Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 10.02.1989

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Waffen- und Munitionsdiebstahl und bewaffnete Überfälle auf Soldaten der Bundeswehr

Arbeitstitel: „Yorck-Kaserne“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Detmold
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Udo Golabeck
  • Tatzeitraum: insgesamt vier Anschläge auf die Bundeswehr zwischen Dezember 1986 und Mai 1988, immer in einer Nacht zum Sonntag
  • Tatort: Augustdorf (nahe Detmold), Senne (nahe Gütersloh) und Stadtoldendorf (nahe Holzminden)
  • Tatverdächtig: (unbekannt)
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: (Die vierte Tat wird im Film als erste abgehandelt.)

Zwei unbekannte Männer verüben mehrere Anschläge auf die Bundeswehr sowie NATO-Streitkräfte. Sie stehlen Waffen, Munition und Ausrüstung und begehen schließlich mit diesen Waffen mehrere Überfälle auf diese Einrichtungen. Durch glückliche Umstände gab es bis dato keine Verletzten. 1. Tat: Nacht zum Sonntag, den 21. Dezember 1986, Rommel-Kaserne Augustdorf. Zwei Männer schneiden ein Loch in den Zaun und entwenden zwei Kisten Munition aus einem Bunker. 2. Tat: Nacht zum Sonntag, den 05. August 1987, NATO-Truppenübungsplatz Senne. Eine Maschinenpistole vom Typ Uzi und diverse Ausrüstung wird aus einem Biwak-Camp gestohlen. 3. Tat: Nacht zum Sonntag, den 19. April 1988, Rommel-Kaserne Augustdorf. Zwei Männer verüben einen bewaffneten Feuerüberfall auf zwei Wachsoldaten. Die Soldaten schießen zurück und können die Täter damit in die Flucht schlagen. 4. Tat: Nacht zum Sonntag, den 15. Mai 1988, kurz vor 3 Uhr morgens, Yorck-Kaserne Stadtoldendorf. Zwei Männer überwältigen einen Wachposten, entreißen ihm sein Gewehr, schießen kurz darauf auf ihn und einen Kameraden und entkommen in der Dunkelheit. Am Tag zuvor waren genau an dieser Stelle zwei maskierte Männer beim Ausspähen der Örtlichkeiten beobachtet worden, woraus sich eine vage Personenbeschreibung ergibt. Außerdem wird nach den entwendeten Waffen sowie einem schweren, dunkelroten Motorrad mit zwei seitlichen Packtaschen gefahndet.

  • Zitate: „Diese Meldung vom Kontrollpunkt drei erweist sich wenige Sekunden später als überholt.“
  • Bewertung:
  • Besonderheiten: Ede fühlt sich an den Soldatenmord von Lebach aus der Sendung vom 11.04.1969 erinnert – ganz zu recht, wie sich später im Zuge der Ermittlungen herausstellt.
  • Status: geklärt

Nachspiel

Der Fall konnte einige Zeit später im Zusammenhang mit einem anderen Verbrechen geklärt werden. So führten die Ermittlungen zu einem Doppelmord an zwei Polizeibeamten aus Holzminden am 12. Oktober 1991 zu drei Brüdern, in deren Besitz sich die Waffen aus den hier behandelten Fällen befanden.

Über die Klärung wird in der Sendung vom 08.11.1991 berichtet. Weitere Informationen bei Wikipedia

Blitzeinbrüche in Pelzladen

Arbeitstitel: „Doppel-Pelz“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bad Segeberg
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissarin Helge Marquardt
  • Tattag: 9. Juni 1988
  • Tatort: Pelzhaus in Sievershütten
  • Details: Drei unbekannte Täter räumen auf die gleiche Weise zweimal hintereinander ein Pelzgeschäft in Sievershütten aus, einer kleinen Ortschaft rund 20 Kilometer von Bad Segeberg entfernt.
    • 1. Tat: Nacht zum 10. Juni 1988, ca. 3.45 Uhr
    • 2. Tat: Nacht zum 19. August 1988, ca. 4.25 Uhr

Das Ladengeschäft liegt im Erdgeschoss, der Geschäftsführer wohnt direkt über dem Laden im ersten Stock. Das Geschäft, in dem sich Pelze im Wert von mehreren Millionen Mark befinden, ist an sich durch eine umfassende Alarmanlage sehr gut gesichert. Die Täter reisen jeweils mit einer einige Tage zuvor gestohlenen Limousine der Marke BMW an. Auf ihrem Weg zum Tatort entwenden Sie zweimal den gleichen, einachsigen Pkw-Anhänger mit Kofferaufbau und obenliegenden Klappdeckel von einem Hof am Ortseingang sowie in einiger Entfernung einen Traktor mit Frontlader von einem landwirtschaftlichen Anwesen. Mit dem Traktor fahren sie jeweils frontal in das Schaufenster und zertrümmern es damit. Dann setzen sie den Traktor wieder zurück und fahren anschließend mit dem Hängergespann direkt vor das Ladengeschäft. Danach stürmen die Täter in das Ladenlokal und plündern einige ausgewählte Regale mit besonders wertvollen Pelzen im hinteren Bereich des Ausstellungsraums. Die Beute verstauen sie in dem mitgebrachten Anhänger und fahren anschließend davon. Auf diese Weise werden Pelze im Gesamtwert von annähernd einer Million Mark entwendet. Der Geschäftsführer, der mit seiner Familie direkt über dem Ladenlokal im ersten Stock wohnt, wird jeweils von dem Einschlag der Scheibe und der Alarmanlage aus dem Schlaf gerissen. Doch er kann jeweils nur vom Balkon aus zusehen, wie die Täter die Beute im Anhänger verstauen und davonfahren. Die Polizei nimmt an, daß die Täter auf Bestellung gearbeitet haben.

  • Bewertung:
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubüberfall auf Familie R.

Arbeitstitel: „Freitagskrimi“

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Buchholz in der Nordheide
  • Beamter im Studio: Kriminaloberkommissar Karl-Heinz Langner
  • Tattag: Freitag, 11. März 1988, kurz nach 20.15 Uhr
  • Tatort: Hittfeld (Gemeinde Seevetal, Kreis Harburg)
  • Belohnung: 20.000 DM
  • Details:Im August 1985 wird in Hittfeld am Nordrand der Lüneburger Heide in die Villa eines Industriemanagers eingebrochen, während die Familie im Urlaub ist. Die Täter setzen die Alarmanlage außer Betrieb und entwenden Porzellan, Silber, Gemälde und Teppiche. Am Tresor im Keller scheitern die Einbrecher aber. Wohl aus diesem Grund kommt es an jenem Freitag, dem 11. März 1988 in jener Villa zu einen weiteren Verbrechen. Zwei maskierte Männer überwältigen und fesseln zuerst in der Garageneinfahrt Frau R. und die ältere der beiden Töchter, im Haus schließlich auch Herrn R., der vor dem Fernseher sitzt und die jüngere Tochter, die von Geräuschen alarmiert nach unten kommt. Die Täter bugsieren ihre Opfer in die Kellerbar und verlangen nach den Schlüsseln für den Panzerschrank. Als Herr R. sich zunächst weigert, Schlüssel und Zahlenkombination herauszugeben, mißhandeln sie ihn mit Schlägen und seine ältere Tochter mit Säure. Als es dann durch Ungeschicklichkeiten von Tätern und Opfer zunächst zweimal nicht gelingt, den Tresor zu öffnen, schlagen die unbekannten Männer weiter äußerst brutal auf Herrn R. ein und drohen mit der Anwendung der Schußwaffe. Den Täter entwenden schließlich Schmuck, Bargeld und Münzen im Wert von rund 500.000 DM und suchen das Weite. Die Opfer können sich nach sehr kurzer Zeit selbst befreien und die Polizei alarmieren.
  • Zitate: „Auf die Gelegenheit warten wir schon lange. Anders kommen wir ja nicht rein bei Euch.“
  • Musik: "Thriller" (1982) von Michael Jackson
  • Schauspieler: Stephanie Kellner als die jüngere Tochter Ursula R.
  • Bewertung:
  • Besonderheiten:
    • Einige Jahre zuvor konnte eine ähnlich gelagerte Straftat geklärt werden, weil sich eine Mitwisserin durch die in XY dargestellte Brutalität der Täter dazu veranlaßt sah, die Polizei zu verständigen. Ede hofft, in diesem Fall auf die gleiche Weise ans Ziel zu kommen.
    • Herr R. schaut sich im Fernsehen den ZDF-Freitagskrimi an. Es handelt sich um die Erstausstrahlung der Folge 57 „Wer Gewalt sät …“ aus der Serie „Ein Fall für zwei“.
  • Status: laut Netakte geklärt (Quellen?)

Nachspiel

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien – Fahndung nach Peter L. wegen sexuellem Mißbrauch an einem zwölfjährigen Mädchen im Bereich Wörgl (Tirol).

Geklärt: Der Gesuchte wurde zwei Tage nach der Sendung in München erkannt und festgenommen. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • Außerdem: Bitte um Hinweise zu einem Kleidungsstück der ermordeten Christina B. aus Wien-Favoriten. Dieser Fall wird einige Zeit später in der Sendung vom 08.09.1989 („Die Bestie von Favoriten“) näher behandelt. Siehe auch: 'Favoritner Mädchenmorde' Wikipedia
  • SF 2: Schweiz – Fahndung nach Helmut F., verurteilt wegen Rauschgift- und Vermögensdelikten. Der Gesuchte wurde während einer Gerichtsverhandlung in Zürich im Dezember 1988 von mehreren Komplizen befreit.
  • SF 3: Kripo Frankfurt – Fahndung nach Friedrich W., Mitglied einer rund 40-köpfigen Gruppe aus dem Bereich des organisierten Verbrechens mit vielfältigen Aktivitäten. W. war dabei zuständig für die Beraubung von Postsendungen, die Bankdokumente enthielten.
  • SF 4: Kripo Weiden (Oberpfalz) – Fahndung nach Theodor H., verurteilt wegen fortgesetzem Betrugs und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit dem Konkurs seiner Baufirma. Er floh vor Strafantritt und setzte sich in die Schweiz ab.
  • SF 5: Kripo Mainz – Fahndung nach Jiri P., gesucht wegen räuberischem Diebstahls, Körperverletzung und Hehlerei. Seit 1985 als Autoschieber in einer ca. 100-köpfigen Bande aktiv, die hochwertige Fahrzeuge stahl oder unterschlug und anschließend ins Ausland verschob.
  • SF 6: Kripo Mülheim/Ruhr – Fahndung nach unbekanntem Bankräuber, der am 28. Dezember 1988 eine Sparkassenfiliale in Mülheim überfiel und dabei von der automatischen Kamera fotografiert wurde. Dazu ein Hinweis auf den Fluchtwagen, einen roten VW Polo.

Update: Die Täter konnten als Tomislav M. und Antun L. identifiziert werden. Nach ihnen wird schließlich – auch im Zusammenhang mit weiteren Überfällen – von der Kripo Köln in der Sendung vom 07.04.1989 gefahndet.

  • Außerdem: Kantonspolizei Luzern – Fahndung nach Ismajl B., dringend verdächtig des Drogenhandels in großem Stil und aus der Untersuchungshaft geflohen.
  • SF 7: Kripo Darmstadt – Fahndung nach Günter M., der dringend verdächtig ist, am 24.01.1989 in Griesheim einen Taxifahrer durch Kopfschuß getötet zu haben.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Friedberg (Hessen) festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 8: Kripo Würzburg – Im August 1987 wurde bei einem Hehler Schmuck im Wert von mehreren Millionen Mark sichergestellt, dessen rechtmäßige Eigentümer unbekannt sind. Vier Schmuckstücke werden gezeigt; dazu folgt ein Hinweis auf Abbildungen im Bundeskriminalblatt.
  • Warnung: Angehörige künstlerischer Berufe, darunter XY-Regisseur Kurt Grimm, erhalten „von einem italienischen Institut mit pompösem Namen“ ein Schreiben, dass sie zum „PROFESSOR HONORIS CAUSA DER HUMANISTISCHEN DISZIPLINEN“ ernannt worden seien. Für die Auslieferung der Urkunde sind 320 DM fällig. Ede empfiehlt, den Brief wegzuwerfen.

XY gelöst – der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen

  • SF 2 der Sendung vom 13.01.1989: Die Kantonspolizei Zürich hat zu dem spektakuläreren Raubüberfall auf einen Gepäckwagen eines Intercity Zuges zwar noch kein konkretes Ergebnis aber „immerhin eine Reihe von interessanten Erkenntnissen“ (Konrad) bekommen. Die meisten Hinweise gab es zu dem jetzt erneut gezeigten Phantombild. Wer erkennt den Komplizen?
  • SF 2 der Sendung vom 02.12.1988: Interpol Wien bekam zur Suche nach unbekannten Einbrechern und Schmuckräubern einen konkreten Hinweis zu dem gezeigten Mercedes-Transporter, mit dem die Täter ihre Beute in Höhe von 1.800.000 Schilling nach Beobachtungen einiger Zeugen abtransportiert haben sollen. Es stellte aber heraus, dass es sich doch nicht um das Täterfahrzeug handelte und die Suche nach ihm geht weiter.

XY Gelöst

  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der Darlehensbetrüger Bodo R., gesucht von der Kripo Hamburg, konnte in Braunfels bei Wetzlar festgenommen werden. Dort war er bei einem Steuerberater schon zum zweiten Mal mit seiner Masche aufgetreten und seine potenziellen Opfer erinnerten sich an sein Fahndungsfoto aus XY.
  • FF 2 der Sendung vom 02.12.1988: Ein Taxifahrer aus Augsburg erinnerte sich bei einem Fahrgast an ein Phantombild, das einen unbekannten Scheckbetrüger aus dem Raum Esslingen zeigte. Der Hinweis erwies sich zwar als falsch, doch auch gegen jenen Fahrgast lag ein Haftbefehl vor – ebenfalls wegen Scheckbetrugs.
  • SF 6 der Sendung vom 07.10.1988: Der Einbrecher und Hehler Vasile Ch., nach dem für die Kripo Traunstein gefahndet wurde, war Ende Januar, also fast vier Monate nach der Fernsehfahndung, von einem Zuschauer in einem Hotel in Stuttgart erkannt und daraufhin von der Polizei festgenommen worden. Er hatte Waffen sowie falsche Papiere, Schmuck und Bargeld bei sich. - Im Rückblick der Sendung vom 08.09.1989 kommt Ede noch einmal auf diesen Fall zu Sprechen und erwähnt, dass die Polizei nach der Festnahme eines „hochkarätigen Einbrechers“ auf die Spur einer Bande von Fälschern und Menschenschmugglern gestoßen ist. Den Namen nennt er nicht aber man sieht ihn auf dem eingeblendeten Zeitungsausschnitt unbekannter Herkunft.

Bemerkungen

  • Dies ist die 200. Sendung für die Schweiz.
  • Peter Nidetzky berichtet, daß die österreichische Kommission zur Wahrung des Rundfunkgesetzes die Beschwerde von Udo P. und Hans-Peter D. gegen die Sendung vom 09.09.1988 abgewiesen habe. Die dortige Berichterstattung zum 'Fall Lucona' sei für die Öffentlichkeit „von besonderem Interesse“.
  • Der Gesuchte aus SF1 ist auf dem Foto wegen seiner großen, dunklen Brille kaum zu erkennen.
  • FF 2 ist die letzte Sprecherrolle für Wolfgang Grönebaum.

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