Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 24. April 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 20.06.1969

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Mord an Leo P. ("Mord im Tonstudio")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Hamburg
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Handke
  • Tattag: 10.02.1969
  • Details: 66-Jähriger früherer Berufsmusiker aus Bayern seit frühester Kindheit gehbehindert; seit über 20 Jahren eigenes Tonstudio in Hamburg-St. Georg; gute Aufnahmen für Privatleute trotz altmodischer Ausstattung; guter Ruf in der Branche; häufig wechselnde jüngere Hilfskräfte = Neigungen?; oft aufbrausender Einzelgänger; Gemischtwarenlanden direkt unter dem Studio; Inhaberin hört minutenlanges Poltern von Oben; Weitere Nachbarin wundert sich über hohen Wasserverbrauch in der Toilette; fremder Mann versucht Blutspuren an seiner Kleidung zu beseitigen; dann vergeblicher Versuch Tressortür mit Schlüssel zu öffnen; Zeuge fällt Mann mit zwei schweren Reisetaschen auf, der aus dem Tonstudio kommt; nur ca. 1,65 m groß und schmuddliger Mantel; wenig später will Komponist Bandaufnahme kopieren lassen; seine Sekretärin wartet im Wagen; Klingeln, aber niemand öffnet; Komponist geht durch nicht verschlossene Tür und sucht nach dem Inhaber vom Tonstudio; Sekretärin im Auto beobachtet jungen Mann mit schwarzer Lederjacke; er muss im Tonstudio gewesen sein, aber niemand hat ihn hineingehen sehen; Mord wird entdeckt; heftige Kampfspuren; Opfer erst mit Faust niedergestreckt, dann Schädel mit Autobatterie zertrümmert.
  • Musik: Rocket (Joe Bennet & The Sparkletones; 1957)
  • Bewertung:
  • Status: ungeklärt (?)

Nachspiel

Das Hamburger Abendblatt vom 24. Juni 1969 berichtet davon, dass im Kreis Unna an einer Tankstelle ein etwa 25-jähriger Unbekannter beobachtet wurde, der im Besitz einer der in der Sendung beschriebenen Reisetaschen mit dem Monogramm "LP" des Opfers war. Der Unbekannte soll als Anhalter nach Antwerpen gewollt haben und vom Fahrer eines niederländischen Pkws mitgenommen worden sein. Außerdem wurde in Harksheide nördlich von Hamburg die andere der beiden Reisetaschen gefunden. In ihr befanden sich zwei Gegenstände, die nicht dem Opfer gehört hatten: eine Parfümflasche und eine Puderdose.

Im Hamburger Abendblatt vom 23. Januar 1970 wird der Fall noch einmal in einem weiteren Artikel erwähnt. Anlässlich der Veröffentlichung des Kriminalreports 1969 heißt es dort, dass der Mord an Leo P. einer von nur drei ungeklärten Mordfälle des Jahres 1969 in Hamburg ist. Über die weitere Entwicklung ist nichts bekannt.

Diebstähle ("Parkhaus-Spezialisten")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Beamter im Studio: Oberkommissar Neizel
  • Details: Schmuckhändler in Parkhaus auflauern; Auto-Alarmanlage; Kofferraum rütteln
  • Bewertung: *
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Heiratschwindler und Raubüberfall - Fahndung nach Günter Sch. ("Der dicke und der alte Betrüger")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Braunschweig
  • Beamter im Studio: Hauptkommissar Frickmann
  • Tatverdächtig: Günter Sch. und ein älterer Mann mit "faltigem" Gesicht
  • Details: Hochzeitsversprechen = an Verwandte der Frau gelangen; falsche Polizei. Anders als im Filmfall dargestellt, wird Günter Sch. in der Nachbesprechung als "schlank" beschrieben.
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt

Nachspiel

Günter Sch. und sein im Film gezeigter älterer Komplize wurden beide verhaftet. Günter Sch. zwei Tage nach der Sendung in Bad Reichenhall und sein Komplize wurde noch in der Nacht identifiziert und festgenommen. Auflösung in der Folgesendung.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Kripo Pforzheim - Fahndung nach einem Bankschließfach, zu dem sich ein Schlüssel im Besitz der Polizei befindet. Die Fahndung bezieht sich urspünglich auf den Filmfall 3 (Überfall auf einen Juwelenhändler) aus der Sendung vom 29.11.1968. Der Schlüssel wurde in einer Kaffeedose bei Ingeborg B. gefunden. Die Frau ist mit dem Verdächtigen Todor K. auf der Flucht. Hohe Belohnung durch die Versicherung bei Wiederbeschaffung der Beute: 10% des Wertes der geraubten Brillanten, d. h. bis zu 75.000 DM.

Geklärt: Das gesuchte Schließfach wurde gefunden, allerdings waren dort keine Brillianten, sondern mehr als 40 gestohlene Blankoausweise deponiert. Ede bezeichnet den Fund als "nicht unwichtig" für die Polizei. Auflösung in der Folgesendung. Ingeborg B. und Todor K. sind weiterhin auf der Flucht.

  • SF 2: Polizeikommando des Kantons Luzern - Fahndung nach Hans Ulrich H. (33), gesucht wegen Einbruchdiebstahls. Er ist aus einem Gefängnis in St. Gallen ausgebrochen. Er benutzt häufig Falschnamen.

Geklärt: Hans Ulrich H. wurde bereits einen Tag nach der Sendung in Gescher (Westfalen) verhaftet. Im Wagen wurde der Großteil der gefälschten Reiseschecks gefunden. Auflösung in der Folgesendung.

  • SF 3: Kripo Recklinghausen - Fahndung nach Friedrich Wilhelm M. (44), gesucht wegen Betrügereien im Wert von ca 100.000 DM, unter anderem wegen Scheckbetrugs.

Geklärt: Friedrich Wilhelm M. konnte noch am Abend der Sendung in einer Gaststätte in Aschaffenburg festgenommen werden. Auflösung in der Folgesendung.

  • SF 4: Kripo Köln - Fahndung nach Rudi Karl H. (55), gesucht wegen Dreifachmords. Er soll seine Frau und seine zwei Kinder ermordet haben.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der Novembersendung 1968: Es gibt auch nach der Festnahme der beiden Täter noch Fragen der Kripo Pforzheim zum Überfall auf einen Juwelenhändler. Die Beute ist noch nicht wieder aufgetaucht und liegt möglicherweise in einem Bankschließfach in Süddeutschland. Weder die Herstellerfirma des Schlüssels noch die Polizei konnten bisher herausfinden, wo es sich befindet. (Studiofälle, SF 1).

XY Gelöst:

  • FF 2 der vorherigen Sendung: Die von der Kripo Hamburg gesuchte Betrügerin Sigrid Sch. wurde in einem Kaufhaus in Wedel bei Hamburg erkannt und verhaftet.
  • FF 3 der vorherigen Sendung: Der ehemalige Polizist Hans Jürgen B. wurde in einem gestohlenen Wohnwagen auf einem Campingplatz in Trebur bei Groß-Gerau verhaftet. Im letzten halben Jahr hatte er alle XY-Sendungen gesehen, nur die mit seiner Fahndung nicht. Er war von der Kripo Worms gesucht worden.
  • SF 1 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Bamberg gesuchte Tresor-Bohrer Dieter Sch. wurde in Bad Kreuznach verhaftet. Er versteckte sich dort in einem Waldstück und hatte die Sendung dort im Freien auf einem Transistor-TV selber gesehen. Es half ihm auch nichts, dass ihn die Polizei in seiner Fahndung eher in Österreich oder in der Schweiz vermutet hatte.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Günther P. wurde wurde drei Tage nach der Sendung bei Warburg in Nordrhein-Westfalen verhaftet.

Bemerkungen

  • Man kann im Aufnahmestudio eine Fernschreiber-Nummer lesen: 4186150.
  • "Panter" in Filmfall 1. Ede spielt ein Lied vom Band vor.

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