Die nächste Ausstrahlung von Aktenzeichen XY erfolgt am 15. Januar 2020 im ZDF! Unbedingt einschalten!

Sendung vom 15.12.1972Filmfall 1 Ausführliche Informationen

Aus Aktenzeichen XY ... ungelöst - Wiki
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Vermistenfall Christoph K. ("Südfrankreichreise eines jungen Mannes")

Arbeitstitel: "Frankreichurlaub"

Inhalt

  • Dienststelle: Kapo Zürich
  • Kommissar im Studio: Oberleutnant Rutschmann
  • Tattag: 28. / 29. Juni 1972
  • Belohnung: 5.000 SFR
  • Details: Führerscheinprüfung in Winterthur; fährt mit seinem DKW entlang des Genfer Sees, Grenzübergang, nimmt holländisches Studentenpaar mit; Unheimliches Lagerfeuer; Lied für Freundin komponiert und in Tagebuch niedergeschrieben; Postkarte mit Inhalt: "Tramper aus Biel (Häftling)"; der Wagen wird in Monte Carlo abgestellt aufgefunden; von K. fehlt jede Spur
  • Bewertung: ***
  • Besonderheiten: Der im Filmfall dargestellte DKW war der Originalwagen
  • Status: geklärt

Sendung vom 15.12.1972Filmfall 1 Ausführliche Informationen

Nachspiel

Der verdächtige "Bieler Tramper" wurde bereits in den Tagen nach der Sendung durch Hinweise von zwei deutschen Urlauberinnen ermittelt. Die Urlaubsbilder eines gemeinsamen Bekannten führten schließlich zur Identifizierung und, nach eindeutigen Hinweisen aus der Schweiz, zur Festnahme des "Trampers", der zwischenzeitlich auf einem Jahrmarkt in Deutschland als Schausteller unterwegs war. Die Vernehmungen des Verdächtigen führten zu einer Ruine in Südfrankreich. Die örtliche Gendarmerie hatte dort schon unmittelbar nach dem Verschwinden des Opfers eine männliche Leiche gefunden und als unbekannten Toten auf dem Dorffriedhof beerdigt. Die Exhumierung ergab, dass es sich um den Gesuchten handelt.

Der Tatverdächtige, der sich gern "Wilhelm Tell" nannte, blieb bei der Version, dass er versehentlich einen Stein durch die Gegend warf, der zufällig das Opfer tödlich traf. Zuvor erklärte er den Beamten, er habe dem Opfer nur ein Bein gestellt, wodurch er unglücklich gestürzt sei, was sich nach der Obduzierung der Leiche als Lüge herausstellte, denn K. wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen. Da das Gegenteil nicht nachweisbar war, wurde schließlich eine Haftstrafe von drei Jahren wegen fahrlässiger Tötung sowie Diebstahls ausgesprochen. Der Mordverdächtige durfte sofort freigelassen werden, da ihm die Zeit der Untersuchungshaft angerechnet wurde. Dem Urteil wurde hinzugefügt, dass erhebliche Zweifel an den Schilderungen des Angeklagten bestehen.

Diese Informationen stammen aus der der Jubiläumssendung "Eduard Zimmermann - Meine größten Fälle" vom 08.10.1997. Der Fall soll laut der XY-Sendung vom 06.11.1987 innerhalb von vier Sendungen aufgeklärt worden sein. Das würde leider bedeuten, dass die Aufklärung vermutlich in der Sendung vom 11.05.1973 berichtet wurde. Eine Sendung davor, in der Sendung vom 13.04.1973 wurde ein Foto des mutmaßlichen Täters gezeigt.