Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 6. März 2019 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 12.06.1987

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Filmfälle

Überfälle auf Frauen und Sexualmord an Christiane F. ("Lyoner Straße")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Frankfurt
  • Beamter im Studio: Kriminalhauptkommissar Lothar Herrmann
  • Tattag: 4. Dezember 1986
  • Belohnung: 12.500 DM
  • Details: Die Bürostadt im Frankfurter Stadtteil Niederrad ist bekannt dafür, dass sie nach den Geschäftszeiten in den zahlreichen Büros gegen 18:00 eher einer "Geisterstadt" gleicht, da die meisten Angestellten entweder mit dem Auto oder mit der S-Bahn zügig das Gelände verlassen. Eine Frau verlässt kurz nach 18:00 ihre Firma und geht zur S-Bahn Haltestelle. Spannungsmusik = Akazienweg. Auf dem Weg dorthin wird sie von einem aus dem Gebüsch springenden Täter überrascht, der versucht, sie in die Büsche zu ziehen. Durch zwei vorbeikommende Passanten gestört, sucht der Täter jedoch das Weite, bevor er seine Tat begehen kann. Noch bevor die Frau auf dem nächsten Polizeirevier ankommt, wird eine zweite Angestellte, die denselben Weg zur Haltestelle benutzt, überfallen. Der Täter lässt jedoch von sich aus von ihr ab. Am folgenden Tag wird Christiane F. an nahezu der selben Stelle attackiert. Diesmal wird der Täter nicht gestört. Am nächsten Tag wird die Frau tot aufgefunden. Die Polizei fahndet daraufhin in den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Lautsprecherdurchsagen nach weiteren Zeugen. Einer dieser Zeugen zögert zunächst mit dem Gang zur Polizei, denn er ist bei der Polizei bereits als Kleinganove mit Vorliebe für Autoradios bekannt. Autoknacker packt aus; "Nette Schlitten"; Da er zwar am fraglichen Abend in der Gegend war, jedoch nichts geklaut hatte und seine Freundin ihn nötigt, macht er doch eine Aussage. Er ging am Tatabend denselben Fußweg zur Haltestelle wie das Opfer. Plötzlich springt ein Mann aus dem Gebüsch, schaut ihn mit leerem Blick an und verschwindet. Der Zeuge ist dem Mann dann noch gefolgt, hat ihn aber schliesslich in einer Unterführung aus den Augen verloren. Die Beschreibung, die vom Täter gemacht werden, weichen jedoch ziemlich voneinander ab. Es handelt sich demnach evtl. um zwei verschiedene Täter. Der erste Täter älter und untersetzt, der zweite jünger, schmal und mit Armeejacke. Ungesunder Teint Military Outfit.
  • Bewertung: ***
  • Status: ungeklärt

Nachspiel

Raubüberfall auf einen Geldtransport ("GTI-Räuber")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Bergisch Gladbach
  • Kommissar im Studio: Kriminalhauptkommissar Jochen Schäfer
  • Belohnung: keine
  • Tattag: 30. Mai 1984
  • Details: Großmarkt; Geldtransportfirma holt regelmäßig gegen 19:15 Uhr Geld vom Supermarkt ab. Täter kundschaften dies aus und tauchen plötzlich auf, als gerade zwei Angestellte des Geldtransporters die Geldkoffer zum Wagen bringen wollen. Der Geldbote mit dem Geldkoffer wird niedergeschlagen, der Koffer geraubt. Ein Täter und der unverletzte Mitarbeiter der Geldtransportfirma liefern sich einen Schußwechsel. Von der Gegenwehr offensichtlich überrascht, flüchten die beiden Täter überstürzt, müssen den 45 kg schweren Koffer mit 15 Geldbomben (360.000 DM) dabei zurücklassen. Werfen bei ihrer Flucht durch ein Wohngebiet eine abgesägte Flinte ins Gebüsch. Vier Wochen später spielen drei Jungen in diesem Wohngebiet. Alex findet die Waffe und zielt im Spiel auf einen anderen Jungen. Der sagt auch noch: "Drück ab!", weil er die Waffe nicht für echt hält. Der Junge hebt das Gewehr und zielt in die Luft. Aus der Waffe löst sich Schuss, der Rückschlag wirft ihn auf den Boden. Außer einem Schreck passiert nichts, aber fast...
  • Bewertung: *
  • Status: geklärt (Quelle?)

Nachspiel

In der Folgesendung berichtete Ede, dass ein niederländischer XY-Zuschauer das in der Nachbesprechung gezeigte Gemälde des niederländischen Malers Willem Koekkoek (Wikipedia) in einer Galerie in Den Haag erworben hatte. Es wurde bei einem Raubüberfall 1980 in Köln gestohlen. Der niederländische Zuschauer brachte es am Tag nach der Sendung zurück und verständigte die Polizei und die Kripo Bergisch Gladbach hofft jetzt, den Tätern auf die Spur zu kommen und ihnen den Raubüberfall nachweisen zu können.

Mord an Agnes M. ("Die weiße Rose")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Kiel
  • Kommissar im Studio: Hauptkommissar Traugott Rösner
  • Tattag: 8. Juli 1986
  • Belohnung: 5.000 DM
  • Details: behinderte alte Frau; Laufhilfe; Ersatz-Haushälterin; Schlüssel unter Fußmatte; Frühstück auf Balkon; Eine alleinlebende Seniorin wird in ihrer Wohnung erwürgt aufgefunden. Der Täter hinterlässt eine mysteriöse weiße Rose, die er kurz zuvor an einer nahgelegenen Kirche vom Strauch abschneidet. Dies wird später von Zeugen ausgesagt. Einer von ihnen wohnt im Dachgeschoss eines Hauses in derselben Strasse wie das Opfer und hat den Täter auf seinem Weg vom Abschneiden der Rose bis zum Haus des Opfers beobachtet. Zuvor habe er eine Frau nach dem Weg gefragt. Diese Frau kann er aber nicht mehr genau beschreiben. Aus der Wohnung des Opfers fehlt neben Geld später auch ein Schrankschlüssel.
  • Bewertung: ***
  • Status: geklärt

Nachspiel

Geklärt wird dieser Fall in der Sendung vom 11.03.1994. Alte Spuren wurden neu überprüft, sodass ein 30-jähriger Verdächtiger festgenommen werden konnte. Die Mauer des Schweigens konnte gebrochen werden.

Die Studiofälle der Sendung:

  • SF 1: Interpol Wien - Suche nach einem unbekannten Bankräuber, der dieselbe Stadtsparkasse zweimal überfiel. Beute insgesamt ca. 205.000 Schilling.
  • SF 2: Aufnahmestudio Zürich - Gesucht wird mit internationalem Haftbefehl der deutsche Hans - Peter "Icke" L.. Er soll die 49 - jährige Rosemarie, bei der er einige Zeit lebte, getötet haben.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Amsterdam festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 11.09.1987 berichtet.

  • SF 3: Kripo Heilbronn - Fahndung nach Hans - Jürgen H. wegen Unterschlagung von mindestens 320.000 DM.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Hamburg festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 04.12.1987 berichtet.

  • SF 4: Kripo Heilbronn - Fahndung nach zwei unbekannten Räuber, die eine Tankstelle überfielen. Beide Täter wurden von einer Überwachungskamera aufgenommen. - In der Folgesendung werden die Namen der Gesuchten bekannt gegeben: Miguel O.-M. & Semir M.
  • SF 5: Kripo Frankfurt - Gesucht wird nach einem unbekannten Bankräuber, der mit amerikanischem Akzent spricht. Er war teilweise unmaskiert.

Geklärt: Der Gesuchte konnte in Jakarta festgenommen werden. Darüber wird in der Sendung vom 08.04.1988 berichtet.

  • SF 6: Kripo Lüchow - Ermittelt werden soll die Herkunft einer Lackspraydose, insbesondere in Bezug auf den Preisaufkleber, die ein Brandstifter an einem jugoslawischen Restaurant hinterließ.
  • SF 7: Kripo Paderborn - Fahndung nach Wilhelm I. wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau. Er stach auf offener Straße im Beisein des 4-jährigen Kindes auf sie ein, nur wenige Tage nach seiner Haftentlassung

Geklärt: Der Gesuchte war zum Zeitpunkt der Sendung bereits tot; Selbstmord im Wald in Paderborn. Darüber wird in der Folgesendung berichtet.

  • SF 8: LKA Kiel - Fahndung nach dem ehemaligen Rechtsanwalt Jürgen L. und seiner Frau Angela St. wegen gemeinschaftlichem Betrugs. Zuletzt wurde nach den beiden in der Sendung vom 12.09.1986 gefahndet; SF 5 für die Kripo Lübeck. Die Fahndung wird im Rückblick der Folgesendung aus Zürich erneuert, da ihre Spuren in die Schweiz führten.

XY Gelöst - der Rückblick

Zwischenergebnisse aus früheren Sendungen:

  • FF 3 der vorherigen Sendung: Im von der Kripo Köln bearbeiteten Raubmord am 91-jährigen Adolf W. erwähnt Ede eine „heiße Spur“. Ein XY-Zuschauer gab einen Hinweis auf einen ehemaligen Arbeitskollegen von Adolf W. Da das Gespräch unterbrochen wurde bittet die Kripo Köln den Anrufer dringend, sich erneut zu melden, entweder im Aufnahmestudio oder direkt bei der Mordkommission in Köln.
  • SF 2 der vorherigen Sendung: Die Kantonspolizei Zürich sucht weiterhin nach dem Finanzberater Hans A. der Anleger geschädigt haben soll, Schaden: mindestens 2 Mio. CH Franken. - Der Gesuchte stellte sich später schlussendlich selber in Zürich. Bericht darüber in der Sendung vom 06.11.1987.
  • SF 5 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Kripo Rosenheim wegen mehrerer Banküberfälle gesuchte Robert W. hält sich, wie bereits vermutet im Raum Oberbayern auf. Das ergaben die Zuschauerhinweise; sein Fahndungsfoto wird erneut gezeigt. - Schließlich kann in der Sendung vom 06.11.1987 über seine Festnahme in Oberbayern berichtet werden.
  • SF 6 der vorherigen Sendung: Hans-Joachim Sch., vom BKA Wiesbaden mit internationalem Haftbefehl gesucht als Verdächtiger im VW Devisenschwindel mit einem Gesamtschaden von 480 Mio. DM, befindet sich zum Zeitpunkt der Sendung noch auf freiem Fuß. Die zum Teil bis nach Neuseeland von Interpol eingeleiteten Überprüfungen brachten bisher kein konkretes Ergebnis. Sein Fahndungsfoto wird erneut gezeigt.

XY Gelöst:

  • SF 1 der vorherigen Sendung: Die beim Diebstahl bei einem Kunstsammler in Wien gestohlenen Gemälde mit einem Wert von 3 000 000 Schilling konnten in Deutschland sichergestellt werden. Der österreichische Täter wurde in Düsseldorf festgenommen und sitzt in U-Haft. Der Fall hatte sich bereits einen Tag vor der letzten Sendung gelöst und von der Beute fehlen nur noch zwei Bilder und ein ein wertvolles Silberbesteck.
  • SF 8 der vorherigen Sendung: Der von der Kripo Berlin wegen Mordverdacht gesuchte Dieter K. wurde nach dem Hinweis eine XY-Zuschauers in Essen festgenommen; Er wird verdächtigt, seine Ehefrau getötet zu haben und hatte sich in Essen bereits wieder neu verlobt. Er ist vorbestraft wegen Mordes an einer anderen Frau 1974 und hat die 12 Jahre Haft dafür bereits verbüßt. Seine Verlobte ahnte von alldem nichts.

Bemerkungen

  • Lustige Zeitungsüberschrift beim Rückblick "Freitagabend XY -Sonntag klickten die Handschellen“.
  • In Filmfall 1: Luftbildfreigabe eingeblendet
  • Ede atmet schwer vor Film 2
  • Ede nach Fall 2 mit unnachahmlichem Gesichtsausdruck: „Wirklich nur eine glückliche Fügung hat die Kinder da vor einem folgenschweren Unfall bewahrt“.
  • Hauptkommissar Schäfer von der Kripo Bergisch Gladbach wendet sich nach Fall 2 an alle Eltern: „Sie haben gesehen, was da beinahe passiert wäre.“ Nicht immer geht es so glimpflich ab. Versuchen sie deshalb, auf ihre Kinder einzuwirken, mit gefundenen Waffen oder gefundener Munition nicht zu spielen.

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