Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 03.05.1991

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Vergewaltigung und versuchter Mord an junger Frau / Sexualmord an Sabine St. ("Irische Harfe")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Würzburg
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Farnschläder
  • Damalige Belohnung: 13.000 DM
  • Tattage: 18. August 1990 (Vergewaltigung an junger Frau), 26. September 1989 (Sexualmord an Sabine St.)
  • Details: Lohr/Main; verpaßt den Bus und fährt dann per Anhalter; Fahrer läßt das Opfer am Zielort in Lohr nicht aussteigen; wird im Auto im Wald vergewaltigt und versucht sie anschließend zu ermorden; die Kripo ermittelt, daß es Parallelen zu einem Sexualmord an Sabine S. gibt; Feuerzeug mit irischer Harfe; Wilm Roil als Kommissar
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Nach etwa zehn Jahren wurde ein Mord anhand von einer DNA-Analyse geklärt, der erste Fall der mithilfe solcher Analysen geklärt werden konnte. Die 20-jährige Schülerin Sabine St. war in einem Park in Hanau vergewaltigt und dann erschlagen worden. Vom Täter konnte ein genetischer Fingerabdruck gewonnen werden, der dann mit Speichelproben von 190 Tatverdächtigen verglichen wurde. Damals noch ohne brauchbares Ergebnis -das Verfahren war nämlich noch nicht genau genug. Inzwischen konnte die Empfindlichkeit bei der Methode um das 10.000-fache gesteigert werden. Ein guter Grund für die Kripo Hanau die 190 Speichelproben aus dem Mordfall Sabine St. noch einmal zu überprüfen. Und diesmal mit Erfolg. Eine der Proben stimmte haargenau mit den Spuren am Tatort überein, der Verdächtige, ein heute 33-jähriger Hanauer, sitzt bereits wegen anderer Taten im Gefängnis und wartet nun auf seinen Prozess. Über die Aufklärung wird in der Sendung vom 03.09.1999 berichtet. Siehe auch:

Ein Biologe im Polizeidienst - Auf der Suche nach der entscheidenden Spur FAZ vom 26.10.2008

In der WDR-Dokumentation "Lebenslang - Mord verjährt nicht" (2008) berichtet Wolfram Seeger über den Mordfall.

2010 erhielten die Schüler der Karl-Rehbein-Schule den Hessischen Landespreis für ihren Film "Tatort Hanau: Geschichte eines Mordes" in welchem sie den Mord an der Zeichenakademie-Studentin Sabine St. dokumentierten. Siehe auch:

"Mordfall divergent beleuchtet" - Junghistoriker der Karl-Rehbein-Schule geehrt Osthessen News vom 24.08.2011

Die Aufklärung des Falls konnte anhand einer erfolgreichen DNA-Analyse bekannt gegeben werden. Darüber wird in der Sendung vom 18.01.2002 berichtet.

Organisierte Kriminalität ("Zigarettenraub")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Alsfeld
  • Kommissar im Studio: Kriminaloberkommissar Bruckmann
  • Tattag 19. Juli 1990
  • Damalige Belohnung: 13.000 DM
  • Details: Zigarettentransport; HB-Werbung; Überfall am Hattenbacher Dreieck; 15 Paletten mit Zigaretten, Gesamtgewicht: 5 Tonnen, Wert: 670.000 DM
  • Zitate: "Kommt, macht voran Leute! So, jetzt machen wir ganze Arbeit. Du bliebst mindestens eine Viertelstunde in deiner Koje liegen, sonst gibt`s eins auf die Nus." (erfundener Täter, weil die Tat vorgetäuscht war)
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Bereits in der Folgesendung wird das "Verbrechen" aufgeklärt, der Raub war vom Fahrer des Lastzugs inszeniert worden.

Serie von Einbrüchen und Vergewaltigungen im Frankfurter Raum ("Weiße Handschuhe")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Krumb
  • Belohnung: 10.000 DM
  • Details: Frankfurt - Sossenheim; Mann eines Opfers verläßt früh das Haus, der Täter nutzt die Gelgenheit zum Einbruch; der Einbrecher raubt diverse Gegenstände und vergewaltigt anschließend die noch schlafende Einwohnerin; Film wird durch Ede unterbrochen und dann fortgesetzt; ein weiterer Einbruch mit anschließender versuchter Vergewaltigung folgt; die Frau wehrt sich nach Kräften und schlägt den Sexgangster dadurch in die Flucht; die Nachbarschaft gründet daraufhin eine Bürgerwehr; am 11. November 1990 überfällt er sogar gleich 3 Frauen hintereinander; mehr als 17 Straftaten werden dem Täter zugerechnet
  • Zitat: „Du ruhig, du nix schreien!"
  • Bewertung: **
  • Status: geklärt

Nachspiel

In der Sendung vom 13.09.1991 wird auf diesen Fall eingegangen. Der Täter konnte durch Zuschauerhinweise identifiziert werden; der Jugoslawe Dejan D.

In der Sendung vom 10.04.1992 wird von der Klärung des Falls berichtet. Der Verbrecher versuchte auf ähnliche Weise in Berlin zwei Frauen zu vergewaltigen. Einer Frau gelang jedoch die Flucht. Der Mann wurde festgenommen und legte ein umfassendes Geständnis ab.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien – Fahndung nach Reinhard G. - Gesucht wegen Wirtschaftskriminalität; ‚schwerer Betrug in mehreren Fällen‘ – Erst als Geschäftsführer eines Pfandhauses und später als Leiter eines Kurhotels das Geld von Darlehensgeber veruntreut – Schaden: 17.000.000 Schilling

Hinter dem Gesuchten verbergt sich der 'Wiener Unterweltkönig' Reinhard G.-S. der 1988 ins Ausland flüchtete. Sein Pfandhaus ‚3 Kugeln‘ war mit 130 Millionen Schilling Verlust in Konkurs geschlittert. In 2002 gab es Gerüchte das er in Südamerika verstorben war – ‚Seine früheren Freunde machten Jagd auf die Millionen mit denen sich der gebürtige Wiener abgesetzt hat‘.

Siehe auch:

'Ex-Unterweltkönig tot?' Wiener Zeitung vom 11.06.2002

  • SF 2: Kantonspolizei Basel-Land - Fahndung nach Mustafa Y. wegen Mordes an einem 37-jährigen türkischen Fußballfan. Der Mord geschah im Fußballstadion.
  • SF 3: Kripo Kassel - Fahndung nach Jürgen H. wegen des Ausbruchs aus der Justizvollzuganstalt. Verurteilt zu 12 Jahren Haft wegen schweren Bankraubs in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen; Beute: Über 1.000.000 DM - Es gelang ihm, sich in einem LKW zu verstecken und zu türmen. In der Folgesendung wird berichtet, dass der Gesuchte am gleichen Tag der Sendung eine Bank ihn Hannover überfiel; 3 Tage später eine Stadtsparkasse in Hannover.

Geklärt: Der Gesuchte konnte im ICE Zug nach Hamburg festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 07.02.1992 berichtet.

  • SF 4: Kripo Gelsenkirchen - Fahndung nach Saimir P. wegen Totschlags an seiner Ehefrau und gefährlicher Körperverletzung an dem Freund der Lebensgefährtin. Die Ehefrau wurde mit 30 Messerstichen getötet.
  • SF 5: Kripo Potsdam - Suche nach dem Taxifahrer Andreas B. und seinem Auto; beide spurlos verschwunden. Es besteht der Verdacht, dass dieser einem Raubmord zum Opfer fiel. Zwei Gäste stiegen am Brandenburger Hauptbahnhof in sein Taxi; nach ihnen wird gefahndet - Glatte Haare, Ohrring und 'Knastträne'.

(teilw.) Geklärt: Die Leiche von Andreas B. wurde acht Monate nach seinem Verschwinden im Elbe-Havel-Kanal, nahe der Schleuse Wusterwitz, geborgen; sein Taxi war ebenfalls im Kanal versenkt; von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Darüber wird in der Sendung vom 11.10.1991 berichtet.

  • SF 6: Kripo Hamburg - Fahndung nach den zwei jugoslawischen Männern Zoran D. und Dragan M. wegen des Verdachts, einen Landsmann auf brutalste Art und Weise ermordet zu haben. Beide gehören zum Zuhältermilieu in St. Pauli.
  • SF 7: Interpol Wien - Fahndung nach unbekannten Bankräuber; Foto von Überwachungskamera - Überfall auf die BKS Bank in Klagenfurt; Beute: 250.000 Schilling

Geklärt: Der Gesuchte konnte identifiziert und festgenommen werden. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 8: Kantonspolizei Zürich - Fahndung nach dem Jugoslawen Sasa P. - Wird beschuldigt 2 Landsleute in Buchs getötet zu haben; Motiv ist nicht bekannt; auf der Flucht mit einem hell-grünen Rover 3500. In der Folgesendung wird berichtet, dass das Fluchtauto in Bülach sichergestellt werden konnte.

Geklärt: Während den Aufnahmestudioreaktionen in der Folgesendung gibt Konrad Toenz bekannt, dass der Gesuchte im Saarland festgenommen werden konnte.

  • SF 9: BKA Wiesbaden - Fahndung nach Helmut V. - Als Abteilungsleiter im Ministerium der Staatssicherheit soll er u.a. die Aktivitäten der RAF unterstützt haben. Darunter, den Anschlag auf den Luftwaffenstützpunkt in Rammstein, das Attentat auf den U.S. General Kroesen sowie den Anschlag auf das Französische Generalkonsulat in Berlin.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in einem Athener Hotel in Griechenland festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 09.10.1992 berichtet. 1994 wurde er für seine Beteiligung am Sprengstoffanschlag vom 25. August 1983 auf das Kulturzentrum Maison de France in West-Berlin zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.

Siehe auch:

'Helmut V.' Wikipedia

XY Gelöst - der Rückblick

Ede beginnt den Rückblick mit dem Hinweis auf zwei „schier unglaubliche Geschichten“.

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 1 der vorherigen Sendung: Der zum Zeitpunkt der Sendung noch unbekannte Täter hat nach dem Mord im Schrebergarten an dem Rentner Manfred K. einen Beutel mit Schmuck verloren. Einige Beutestücke konnten noch während der Sendung einem Einbruch in Kempten zugeordnet werden, aber weitere sichergestellte Schmuckstücke bereiten der Polizei trotz eindeutiger Gravuren, mit denen man die rechtmäßigen Besitzer eigentlich finden müsste, noch Kopfzerbrechen. Ein goldener Anhänger, Gravur "Silvia" und Geburtsdatum sowie zwei weißgoldene Eheringe Gravur "Silvia/Uwe" mit Hochzeitsdatum werden gezeigt und die Kripo Memmingen hofft jetzt, die Eigentümer doch noch zu finden.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Peter hat in Wien kein konkretes Ergebnis, der internationale Trickbetrüger wird weiterhin gesucht und sein Phantombild erneut gezeigt. Der gesuchte meldet sich auf Zeitungsanzeigen die Brillanten oder Goldmünzen zum Kauf anbieten; während den Verhandlungen tauscht er die Brillanten aus oder lässt die Goldmünzen mit einem präparierten Koffer verschwinden. Bisher bekannte Tatorte: Wien, Zürich, Amsterdam und München; Beute: Über 6.000.000 Schilling.
  • SF 6 der Sendung vom 15.02.1991: Einer der beiden von den Schweizer Behörden gesuchten Gefängnisausbrechern, Serafetin A., wurde von der Polizei während eines neuen Einbruchs ertappt und festgenommen. Der noch flüchtige Petar B. wird wegen serienmäßigen Einbruchsdiebstählen gesucht.

XY Gelöst:

  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der wegen Betrugs, Titelmissbrauchs und versuchter Vergewaltigung zu zu 2 ½ Jahren Haft verurteilte Klaus-Dieter P., der aber vor Haftantritt fliehen konnte, wurde fünf Tage nach der Sendung in Aachen verhaftet.
  • SF 7 der Sendung vom 05.10.1990: Ermin B., von der Kantonspolizei St. Gallen gesucht wegen Geiselnahme und Erpressung wurde in in Hannover festgenommen, nachdem er in eine Polizeikontrolle geraten war.
  • SF 5 der Sendung vom 07.07.1989: Von einer unglaublichen Geschichte berichtet Sabine. Ramazan K., von der Kripo Wiesbaden damals gesucht wegen Mordes wurde knapp zwei Jahre nach der Sendung in Mainz, auf offener Straße von einem XY-Zuschauer erkannt und daraufhin von der Polizei festgenommen. Später stellte sich heraus, dass er nach der Tat in die Türkei geflohen war, in seiner Heimat ganz legal einen neuen Namen angenommen hatte und unter diesem seit einem halben Jahr in Mainz lebte.
  • SF 7 der Sendung vom 09.10.1987: Noch eine unglaubliche Geschichte betraf die Suche der Kripo Garmisch-Partenkirchen nach dem Betrügerpaar Hedwig H. & Johann L. - Die beiden betrieben einen Juwelierladen. Dort nahmen sie gebrauchten Schmuck in Kommission und verschwanden danach mit der Beute im Wert von 700.000 DM. In der Sendung vom 04.12.1987 wurde berichtet dass beide nach Brasilien absetzten. Kurze Zeit darauf stellte sich Johann L. bei der Deutschen Botschaft in Rio de Janeiro. Und jetzt wollte sich schlussendlich auch Hedwig H. bei der Botschaft stellen, aber niemand glaubte ihr zunächst, dass sie polizeilich gesucht wurde(!). Drei Wochen ging sie "den Behörden auf die Nerven" bevor man ihr glaubte und sie nach Deutschland zurück schickte, wo sie bei ihrer Ankunft dann schließlich festgenommen wurde.
  • SF 6 der Sendung vom 20.06.1986: Die Kripo Düsseldorf kann eine länger zurückliegende Fahndung abschließen. Yves Claude G., dem versuchter Totschlag vorgeworfen wird, ging der Polizei schlussendlich in Italien ins Netz und wurde bereits ausgeliefert.

Erste Erkenntnisse (Zuschauerreaktionen in der Spätausgabe

Aus Zürich kamen in dieser Spätsendung keine Zuschauerreaktionen, da die Leitung abgebrochen ist

Filmfälle:

  • FF 1: Mord an Sabine S.; 20 Hinweise ua. 6 Hinweise auch auf das Feuerzeug in einer Gaststätte
  • FF 2: Zigarettenraub: 80 Hinweise
  • FF 3: Sexualverbrechen: 35 Hinweise; zwei Personen werden überprüft; Hinweise auf den Handschuh

Studiofälle:'

Bemerkungen

  • Vor Filmfall 1 spricht Ede von Schutzengeln
  • Am Schluß der Sendung spiegelt sich die Stirn von Rüdiger Wellnitz im Fenster!
  • ZR aus Zürich: "Es ist nichts da aus Zürich!"

Vorherige Sendung: Sendung vom 05.04.1991

Nächste Sendung: Sendung vom 14.06.1991

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