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'''Diskotheken Poco und Akropolis Ausführliche Informationen'''

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Morde an Anja F. und Anke Sch. (Anhaltermorde)

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Koblenz
  • Beamte im Studio: Kriminaloberkommissar Harald Süßenbach und Erster Kriminalhauptkommissar Wolfgang Balmes
  • Tattag: 10. Juni 1985 Anke S.; 10. Juli 1985 Anja F.
  • Belohnung: insgesamt 6.000 Mark
  • Details:
    • Das 1. Opfer: Anja F. (16) aus Katzenfurt; Trampt mit Freundin öfters mal für ein paar Tage nach Amsterdam; Sauerlandlinie; Diskothek "Poco"; kumpelhafte Freundschaft; Leiche auf Baustelle in Erdfuhre von Kiesgrube im Kreis Altenkirchen (100km entfernt) gefunden; Täter rotblonde Haare; Kreuz-Tätowierung.
    • Das 2. Opfer Anke Sch.(16) aus Neunkirchen: langweilig in der Disco; will zu anderer Disco trampen; häßlicher Blick auf Leiche hinter Müllsack
  • Bewertung: ***
  • Status: Beide Fälle geklärt
  • Zitat: "Ey, Alter. Kaufst du mir ein Bier?"; Ede: "Zwei Fälle, die wieder einmal nachdenklich machen, gerade im Hinblick auf das Anhalterunwesen."
  • Musik: Jermaine Jackson & Pia Zadora - "When The Rain Begins to Fall"

Nachspiel

Fall: Anja F.

Aus der Berliner Morgenpost vom 10. November 2002

17 Jahre nach dem Mord einer Schülerin aus Ehringshausen ist der Täter offenbar doch noch überführt worden. Die damals 16-Jährige war nach einem Diskobesuch in Mayen (Rheinland-Pfalz) ermordet worden. Ein Abgleich des sichergestellten DNA-Materials führte jetzt zur Festnahme eines 42-jährigen Mannes aus Berlin.

Rückblick: Am 10. Juli 1985 hatte die Schülerin in der Diskothek «Akropolis» in Neunkirchen-Struthütten gefeiert und das Lokal gegen 22.30 Uhr verlassen, war aber nie zu Hause angekommen. Drei Tage später wurde ihre Leiche in der Gemarkung Polch bei Mayen gefunden. Die Obduktion ergab, daß das Opfer erstickt worden war. Die Experten der Gerichtsmedizin stellten DNA-fähiges Material sicher, das mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln aber nicht ausgewertet werden konnte.

Nun wurden diese Proben mit der DNA-Bank des Bundeskriminalamtes (BKA) verglichen. Die Ergebnisse stimmten mit denen eines 42-Jährigen überein. Der Mann stammt ursprünglich aus dem Raum Westerwald und lebte zuletzt in einer Wohnung an der Karl-Kunger-Straße in Treptow. Das Amtsgericht Koblenz hat gegen den mutmaßlichen Mörder Haftbefehl erlassen, er sitzt in Untersuchungshaft. Bislang hat er sich in den Vernehmungen zu den Vorwürfen nicht geäußert

Artikel nicht mehr online verfügbar

Fall: Anke Sch.

Staatsanwältin Tanja Becher sah es als erwiesen an, daß Dirk S. die damals 16-jährige Anke Sch. zufällig beim Trampen gesehen und mitgenommen hat. Er habe sie vergewaltigt und sie, um nicht erkannt zu werden, umgebracht. Um möglichst keinen Zusammenhang zu seiner Person herzustellen, habe er dann die Leiche im Auto bis nach Polch gefahren und dort zwischen Polch und Kehrig abgelegt. Das Mordwerkzeug, das vielzitierte Kissen in seinem Auto, habe er ebenfalls verschwinden lassen. Die Staatsanwältin rekonstruierte den 10. Juli 1985 anhand der vorliegenden Zeugenaussagen. Die Vergewaltigung habe er (Dirk S.) nicht leugnen können, zu eindeutig sei die DNA-Spur gewesen. Bereits bei den vorangegangenen Vergewaltigungen habe er Gewalt eingesetzt, habe die Opfer massiv bedroht. Jetzt sei er mit Anke Sch. auf eine selbstbewußte junge Frau getroffen, die ihm offenbar gedroht habe. Deshalb habe er sie umgebracht.

Siehe auch: 'Staatsanwältin fordert lebenslänglich' Siegener Zeitung vom 27.08.2003

Auf den 2. Fall wird in der Folgesendung auch eingegangen. Über die "Klärung" des Falles wird in der Sendung vom 06.12.2002 berichtet.