Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 13.04.2011

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Filmfälle

Finger abgetrennt

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Calw
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Erich Lörcher
  • 1. Tattag: 15. Oktober 2000
  • 2. Tattag: 31. Oktober 2010, gegen 02:40 Uhr
  • Tatort: Grundstück des Geschädigten in Bad Wildbad-Calmbach
  • Details: 1997 in Bad Wildbad-Calmbach, einem kleinen Ort in Baden-Württemberg; 32-jähriger Raumausstatter; betreibt ein eigenes Geschäft; viele Aufträge; Familienvater; finanziell gut aufgestellt; erster Vorfall 1997: Reifen zerstochen; in den folgenden drei Jahren kommt es in unregelmäßigen Abständen immer wieder zu Sachbeschädigungen; mehrere Anzeigen gegen Unbekannt; erfolglos; Scheiben von Auto eingeschlagen; Familie lebt inzwischen in ständiger Angst; Gasrevolver zugelegt; 15. Oktober 2000: Terror erreicht vorläufigen Höhepunkt; Familienvater wird von einem Unbekannten mit Hammer zusammengeschlagen; kann Täter mit Gasrevolver verletzen; Täter und Komplize werden kurze Zeit später festgenommen; stehen in keiner Beziehung zu den Opfern; verweigern jede Aussage; Bewährungsstrafe; mutmaßlicher Auftraggeber bleibt unbekannt; 10 Jahre ohne Vorkommnisse; 31. Oktober 2010: Tanzveranstaltung; kehrt um 02:40 Uhr heim; wird vor seiner Haustür von zwei Unbekannten überwältigt und niedergeschlagen; verliert Bewusstsein; schneiden dem Opfer den Zeigefinger ab; nehmen ihn mit; Motiv und Tat rätselhaft; Täter von damals haben wasserdichtes Alibi;
  • Zitate: "Was wollt ihr denn von uns?"
  • Belohnung: 10.000 €
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Max & „Babe“

Inhalt

  • Dienststelle: Polizei Stuttgart
  • Kommissar im Studio: Polizeihauptkommissar Joachim Zondler
  • Tattag: 05. März 2010
  • Details: Ehepaar betreibt seit fünf Jahren das Bistro "Sonnenstüble" in Stuttgart; Januar 2010: unscheinbarer Mann mit Hund taucht in dem Lokal auf; nennt sich "Max" und seinen Hund "Babe"; LKW-Fahrer; kommt regelmäßig vorbei; mehrfach in der Woche, an manchen Tagen sogar zweimal; die Wirtsleute schätzen den neuen Stammgast; verhält sich stets ruhig und unauffällig; wird auf einer Geburtstagsfeier gegen seinen Willen fotografiert; bietet dem Wirt liegengelassene Lebensmittelkisten zu sehr geringen Preisen an; Trick um endgültig das Vertrauen der Wirtsleute zu gewinnen; bietet dem Ehepaar Kaffeemaschine im Wert von 3.600€ für 1.000€ an; garantiert Lieferschein und Rechnung; ebenso Angebot eines Fernsehers im Wert von 2.000€ statt 600€; Ehepaar fragt bei ihrer Versicherung nach und erfährt, dass der Verkauf preisgünstiger Versicherungsware nichts ungewöhnliches ist; bestellen fünf Fernseher und zwei Kaffeemaschinen; Abholpreis von 3.900€; "Max" täuscht vor, sich bei der Spedition auszukennen; muss sich vorher mit den Örtlichkeiten und den Abläufen in der Firma vertraut gemacht haben; lässt 30 Minuten verstreichen; legt Lieferschein und Rechnung vor; muss sich auf irgendeinem Weg den Briefkopf der Spedition besorgt haben; verschwindet mit den 3.900€; hat auf diese Weise bereits mehrere Wirte betrogen; im ganzen Bundesgebiet unterwegs; Foto des Verdächtigen;
  • Zitate: "Trau! Schau! Wem?"
  • Musik: Eros Ramazzotti - "Un'Emozione Per Sempre"
  • Belohnung: keine Angaben
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 03.08.2011 wird über die Festnahme des Betrügers berichtet und die Klärung des Falles verkündet.

Der entscheidende Tipp zur Festnahme des Trickbetrügers "Max" kam noch während der Sendung von einem XY-Zuschauer. Der XY-Zuschauer erkannte den Gesuchten über das gezeigte Foto und informierte umgehend die Polizei. Am 01. Juli 2011 klickten dann die Handschellen in Augsburg. Der Festgenommene ist 57 Jahre alt und war tatsächlich selber einmal LKW-Fahrer. Die Betrugsmasche hatte er wohl geklaut - 2002 wurde er angeblich genau mit diesem Trick selber reingelegt.

Presseberichte über den Prozess und das Urteil für den 57-Jährigen sind nicht auffindbar, der Prozess erhielt medial keine Aufmerksamkeit. Die Betrugsserie kann durch die Festnahme des 57-Jährigen und dessen Geständnis als geklärt angesehen werden, doch die Strafe, die dem 57-Jährigen für seine Taten auferlegt worden ist, bleibt unbekannt.

Juwelier-Überfälle in der Schweiz (Baby an Bord)

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo Zürich
  • Kommissar im Studio: Roland Künzli
  • 1. Tattag: 15. Mai 2010, gegen 09:20 Uhr
  • 2. Tattag: 09. März 2011, gegen 09:20 Uhr
  • 1. Tatort: Juwelier an der Bahnhofstraße, Zürich
  • 2. Tatort: Juwelier an der Schwertstraße, Schaffhausen
  • Details: Zürich: KFZ-Abteilung der kriminaltechnischen Untersuchung: Fahrzeuge werden auf Spuren untersucht; Audi RS6; war gestohlen gemeldet; wurde später von einer Streife am Straßenrand entdeckt; keine Aufbruchspuren; Aufkleber "Baby an Bord" vor Loch, welches gebohrt wurde um die Zentralverriegelung auszuschalten; zwei Tage später: Polizeistreife in Zürich fällt Porsche Cayenne auf; steht schon seit zwei Tagen in der Kurzzeit-Parkzone; gestohlen gemeldet; kriminaltechnische Untersuchung; ebenfalls geknackt durch aufgebohrtes Loch; verdeckt mit Sticker "Baby an Bord"; beide Fahrzeuge dienten als Fluchtfahrzeuge für einen Juwelierüberfall; Täterbande schon lange aktiv; hochprofessionell; schafft es innerhalb von wenigen Sekunden Beute in Millionenhöhe zu machen; einer der Täter gibt sich als Kunde aus; verschafft sich Zutritt; drei weitere Täter stürmen den Juwelier; alle maskiert und bewaffnet mit Schusswaffen und Brecheisen; Vitrinen werden aufgeschlagen; Zeugen bemerken Überfall und rufen Polizei; flüchten unerkannt; Überfall dauert nur 74 Sekunden; stellen den Audi nur 600m vom Tatort ab; flüchten für kurze Zeit weiter mit dem Porsche; reisen aus Ausland an;
  • Zitate: "Wie hoch war die Beute?" "Das darf man gar nicht sagen! Gigantisch..."
  • Besonderheiten: Porsche Cayenne im Studio
  • Belohnung: 38.000 CHF (ca. 29.000€)
  • Bewertung: **
  • Status: teilw. geklärt

Nachspiel

Der Raubüberfall auf den Zürcher Juwelier am 15. Mai 2010 gilt mit einer Beute von etwa 5,5 Millionen Franken (ca. 4,8 Millionen Euro) als einer der größten Juwelierraube Europas. Unzählige hochwertige Uhren und Schmuckstücke wurden binnen kürzester Zeit aus den Vitrinen entwendet, während das Personal mittels Maschinenpistolen unter Kontrolle gehalten wurde. Insgesamt fünf Männer sollen an dem Raubüberfall beteiligt gewesen sein. Vier der Männer stürmten den Juwelier, einer wartete im Fluchtfahrzeug, einem kurz zuvor gestohlenen Audi RS6, auf die Rückkehr der Bande. Das Vorgehen, welches insgesamt nur 74 Sekunden gedauert hat, erfolgte hoch professionell und wird der "Pink Panther"-Gruppierung, einem international weit verzweigtem Netzwerk von Juwelenräubern, zugeordnet.

Jeder der vier Täter, die den Juwelier stürmten, hatte eine spezifische Tätigkeit. Einer blockierte die Eingangstüre mit einem Schirm, ein anderer stellte einen Klappholzbock hin, um das Schließen des Rollladens zu verhindern. Wiederum ein anderer brach mit einem Geißfuß eine Holztüre auf, die zu den Auslagen im Schaufenster führt. Nach wenigen Sekunden erbeutete die Bande über hundert hochwertige und äußerst wertvolle Uhren und Schmuckstücke und flüchtete mithilfe des Audi RS6. Nach kurzer Fahrt stieg die Bande in einen bereitgestellten Porsche Cayenne um, welcher ebenfalls zwei Tage zuvor speziell für den Überfall gestohlen worden war. Auch in diesem Fahrzeug verweilen die Täter nicht lange, nach kurzer Fahrt wird der Porsche Cayenne ebenfalls in Zürich abgestellt. Von da an verliert sich zunächst die Spur der Täter.

Am 09. März 2011 wird ein Juwelier in Schaffhausen überfallen, die Täter erbeuten Uhren und Schmuckstücke im Wert von etwa 1,8 Millionen Franken (ca. 1,5 Millionen Euro). Auch hier agierten die Täter nach demselben Schema, der ganze Überfall war minutiös geplant und hochprofessionell. Im Fluchtfahrzeug, einem Porsche Cayenne, wartete ein anderer Täter auf die restliche Bande. Diesmal wurden über 200 Uhren und Schmuckstücke erbeutet, der Überfall dauerte etwa 90 Sekunden.

Bei diesem Überfall gelang es der Kapo jedoch die DNA von einem der Männer zu sichern. Der 36-jährige Serbe war polizeibekannt - Diebstähle, Raub, Urkundenfälschung und Einbrüche in Serbien, Deutschland und in der Schweiz. Der 36-Jährige wurde international zur Fahndung ausgeschrieben und konnte schließlich im Oktober 2011 auf seiner Hochzeitsreise in der Türkei festgenommen werden. Aufgrund des Vergleichs eines 3-D-Gesichtsmodells mit den Überwachungsbildern des Zürcher Überfalls konnte der Mann auch einwandfrei als Täter in Zürich identifiziert werden. Der 36-Jährige, ein studierter Ökonom, wurde im August 2013 in die Schweiz ausgeliefert. Im Juni 2015 begann der Prozess gegen den Serben, welcher vor Gericht schließlich auch erstmals die Beteiligung am Zürcher Juwelierüberfall gestand. Angaben zu seinen Mittätern oder der Beute machte der 36-Jährige nicht und erklärte dazu: "Wenn ich aus dem Gefängnis rauskomme, möchte ich weiterleben."

Am 15. Juni 2015 wurde der 36-Jährige vom Zürcher Bezirksgericht zu 6,5 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 8 Jahren gefordert und ging in Revision. Das Zürcher Obergericht verhandelte über den Fall und sah es als erwiesen an, dass der Täter nur beide Überfälle gestanden hatte, weil diese ihm ohnehin zweifelsfrei nachzuweisen gewesen wären. Die könne somit nicht als strafmildernd angewesen werden. 2016 verurteilte ihn das Zürcher Obergericht schließlich zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren.

Am 20. Februar 2016 wurde der Juwelier "Harry Hofmann" in Zürich von drei maskierten Männern überfallen und ausgeraubt. Den drei Tätern war es zunächst gelungen mit Beute in Millionenhöhe zu entkommen. Doch am 11. März 2016 stoppen Mitglieder des Grenzwachtkorps einen 37-jährigen Serben, als dieser gerade nach Österreich ausreisen wollte. Intensive kriminaltechnische Untersuchungen hatten auf seine Spur geführt. Der 37-Jährige soll zudem ebenfalls an dem Raubüberfall auf den Zürcher Juwelier vom 15. Mai 2010 beteiligt gewesen sein. Am 29. August 2018 wurde der gebürtige Serbe vom Bezirksgericht Zürich wegen des neunfachen bewaffneten Raubüberfalles zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Am 24. August 2017 konnte zudem ein 29-jähriger Serbe in Bosnien verhaftet werden, der ebenfalls am Raubüberfall auf den "Harry Hofmann"-Juwelier beteiligt gewesen sein soll. Mit den vorherigen Raubüberfallen hat der 29-Jährige aber wohl nichts zu tun. Der dritte Komplize und die Beute aus dem Raubüberfall vom 20. Februar 2016 sind bis dato verschwunden.

Raubüberfall auf Restpostenmarkt

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Rüsselsheim
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Steffen Gabriel
  • Tattag: 02. Juli 2010, gegen 08:00 Uhr
  • Tatort: Restpostenmarkt in der Rüsselsheimer Straße, Nauheim
  • Details: Nauheim bei Rüsselsheim; Tischler fährt an diesem Morgen zu einem Kunden; Tischler fallen drei schwarz gekleidete Männer entlang einer Straße auf; zwei Tage später: Tischler liest Zeitungsbericht über Raubüberfall auf Restpostenmarkt; erinnert sich an seine Beobachtung; benachrichtigt die Polizei; drei Männer waren ganz in schwarz gekleidet; albern rum; fielen dem Tischler schon morgens gegen 07:10 Uhr an einer Bushaltestelle der Linien L1/L6 auf; Täter überfallen Restpostenmarkt; überwältigen leitende Angestellte des Restpostenmarktes am Hintereingang; eigentlich hätte sie heute frei, doch der Chef bat sie, ihn an diesem Morgen zu vertreten; verschaffen sich so Zutritt; maskiert; bewaffnet mit Schreckschusspistolen und Schlagstock; bedrohen Opfer; gibt Tresor-Code schließlich preis; Kabelbinder; räumen den Tresor leer; Beute: mehrere 1.000€; lila-weiße Sporttasche; herzkranke Angestellte kann sich selbst befreien; sehr gutes Phantombild von einem der Täter;
  • Zitate: "Die Susi macht Diät"-"Und deswegen futterst du jetzt für zwei?"
  • Besonderheiten: Tattag wird nicht genannt
  • Belohnung: 4.000€
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Der Tattag des Raubüberfalles auf den Restpostenmarkt wird nicht explizit erwähnt, ebenso wenig wird die exakte Uhrzeit des Überfalls genannt. Ob dies eine Panne bei Aktenzeichen XY war oder einen ermittlungstaktischen Hintergrund hatte, ist unklar. Aus Zeitungsberichten und Presseinformationen konnte der Tattag und die entsprechende Uhrzeit des Überfalls entnommen werden - es handelt sich um den 02. Juli 2010. Der Überfall ereignete sich gegen 08:00 Uhr.

Am 20. November 2013 griff die damalige RTL-Sendung "Augenzeugen gesucht" den Fall auf und strahlte einen filmischen Fahndungsbeitrag zu diesem Raubüberfall aus. Die Ermittler der Kripo Rüsselsheim und die Staatsanwaltschaft Darmstadt erhofften sich durch die erneute filmische Darstellung des Falles Hinweise von Zeugen, die zur Aufklärung des Überfalls führen. Doch trotz der erneuten Präsentation des sehr guten Phantombildes von einem der drei Täter sowie der medialen Berichterstattung konnte der Fall bisher nicht aufgeklärt werden.

Messerattacke im Hotel (Nagelwaffe)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Köln
  • Kommissarin im Studio: Kriminalhauptkommissarin Dagmar Paraskewopoulos
  • Tattag: 17. November 2009, gegen 09:00 Uhr
  • Tatort: Hotel in Köln-Mülheim
  • Details: Geschädigte aus Belgien ist in einem kleinen Hotel in Köln-Mülheim Stammgast; in Köln geboren und aufgewachsen; vor etlichen Jahren hat sie einen Belgier geheiratet und ist zu ihm in die Gegend um Brügge gezogen; mehrmals im Jahr zieht es sie nach Köln zurück; besucht Verwandte und Freunde; übernahctet meist in dem Hotel in Mülheim; legt Wert auf Unabhängigkeit; ihr Mann begleitet sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr; reist am 15. November 2009 in Köln ein; kauft am Tag nach ihrer Ankunft groß ein; neues Nagelstudio; künstliche Fingernägel; ein Mann, der unter dem Namen "Achim Reich" in dem Hotel eincheckt, kennt sich offenbar aus; niemand im Hotel kennt ihn jedoch; Hotelbar; Opfer erzählt dem Personal von ihrem im Zimmer aufbewahrten Geld; mehrere 1.000€; 17. November: zwischen 08:00 - 09:00 Uhr frühstückt der Unbekannte; verlässt immer wieder den Frühstücksraum und begibt sich zu den Zimmern; Opfer will auschecken und nach Hause fahren; schleicht sich ins Zimmer und würgt das Opfer, als er ertappt wird; Todeskampf; Messer; Opfer zerkratzt dem Täter das Gesicht; lässt Brille zurück; flüchtet in S-Bahn; Phantombild; 50-60 Jahre alt und korpulent;
  • Zitate: "Nun, wir präsentieren Ihnen hier eine Waffenschmiede der ganz besonderen Art. Wir haben hier ein kleines Nagelstudio eingerichtet."
  • Besonderheiten: Nageldesignerin macht einer Frau im Studio die Nägel, während sie von Rudi Cerne zur Widerstandsfähigkeit der künstlichen Nägel befragt wird
  • Belohnung: keine Angaben
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Juwelierräuber Nordhorn (Stumme Juwelenräuber)

Inhalt

  • Dienststelle: Polizei Lingen
  • Kommissar im Studio: Achim van Remmerden
  • 1. Tattag: 15. Oktober 2010, gegen 16:30 Uhr
  • 2. Tattag: 28. Januar 2011, um 17:24 Uhr
  • 1. Tatort: Juwelier in der Bentheimer Straße in Nordhorn
  • 2. Tatort: Juwelier in der Lange Herzogstraße in Wolfenbüttel
  • Details: Nordhorn in Niedersachsen; in der Stadt mit 50.000 Einwohnern gibt es ein großes Juweliergeschäft, welches bekannt ist für seine breite Produktpallette; vom günstigen Silberring bis zu Luxusuhren im Wert von mehreren 10.000€; die besonders wertvollen Schmuckstücke sind durch ein Gitter geschützt; die meiste Zeit bleibt es geschlossen; zwei fremde Männer fallen Zeugen vor dem Juwelier auf; angrenzend zum Verkaufsraum gibt es eine eigene Werkstatt, in der Uhrmacher und Goldschmiede arbeiten; Tat läuft ohne Worte und ungewöhnlich ruhig ab; Täter geben keinen Laut von sich; bewaffnet und mit dunklen Sturmhauben maskiert; nicht alle Angestellten bemerken den Überfall; Handwerker wird zum wichtigsten Zeugen; macht Feierabend; einer der Goldschmiede blickt in den Lauf der Waffe; kann mit Kollegin fliehen; Handwerker bemerkt Überfall; ruft Polizei; Zeugen verfolgen die beiden Täter; Täter flüchten mit Fahrrädern; Handwerker erleidet Trauma durch Blick in Lauf der Waffe; Phantombild; Überwachungskamera; lassen dreibeinigen Unterstellbock zurück; Ortskenntnisse; möglicherweise überfiel dieselbe Bande weitere Filiale der Juwelierfamilie in Wolfenbüttel;
  • Zitate: "Der wollte mich erschiessen!"
  • Belohnung: 7.500€
  • Bewertung: **
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: LKA München - Betrüger auf der Flucht: 51-jähriger Hans-Peter C.; diverse Alias-Namen; Betrug im ganz großen Stil; er soll unter anderem Anteile an Solaranlagen verkauft haben, die nie existiert haben; insgesamt soll der 51-Jährige sein Opfer um über 1.000.000€ betrogen haben; lebte zuletzt in Bayreuth; dort war er Inhaber mehrerer Firmen; im Mai 2010 muss er vor wütenden Geschäftspartnern fliehen; wird in Österreich festgenommen; kann jedoch aus der U-Haft entfliehen; seitdem untergetaucht;

Geklärt: Nachdem Hans-Peter C. durch einen Krankenhausaufenthalt in Salzburg Anfang August 2010 aus der U-Haft entfliehen konnte, blieb er spurlos verschwunden. Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts hefteten sich jedoch an seine Fersen und kamen dem Gesuchten so Schritt für Schritt näher. Am 04. Juli 2012 geriet der nun 53-Jährige mit seinem VW Golf in eine Polizeikontrolle der Fürther Zivilpolizisten. Als diese aus ihrem Wagen stiegen, um den Fahrer des VW Golf zu kontrollieren, beschleunigte Hans-Peter C. und rammte mehrere Dienstwagen. Drei Zivilpolizisten wurden dabei verletzt.

Am 10. Juli 2012 konnte der Gesuchte schließlich auf einem Parkplatz bei Burglengenfeld in der Oberpfalz festgenommen werden. Da der Zugriff für den 52-Jährigen derart überraschend kam, konnte dieser keinen Widerstand mehr leisten. Hans-Peter C. befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt, ihm wird achtfacher Betrug jeweils im besonders schweren Fall zur Last gelegt.


  • SF 2: Kripo Ingolstadt - Ehepaar vermisst: Ehepaar Petra und Werner F. aus Wellheim im Landkreis Eichstätt seit Anfang März spurlos verschwunden; 44-jährige Petra F. ist Konditorin; 45-jähriger Werner F. ist Industrieelektroniker; beide gelten als sehr zuverlässig; werden am 02. März ein letztes Mal gesehen; es fehlt jede Spur; Kripo kann Verbrechen nicht mehr ausschließen; alle Ausweispapiere zurückgelassen; keine Kontobewegung; Nachbar will in der Nacht gegen 03:00 Uhr den Motor des Wohnmobils gehört haben; Toyota Landcruiser mit Wohnmobil-Aufbau;

Geklärt: Das Schicksal der Vermissten ist geklärt. Am 11. Mai 2011 hatten Mitarbeiter des Energielieferanten E.ON den Toyota Landcruiser bei einer Echolotpeilung, bei der das Profil des Grunds kontrolliert wird, in rund sieben Metern Tiefe an einer Donau-Staustufe bei Bertoldsheim, einem Ortsteil des Marktes Rennertshofen, entdeckt. Der Fundort befindet sich ca. 15km von Wellheim entfernt.

Nachdem der Wagen, welcher sich 35m vom Ufer entfernt befand, am darauffolgenden Tag mittels eines Spezialkrans geborgen wurde, brachte eine kriminalpolizeiliche Untersuchung Gewissheit, dass es sich um den Wagen des vermissten Ehepaares handelte. Im Wagen selber konnte eine männliche und eine weibliche Leiche geborgen werden.

Eine Obduktion bestätigte die Identitäten der Leichen - es waren Petra und Werner F. Die 44-jährige Petra F. wies zudem mehrere tödliche Stich- und Schnittwunden auf und war bereits vor dem Abtauchen des Wagens in der Donau-Staustufe tot. Die Leiche der 44-Jährigen lag hinten in der Wohnkabine, in der die Kripo auch mehrere Messer sichern konnte.

Der 45-jährige Industrieelektroniker Werner F. saß beim Fund des Wagens immer noch hinter dem Steuer, die Seitenscheibe des Wohnmobils war ein Stück weit geöffnet. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich um einen erweiterten Suizid gehandelt hat. Werner F. tötete seine Frau mit mehreren Messerstichen und beging anschließend Selbstmord, indem er den Toyota Landcruiser in der Donau-Staustufe versenkt hatte. Der 45-Jährige muss die letzten Meter Vollgas gegeben haben und mit dem rund drei Tonnen schweren Wohnmobil über die Treppe bzw. die Schleusenmauer gerast sein.

Ein Abschiedsbrief wurde nicht hinterlassen. Als Motiv für das Ehedrama gelten Beziehungsprobleme des kinderlosen Paares. Petra F. stand demnach kurz bevor, ihren Ehemann zu verlassen und aus dem gemeinsamen Haus auszuziehen.

Die Bekanntgabe der Klärung des Falles erfolgt in der Sendung vom 15.06.2011.

XY-Update:

  • kein XY-Update in dieser Sendung

XY Gelöst:

  • keine gelösten Fälle in dieser Sendung.

Erste Ergebnisse

Dicht auf den Fersen

- Klicken bald die Handschellen bei Betrüger "Max"?


Ein Trickbetrüger auf Tour – aber nicht mehr lange, wie es scheint. Nach der jüngsten Ausgabe der ZDF-Fahndungssendung Aktenzeichen XY… ungelöst“ ist bald Endstation – da ist sich die Stuttgarter Polizei sicher. Auf „Max“, der mit dem klassischen „Durchhaus-Trick“ Gastwirte hereingelegt haben soll, gingen zahlreiche, sehr konkrete Hinweise ein. Kein Wunder: Eines seiner Opfer hatte ein Erinnerungsfoto von ihm und seinem Hund „Babe“ gemacht – gestochen scharf, das ideale Fahndungsbild.

Unter anderem will ein Angehöriger einer prominenten Künstlerfamilie den Mann, der sich bei seinen Opfern als „Fernfahrer Max“ vorstellte, erkannt haben: Er sei der ehemalige Fahrer der Familie. Bundesweit, so ergibt sich aus weiteren Hinweisen, scheint „Max“ mit seiner Masche aktiv zu sein. Mit der Beute bestreitet er offenbar seinen Lebensunterhalt.


Mit noch mehr Arbeit muss ab heute Abend wohl die Kripo in Ingolstadt rechnen. Kriminalhauptkommissar Michael Bachhofer berichtet von einer Vielzahl von Hinweisen. Der Kripobeamte war mit einem Vermisstenfall aus Wellheim bei Eichstätt in die Sendung gekommen. Seit sechs Wochen fehlt dort von dem Ehepaar Petra und Werner F. jede Spur.

Am 2. März wurden die 44-jährige Konditorin und ihr 45 Jahre alter Ehemann das letzte Mal gesehen. Alle Hoffnungen setzt die Polizei auf das auffällige Fahrzeug der Vermissten. Mehrere Zuschauer wollen sowohl das Ehepaar als auch den zum Wohnmobil umgebauten Landcruiser in den vergangenen Wochen gesehen haben.


Ein weiteres Fahrzeug sorgte im Nachgang zur Sendung für Wirbel. Ein Porsche Cayenne mit einem Aufkleber an der hinteren Tür der Fahrerseite löste kurz nach der Sendung in Frankfurt eine Ringfahndung aus. Anlass: ein entsprechender Zuschauerhinweis. Hintergrund: Die Kantonspolizei Zürich suchte in XY vier Räuber, die am 15. Mai 2010 ein Juweliergeschäft in Zürich überfallen hatten. Ihre beiden Fluchtfahrzeuge – darunter ein Porsche Cayenne – waren mit jeweils einem Loch in der Tür versehen, auf das zur Tarnung ein Aufkleber prangte. Die Löcher waren beim Knacken der Fahrzeuge entstanden.

(Quelle: ZDF)

Bemerkungen

  • Normale Studiodeko wieder eingesetzt.
  • Rudi klebt vor FF 3 einen Aufkleber ans Auto.
  • Aufgebautes Nagelstudio vor FF 5.

Vorherige reguläre Sendung: Sendung vom 16.03.2011

Zur 1. Sondersendung der Reihe Wo ist mein Kind?: Sendung vom 30.03.2011

Nächste Sendung: Sendung vom 11.05.2011

zurück zur Sendungsübersicht