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'''Ammerseekiste:Ausführliche Informationen'''

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Mord an Ursula H. ("Ammerseekiste")

Inhalt

  • Dienststelle: Kripo Fürstenfeldbruck
  • Kommissar im Studio: Polizeirat Böhm
  • Tattag: 15. September 1981
  • Tatort: Waldstück am Ammersee
  • Details: Entführungsfall; monatelange Vorbereitungen; Heimwerker; schwarze Kiste im Wald vergraben; unheimliches Verlies; Belüftungssystem; Sportunterricht; Kinder wollen freiwillig Unterrichtsverlängerung; nach Ferien am ersten Schultag entführt; auf Uferweg am Ammersee von Fahrrad gerissen und in Kiste verschleppt; 2 Mio. DM Lösegeld; Opfer in Kiste erstickt (Belüftungssystem war durch nasses Laub verstopft)
  • Maps: Waldstück am Ammersee
  • Bewertung: ***
  • Belohnung: 30.000 DM
  • Besonderheiten: Dieser Fall wird in der 350. Sendung nochmals ausgestrahlt.

Nachspiel

Zur 350. Sendung entschied sich Ede nochmals persönlich in XY zu erscheinen und gemeinsam mit der Unterstützung der Zuschauer, 21 Jahre nach der Tat, nach dem Mörder von Ursula H. zu fahnden. Dabei wurde der originale Filmfall erneut gezeigt und Ede kommentierte denn Fall danach wie folgt: ' Diese Fotos (von Ursula H. in der Kiste) waren das Schlimmste was ich in meinen ganzen 35 Jahren XY erlebt habe. Das Kind saß eingepfercht in dieser Kiste, es war tot und trotzdem schaute es mich mit großen Augen, verzweifelt und flehend, an. Ich werde diesen Blick nie vergessen. Hier war es ein Kind das mich mit voller Angst und natürlich auch voller Erwartung so durchdringend angeschaut hat das ich ganz spontan mir das Versprechen abgenommen habe, und dem Kind gegeben habe, das ich alles tun werde dass dieser Mensch gefunden wird und vor Gericht gestellt werden kann. ' Danach zeigte Ede eine Skizze wie das Mädchen in der Kiste gefunden wurde. Sicherlich einer der emotionalsten Momente in der Geschichte von Aktenzeichen XY.

Ede in einem Spiegel-Interview von 2007: "Den Blick des toten Mädchens konnte ich nicht vergessen", sagte Zimmermann SPIEGEL ONLINE. "Wir haben die Fahndung für 'XY' vorbereitet. Die Fotos des Polizeifotografen landeten auf meinem Schreibtisch. Für einen Moment glaubte ich, Ursula H. säße mir lebendig gegenüber." Siehe Artikel: 'Ede Zimmermanns letzter Fall - Hoffnung in der Spülmaschine'

Im Laufe der Zeit gab es mehrere Tatverdächtige, darunter in den 1980er Jahren den inzwischen verstorbenen Ex-Polizisten Harald W. Auch sein Bruder geriet ins Fadenkreuz der Ermittler, die stets von einem Mittäter ausgegangen sind, da eine Person allein die schwere Kiste kaum an den Tatort hätte tragen können, vergleiche von Ursula H. Wikipedia

2007

Zwei DNA-Spuren aus dem Mordfall Ursula H. wurden 2007 im Rahmen von Ermittlungen in der Wohnung der ermordeten Münchner "Parkausmillionärin" Charlotte B. gefunden. Unklar ist bis heute die Verbindung zwischen beiden Fällen. Die Münchner Abendzeitung berichtete, dass die Spuren evtl. absichtlich von einem Polizisten gelegt wurden. Die DNA - Spuren stammen nicht vom zwischenzeitlich festgenommenen Verdächtigen aus Kappeln.

2008

Am Freitag, dem 30. Mai 2008, wird, ausgehend von einem Artikel der Augsburger Allgemeinen, in vielen Tageszeitungen, teilweise auf Seite 1, berichtet, der Mord an Ursula H. stehe unmittelbar vor der Aufklärung. Tatverdächtiger ist ein 58 - jähriger Mann aus Kappeln (Schleswig-Holstein), der früher in einem Nachbarort der Familie gelebt hat. Er wurde am Mittwoch festgenommen und sitzt momentan in Augsburg in Untersuchungshaft.

Geklärt: Ein Tonband überführt den Mörder der kleinen Ursula. Spiegel Online vom 30.5.2008

Der festgenommene Werner M. betrieb Anfang der 1980er Jahre im Nachbarort der Familie ein Radio- und Fernsehgeschäft und war hoch verschuldet. Es wurde bereits kurz nach der Tat gegen ihn ermittelt. Zeugen lieferten damals aber ein Alibi. Der Beschuldigte bestreitet bis heute die Tat. In seiner Wohnung wurde ein Tonbandgerät beschlagnahmt, für das ein aufwendiges Phonetikgutachten erstellt wurde. Dem Gutachten zufolge weist das Tonbandgerät technische Auffälligkeiten auf, die auch bei den mitgeschnittenen Telefonanrufen festgestellt wurden. Die Kontaktaufnahme mit den Eltern erfolgte seinerzeit zunächst durch Telefonanrufe, bei denen der Täter jeweils die Erkennungsmelodie von Bayern 3 abspielte, ohne dass es zu Gesprächen gekommen wäre. Später trafen Erpresserbriefe mit der Lösegeldforderung und zu den Modalitäten der geplanten Geldübergabe ein. Danach brach der Kontakt ab. Die Kiste mit der Leiche des Kindes wurde dann am 4. Oktober gefunden.

17.10.2008 Mutmaßliches Täter - Ehepaar angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Augusburg eröffnet bald den Prozess gegen den 58-jährigen mutmaßlichen Täter und seine der Beihilfe bezichtigten Ehefrau. Der Fernsehtechniker wurde aufgrund eines Tonbandgerätes, das zur Tat verwendet wurde, und in seinem Besitz war, überführt. Er hatte früher in einem Nachbarort am Ammersee gelebt und sitzt bereits in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslange Haft.(Quelle: e110.de)

25.3.2010 Heute wurde in Augsburg das Urteil gesprochen: Lebenslange Haft gegen den Hauptangeklagten, seine Ehefrau wurde vom Vorwurf der Beihilfe freigesprochen

Quelle zum Urteil: "Urteil – Lebenslange Gefängnisstrafe" - Focus Online vom 25.03.2010.

12.04.2011 Urteil gegen Entführer von Ursula H. rechtskräftig: Bundesgerichtshof Karlsruhe hat die lebenslange Freiheitsstrafe gegen den Entführer Werner M. bestätigt.

Quelle: "Urteil gegen Entführer von Ursula H. rechtskräftig" - Augsburger Allgemeine vom 12.04.2011

Leider hat Ede die Klärung des Falles, der ihm so am Herzen hing, nicht mehr erleben dürfen. Er hat sein Versprechen dem toten Mädchen gegenüber eingehalten!