Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 04.05.1979

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Erpressung (Säure-Anschläge)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Düren
  • Beamter im Studio: Staatsanwalt Bücker
  • Details: Säure-Anschläge; Bau-Pleite = Konkurs; rüpelhafter Ton; 2 Söhne; viel Eis in Einkaufstüte; BMW mit Säure übergießen; nächtliche Terror-Anrufe; englischer Vermittler; Aufbruchversuch an Tür
  • Zitat: „Immer dasselbe Theater.“
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubüberfall auf Schmuckhändler (Raub in der Schmuckfabrik)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Pforzheim
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Fritz Riemensperger
  • Details: Schmuckfabrik; komplizierte Buchführung; Tiefgaragen-Klau; Kiosk-Komparsen
  • Zitate: (Dialog des später überfallenen Schmuckwarenfabrikanten-Ehepaars kurz vor dem Abendessen) „Du, die Zeichnungen die der Helmut da gemacht hat, die sind wirklich ganz prima.“ - „Isch au´ dein Sohn. Aber mei´ Esse isch au´ gut.“ - Hab´ich des je bezweifelt, Eva?“ - Des möcht´ i dir au net rate!“
  • Tattag: Samstag, 14. Oktober 1978
  • Bewertung: *
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Status: geklärt

Nachspiel

Die Verhaftung der Bande kann in mehreren Etappen in den folgenden Sendungen vermeldet werden. U.a. in der Sendung vom 13.07.1979. Aber auch ein Überfall aus der Sendung vom 07.09.1979 soll auf das Konto dieser Bande gehen. Die letzte Etappe wurde in der Sendung vom 09.11.1979 geklärt.

Mord an unbekannter Frau (Frauenleiche auf Schuttplatz)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Augsburg
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Fall
  • Details: Bahnhof Augsburg; angeblicher Tierarzt; angebliches Vorstellungsgespräch; ausziehen; verkohlte Leiche; Schuttplatz; transparenter Aufkleber
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 3.000 DM
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Auch wenn dieser Fall nicht wirklich geklärt ist, zeichnet sich für die Kripo Augsburg eine sehr wahrscheinliche Lösung ab. Wie die Augsburger Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 25. April 2008 schreibt, handelt es sich beim Mordopfer, das verkohlt auf einem Schuttplatz bei Burgadelzhausen (Ortsteil von Adelzhausen) gefunden wurde, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um eine damals 22-Jährige aus dem italienischen Turin, die seit Dezember 1978 als verschwunden gilt. Eine Überprüfung des Zahnschemas lässt diese Vermutung zu. Ebenso eine Rekonstruktion des Gesichts der Toten, die verblüffende Ähnlichkeit mit Fotos der Verschwundenen aufweist. Letzte Gewissheit würde eine DNA-Analyse ergeben, die auch heute, 30 Jahre später, noch möglich wäre, wenn die Mutter des Mordopfers (so es denn die Verschwundene tatsächlich ist) zustimmen würde. Doch die will bis heute nicht glauben, dass ihre Tochter tot ist und verweigert die Genehmigung. Tatverdächtig ist der damalige Freund der 22-Jährigen. Der gibt zu, im Dezember 1978 mit seiner Freundin mit dem Auto nach Augsburg gefahren zu sein, um dort seinen Onkel zu besuchen. Danach habe man sich getrennt. Er sei in die Schweiz weitergereist, die 22-Jährige habe nach Holland fahren wollen. Warum seine Freundin verschwunden sei, wisse er nicht. Zum Mord und dem Leichenfund selbst schreibt die Augsburger Allgemeine folgenden Ablauf: Der Mörder hatte die Leiche in ein weißes Bettlaken gewickelt, mit Draht zu einem etwa ein Meter großen Paket geschnürt, dann in der Nacht zum 5. Januar 1979 mit Benzin übergossen und angezündet. Am Nachmittag des 10. Januar will Albert A. (Name geändert) aus dem 800 Einwohner zählenden Ort Burgadelzhausen eine Ladung Schutt in der Kiesgrube nahe der Autobahn München-Stuttgart abladen. Plötzlich fährt ihm der Schreck in die Glieder. Vor ihm liegt ein verkohlter Haufen, in dem ein menschlicher Körper zu erkennen ist. Der Zeuge alarmiert die Polizei. Später melden sich weitere Zeugen. Sie haben fünf Tage zuvor gegen 5 Uhr auf dem Weg zur Arbeit in der Kiesgrube einen Feuerschein gesehen. Aus den verbrannten Resten rekonstruiert die Kripo dann in mühevoller Kleinarbeit die Kleidung des Opfers und modelliert die Gesichtszüge der jungen Frau. Erst mit Hilfe von Interpol kommt man auf die vermisste Turinerin.

Youtube-User: Kleiner Nachtrag: Die beiden mit dem Benzinkanister hatten nix zu tun mit der Tat. Einer war mit seinem Fahrzeug liegengeblieben, der andere hatte Benzin von der Tankstelle geholt.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: BPD Innsbruck - Fahndung nach Ernst Eckerhardt R., durch zahlreiche Betrugsdelikte 140.000 Schilling Beute, könnte sich in Deutschland aufhalten, letzte Spur in Berlin, noch Reststrafe von über zwei Jahren, rechter Arm tätowiert u. a. mit „Tirol“.

Geklärt: Der Gesuchte stellte sich in Frankfurt am Main der Polizei, nachdem er die XY-Sendung mit seiner Fahndung selber gesehen hatte. Peter Nidetzky berichtet in der Folgesendung.

  • SF 2: Kapo Bern - Fahndung nach Josef W., Ausbrecher verändert ständig Aussehen mit Perücken, ca. 50 Einbrüche in Büros und Hotels, benutzt diverse Falschnamen und ist gebürtiger Rumäne mit deutscher Staatsangehörigkeit, spricht deutsch, rumänisch und französisch. - Alter XY-Kunde: Nach ihm wurde bereits im SF 3 der Sendung vom 20.08.1971 und im SF 3 der Sendung vom 22.09.1972 gesucht, und zuletzt berichtete Konrad Toenz in der Sendung vom 01.09.1978 über seine Festnahme in Aeschi bei Spiez.

Geklärt: Der Gesuchte wurde in Chur von einem Polizisten erkannt und verhaftet. Bekanntgabe im Rückblick der Sendung vom 13.07.1979.

  • SF 3: Sicherheitsdirektion Linz - Unbekannter Bankräuber, Banküberfall in Lengau bei Salzburg, Täter vieleicht Deutscher, Tatfahrzeuge VW Käfer und laut quietschender, dunkelgelber Audi 80, zwei Kennzeichen wahrscheinlich aus Bayern (Laufen oder Bad Reichenhall), Täter waren vor dem Überfall im Grenzgebiet, Frage wo sie übernachtet und gewohnt haben könnten und Zeugen werden gesucht, welche die Autos vor der Tat gesehen haben.
  • SF 4: Kripo Saarbrücken - Fahndung nach Axel H., Rauschgifthändler soll zusammen mit seiner Frau größere Mengen Drogen in Berlin gekauft und im Saarland verkauft haben, hielt sich häufig im grenznahen Ausland auf, könnte Vollbart inzwischen abrasiert haben, spricht saarländischen Dialekt, englisch, französisch und spanisch.
  • SF 5: Kripo Krefeld - Fahndung nach Gerhard A., soll seinen Lebensunterhalt durch Autodiebstahl und internationale Autoverschiebungen bestreiten, Ermittlungen gegen ihn in Krefeld, Trier und Wolfsburg, untersetzt, Oberlippenbart vieleicht inzwischen abrasiert.
  • SF 6: Kripo Mühldorf/Inn - Fahndung nach Richard F., Flucht aus Gefängnis, gilt als „besonders aktiver Einbrecher“, Tatorte Privathäuser, Geschäfte, Banken und ein Landratsamt, weiterer Vorwurf Autodiebstahl, vollschlank, trug zuletzt Oberlippenbart und spricht niederbayerischen Dialekt.

Geklärt: Richard F. konnte von der Polizei Schweinfurt in einem Hotel festgenommen werden, nachdem ein verdächtiges Auto mit gefälschten Kennzeichen in einem Parkhaus die Beamten auf seine Spur brachte. Klärung im Rückblick der Folgesendung.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • SF 2 der vorherigen Sendung: Im Fall der Blitzeinbrüche in Juweliergeschäfte hatte eine Zuschauerin aus Deutschland für die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt einen interessanten Hinweis zu der von den Tätern bei einem der Überfälle verlorenen goldfarbenen Uhr „Baume & Mercer“, die notwendigen weiteren Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
  • SF 4 der vorherigen Sendung: Der unter Mordverdacht stehende Drogenhändler Cengiz B., in Rauschgiftszene „der große Cengiz“ genannt, ist zwar weiterhin flüchtig, aber die Kripo Frankfurt konnte immerhin einen verlassenen Schlupfwinkel des Gesuchten ausfindig machen und so neue Beweismittel sicherstellen. Cengiz B soll sich jetzt in Jugoslawien aufhalten.

XY Gelöst:

  • SF 3 der vorherigen Sendung: Der Gesuchte befand sich am Abend der Sendung bei einem Bekannten in Mainz, der von dem schweren Verdacht nichts wusste und erst in XY von der Fahndung erfuhr. Er verständigte die Polizei und Manfred W. wurde festgenommen.

Bemerkungen

  • Nach Filmfall 1 spielt Ede ein Tonband vor.
  • Vor der Einblendung der Telefonnummern sieht man Peter Hohl, wie er sich beugt.

Vorherige Sendung: Sendung vom 06.04.1979

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