder zu entwenden. Am Ostermontag, dem 25. April 2011, setzt er seinen Plan in die Tat um und verschleppt die vier Kinder nach Ägypten.

Während der Flucht bzw. dem Verstecken vor den ägyptischen Behörden verlagern Axel H. und seine vier Kinder ihren Lebensstandpunkt von Ägypten in den Sudan, kehren aber nach kurzer Zeit wieder nach Ägypten zurück, bis Axel H. und die vier Kinder in Kairo aufgegriffen und identifiziert werden. Das Landgericht Lüneburg verurteilte Axel H. am 09. Februar 2012 wegen Kindesentziehung und Wohnungseinbruchsdiebstahl zu 1,5 Jahren Haft.

Die Berichterstattung über die Klärung erfolgt in der Sendung vom 21.09.2011.


  • SF 2: LKA Sachsen - Explosion bei Ikea: Bombenexplosion bei Ikea-Filiale in Dresden am 10.06.2011; leichte Verletzungen bei einer 32-Jährigen Frau und ihrem 41-jährigern Begleiter; Suche nach unbekanntem Täter; Motiv unklar; die Polizei spricht von mehreren Bekennerschreiben; Fahndung mit Phantombild nach einem unbekannten Mann mit Basecap und Brille, der zur Tatzeit von Zeugen am Tatort gesehen wurde; ca. 40 Jahre alt und mit 1,65 -1,70m auffällig klein; ein eventueller Zusammenhang mit Bombenattentaten auf Ikea-Filialen in den Niederlanden und Belgien Ende Mai 2011 wird überprüft;

Geklärt: Am 05. Oktober 2011 konnten zwei Verdächtige im polnischen Kujawsko Pomorskie von der polnischen Polizei festgenommen werden. Bei den zwei Tatverdächtigen handelt es sich um die beiden 39-jährigen Polen Mikolaj G. und Adam K., die die Verantwortlichen für die europaweite Anschlagsserie auf Ikea-Möbelhäuser verantwortlich sein sollen. Die Anschläge wurden von Mai bis September 2011 in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Tschechien verübt.

Dabei forderten die beiden 39-Jährigen nach ihrem jüngsten Anschlag in Prag vom 02. September 2011 eine Schutzgeldzahlung von 6.000.000€. Sollte diese Schutzgeldzahlung nicht eingehen, würden weitere Anschläge folgen. Zwar ist niemand bei den Anschlägen ernsthaft verletzt worden, dennoch bestand eine akute Gefährdung zahlreicher Menschenleben, da die Explosionen nach jedem Anschlag stärker und großflächiger wurden. Nachdem hunderte Polizisten europaweit und intensiv zusammengearbeitet hatten, konnten schließlich die beiden 39-jährigen polnischen Staatsbürger am 05. Oktober 2011 festgenommen werden.

Die beiden festgenommenen 39-Jährigen legten Mitte November umfangreiche Geständnisse ab und gaben ihre finanzielle Notlage als Motiv für die Anschlags- und Erpressungsserie an. Private Bezüge zum Möbelhaus habe es nicht gegeben. Der eine der beiden Täter war der polnischen Polizei bereits als Drogenhändler bekannt. Der andere schien den Angaben zufolge ein Erfolgsmensch mit Top-Ausbildung zu sein, der auf eine Managerkarriere bei Großkonzernen zurückblicken kann. Den beiden Tätern drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Die Berichterstattung über die Klärung der Tat erfolgt in der Sendung vom 12.10.2011.


  • SF 3: BKA Wiesbaden - Sexueller Missbrauch an Baby: drei bis neun Monate altes Baby; wahrscheinlich im Jahr 2005; Tat wurde fotografiert und gefilmt und das Video von dem unbekannten Täter ins Internet gestellt; Fahndung mit Standbild vom mutmaßlichen Täter aus dem Video; er trägt eine Bille; außerdem werden Details von aus dem Badezimmer gezeigt, in dem die Tat verübt wurde; weiße Türen mit goldenen klassisch gehaltenen Beschlägen; eine weiße Fliese mit Biene Maja-Motiv; eine weiße Wickelauflage, bedruckt mit blauen Streifen, Äpfeln; bunten Blumen und mehreren Gänsen; eine hellblau-weiße Wickeltasche mit dunkelblauen Steifen; ein auffälliger grüner Seifenspender und ein Badethermometer in Lila; Belohnung 5.000 €;

Update: In der Sendung vom 21.09.2011 wird berichtet, dass das BKA fast 400 Hinweise zu diesem Fall erhalten hat. Doch bisher hat keiner der Hinweise zum Täter geführt. Die Ermittler haben jedoch nun neue Ansätze und neue Bilder, die sie zur Fahndung bereitstellen. Der Täter war im Jahr 2005, aus dem die Aufnahmen der Taten mit großer Wahrscheinlichkeit stammen, etwa 25 bis 40 Jahre alt und hatte kurze braune Haare. Er ist Brillenträger und hat einen leichten Bauchansatz sowie eine deutlich sichtbare Körperbehaarung. Seiner Sprache nach zu urteilen, könnte er in unterschiedlichen Gegenden Deutschlands ausgewachsen sein. Darüber hinaus lispelt er teilweise. Seine Hände wirken sehr gepflegt, am kleinen Finger der linken Hand trägt er einen Ring.

Bei einigen der sichergestellten Videos wird am Anfang ein roter Schriftzug eingeblendet: "fox_video". Auch zu dem kleinen Mädchen, welches von dem Unbekannten missbraucht wurde, gibt es neue Erkenntnisse: Ihr Name bzw. ein Bestandteil ihres Namens könnte "Kim" und/oder "Sophie" sein. Das Mädchen müsste im Herbst 2011 etwa 6 Jahre alt sein.

XY-Update:

  • kein XY-Update in dieser Sendung

XY Gelöst

  • SF 2 der Sendung vom 13.04.2011: Das vermisste Ehepaar Ehepaar Petra und Werner F. war Anfang März 2011 mit seinem Wagen spurlos verschwunden. Die Polizei vermutete von Anfang an ein Verbrechen und suchte fieberhaft nach dem Paar. Am 12. Mai 2011 bergen Polizeitaucher den Wagen des Ehepaars bei einer Staustufe der Donau in der Nähe von Bertoldsheim in Oberbayern, gerade einmal 15km von dem Wohnort des Paars entfernt. Das Auto wurde bei Revisionsarbeiten gefunden - in sechs Metern Tiefe und etwa 35 Meter vom Ufer entfernt. Im Wagen finden die Beamten die beiden Leichen der Vermissten. Es muss sich wohl ein Beziehungsdrama abgespielt haben. Werner F. soll seine Ehefrau aus Eifersucht erstochen und die Leiche anschließend auf die Rückbank des Wohnwagens gelegt haben. Dann ist der 45-Jährige mit dem Auto in die Donau gefahren und ertrunken.
  • FF 5 der Sendung vom 06.05.2009: Am 17. Mai 2011 konnte die Polizei in Ungarn einen 41-jährigen kroatischen Staatsbürger festnehmen - er wurde inzwischen nach Österreich ausgeliefert. Details, wie die Polizei letztlich auf die Spur des 41-jährigen Täters gekommen ist, werden aus ermittlungstaktischen Gründen unter Verschluss gehalten. Der 41-Jährige hat bisher den Mord nicht gestanden. Dennoch ist sich die Tiroler Polizei sicher, dass es sich bei dem 41-Jährigen um den Mörder von Andreas J. handelt.
  • SF 1 der Sendung vom 12.01.2011 / Update der Sendung vom 23.02.2011: Jahrelang war Oliver Joachim S. auf der Flucht und wurde wegen mehrerer Betrugsgeschichten gesucht. Mit unterschiedlichen Maschen soll er einen Schaden von mehreren 100.000€ verursacht haben. Anfang Mai 2011 wollten ihn Polizisten an einer Ampel in München festnehmen, aber Oliver S. zögerte nicht lange und fuhr über mehrere rote Ampeln und mit Vollgas durch den Englischen Garten. Die Flucht gelang unglücklicherweise, die Polizei verlor zunächst die Spur zu dem 28-Jährigen. Doch in den darauffolgenden Tagen zog sich die Schlinge um Oliver S. immer enger zu. Einige Tage später überwältigte eine SEK-Truppe Oliver S. in einem Hochhaus in Köln.
  • FF 3 der Sendung vom 08.12.2005: Trotz aller Anstrengungen gelang es der Polizei jahrelang nicht, die Kindsmutter zu identifizieren. Doch im April 2011 hilft schließlich Kommissar Zufall den Ermittlern: 14km vom Fundort des ermordeten Babys entfernt wird ein gestohlenes Auto gefunden. An Zigaretten im Wagen findet die Polizei tatsächlich eine DNA-Spur. Nachdem diese DNA in die DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes eingespeichert wird, stellt sich heraus, dass diese DNA mit der gesuchten DNA der Kindsmutter übereinstimmt. Kurze Zeit später wird die 35-jährige Frau von der Kripo verhört und gesteht die Tat. Sie gibt an, von einem verheirateten Mann ungewollt schwanger gewesen zu sein und das Kind deshalb getötet zu haben. Darüber hinaus berichtet die 35-Jährige von einer weiteren Schwangerschaft, bei der das Kind erneut nicht geplant gewesen sein soll und daher Ende April 2011 getötet worden ist. Am 03. Mai entsorgt die Frau ihr totes Kind in einem Müllcontainer in Braunschweig.
  • FF 3 der Sendung vom 14.05.1993: 18 Jahre nach dem Mord an dem 31-jährigen Cafébesitzer Joachim E. überführte nun die moderne Kriminaltechnik die beiden Täter, denn erst jetzt konnten Spuren vom Tatort mit Erfolg untersucht und abgeglichen werden. Einer der Täter wurde in Rumänien festgenommen und inzwischen nach Deutschland ausgeliefert. Er wurde bereits zu sieben Jahren Haft verurteilt. Als strafmildernd wirkte sich aus, dass der Festgenommene seinen bis dato unbekannten Komplizen an die Polizei verraten hatte, sodass sein Komplize in Italien festgenommen werden konnte und nun auf seine Abschiebung nach Deutschland wartet.

Erste Ergebnisse

Dem Punker auf der Spur

-20 Jahre nach Mord in Dresden: Die Luft wird dünn für "Steini"


Schon während der XY-Sendung bekam die Kripo Dresden über 50 Anrufe zu einem 20 Jahre zurückliegenden Mordfall. "Wir sind positiv überrascht," sagte Hauptkommissar Thomas Geithner aus Dresden. Womit er nicht gerechnet hatte: Selbst aus der Punker-Szene gingen interessante Hinweise ein - zu dem Täter, den sie "Steini" nannten.

"Wir freuen uns sehr, dass gerade aus dieser Szene Hinweise eingegangen sind. Das zeigt doch, dass wir bei der Aufklärung von solch schweren Straftaten auf Alle zählen können. Ein Dankeschön an das XY-Publikum", sagte Hauptkommissar Thomas Geithner von der Kripo Dresden schon fast euphorisch nach der Live-Sendung.

1991 wurde der 26-jährige EDV-Ingenieur Thomas H. auf offener Straße in Dresden ermordet. Sein Mörder - so die Ermittlungen der Polizei - gehörte der autonomen Szene an und nannte sich vermutlich "Steini“. All die Jahre tappte die Dresdner Polizei im Dunkeln - jetzt scheint der entscheidende Durchbruch möglich.


Über zahlreiche Hinweise freute sich auch das Bundeskriminalamt, das in einem besonders widerlichen Fall ermittelt. In der Sendung wurde das Foto eines Mannes gezeigt, der sich an einem drei bis neun Monate alten Baby vergangen haben soll.

Einige XY-Zuschauer wollen den Mann auf dem Foto erkannt haben und nannten konkrete Namen. Da der Missbrauch vielleicht bis heute anhält setzt die Polizei alles daran, die Hinweise so schnell wie möglich zu bearbeiten und den Mann auf den Bildern zu identifizieren.

(Quelle: ZDF)

Bemerkungen

  • Sendung beginnt mit Verweis, dass alle zwei Tage in Deutschland ein Kind unter 14 Jahren ermordet wird
  • Eingebautes Analogflimmern in FF 1.


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