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Sendung vom 08.07.1983

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Karin G. und Brigitte M. (Appenzeller Radtourmord)

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo St. Gallen
  • Kommissar im Studio: Oberleutnant Benziger
  • Beginn der Radtour: 29. Juli 1982
  • Details: Radtour zu zweit; Oma besuchen; Appenzeller Land; Zithermusik; Schöpflöffel; Jugendherberge; Wäsche im Fluß waschen; dicke Oberschenkel; Abzweigung verpassen; auf Schilder starren an Kreuzung; Fahrräder am Straßenrand, Mädels verschwunden; grauenhafte Entdeckung im Wald; alter Damenstützstrumpf wahrscheinlich als Mordwaffe
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 25.000 CHF
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Vor 20 Jahren geschah der Doppelmord an den beiden Mädchen Brigitte M. und Karin G. (31.07.2002 Bruno Schildknecht)

Heute Mittwoch sind es 20 Jahre her, dass die damals 17-jährige Brigitte M. und die 15-jährige Karin G. aus Goldach zwischen Eggerstanden und Kobelwies vermisst und Wochen später ermordet aufgefunden wurden. Die Täterschaft ist bis heute nicht gefaßt.

Mitte der Woche nach dem ominösen Verschwinden der beiden Mädchen wurde der Fall im Rheintal publik. Nachdem die Polizei nach einer Vermißtmeldungsanzeige keine Spur der beiden Mädchen ausmachen konnte, gelangte sie an die Öffentlichkeit. Brigitte und Karin waren auf einer Velotour unterwegs und übernachteten vom 30. auf den 31. Juli in der Jugendherberge Schwende bei Weissbad. Am Samstagmorgen des 31. Juli versprachen sie ihren Eltern telefonisch, gegen Abend zuhause einzutreffen. Von da an verlor sich ihre Spur.

Grundsätzlich ging die Polizei von einem Unfall aus, als die Fahrräder der beiden Mädchen geordnet abgestellt gefunden wurden, «zumal das Gelände im Bereich der Kristallhöhle Felsbänder aufweist, wo ein Absturz durchaus möglich wäre», wie es in der damaligen Polizeimeldung hieß.

Weil auch eine Flugblatt-Aktion, bei welcher in allen Haushaltungen von Oberriet-Kobelwald auf die vermißten Mädchen aufmerksam gemacht wurde, keinen Erfolg brachte, wurde schließlich eine Großfahndung anberaumt, an welcher sich rund 50 Polizeibeamte beteiligten. Bei dieser Fahndung kamen auch Hunde zum Einsatz und ein spezielles Augenmerk wurde auf kriminalpolizeiliche Aspekte geworfen.

«Überhaupt keine einzige heiße Spur», meldete die Polizei jedoch eine Woche nach dem Verschwinden von Brigitte und Karin. «Die Mädchen wurden jedoch nicht vom Erdboden des Rheintals verschluckt», gab ein Polizeibeamter zu bedenken und forderte die Bevölkerung auf, weiterhin allfällige Wahrnehmungen und Beobachtungen sofort zu melden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schloß die Polizei zu diesem Zeitpunkt einen Unfall aus.

Eine weitere Suchaktion, wenige Tage später, wurde von den beiden Feuerwehren von Goldach und Oberriet gestartet. Zusammen mit der Kantonspolizei beteiligten sich rund 100 Feuerwehrleute an der Aktion. Mittlerweile wurde auch bekannt, daß die beiden Mädchen an jenem fraglichen Samstag eigentlich über den Stoß nach Altstätten und von dort nachhause fahren wollten. Erst ein Tip von Einheimischen bewog sie, über Eggerstanden und die Waldstraße zu fahren. Ein Hinweis für die Fahnder, daß Karin und Brigitte nicht mit jemandem verabredet waren.

Regierungsrat Florian Schlegel, der damalige Vorsteher des kantonalen Justiz- und Polizeidepartements, stellte fest, daß es sich bei dieser Suchaktion um die größte ihrer Art im Kanton St. Gallen handle. «Die Hypothese, die mir immer wahrscheinlicher erscheint, ist die, daß hier ein Verbrechen vorliegt», gab sich Schlegel keiner Illusion mehr hin. «Wir müssen also nach Leichen suchen.»

Neun Wochen nach ihrem Verschwinden wurden die beiden Mädchen schließlich ganz in der Nähe der Kristallhöhle gefunden, nur rund 800 Meter Luftlinie entfernt von jenem Punkt, an dem sie am 31. Juli zum letzten Mal gesehen worden waren. Am Samstagmorgen, 2. Oktober, wurde Brigitte M. unter einem schweren Stein entdeckt, nachdem ein Passant in der Nähe starke Verwesungsgerüche festgestellt hatte. Die Suche nach Karin G. erwies sich als schwierig, doch am Sonntagmorgen, 3. Oktober, wurde die ebenfalls bekleidete Leiche der 15-Jährigen unter verschiedenen kleineren Steinen geortet. Tatsache war, daß der Fundort der beiden Mädchen nur durch Klettern von oben oder von unten erreichbar war.

Die Schlüsse aus dem Fundort im unwegsamen Gelände waren relativ rasch gezogen: Daß es sich kaum um einen Einzeltäter gehandelt haben konnte, da sich der Transport der Mädchen respektive deren Leichen an diesen unwegsamen Ort kaum durch eine Einzelperson bewerkstelligen ließ. Und daß es sich bei der Täterschaft um ortskundige, um nicht zu sagen einheimische Personen gehandelt haben muß. Die Polizei verfolgte hunderte von Hinweisen, leider führte keiner zum Fahndungserfolg.
(Quelle des Artikels unbekannt; online nicht abrufbar)

In der Folgesendung wird auf den Fall eingegangen.

Allgemeines: Zwischen 1980 und 1989 wurden in acht Schweizerischen Kantonen elf Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren entführt, ein Zeitraum der von manchen als die 'dunklen Achtzigerjahre' bezeichnet wurde. Während sieben ermordet aufgefunden wurden, gelten vier bis heute als vermißt. Diese 4 Vermißtenfälle, sowie 4 weitere ungeklärte Kindermorde (darunter auch die von Brigitte M. und Karin G.) wurden 2007 von der Schweizerischen 'SOKO Rebecca' nochmals neu aufgerollt, im Verbund mit dem zeitgleichen Verschwinden der fünfjährigen Ylenia L. Siehe auch: '20 Minuten Onlineartikel vom 09.08.2007'

Im September 2007 wird die Leiche von Ylenia L. zwischen Oberbüren and Niederwil gefunden; der damalige Tatverdächtige Urs Hans von A. beging 15 Tage zuvor Selbstmord. Neben seiner Leiche wurden Gegenstände gefunden, die ebenfalls Ylenia angehörten. Siehe auch 'Der Fall Ylenia L.'.

Bei weiteren Recherchen zum Leben von Urs Hans von A. ergab sich, daß er bis zum Jahr 1990 in der Region St. Gallen ansässig war. Daraufhin gab es erste Vermutungen, daß er eventuell auch etwas mit dem Verschwinden und der Ermordung von Brigitte M. und Karin G. zu tun gehabt haben könnte. Was auch auffiel war, daß die Serie von vermißten bzw. ermordeten Kindern generell nach 1989 stoppte. In diesem Jahr nämlich wurde der Schweizer Werner F. verhaftet, der daraufhin 4 Kindermorde gestand; ein Jahr später wanderte Urs Hans von A. nach Spanien aus.

Sollte Urs Hans von A. etwas mit der Ermordung von Brigitte M. und Karin G. zu tun gehabt haben, wird es schwierig sein, dies jemals zu beweisen, da er die Wahrheit mit ins Grab genommen hat. Gegen die Verstrickung von Werner F. in die Morde von BM and KG spricht, daß das Profil der beiden Mädchen nicht dem von Werner F. entsprach; beinahe alle seine Opfer waren männlich und nicht älter als 10 Jahre alt.

Siehe auch:

Wikipedia-Artikel zu Werner F.

Hans von A. - Der Schattenmann'

Banküberfälle

Inhalt

  • Dienststelle: LKA München
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Litgens
  • Details: 17 Banken und Sparkassen überfallen. Beute rund eine ¾ Millionen DM. Lange Pausen zwischen den Taten. 2 Automechaniker als Zeugen. Schlapphut. Tschechische Pistole von 1946. Waffenhändler in Eggenfelden kann nicht helfen: Seine Bücher sind bei einem Brand vernichtet worden.
  • Bewertung: *
  • Belohnungen: zusammen 14.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Mord an Unbekanntem

Inhalt

  • Dienststelle: LKA Wiesbaden
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Jansch
  • Tatzeit: 14./15. Mai 1981
  • Details: Frankfurt am Main: Einbruch in Lagerhaus, Diktiergeräte; Wolfgang Komplize; Wasserleiche im Main in der Nähe des Westhafens, erdrosselt. Puppe soll Strömung feststellen. Einbruch zur selben Zeit wie Tötung des Opfers.; Fall kam auch schon als Studiofall in der Sendung vom 29.05.1981
  • Bewertung: **
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

XY-Vorbeugung

Kurzer Filmfall: Studentin überläßt auf Bitten ihres Kommilitonen einem Unbekannten ihr Zimmer. Daß es sich dabei um einen bewaffneten Terroristen handelt, wusste sie nicht. Auf diese Weise hätten sich verschiedene RAF-Mitglieder (Henning B., Inge V., Günter R., Ingrid J., Helmut P.) Unterkünfte besorgt. Ede mahnt zur Vorsicht.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Fahndung nach Udo K. (Versicherungsbetrug, Brandstiftung)
  • SF 2: LKA Wiesbaden - Terroristenfahndung der RAF (Henning B., Inge V., Günter R., Ingrid J. und Helmut P.)

Geklärt: Günter R. stellt sich im Oktober 83 in Paris der dt. Botschaft. Darüber wird in der Sendung vom 04.11.1983 berichtet.

  • SF 3: Kripo Heilbronn - Fahndung nach einem unbekannten Bankräuber (schwäbischer Dialekt, Lederjacke mit Besonderheiten)
  • SF 4: Sicherheitsbüro Wien - Mord an Herberth K. (Kontaktanzeige, Frauenkontakte). Wohnung wurde ausgeraubt, darunter eine Pistole und ein Revolver; Roter Fiat verschwunden; wird in Italien später gefunden; das berichtet Peter Nidetzky in der Folgesendung. In der Sendung vom 23.03.1984 wird berichtet, dass die Pistole kurz nach der Tat in einem Wiener Restaurant von einem Mann verkauft wurde; danach Personenfahndung mit Phantombild.

Geklärt: In der Sendung vom 30.11.1984 wird darüber berichtet. Ein Ehepaar aus Ägypten konnte in den U.S.A. festgenommen werden; sie gaben die Tat danach zu.

  • SF 5: Kripo München - Fahndung nach Jerzy R., Adam U., Riccardo F. (Juwelierüberfall in München, ziemlich brutal, ein Schwerverletzter durch Hiebe mit der Maschinenpistole)

(teilweise) Geklärt: Adam U. wird in Hamburg gefaßt. Flucht per Auto, Polizei schießt auf die Reifen, der Täter verletzt sich am Bein. Darüber wird in der Sendung vom 02.09.1983 berichtet. Ob die Beute jemals sichergestellt werden konnte blieb aber offen.

Besonders interessant: Der damalige Fahrer der Fluchtautos, Riccardo F., hat sich über die Jahre hinweg zu einem der größten Drogenhändler überhaupt hochgearbeitet. Im Jahre 2009 wurde ihm in den USA der Prozeß gemacht, nachdem ihm die Kriminalpolizei nachweisen konnte, daß er 1,8 Millionen Ecstacy Pillen an den Mann bringen wollte. Dabei kam es zu einer angeblichen 'Verständigung im Strafverfahren'. Siehe englischsprachigen Artikel 'BBC News - Time catches up with global gangster'

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 2 der vorherigen Sendung: In der Raubüberfallserie mit mehr als 700 Überfällen und einer Gesamtbeute von ca. 50. Mio DM, die von von einer SOKO der Kripo Münster bearbeitet wird, gab es über 100 Zuschauerhinweise. Und diese brachten die SOKO auch erheblich weiter. So konnte der rechtmäßige Eigentümer eines Kaschan-Tippichs gefunden werden. Er war in der Nähe von Oldenburg bei einem Einbruch gestohlen worden. Und bei einem anderen Einbruch in Diepholz vor 15 Jahren wurde Silberbesteck entwendet. Die rechtmäßigen Besitzer erkannten es in der XY-Sendung wieder und hatten nicht mehr damit gerechnet, es wieder zu bekommen. Sie hatten es, so Ede, „praktisch schon abgeschrieben“.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Hans G., von der Kripo Schweinfurt wegen Betrug an Asylbewerbern gesucht, denen er ein Jobversprechen in Australien gegen Vorauszahlung von ca. 240.000 DM gab, hat sich vor kurzem noch in Österreich, in Kärnten aufgehalten. Das berichtet Peter Nidetzky aus Wien. Die Zuschauerhinweise ergaben auch, das er noch immer mit einem grauen Opel Manta unterwegs ist. Inzwischen soll er sich in Berlin aufhalten.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Zumindest einer der von den Kripos in Bremen und München gesuchten zwei unbekannten Bankräubern konnte identifiziert und festgenommen werden. Im Fall Bremen wird der Bankräuber als Jan Dieter G. aus Berlin identifiziert und dort auch festgenommen. Er gesteht dabei einen weiteren Überfall in Berlin-Wilmersdorf.

XY Gelöst:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Im kurzfristig in die letzte Sendung hineingenommenen Mordfall für die Kapo Zürich - Mord am Österreicher Gerhard H. durch eine unbekannte Frau mit blutverschmierter Kleidung berichtet Ede, dass sich die mit einer Zeichnung gesuchte Frau in Wien selbst der Polizei gestellt hat. Das Opfer wollte die Frau vergewaltigen und sie gab an, sich in Notwehr mit einem Messer verteidigt zu haben.
  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Wuppertal unter dringendem Tatverdacht, eine Bank in Wuppertal überfallen zu haben gesuchte Ulrich S. konnte in in Spanien an der Costa Blanca festgenommen werden. Dort vermittelte er Ferienhäuser. Zahlreiche XY-Zuschauer und Spanien-Urlauber die Kontakt zu ihm hatten, erkannten ihn und verständigten die Polizei. Ebenfalls festgenommen wird seine Freundin, die auch in Deutschland mit Haftbefehl gesucht wurde.

SF 5 der Sendung vom 14.01.1983: In Italien wurde der von der Kripo Rüsselsheim gesuchte Heinrich W. festgenommen. Er nutzte einen Sozialurlaub zur Flucht und soll seitdem mehrere Wohnmobile unterschlagen haben. Bei seiner Festnahme mit gefälschtem Reisepass hatte er auch ein vermutlich unterschlagenes Mietauto dabei.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe)

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Karin G. und Brigitte M.; Ede`s Zitat "Das ging schneller als die Post" als das Telefon klingelt und Konrad dran ist; wenige Hinweise (vielleicht wegen der Reisezeit); Frau erkennt ihren Stützstrumpf, sie hat ihn damals wohl am Tatort verloren; kein Tatwerkzeug
  • FF 2: Banküberfälle; Hauptkommissar Litgens berichtet von ca. 80 Hinweisen im Studio und beim LKA München zum Phantombild und zur Tatwaffe. Eine Zuschauerin glaubt, den Käufer der Waffe zu kennen
  • FF 3: Zu dem unbekannten Toten und dem Einbruch in die Lagerhalle am Frankfurter Hafen berichtet Hauptkommissar Jansch von bisher ca. 20 Hinweisen im Aufnahmestudio und bei seinen Kollegen vom LKA Wiesbaden

Studiofälle:

  • SF 1: RAF-Terroristen; zwar eine Reihe von Hinweisen, aber man kann noch nicht sagen, ob sie was bringen. Auch von Konrad und Peter gab es noch Nachrichten auf die Terroristen.
  • SF 2: Unbekannter Bankräuber; paar Hinweise auf die Jacke, Hinweise werden überprüft.
  • SF 3: Udo K.; Hinweis hat sich als Sackgasse erwiesen
  • SF 4: Mord an Herbert K.; Auto wird gezeigt, wo steht es?; in der Nähe von Wien möglicherweise gesehen
  • SF 5: Drei Juwelenräuber; viele Hinweise, aber Irene kann noch nichts Konkretes sagen

Bemerkungen

  • Die Oma in Filmfall 1 hat ein Einsehen und serviert endlich mal was anderes als Suppe: Es könnte Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti gewesen sein! Nach Filmfall 1 wird ein Stützstrumpf in die Kamera gehalten. Vorbeuge-Film zum Thema Terrorismus vor Filmfall 2. In der Spätausgabe witzelt Ede vor dem Telefonat mit der Schweiz erst über die Geschwindigkeit der Post, und schiebt dann im Anschluß noch eine (eher halbherzige) Relativierung nach: „Ich wollte damit natürlich nicht sagen, daß die Post langsam ist!“

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